Plug Power – erst dreht die Aktie, dann kommt der Auftrag. Verkehrte Welt? Egal.

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Plug Power Verflüssigungsanlage - Auftrag

Plug Power Inc. (ISIN: US72919P2020) ist auf dem Weg ein globaler Player im Geschäft mit „grünem Wasserstoff“ zu werden. Aber der Weg dahin war für die Aktionäre mit fallenden Kursen gepflastert. Solange Plug Power nicht den Beweis erbracht hatte,

dass man mit steigenden Umsätzen irgendwann auch Gewinne erzielen kann, schien man es in der derzeitigen Börsenstimmungslage schwer zu haben. Und neben den steigenden Verlusten, die refinanziert werden müssen – und derzeit mit vollen Kassen auch werden – kommen diverse Investitionen in die Wasserstoffzukunft. Als einer der First-Mover wil sich Plug Power den Platz in der ersten Reihe sichern.

Und nachdem in den letzten Handelstagen die Wasserstoffaktien einen kräftigen Aufschwung genommen haben – diesmal aufgrund von Entwicklungen in Europa, sprich in Norwegen, und einmal nicht in den USA, konnte auch die Aktie von Plug Power nicht nur davon profitieren, sondern auch von der Aufforderung Biden’s jetzt endlich mal Wasserstoffprojekte für die beschlossene umfangreiche  Wasserstoffförderlandschaft anzumelden und umzusetzen.

Plug Power Aktie schaffte am Freitag ein kleines Revival , das sich Montag fortsetzte – endlich wieder mal in grün. Aktuell 14,22 USD. Was jetzt noch fehlt sind noch operative Fortschritte, da war es für die anspruchsvoll gewordenen Anleger seit der umfassenden Plug Power-NIKOLA-Kooperation wohl zu ruhig geworden. Abe rheute meldet sich Plug Power zurück – auch mit operativem:

Plug Power’s H2-Verflüssiger mit 30 Tonnen Kapazität, täglich. Verkauft an…

Bei Plug Power sieht es eigentlich sehr gut aus, schaut man auf die bereits gewonnenen Langfrist-Kontrakte (amazon, Walmart, LIDL, Home Depot u.v.a.), gestartete Joint ventures (mit Renault, SK Group,Acciona, Fortescue u.v.a.) und den fortschreitenden Ausbau der weltweit angelegten Wasserstoffinfrastruktur insbesondere in USA (5 Produktionsstätten für greenhydrogen) und Europa (bereits gestarteter Ausbau in Spanien mit Acciona, Belgien).

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Heute hat Plug Power endlich wieder mal auch die operativen Schlagzeilen für sich. Plug meldet  einen Auftrag zur Lieferung von zwei H2-Verflüssigungssystemen mit einer Kapazität von 30 Tonnen pro Tag (TPD) (auch bekannt als Wasserstoffverflüssiger) an die TC Energy Corporation. Diese 30TPD-Wasserstoffverflüssigungssysteme verwenden einen Wasserstoffkühlkreislauf und bringen laut Plug Power eines der bisher energieeffizientesten Designs auf den Markt.

Bestätigt die Strategie Plug Powers entlang der Dienstleistungskette Kompetenz entweder zu erwerben oder zuzukaufen.

Durch die Übernahme von Joule Processing LLC im Jahr 2022 erlangte Plug Kernkompetenzen bei Verflüssigungssystemen. Das auf Basis dieses Wissentransfers gefertigte Wasserstoffverflüssigungssystem von Plug verfüge über eines der energieeffizientesten Designs auf dem Markt, bei dem Wasserstoff als Kältemittel im Hauptverflüssigungszyklus verwendet werde. Dies führe zum derzeit effizientesten und kostengünstigsten Produkt auf dem Markt. Neben der Markteinführung dieses Systems nutzt Plug die Systeme auch in seinem landesweiten Netzwerk von grünen Wasserstofferzeugungsanlagen, darunter Texas, Kalifornien und andere Standorte.

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Als weltweit führender Hersteller zuverlässiger Wasserstoffverflüssiger konzentriert sich Plug auf die Optimierung der Kapital- und Betriebseffizienz für unsere Kunden in jeder Phase der Wasserstoff-Wertschöpfungskette„, sagte Andy Marsh, CEO von Plug. „Dieser Deal bestätigt unsere Investition in die Verflüssigungskompetenzen von Plug als Teil unserer Vision, eine End-to-End-Lösung für grünen Wasserstoff zu entwickeln. Wir teilen das Engagement von TC Energy für die Bereitstellung nachhaltiger und sicherer Energie und freuen uns gemeinsam darauf, das Wachstum des Wasserstoffmarktes zu beschleunigen.“

„TC Energy treibt Dekarbonisierungslösungen in Kanada und den Vereinigten Staaten voran“, sagte Corey Hessen, TC Energy, Executive Vice President und President, Power & Energy Solutions. „Die Sicherung von Long-Lead-Geräten und -Systemen gibt uns einen Vorsprung bei der Fertigstellung von Standorten für Wasserstoffproduktions- und Distributionszentren.“

Warum Verflüssigung von Wasserstoff Sinn macht

Flüssiger Wasserstoff hat eine höhere Energiedichte als gasförmiger Wasserstoff, was den Transport und die Verwendung in schwer dekarbonisierenden Sektoren erleichtert. Durch die Verflüssigung von Wasserstoff mit den hocheffizienten und zuverlässigen Verflüssigungssystemen von Plug wird TC Energy erhebliche Kosteneinsparungen, eine breitere Verteilungsabdeckung und Gesamtenergieeffizienz mit minimaler Hardware erzielen.

