Mutares kann im Q1 alle Kennziffern kräftig steigern. Dazu die 11 Mrd EUR Transaktionspipeline. Zeichen stehen auf Wachstum.

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Mutares

Mutares hat bisher in 2023 ein beachtliches Tempo vorgelegt – neben dem bereits 5. Exit gab es 2 Übernahmen, Strukturierung von zwei neuen „Konzernen“ durch Zusammenführung von 2 bzw. 3 Beteiligungen und eine ausstehende Anleihe konnte refinanziert und aufgeestockt werden. Dazu passend die heute präsentierten Zahlen des ersten Quartals der Mutares SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A2NB650). Besonders ins Auge fallen die um 86% gesteigerten Umsatzerlöse aus Beratungsdienstleistungen und Management-Fees. Was – trotz rund 4,5 Mio EUR Kosten für die Anleiherefinanzierung – zu einem um 21% erhöhten Nettoergebnis der Holding führt. Dazu kommen deutliche Zeichen, dass es operativ bei den Beteiligungen rund läuft – bereinigtes Konzern-EBITDA erreicht Plus 5,1 Mio EUR, was gegenüber den Vorjahreszahlen von Minus 30,7 Mio EUR eine deutliche Verbesserung darstellt. Klarer Hinweis, dass sich einige Beteiligungen im verkaufsfähigen Zustand befinden oder sich diesem mit grossen Schritten nähern. Erklärt auch die bisher erfolgten 5 Exits in 2023.

Mutares Holding und Konzern wachsen kräftig.

Die Umsatzerlöse der Mutares Holding, die aus Beratungsleistungen und Management Fees aus den Portfoliounternehmen resultieren, erhöhten sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023 auf 27,1 Mio EUR (Vorjahr: 14,7 Mio). Und der Anstieg um 84 % ist auf das Portfoliowachstum im Geschäftsjahr 2022 infolge der hohen Transaktionsaktivität zurückzuführen. Hierbei wurden keine Dividenden aus dem Portfolio verbucht, da diese üblicherweise im vierten Quartal eines Geschäftsjahres vereinnahmt werden. Und so stieg Nettoergebnis der Mutares Holding im ersten Quartal um 21 % von 6,8 Mio EUR auf 8,2 Mio EUR – beinhaltet Aufwendungen in Höhe von 4,5 Mio EUR für die Refinanzierung der Anleihe.

Und auf Konzernebene wurde die Umsatzmilliarde erreicht.

Auf Konzernebene erzielte Mutares im ersten Quartal 2023 konsolidierte Umsatzerlöse in Höhe von 1.108,0 Mio EUR (Vorjahr: 852,5 Mio). Dabei ist der Zuwachs um 30 % neben organischen Entwicklungen insbesondere auf die hohe Akquisitionsaktivität im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen. Und das Konzern-EBITDA des ersten Quartals 2023 verbesserte sich deutlich auf 112,4 Mio EUR nach Minus 14,3 Mio EUR in der Vorjahresperiode. Hierbei ist zu beachten, dass das Konzern-EBITDA regelmäßig von Gewinnen aus günstigem Erwerb („Bargain Purchase“) der abgeschlossenen Akquisitionen begünstigt wird. Hier spiegeln sich die im ersten Quartal 2023 vollzogenen Erwerbe wider. Und die erfolgreiche Umsetzung der Transformationsprogramme in den Portfoliounternehmen zeigt sich in einer deutlichen Verbesserung des um Sondereffekte bereinigten bereinigtem EBITDA von  Plus 5,1 Mio EUR (Vorjahr: Minus 30,7 Mio).

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Ausblick der Mutares – kann gefallen.

