Mutares – STS Group 2.0 Erfolg? Grösser wird’s. Automotive mit 350 Mio EUR Umsatz nimmt Gestalt an.

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Mutares SE & Co. KGaA Übernahme Nummer 6

Mutares – mittlerweile einer der Topperformer in vielen Depots. Und damit dem so bleibt, setzt man weiter auf „passende Zukäufe“ – kauft Unternehmen, die sich ergänzen, die Synergien heben können. So vorexerziert im Automotive -Bereich, wo man direkt zwei neue, marktrelevante „Konzerne“ in 2023 formierte.Aus den in 2023 gemeldeten 8 Exits, 14 Übernahmen,  Strukturierung der zwei neuen „Konzernen“aus 2 bzw. 3 Beteiligungen und einer Anleihe-Refinanzierung mit Aufstockung entsteht das Bild eines auf Wachstum ausgerichteten Dauerläufers. Ein Dauerläufer, der mittlerweile eine Aurelius weit hinter sich gelassen hat. Dass sich durch eine transparente Kommunikationspolitik, unterstützt durch eine  neue Dividendenpolitik mit einer zukünftigen „Basisdividende“ von 2,00 EUR plus potentieller Bonusdividende, operative Erfolge auch in der Börsenbewertung eines Unternehmens positiv niederschlagen können, haben die Münchener in den letzten Monaten eindrucksvoll bestätigt. Und für 2024 kann man wohl einiges mehr erwarten.

Die STS Group, die im ersten Schritt in 2018 über einen Börsengang als Teilexit bereits die Kassen füllte, und dann in 2021 mit dem Verkauf der Restbeteiligung von 73,25 % der bis dahin grösste Exit der Firmengeschichte der Mutares wurde, könnte sich wiederholen. Mutares war in der Vergangenheit bereits bekannt für seine Automotive-Affinität und formte in 2023 direkt zwei Automotive-Konzerne in marktrelevanter Grösse – natürlich mit dem Endziel Exit.

Amaneos ist heisst der eine Mutares Automotive Konzern  – Kunststoffteile – 1,2 Mrd EUR Umsatz.

Seit März letzten Jahres vereint die neu gegründete Holding Amaneos aus Frankfurt am Main die international agierenden Unternehmen Light Mobility Solutions GmbH (LMS), MoldTecs GmbH und SFC Group. Die Hersteller von kunststoffasierten Systemen für die Automobilindustrie bleiben dabei operativ eigenständig. Amaneos wurde durch diesen Zusammenschluss audf einen Schlag zu einem globalen Player in der Automobilindustrie mit über 7.500 Mitarbeitern an mehr als 30 Standorten weltweit und einem annualisierten Umsatz von 1,2 Mrd. Euro.

Nummer 2 ist der Mutares Automotive Konzern „KICO & ISH Gruppe“ – im Bereich Scharniere und Schließsysteme – 350 Mio EUR Umsatz.

Und mit diesem Umsatz steht man ungefähr auf einer Stufe mit der STS Group, die, wie erwähnt, in 2021 den bis dahin grössten Exit der Firmengeschichte ermöglichte. Für diesen Teilkonzern feiert Mutares heute den Vollzug einer Add-on Investition. Durch die „Vollzugsmeldung“ nimmt der Automotive-Wert mehr Gestalt an: Ziel sei es, die KICO&ISH-Gruppe unter Berücksichtigung des aktuellen Technologie-, Produkt- und Kundenspektrums nachhaltig und zukunftssicher zu positionieren, indem der Fokus auf die Weiterentwicklung der Fachkenntnisse im Bereich Scharniere und Schließsysteme gelegt werde und eine führende Position in diesem Bereich angestrebt werde.

Durch den heute gemeldeten Zuwachs „PRINZ“ sei die KICO & ISH Gruppe inzwischen ein weltweit führender Anbieter von Scharnier- und Schließsystemen. Mit den vier Unternehmen KICO, ISH, High Precision Components und PRINZ plant Mutares für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Gesamtumsatz in Höhe von ca. 350 Mio EUR. Ziel von Mutares sei es nun, Synergien zwischen den vier Gesellschaften in China, Deutschland, Polen und Bulgarien zu heben.
Deutsche Konsum bleibt Problemfall – heute verschämt in einem Nebensatz, dass weitere Wertberichtigungen auf Obotritia-Forderung nötig waren.

PRINZ für Mutares – Vollzugsmeldung.

Die Mutares SE & Co. KGaA hat die Übernahme der PRINZ Kinematics GmbH abgeschlossen. PRINZ wurde 1985 gegründet und ist ein weltweit führender Automobilzulieferer für kinematische Systeme, spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion von Scharnieren, die hauptsächlich in Fahrzeugtüren, Heckklappen und Motorhauben für Premium-OEM-Kunden eingesetzt werden. Mit rund 300 Mitarbeitenden erwirtschaftete das Unternehmen im Jahr 2022 einen Umsatz von ca. EUR 55 Mio. PRINZ verfügt über einen Hauptsitz in Stromberg, Deutschland, und zwei Produktionsstandorte in Bulgarien (Ruse) und China (Shenyang), die einen direkten Zugang zu einem starken Kundenstamm ermöglichen, darunter internationale Premium-OEMs wie Mercedes-Benz, Daimler Truck, BMW und Volvo.

