Mutares „Did it again!“ Exit Nummer 6 dieses Jahr. Läuft.

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Mutares SE & Co. KGaA Übernahme Nummer 6

Mutares hat bisher in 2023 bereits ein beachtliches Tempo vorgelegt. Bis gestern gab es 5 Exits, 6 Übernahmen, eine kurz vor Abschluss stehende weitere Übernahme, Strukturierung von zwei neuen „Konzernen“ durch Zusammenführung von 2 bzw. 3 Beteiligungen, Anleihe refinanziert und aufgestockt.

Und die Transaktionspipeline von 11 Mrd EUR scheint immer noch voller Gelegenheiten für das Mutares-Management. Nachdem starke Quartalsergebnisse gemeldet wurden – Highlight: Umsatzerlöse aus Beratungsdienstleistungen und Management Fees der Mutares SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A2NB650)-Holding wachsen im ersten Halbjahr 2023 um 82 % auf 52,1 Mio EUR. Und nachdem Warburg die Aktie der Mutares erstmals auf ihre Conviction List für September gesetzt hat, scheint man diese Einstufung als „money making idea“ in München bestätigen zu wollen. So kann man die heutige Meldung über den sechsten Exit diesen Jahres auffassen:

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SABO Maschinenbaufabrik GmbH zum „Zielreturn“ von Mutares veräussert.

Nach dem Erwerb SABO’s von John Deere – klassischer Carve-Out – in 2020 konnte Mutares bereits nach rund 3 Jahren einen Exit realisieren. Dazu zum „Zielreturn“, wie CIO Johannes Laumann es ausdrückt. Und Zielreturn bedeutet nach unserem Verständnis wohl zu  einem Return auf das eingesetzte Kapital von 7 bis 10. Zumindest findet sich diese Zielvorgabe in der Strategiebeschreibung des Münchener Carve-Out Spezialisten. Jetzt fragt sich noch, wer ist der Käufer?

Mutares veräussert SABO-Maschinenfabrik GmbH an die SABO Holding GmbH – Management Buyout?

Nach der Übernahme im September 2020 wurde das Unternehmen mit Unterstützung durch das Mutares-Operationsteam offensichtlich schnell und erfolgreich neu positioniert, wobei der Fokus auf der Expansion in neue Märkte sowie der Erschließung des Wachstumsmarktes der batteriebetriebenen Rasenmäher und Gartengeräte gelegen habe. Bereits innerhalb eines Jahres habe man das Unternehmen zu signifikantem, profitablem Wachstum geführt. Das Vertriebs-Netzwerk des Unternehmens mit mehr als 1.400 Fachhändlern in Deutschland, Österreich, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und der Slowakei wurde weiter ausgebaut und SABO von einem lokalen zu einem europäischen Marktteilnehmer entwickelt. Bei der Übernahmenachricht war noch von einem Netz von 1.100 Fachhändlern die Rede – hier liegt wohl derKern des Erfolgs.

Johannes Laumann, CIO von Mutares, kommentiert: „Die Transformation von SABO ist ein gutes Beispiel dafür, wie erfolgreich die Zusammenarbeit mit dem Mutares-Operationsteam ablaufen kann, ohne dabei die Identität einer traditionsreichen Marke zu verändern. Nach erfolgreicher Restrukturierung in kürzester Zeit konnten wir mit SABO unseren Zielreturn realisieren. Der Übergang an die SABO Holding GmbH unter Beteiligung der aktuellen Geschäftsführung ist die Ideallösung, um Kontinuität und Erfahrung mit der Innovationskraft eines bestens positionierten, unabhängigen Markenanbieters zu verbinden.“

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Mutares im September eine „money making idea“ für Warburg.

Warburg Research hat Mutares im aktuellen Monthly Stock Tacker (September 2023) auf die Conviction-Liste gesetzt. Laut Einschätzung der Analysten sollte der am 5. Mai angekündigte Verkauf von Special Melted Products (SMP), wie bei der Vorlage der Q2-Zahlen am 10. August angegeben, im dritten Quartal abgeschlossen werden. Warburg Research hebt hervor, dass die noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Zustimmung stehende Transaktion SMP mit einem Unternehmenswert von 180 Mio EUR bewerte, was einen Mittelzufluss von bis zu 150 Mio EUR oder mehr als 7,00 EUR pro Aktie generieren würde.

Wie die Analysten ausführen, wurde Mutares vor der Nachricht über den Verkauf von SMP mit rund 21,00 EUR gehandelt und der aktuelle Aktienkurs unterscheide sich nicht wesentlich davon. Zwar hat Mutares in der Zwischenzeit eine Dividende von 1,75 Euro gezahlt, aber Warburg Research kommt zu dem Schluss, dass ein großer Teil des Deals angesichts der soliden Entwicklung anderer Unternehmen im Portfolio noch nicht im Aktienkurs berücksichtigt sei.