Basierend auf den bereits abgeschlossenen und zusätzlichen unterzeichneten Transaktionen des Geschäftsjahres 2023, der vielversprechenden Akquisitionspipeline sowie den Planungen der einzelnen Portfoliounternehmen geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 von einem Anstieg der annualisierten Umsatzerlöse im Mutares-Konzern auf EUR 4,8 Mrd. bis EUR 5,4 Mrd. aus. Der Jahresüberschuss der Mutares Holding soll dabei in einer Bandbreite von EUR 92 Mio. bis EUR 112 Mio. liegen. Die nach dem Berichtszeitraum vereinbarte und veröffentlichte Vereinbarung zum Verkauf von SMP ist in dieser Prognose noch nicht enthalten. Der Abschluss dieser Transaktion ist für das zweite Quartal 2023 vorgesehen.

Gleichzeitig bestätigt der Vorstand die mittelfristigen Ziele, die bis zum Geschäftsjahr 2025 einen Anstieg des Konzernumsatzes auf ca. EUR 7,0 Mrd. vorsehen. Auf dieser Basis wird entsprechend ein Anstieg des Jahresüberschusses der Mutares Holding bis 2025 auf eine Bandbreite von EUR 125 Mio. bis EUR 150 Mio. erwartet.“ (Mutares Unternehemnsmeldung, 9.05.2023)

Gäbe noch einige potenzielle weitere Exits für das Geschäftsjahr, wenn man sich die „Reifegrade“ der Beteiligungen anschaut, wie sie mit Stand 31.03.2023 vom Unternehmen eingestuft werden:
Operative Phase

im Rahmen des Mutares Geschäftsmodells

Zugeordnete Portfoliounternehmen Umsatz

in Mio EUR

Adjusted EBITDA

in Mio.EUR

Realignment Automotive & Mobility
 
Amaneos Group
Metals Group
Peugeot Motocycles
Plati
iinovis
 
 
Engineering & Technology
 
Guascor Energy
Steyr Motors
VALTI
Gemini Rail und ADComms
 
 
Goods & Services
 
EXI und SIX Energy
 
476,4 -19,8
Optimization Automotive & Mobility
 
KICO und ISH
 
 
Engineering & Technology
 
NEM Energy Group
 
 
Goods & Services
 
Lapeyre
Frigoscandia
Ganter
Asteri Facility Solutions und Palmia
FASANA
Repartim
 
395,2 -1,0
Harvesting Engineering & Technology
 
Special Melted Products – EXIT erfolgt
Donges Group
La Rochette
Clecim
 
 
Goods & Services
 
Terranor Group
keeeper
SABO
 
237,1 +17,1

Nach hoher Transaktionsfrequenz in 2022 setzt man in München in 2023 – so sieht es zumindest bisher aus – noch einen „drauf“.

Nach einem Exit am 5.01.2023 – „verkauft zu mehr als dem 7-10-fachen ROIC“, einem zweiten Exit wenig später, einem mittlerweile erfolgten Zukauf von 200 Mio Umsatz, die von 1.200 Mitarbeitern im Bereich “ Herstellung von Stahlteilen“(Walor) erwirtschaftet werden, und dem Abschluss von 2 Übernahmen, die bereits in 2022 angekündigt worden waren, meldete man wenig später den dritten Exit – FDT Flachdach. Und dann am 3. März den 4. Exit im noch jungen Jahr – mit der Ganter – Construction. Dazu die Übernahme der BEW. Bremsend für den Kurs wirkte zuletzt die Platzierung der mittlerweile erfolgreich platzierten 100 Mio Unternehmensanleihe der Mutares. Dann der bisher grösste Exit, der die Performancedividende, die als Möglichkeit bei Exits bis zur HV angekündigt worden war, nun wohl finanzieren könnte. Wäre sogar der genannte maximale Betrag möglich – bis zu 1,00EUR wurde genannt. Zur Basisdividende von 1,00 EUR. Und heute eine Quartalsbilanz, die die genährten Erwartungen erfüllen kann.
Mutares Aktie Chartbild.
Chart: Mutares SE & Co. KGaA | Powered by GOYAX.de
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