Mutares Aktie gibt Gas! Trotzt aktueller Marktphase. Neue Dividendenpolitik mit perfektem Timing.

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Mutares SE & Co. KGaA Übernahme Nummer 6

Mutares hat bisher in 2023 operativ ein beachtliches Tempo vorgelegt. Und bewies letzte Woche ein „glückliches Händchen“ beim Timing der Kapitalmarktkommunikation. Kurz vor der beginnenden Korrekturphase beeindruckte man mit einer unerwarteten Änderung der Dividendenpolitik.Darauf erfolgte positive Reaktion des Kapitalmarktes scheint nachzuwirken und scheint die Aktie immun gegenüber der aktuellen Marktschwäche zu machen. Konkret hat Mutares die bisher gültige Dividendenpolitik geändert. Bisher galt eine 1,00 EUR Basisdividende plus ein Erfolgsanteil bei Exits, die zusätzliche Erträge im jeweiligen Geschäftsjahr anteilig an die Aktionäre auskehren sollten.

Jetzt verdoppelte Basisdividende plus nur noch in „ausserordentlich erfolgreichen“ Jahren mit zusätzlicher Bonus-Dividende bei Mutares.

Während die covernden Analysten in ihren sowieso schon positiven Einschätzungen zur Mutares Aktie von zukünftigen Dividenden in Höhe von „nur“ 1,50 EUR ausgingen, setzte das Mangement „einen drauf“ – und das dauerhaft:

Vor dem Hintergrund einer seit Jahren erfreulichen Geschäftsentwicklung, die durch ein nachhaltiges und kontinuierliches Umsatz- und Ergebniswachstum von Mutares geprägt ist, und aus Anlass des jüngst abgeschlossenen größten Exits der Mutares-Unternehmensgeschichte hat der Vorstand der die Geschäfte der Mutares SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A2NB650) führenden Mutares Management SE mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Mutares Management SE heute eine Aktualisierung der Dividendenstrategie beschlossen.

Anmerkung: Der angesprochene Exit betrifft den am 19.09.2023 vollzogenen Verkauf der Special Melted Products Ltd., die nach weniger als einem Jahr Mutares-Zugehörigkeit mit signifikantem Wachstum von Umsatz und Profitabilität zu Nettozuflüssen für die Münchener in Höhe von ca. 150 Mio EUR führte. Wäre allein Garant für eine ansprechende Zusatzdividende gewesen. Aber Mutares hat das Selbstbewusstsein diesen Erfolg in der Dividendenpolitik zu verstetigen.

Danach wird vom Vorstand unverändert an einer nachhaltig ausgelegten Dividendenstrategie festgehalten, die nun jedoch für die Aktionärinnen und Aktionäre zukünftig eine jährliche Mindestdividende von EUR 2,00 je dividendenberechtigter Aktie und damit eine Verdopplung gegenüber einer bisher von Mutares als jährlichem Mindestziel kommunizierten Basisdividende von EUR 1,00 je Aktie vorsieht. Vorstand und Aufsichtsrat sind davon überzeugt, dass dieses Ziel aufgrund der mittlerweile erreichten Konzerngröße von Mutares – ungeachtet des bezüglich der Erträge und Cash-Zuflüsse in einzelnen Geschäftsjahren potenziell volatilen Geschäftsmodells – von Mutares kontinuierlich erreicht werden kann.

Anmerkung: Die bisherige Performance in 2023 mit bisher  6 Exits, 7 Übernahmen, einer kurz vor Abschluss stehenden weiteren Übernahme, Strukturierung von zwei neuen „Konzernen“ durch Zusammenführung von 2 bzw. 3 Beteiligungen, Anleihe Refinanzierung und Aufstockung auf 150 Mio EUR gibt den Takt vor, der die Ziele 2025 erreichbar erscheinen lässt. Der auch die 2,00 EUR Basisdividende finanzier- und dauerhaft darstellbar machen sollte.

