Mutares mit Übernahme. Portugal. Privatisierung. „Energiewende“.

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Mutares

Mutares hat bisher in 2023 ein beachtliches Tempo vorgelegt – neben dem bereits 5. Exit gab es 1 Übernahme, eine kurz vor Abschluss stehende weitere Übernahme, Strukturierung von zwei neuen „Konzernen“ durch Zusammenführung von 2 bzw. 3 Beteiligungen, Anleihe refinanziert und aufgestockt auf 100 Mio EUR. Dazu passend gute Zahlen für das erste Quartal der Mutares SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A2NB650).  Bei Vorlage der Zahlen war auch von der mittlerweile 11 Mrd EUR grossen Transaktionspipeline die Rede. Und natürlich kostet es Geld Unternehmen zu übernehmen, selbst wenn es viele Carve-Out-Situationen gab und wohl immer wieder geben wird, wo es neben einem nur symbolischen Kaufpreis noch eine Morgengabe dazu gibt. Und für Neuaufstellung von Unternehmen, aufgelaufene Investitionen, die oft jahrelang nicht getätigt werden konnten oder wollten, neue Marktauftritte, sinnvolle Add-on-Erwerbe sollten die 50 Mio EUR aus der Aufstockung der dieses Jahr emittierten Anleihe weitere Möglichkeiten eröffnen.

Während man wohl noch auf die letzten Genehmigungen für die dieses Jahr angeschobene Walor-Übernahme wartet, wird man in Portugal aktiv:

Privatisierung in Portugal. Und Mutares greift zu.

Mutares SE & Co. KGaA meldete Freitag abends, eine Vereinbarung zur Übernahme von Efacec vom portugiesischen Staat (Participações Públicas (SGPS), S.A.) im Rahmen des Ende 2022 eingeleiteten Reprivatisierungsprozesses unterzeichnet zu haben. Und der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal 2023 erwartet. Dazu kommentiertJohannes Laumann, CIO von Mutares: „Wir freuen uns sehr, unsere zweite Akquisition im Jahr 2023 ankündigen zu können. Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer operativen Expertise und den aktuellen Trends im Energiesektor das Potenzial des Unternehmens weiter ausbauen und es wieder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad bringen können.“

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Verbesserungsbedarf scheint vorhanden – von Staatshand in …

Efacec sei das führende portugiesische Unternehmen, das sich auf die Herstellung und Lieferung von kritischen Geräten und Lösungen in den Bereichen Energie, Technik und Mobilität spezialisiert habe. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Matosinhos mit Fertigungsanlagen in Maia (Porto/Portual) verfüge über eine ausgeprägte Expertise im Bereich der Energiewende und beschäftige mehr als 2.000 Mitarbeiter. Mit seiner globalen Präsenz liefere Efacec innovative Technologien und hochwertige Produkte in den Bereichen Energieanlagen, Ingenieurdienstleistungen und Infrastruktur für Elektromobilität. Aufgrund der starken F&E-Kapazitäten stehe Efacec an der Spitze des technologischen Fortschritts und sei ein renommiertes Unternehmen – in der Lage, positive Veränderungen in kritischen Infrastrukturen im Rahmen der Energiewende und der Kreislaufwirtschaft voranzutreiben.

Dass aber nicht alles bei Efacec aktuell rundläuft, kann man zwischen den Zeilen der Unternehmensmeldung lesen: „Efacec ist eine ideale Ergänzung für das Mutares Portfolio und wird von einer starken Plattform profitieren, durch die wertsteigernde Verbesserungen erzielt werden. Dadurch wird das Unternehmen seine führende Marktposition zurückgewinnen und den Wachstumskurs wieder fortsetzen.“ (Mutares, CN, 23.06.2023) Wer seine führende Marktposition zurückgewinnen soll, der hat sie offensichtlich verloren. Und wenn man einen Wachstumskurs fortsetzen soll, dann hat man wohl eine „Auszeit beim Wachstum genommen“. Immerhin: Perfekte Voraussetzungen für den Einstieg von Mutares – Verbesserungsbedarf und Probleme, die den Kaufpreis entsprechend „reduziert haben müssen“.

Ausblick der Mutares – kann gefallen.

Basierend auf den bereits abgeschlossenen und zusätzlichen unterzeichneten Transaktionen des Geschäftsjahres 2023, der vielversprechenden Akquisitionspipeline sowie den Planungen der einzelnen Portfoliounternehmen geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 von einem Anstieg der annualisierten Umsatzerlöse im Mutares-Konzern auf EUR 4,8 Mrd. bis EUR 5,4 Mrd. aus. Der Jahresüberschuss der Mutares Holding soll dabei in einer Bandbreite von EUR 92 Mio. bis EUR 112 Mio. liegen. Die nach dem Berichtszeitraum vereinbarte und veröffentlichte Vereinbarung zum Verkauf von SMP ist in dieser Prognose noch nicht enthalten. Der Abschluss dieser Transaktion ist für das zweite Quartal 2023 vorgesehen.