Insgesamt scheint das Bild, das die Nutares derzeit bietet, dem Kapitalmarkt zu gefallen.

Die Aktie handelt aktuell mit 34,20 EUR nicht weit entfernt vom Ende 2023 gesehenen Allzeithoch (35,80 EUR). Anleger, die seit längerem bei Mutares engagiert sind, können neben der Kursentwicklung (Plus 272,55 % in 5 Jahren, Plus 79,25 % in einem Jahr) auch auf üppige Dividendenzahlungen zurückblicken (seit 2018 summieren sich die Dividendenzahlungen auf 11,00 EUR). Und die „Story“ gewinnt weiter an Fahrt. Wermutstropfen? Das am 13.11. berichtete – möglicherweise nur temporäre – Ausscheiden aus dem Vorstand von CIO Johannes Laumann, der seit 2019 Mitglied des Vorstands war, könnte den zukünftigen Dealfluss „verlangsamen“.

Seit einiger Zeit wurde Laumann neben dem Gründer und CEO Robin Laik immer mehr zum „Gesicht“ der Mutares. Er war es, der immer öfter auf Veranstaltungen die Visionen des Mutares Managements vermittelte, der mit seiner erkennbaren Begeisterung für die Erfolge seines Teams, seiner Mutares den wirtschaftlichen Erfolgen eine persönliche Note gab. Jetzt liegt es wieder an Robin Laik aus dem selbstgewählten Hintergrund wieder nach vorne zu treten. Und das Team der Manager in der Mutares AG weiter zu motivieren, den hohen Dealflow mit den erkennbaren Erfolgen in der „Reifephase“ der Beteiligungen fortzusetzen.

Capital Markets Day zeigte Mutares auf dem Weg zum Big Player – mittlerweile ist Aurelius nicht mehr voraus, nicht mal mehr auf Augenhöhe.

Ausgehend von dem für das laufende Geschäftsjahr kommunizierten Ziel von 4,8 Mrd bis 5,4 Mrd EUR Konzernumsatz und 92 Mio bis 112 Mio EUR Jahresüberschuss der Mutares-Holding ist bis 2028 ein Wachstum des Konzernumsatzes auf 10,0 Mrd EUR vorgesehen. Der Jahresüberschuss der Mutares-Holding wird dann bei 200 Mio EUR erwartet.

Die zurückliegenden Jahre, seitdem ich Mutares gegründet habe, sind eine echte Erfolgsstory, bei der wir unsere Wachstumsversprechen erfüllt haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir diesen Pfad erfolgreich weiter bestreiten können und bis 2028 einen Konzernumsatz von EUR 10,0 Mrd. erreichen werden. Auch sehe ich die positive Entwicklung der Marktkapitalisierung noch am Anfang und erhoffe mir, dass wir hier auch unser volles Potenzial entwickeln“, sagte Robin Laik, Gründer und CEO von Mutares.

Und weitere Stimmen  – berechtigterweise selbstbewust.

„Der globale Roll-out unseres erfolgreichen Geschäftsmodells ist der logische nächste Schritt – und jetzt ist die perfekte Zeit dafür. Wir haben bereits Targets mit Chinabezug auf dem Tisch und sind fest davon überzeugt, dass das lokale Deal-Sourcing in dieser Wachstumsregion vielfältige und attraktive Chancen bietet“, sagte der damalige Johannes Laumann, CIO von Mutares, zu den Wachstumschancen im jüngsten Auslandsmarkt China.

„Zwei Euro Minimum – das ist unser neues Dividendenversprechen an unsere Aktionärinnen und Aktionäre. Wie zudem unser jüngster Rekord-Exit von Special Melted Products, der uns nach einem nur eineinhalb Jahre dauernden Investitionszyklus einen Verkaufserlös von ca. EUR 150 Mio. beschert hat, belegt, ermöglicht unser Geschäftsmodell hohe Liquiditätsüberschüsse“, so Mark Friedrich, CFO von Mutares.

2023 bei Mutares. Erfolgsjahr. Rekordjahr.

Wenn man sich die „Reifegrade“ der Beteiligungen anschaut, wie sie mit Stand 30.06.2023 vom Unternehmen eingestuft wurden,ist in 2024 einiges möglich – auf der Exitseite. Gerade wenn man die letzten Exits betrachtet mit Verkäufen bereits vor dem „Harvesting“-Status.