In außerordentlich erfolgreichen Geschäftsjahren mit erheblichen Liquiditätsüberschüssen wird die Gesellschaft zudem bei ihrem Gewinnverwendungsvorschlag auch zukünftig abwägen, in welchem Umfang der verbleibende Bilanzgewinn in den weiteren Geschäftsausbau einfließen soll oder zusätzlich an die Aktionärinnen und Aktionäre in Form einer zukünftig dann separat auszuweisenden etwaigen Bonusdividende ausgeschüttet wird.

Es bleibt zudem unverändert das Ziel von Mutares, die Mindestdividende von künftig EUR 2,00 je Aktie je Geschäftsjahr – dem angestrebten weiteren dynamischen Konzernwachstum folgend – mittelfristig weiter zu steigern.“ (Mutares, CN, 22.09.2023)

Kursentwicklung  der Mutares-Aktie zeigt positive Wirkung der aktionärsfreundlichen Politik – mehr scheint möglich.

Wochengewinn 7,68%, Monatsgewinn 20,42% und seit Jahresanfang 38,47 % im Plus beim aktuellen Kurs von 25,95 EUR (XETRA, 12:27 Uhr) – kann sich sehen lassen. Und die Bewertungskennziffern erscheinen derzeit nicht ausgereizt. Dazu eine aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik mit dem Bonbon „weiterer Bonusdividenden“ bei ausserordentlich erfolgreichen Geschäftsjahren – was in den letzten Jahren bei Mutares fast der Standard war. Für die Münchener spricht, dass ihre Transaktionspipeline von 11 Mrd EUR immer noch voller Gelegenheiten scheint.

Nachdem starke Quartalsergebnisse gemeldet worden sind – Highlight: Umsatzerlöse aus Beratungsdienstleistungen und Management Fees der Mutares SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A2NB650)-Holding wachsen im ersten Halbjahr 2023 um 82 % auf 52,1 Mio EUR, stieg auch die Wahrnehmung der früher im Schatten der Carve-Out Spezialisten der Aurelius gestandenen Mutares am Kapitalmarkt. Beispielsweise setzte Warburg die Aktie der Mutares erstmals auf ihre Conviction List für September.

Mutares im September eine „money making idea“ für Warburg.

Warburg Research hat Mutares im aktuellen Monthly Stock Tacker (September 2023) auf die Conviction-Liste gesetzt. Laut Einschätzung der Analysten sollte der am 5. Mai angekündigte Verkauf von Special Melted Products (SMP), wie bei der Vorlage der Q2-Zahlen am 10. August angegeben, im dritten Quartal abgeschlossen werden. Warburg Research hebt hervor, dass die noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Zustimmung stehende Transaktion SMP mit einem Unternehmenswert von 180 Mio EUR bewerte, was einen Mittelzufluss von bis zu 150 Mio EUR oder mehr als 7,00 EUR pro Aktie generieren würde.

Wie die Analysten ausführen, wurde Mutares vor der Nachricht über den Verkauf von SMP mit rund 21,00 EUR gehandelt und der aktuelle Aktienkurs unterscheide sich nicht wesentlich davon. Zwar hat Mutares in der Zwischenzeit eine Dividende von 1,75 Euro gezahlt, aber Warburg Research kommt zu dem Schluss, dass ein großer Teil des Deals angesichts der soliden Entwicklung anderer Unternehmen im Portfolio noch nicht im Aktienkurs berücksichtigt sei.

Prognoseerhöhung?

Wenn der Deal erfolgreich abgeschlossen werde, sei eine neue Guidance wahrscheinlich, nachdem die Guidance für den Holding-Nettogewinn im Bereich von 92-112 Mio EUR allein durch den Deal leicht erfüllt werden sollte. – BISHER ERFOLGTE EINE SOLCHE ANPASSUNG NOCH NICHT, OBWOHL AM 19.09.2023 DER VERKAUF ABGESCHLOSSEN WERDEN KONNTE – Darüber hinaus sei die Exit-Pipeline gut gefüllt, da das Management angedeutet habe, dass es auch den Verkaufs-Prozess für Frigoscandia eingeleitet habe . Die Unterseite sehen die Analysten durch die soliden Entwicklungen bei Lapeyre, Terranor oder Amaneos gut abgesichert und Mutares tätige weiterhin solide Transaktionen auf der Käuferseite. Die Einschätzung von Warburg Research lautet aktuell auf „Buy“ mit einem Kursziel 34,00 EUR.