Und wen hat sich Plug Power dafür Anfang 2022 ins Boot geholt? Und wie zahlen sich die 200 Mio USD Ersparnisse jetzt schon aus.

Die Übernahme von Joule Processing LLC durch Plug Power erfolgte Januar 2022. Bei Joule handelt es sich um einen Anbieter von Prozesslösungen und technischen Anlagen für Öl- und Gas-Midstream-Unternehmen. Und sinnigerweise soll die kryogene  (Kühlung) Prozesstechnologie, die Joule für die Gasverarbeitungsindustrie entwickelt hat, direkt auf die Wasserstoffverflüssigung anwendbar sein. Und laut Plug Power das Potenzial haben, die Kosten für verflüssigten Wasserstoff um 25 % zu senken.

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Diese Übernahme soll Plug Power rund 200 Mio USD an Investitionen in den nächsten vier Jahren einsparen, indem man die Kapazitäten zur Wasserstoffverflüssigung “ins Haus gebracht” hat. Und das zu einem “Discount”, denn Plug Power erwarb Joule für einen Gesamtpreis von bis zu 160 Mio USD, mit 30 Mio USD Vorabzahlung und 130 Mio USD an zukünftigen Earn-Outs, basierend auf der Erfüllung von Effizienzanforderungen der Verflüssiger,  Mindest-Verkäufe an Drittanbieter und Erreichen von Bruttomargenzielen. Der “Verflüssigungsprozess” von Joule wurde erstmals in der in Entwicklung befindlichen “grünen Wasserstoffanlage” von Plug Power in Texas eingesetzt.

Passend zur aktuellen Newslage: Ein Ausschnitt aus unserem Interview mit CEO Andy Marsh von Plug Power Inc.: Weltweit engagiert

nwm: Sie haben gerade Ihre Prognose für 2025 erneut bestätigt. Wie konservativ haben Sie in dieser Prognose die Entwicklungschancen der potenziell großvolumigen Joint Ventures auf allen Kontinenten (Fortescue, Acciona, Renault, SK Group,…) betrachtet?

Marsh: Wir haben sehr ehrgeizige Ziele für unsere Joint Ventures. Das Joint Venture mit Renault weist den Weg zu einem kompletten Ökosystem von Brennstoffzellen-LCVs, grünem Wasserstoff und Tankstellen in ganz Europa. Bis 2030 streben wir einen Marktanteil von 30 % am Brennstoffzellen-LCV-Markt in Europa an.

Gemeinsam mit Acciona wollen wir das Wachstum der Wasserstoffwirtschaft in den Bereichen Industrie, Mobilität und Pipelinegas in Europa beschleunigen.  Die Partnerschaft zielt darauf ab, bis 2030 einen Marktanteil von 20% an grünem Wasserstoff auf der Iberischen Halbinsel zu erreichen.

Die Zusammenarbeit mit der SK Group wird Wasserstoff-Brennstoffzellensysteme, Wasserstofftankstellen, Elektrolyseure und grünen Wasserstoff für den koreanischen und andere asiatische Märkte bereitstellen. Die Partnerschaft umfasst eine strategische Investition der SK Group in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar in Plug . Diese Partnerschaft wird durch die Ziele der südkoreanischen Regierung für 2040 befeuert. Ihr Ziel ist eine Reihe von mehr als 6.000.000 Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugen und 1.200 Wasserstofftankstellen.

Plug und Fortescue sind eine strategische Partnerschaft zur Herstellung von Elektrolyseurtechnologie in Australien eingegangen. Die Partnerschaft umfasst Pläne zum Bau einer Gigafactory in Queensland, Australien.  Im Rahmen der Vereinbarung wird FFI auch 250 Megawatt der Elektrolyseurlösungen von Plug erwerben, was in Zukunft auf  Brennstoffzellensysteme und andere wasserstoffbezogene Betankungs- und Speicherinfrastruktur erweitert werden könnte.  Die Partnerschaft soll  die weltweit führende Erfolgsbilanz von Fortescue bei der Innovation und Entwicklung großer integrierter Infrastrukturanlagen nutzen, um die Vision von FFI von grünem Wasserstoff zu verwirklichen. Im ersten Schritt will man bis 2030 15 Millionen Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr zu produzieren.

UND ES GEHT IM INTERVIEW AUCH UM ZUKÜNFTIGE PRODUKTIONSZIELE FÜR GRÜNEN WASSERSTOFF. DAZU AUSWIRKUNGEN DER ERDGASPREIS-STEIGERUNGEN. WEITER MIT  NEUEN PROJEKTEN IN EUROPA. DANN NOCH VISIONEN FÜR PLUG 2025. UND ÜBER ANDY MARSH’S ZEIT BEI PLUG POWER.

DEUTSCHE VERSION DES INTERVIEWS.

ENGLISH VERSION OF THE INTERVIEW.

Plug Power Aktie Chartbild.

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