Operative Phase im Rahmen des Wert­schöpfungszyklus Zugeordnete Beteiligungen zum 30. Juni 2023 Umsatz im 1. Halb­jahr 2023 in EUR Mio. Adj. EBITDA2 im 1. Halb­jahr 2023 in EUR Mio.
Realignment Automotive & Mobility

  • Amaneos
  • Ferral United Group
  • Peugeot Motocycles Group
  • Plati Group – VERKAUF 8.11.23
  • iinovis Group

Engineering & Technology

  • Guascor Energy
  • Steyr Motors
  • VALTI
  • Gemini Rail und ADComms

Goods & Services

  • EXI und SIX Energy
  • Arriva Group
974,1 -3,5
Optimization Automotive & Mobility

  • KICO und ISH Group

Engineering & Technology

  • NEM Energy Group

Goods & Services

  • Lapeyre Group
  • Frigoscandia Group VERKAUF 21.12.23
  • Ganter
  • Asteri Facility Solutions und Palmia
  • FASANA
  • Repartim
877,1 +3,3
Harvesting Engineering & Technology

  • Special Melted Products – VERKAUF 19.9.23
  • Donges Group
  • La Rochette
  • Clecim

Goods & Services

  • Terranor Group
  • keeeper Group
  • SABO – VERKAUF 13.9.2023
423,7 +24,8
2023 zeigte Mutares an allen Fronten Fortschritte: Finanzierung, Exit’s, Übernahmen, operative Verbesserungen bei den Beteiligungsunternehmen.

Nach einem Exit am 5.01.2023 – „verkauft zu mehr als dem 7-10-fachen ROIC“, einem zweiten Exit wenig später, dem im Februar angekündigten, gestern als Nummer 10/2023 vollzogenen, Zukauf von 200 Mio Umsatz, die von 1.200 Mitarbeitern im Bereich “ Herstellung von Stahlteilen“(Walor) erwirtschaftet werden, und dem Abschluss von 2 Übernahmen, die bereits in 2022 angekündigt worden waren, meldete man wenig später den dritten Exit – FDT Flachdach. Und dann am 3. März den 4. Exit im noch jungen Jahr – mit der Ganter – Construction. Dazu die Übernahme der BEW.

Dann der bisher grösste Exit, der die Performancedividende, die als Möglichkeit bei Exits bis zur HV angekündigt worden war, nun in Höhe von 0,75 EUR je Aktie finanzieren konnte. Und am 24.06. meldete man die Übernahme Nummer 2 in Portugal: Privatisierung eines Konzerns mit mehr als 2.000 Mitarbeitern -Expertise im Bereich der Energiewende. Dazu kommt als Übernahme Nummer 3 die Emmi Tochter in Norddeutschland mit rund 100 Mio EUR Umsatz – gemeldet am 6.07. Und ein finnischer Gebäudesanierer mit 40 Mio EUR Umsatz und 40 Niederlassungen.

Dazu die SELZER Gruppe. Und dann Übernahme Nummer 6 – drei Schmiedewerke mit 600 Mitarbeitern und 220 Mio EUR Jahresumsatz. Zuletzt der Exit Nummer 6 mit SABO – unter Erreichung der Zielrenditevorgaben. Und Übernahme Nummer 7 mit 400 Mio EUR Jahresumsatz. Und dann mit 300 weiteren Mitarbeitern Einstieg in den Systembau letzte Woche die Übernahme Nummer 8. Dazu kamen letzte Woche nummer 9 und 10 – Walor, lange angekündigt und eine Add-on. Dann noch Nummer 11 – ein Automotive mit 200 Mitarbeitern aus Witten – am 6.11.2023. Und Nummer 12 am 7.11. mit der 100 Mio EUR Umsatz-Firmengruppe Prenatal Niederlande. Gefolgt am 8.11. dann vom Plati-Exit, dem bereits siebten Exit in diesem Jahr. Nach Übernahme Nummer 13 im Automotive-Sektor dann noch die NANIA-Kindersitzte. Und der Exit Nummer 8- Frigoscandia, auch als SDAX-Mitglied bleibt man auf der Überholspur.

Nel – verpasst man die aufkommende Dynamik des Wasserstoffzeitalters? In der Reihe „Verlierer 2023, Gewinner 2023“ geht es in Teil 1 um die Norweger.
SDAX-Aufstieg als Ritterschlag. Mutares legt ein wirklich beeindruckendes Tempo vor. Solange die Managementkapazitäten bei den Münchenern ausreichen, scheint aktuell die Zeit der „notleidenden“ Übernahmen für Mutares die Basis für die ehrgeizigen Ziele legen zu können. Bisher scheint man bei der Auswahl der Übernahmeobjekte ein gutes Händchen zu beweisen – Komplettausfälle in den letzten Jahren Fehlanzeige. Entsprechenden Optimismus drückt auch der Chart der Mutares Aktie aus. Und vor einiger Zeit auf dem Capital Markets Day gab es grosse Ziele zu verkünden: Grosse Ambitionen mit einem neuen mittelfristigen Konzernumsatzziel für 2028 von 10,0 Mrd EUR und 200 Mio EUR Ergebnisziel für die Mutares-Holding. Beflügelt durch die aktuelle Transaktionsdynamik und durch die bereits veranlasste Expansion nach China und in die USA mit einem neuen Office ab 2024 fühle man sich dazu mehr als in der Lage.
Mutares Aktie Chartbild.
Mutares nicht zu bremsen? Chart: Mutares SE & Co. KGaA | Powered by GOYAX.de
Nordex – nicht nur Vestas kann’s. Grossaufträge.
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