Einiges noch möglich in 2023 bei Mutares. Auch auf der EXIT-Seite.

Gäbe noch einige potenzielle weitere Exits für das Geschäftsjahr. Wenn man sich die „Reifegrade“ der Beteiligungen anschaut, wie sie mit Stand 30.06.2023 vom Unternehmen eingestuft werden.

Operative Phase im Rahmen des Wert­schöpfungszyklus Zugeordnete Beteiligungen zum 30. Juni 2023 Umsatz im 1. Halb­jahr 2023 in EUR Mio. Adj. EBITDA2 im 1. Halb­jahr 2023 in EUR Mio.
Realignment Automotive & Mobility

  • Amaneos
  • Ferral United Group
  • Peugeot Motocycles Group
  • Plati Group
  • iinovis Group

Engineering & Technology

  • Guascor Energy
  • Steyr Motors
  • VALTI
  • Gemini Rail und ADComms

Goods & Services

  • EXI und SIX Energy
  • Arriva Group
974,1 -3,5
Optimization Automotive & Mobility

  • KICO und ISH Group

Engineering & Technology

  • NEM Energy Group

Goods & Services

  • Lapeyre Group
  • Frigoscandia Group
  • Ganter
  • Asteri Facility Solutions und Palmia
  • FASANA
  • Repartim
877,1 +3,3
Harvesting Engineering & Technology

  • Special Melted Products – VERKAUF 19.9.23
  • Donges Group
  • La Rochette
  • Clecim

Goods & Services

  • Terranor Group
  • keeeper Group
  • SABO – VERKAUF 13.9.2023
423,7 +24,8
Dieses Jahr zeigte Mutares an allen Fronten Fortschritte: Finanzierung, Exit’s, Übernahmen, operative Verbesserungen bei den  Beteiligungsunternehmen.

Nach einem Exit am 5.01.2023 – „verkauft zu mehr als dem 7-10-fachen ROIC“, einem zweiten Exit wenig später, einem mittlerweile kurz vor der Ziellinie stehende Zukauf von 200 Mio Umsatz, die von 1.200 Mitarbeitern im Bereich “ Herstellung von Stahlteilen“(Walor) erwirtschaftet werden, und dem Abschluss von 2 Übernahmen, die bereits in 2022 angekündigt worden waren, meldete man wenig später den dritten Exit – FDT Flachdach. Und dann am 3. März den 4. Exit im noch jungen Jahr – mit der Ganter – Construction. Dazu die Übernahme der BEW.

Dann der bisher grösste Exit, der die Performancedividende, die als Möglichkeit bei Exits bis zur HV angekündigt worden war, nun in Höhe von 0,75 EUR je Aktie finanzieren konnte. Und am 24.06. meldete man die Übernahme Nummer 2 in Portugal: Privatisierung eines Konzerns mit mehr als 2.000 Mitarbeitern -Expertise im Bereich der Energiewende. Dazu kommt als Übernahme Nummer 3 die Emmi Tochter in Norddeutschland mit rund 100 Mio EUR Umsatz – gemeldet am 6.07. Und ein finnischer Gebäudesanierer mit 40 Mio EUR Umsatz und 40 Niederlassungen. Dazu die SELZER Gruppe. Und dann Übernahme Nummer 6 – drei Schmiedewerke mit 600 Mitarbeitern und 220 Mio EUR Jahresumsatz. Zuletzt der Exit Nummer 6 mit SABO – unter Erreichung der Zielrenditevorgaben. Und Übernahme Nummer 7 mit 400 Mio EUR Jahresumsatz.

Die Einschätzung von Warburg bestätigt die aktuellen Entwicklungen. Mal schauen, ob es gelingt im September eine „money making idea“ in der Mutares Aktie zu finden. Der sechste Exit mit der SABO ist schon mal ein guter Monatsauftakt. Dazu der siebte Zukauf. Aber wirklich „Gas auf den Aktienkurs“ brachte erst die Änderung der Dividendenpolitik. Mal schauen, wie weit diese trägt.
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Mutares Aktie Chartbild.
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