Prognoseerhöhung?

Wenn der Deal erfolgreich abgeschlossen werde, sei eine neue Guidance wahrscheinlich, nachdem die Guidance für den Holding-Nettogewinn im Bereich von 92-112 Mio EUR allein durch den Deal leicht erfüllt werden sollte. Darüber hinaus sei die Exit-Pipeline gut gefüllt, da das Management angedeutet habe, dass es auch den Prozess für Frigoscandia eingeleitet hat. Die Unterseite sehen die Analysten durch die soliden Entwicklungen bei Lapeyre, Terranor oder Amaneos gut abgesichert und Mutares tätige weiterhin solide Transaktionen auf der Käuferseite. Die Einschätzung von Warburg Research lautet aktuell auf „Buy“ mit einem Kursziel 34,00 EUR.

Einiges noch möglich in 2023 bei Mutares. Auch auf der EXIT-Seite.

Gäbe noch einige potenzielle weitere Exits für das Geschäftsjahr. Wenn man sich die „Reifegrade“ der Beteiligungen anschaut, wie sie mit Stand 30.06.2023 vom Unternehmen eingestuft werden.

Operative Phase im Rahmen des Wert­schöpfungszyklus Zugeordnete Beteiligungen zum 30. Juni 2023 Umsatz im 1. Halb­jahr 2023 in EUR Mio. Adj. EBITDA2 im 1. Halb­jahr 2023 in EUR Mio.
Realignment Automotive & Mobility

  • Amaneos
  • Ferral United Group
  • Peugeot Motocycles Group
  • Plati Group
  • iinovis Group

Engineering & Technology

  • Guascor Energy
  • Steyr Motors
  • VALTI
  • Gemini Rail und ADComms

Goods & Services

  • EXI und SIX Energy
  • Arriva Group
974,1 -3,5
Optimization Automotive & Mobility

  • KICO und ISH Group

Engineering & Technology

  • NEM Energy Group

Goods & Services

  • Lapeyre Group
  • Frigoscandia Group
  • Ganter
  • Asteri Facility Solutions und Palmia
  • FASANA
  • Repartim
877,1 +3,3
Harvesting Engineering & Technology

  • Special Melted Products – VERKAUF Q3/23
  • Donges Group
  • La Rochette
  • Clecim

Goods & Services

  • Terranor Group
  • keeeper Group
  • SABO – VERKAUF 13.09.2023
423,7 +24,8
Dieses Jahr zeigte Mutares an allen Fronten Fortschritte: Finanzierung, Exit’s, Übernahmen, operative Verbesserungen bei den  Beteiligungsunternehmen.

Nach einem Exit am 5.01.2023 – „verkauft zu mehr als dem 7-10-fachen ROIC“, einem zweiten Exit wenig später, einem mittlerweile kurz vor der Ziellinie stehende Zukauf von 200 Mio Umsatz, die von 1.200 Mitarbeitern im Bereich “ Herstellung von Stahlteilen“(Walor) erwirtschaftet werden, und dem Abschluss von 2 Übernahmen, die bereits in 2022 angekündigt worden waren, meldete man wenig später den dritten Exit – FDT Flachdach. Und dann am 3. März den 4. Exit im noch jungen Jahr – mit der Ganter – Construction. Dazu die Übernahme der BEW.

Dann der bisher grösste Exit, der die Performancedividende, die als Möglichkeit bei Exits bis zur HV angekündigt worden war, nun in Höhe von 0,75 EUR je Aktie finanzieren konnte. Und am 24.06. meldete man die Übernahme Nummer 2 in Portugal: Privatisierung eines Konzerns mit mehr als 2.000 Mitarbeitern -Expertise im Bereich der Energiewende. Dazu kommt als Übernahme Nummer 3 die Emmi Tochter in Norddeutschland mit rund 100 Mio EUR Umsatz – gemeldet am 6.07. Und ein finnischer Gebäudesanierer mit 40 Mio EUR Umsatz und 40 Niederlassungen. Dazu die SELZER Gruppe. Und dann Übernahme Nummer 6 – drei Schmiedewerke mit 600 Mitarbeitern und 220 Mio EUR Jahresumsatz.

Die Einschätzung von Warburg bestätigt die aktuellen Entwicklungen. Mal schauen, ob es gelingt im September eine „money making idea“ in der Mutares Aktie zu finden. Der sechste Exit mit der SABO ist schon mal ein guter Monatsauftakt.
Mutares Aktie Chartbild.
Mutares am Ziel? Chart: Mutares SE & Co. KGaA | Powered by GOYAX.de
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