Gleichzeitig bestätigt der Vorstand die mittelfristigen Ziele, die bis zum Geschäftsjahr 2025 einen Anstieg des Konzernumsatzes auf ca. EUR 7,0 Mrd. vorsehen. Auf dieser Basis wird entsprechend ein Anstieg des Jahresüberschusses der Mutares Holding bis 2025 auf eine Bandbreite von EUR 125 Mio. bis EUR 150 Mio. erwartet.“ (Mutares Unternehmensmeldung, 9.05.2023)

Gäbe noch einige potenzielle weitere Exits für das Geschäftsjahr. Wenn man sich die „Reifegrade“ der Beteiligungen anschaut, wie sie mit Stand 31.03.2023 vom Unternehmen eingestuft werden.
Operative Phase

im Rahmen des Mutares Geschäftsmodells

Zugeordnete Portfoliounternehmen Umsatz

in Mio EUR

Adjusted EBITDA

in Mio.EUR

Realignment Automotive & Mobility
 
Amaneos Group
Metals Group
Peugeot Motocycles
Plati
iinovis
 
 
Engineering & Technology
 
Guascor Energy
Steyr Motors
VALTI
Gemini Rail und ADComms
 
 
Goods & Services
 
EXI und SIX Energy
 
476,4 -19,8
Optimization Automotive & Mobility
 
KICO und ISH
 
 
Engineering & Technology
 
NEM Energy Group
 
 
Goods & Services
 
Lapeyre
Frigoscandia
Ganter
Asteri Facility Solutions und Palmia
FASANA
Repartim
 
395,2 -1,0
Harvesting Engineering & Technology
 
Special Melted Products – EXIT erfolgt
Donges Group
La Rochette
Clecim
 
 
Goods & Services
 
Terranor Group
keeeper
SABO
 
237,1 +17,1

 

 

Uniper Aktie Kurs, wohl geringem Freefloat geschuldet, immer noch sehr hoch. Start des 30 MW-H2-Projekts in Bad Lauchstädt steht für Zukunft

GASTBEITRAG:  Elmos Semiconductor Aktie BUY- Platow sieht einen Weltmarktführer in mehreren zukunftsträchtigen Applikationen im Fahrzeugsektor. Und derzeit günstig bewertet.

Und Immobilienaktien mit teilweise desaströsen Kursentwicklungen. Nun Einstiege erreicht? Dazu FFO-Multiple und Zinsbindungsdauer als Messlatte.:

Nach hoher Transaktionsfrequenz in 2022 setzt man in München in 2023 – so sieht es zumindest bisher aus – noch einen „drauf“.

Nach einem Exit am 5.01.2023 – „verkauft zu mehr als dem 7-10-fachen ROIC“, einem zweiten Exit wenig später, einem mittlerweile kurz vor der Ziellinie stehende Zukauf von 200 Mio Umsatz, die von 1.200 Mitarbeitern im Bereich “ Herstellung von Stahlteilen“(Walor) erwirtschaftet werden, und dem Abschluss von 2 Übernahmen, die bereits in 2022 angekündigt worden waren, meldete man wenig später den dritten Exit – FDT Flachdach. Und dann am 3. März den 4. Exit im noch jungen Jahr – mit der Ganter – Construction. Dazu die Übernahme der BEW. Bremsend für den Kurs wirkte zuletzt die Platzierung der mittlerweile erfolgreich platzierten 100 Mio Unternehmensanleihe der Mutares. Dann der bisher grösste Exit, der die Performancedividende, die als Möglichkeit bei Exits bis zur HV angekündigt worden war, nun wohl finanzieren könnte. Wäre sogar der genannte maximale Betrag möglich – bis zu 1,00EUR wurde genannt. Zur Basisdividende von 1,00 EUR. Und  eine Quartalsbilanz, die die genährten Erwartungen erfüllen kann. Die zuletzt erfolgte Aufstockung der Anleihe sollte beschleunigend auf die Aktivitäten der Mutares wirken – Aktionäre können also diese 50 Mio EUR als Positivum vermerken – solange die Performance der Mutares sich fortsetzt.
Mutares Aktie Chartbild.
Chart: Mutares SE & Co. KGaA | Powered by GOYAX.de
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