Plug Power einen Schritt näher an Grossauftrag? 4,5 Mrd USD-H2-Projekt des grössten Aktionärs, SK Group, nimmt Hürde.

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Plug Power’s grösster Einzelaktionär ist die SK Group, die zu 29,90 USD je Aktie knapp 10% des Aktienkapitals der Amerikaner in 2021 erwarben. Wegen der grossangelegten Kooperation der beiden Konzerne u.a. mit dem Aufbau einer Gigafactory in Südkorea  eine „sinnvolle“ Verbindung für die Asiaten. Und auch wenn die Südkoreaner bisher keine grosse Freude an der Kursentwicklung ihrer Beteiligung hatten, so könnte jetzt eine Landzuteilung in Kanada der SK Group einen Doppelschlag ermöglichen. Die zur SK Group gehörende SK ecoplant plant – wir berichteten – im kanadischen Nujio’qonik-Projekt mit Partnern ein Volumen von 4,5 Mrd USD zu investieren – es geht um den grossindustriellen Export von grünen  Wasserstoff/grünem Ammoniak nach Europa und Asien aus Kanada ab 2025/26. Initiator und Leiter des Projekts ist die kanadische World Energy GH2 . Und die SK Group Tochter, SK ecoplant, erwarb im Mai eine 20% Beteiligung an der ersten Phase des Nujio’qonik-Projekts.Und jetzt gibt es den entscheidenden Step vorwärts:

SK ecoplant erhielt von der kanadischen Provinz „Neufundland und Labrador“ den Zuschlag für das benötigte Staatsland. Für Windenergieanlagen und Elektrolyseurstandort mit Ammoniakproduktion. Und so fehlt nur noch der PEM-Elektrolyseur Lieferant. Plug Power?

In der „The Korea Times“ feiert der Autor Park Jae-hyuk in seinem Beitrag „Canadian province offers land for green hydrogen project involving SK ecoplant “ vom 3. September den Erfolg für den südkoreansichen Konzern sich als einer von 4 erfolgreichen Bietern gegen 24 Bieter durchgesetzt zu haben. Damit ist das grösste Hinderniss zu dem ehrgeizigen 4,5 Mrd USD Projekt genommen. Und die Zuständigkeit von SK ecoplant ist klar definiert.

While taking charge of front-end engineering design for the plant, the SK Group affiliate will supply and install electrolyzers for green hydrogen production. It will also handle engineering, procurement and construction, in collaboration with its subsidiary, SK ecoengineering.As a key player in this cross-continental green hydrogen project, we are fully dedicated to pioneering the global hydrogen ecosystem at an accelerated pace,“ SK ecoplant CEO Park Kyung-il said. „As a leading contributor to the commercialization of green hydrogen by 2025, we are resolute in ensuring the smooth progress of the Nujio’qonik project.“ (The Korea Times, „Canadian province offers land for green hydrogen project involving SK ecoplant“, Park Jae-hyuk, 3.09.2023)

Während der kleinere Part – Abwärmenutzung – an die Hochtemperaturelektrolyseure von Bloom Energy, auch eine SK Group Beteiligung, ging, steht der grosse Batzen aus.

Beim gesamten Projekt sollen sowohl Hochtemperaturelektrolyseure (von Bloom Energy)  für die Abwärme der Ammoniak-Synthese-Prozessse eingesetzt werden, als auch – und hier reden wir von dem wesentlich grösseren Teil – PEM-Elektrolyseure für die Elektrolyse mit erneuerbarem Strom (vornehmlich Windenergie). Und wäre nicht Plug Power heir die „natürliche Wahl“ der SK Group? Alles andere sollte mehr als überraschen. Und wenn bis 2025 bereits die Produktionsanlagen stehen sollen, müsste bald über die eingesetzten Elektrolyseure entschieden werden. Vor allem, wenn man die Diskussionen um den „Flaschenhals“ Produktionskapazität Elektrolyseure im hinterkopf hat.

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SK ecoplant erwartet für das „greenhydrogen“-Projekt insgesamt Aufträge über rund 2 Mrd EUR zu erhalten! Wieviel davon für Plug Power? Das ist die spannende Frage.

In der „The Korea Herald“ wurde im Mai von SK Group Verantwortlichen der stramme Zeitplan betont. Und der lässt eigentlich keine langwierigen Auswahlprozesse bei den Technologiepartnern zu. „SK Ecoplant’s rapid execution ability and extensive experience will help us become a prominent leader in the global green hydrogen and green ammonia market in the future,” so SK Ecoplant CEO Park Kyung-il im Mai. Denn man will bereits ab 2025 grünen Wasserstoff in Kanada produzieren. Und ab 2026 soll auch die Ammoniakproduktion „stehen“.

Der grössere Batzen werden wohl die PEM-Elektrolyseure sein – und wer hier Lieferant ist, scheint noch offen. Vielleicht die andere Beteiligung der SK Group im Wasserstoffsektor – Plug Power?

Denn neben dem langfristigen Kaufvertrag über insgesamt 500 MW Elektrolyseure von Bloom Energy für 4,5 Mrd USD den SK Group inclusive einer 500 Mio USD-Beteiligung an Bloom Energy in 2021 abschloss, hat sich die SK Group auch mit 1,6 Mrd USD an Plug Power im selben Jahr beteiligt und plant mit Plug Power den Bau einer gemeinsamen Gigafactory in Südkorea. Wäre also eigentlich folgerichtig, wenn der erklärte Spezialist für PEM-Elektrolyseure, die Plug Power Inc., von SK Group in Stellung gebracht würde, als Lieferant der PEM-Elektrolyseure des Grossprojekts gewählt zu werden.

Nujio’qonik-Projekt wird eine Kombination aus zwei Elektrolyseurtechnologien, SOEC und PEM (Proton Exchange Membrane), nutzen,…

….um den Strom aus Wind zu nutzen, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Bloom Energy wird die SOEC-Technologie bereitstellen und da der Bloom Electrolyzer™ bei Temperaturen von etwa 700 °C arbeitet, benötigt er weniger Strom, um den benötigten Wasserstoff zu produzieren. Der grüne Wasserstoff aus den Elektrolyseuren wird weiterverarbeitet, um grünes Ammoniak (NH₃) zu erzeugen. Ammoniak, das durch die Kombination von drei Wasserstoffatomen mit einem Stickstoffatom entsteht, bietet eine effektive Methode zur Speicherung und zum Transport von Wasserstoff.

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Sauberes Ammoniak kann auch als Brennstoff für die maritime oder stationäre Stromerzeugung verwendet werden, oder in der klassischen Anwendung für Ammoniak und seine Derivate, Düngemittel, die etwa die Hälfte des menschlichen Lebens auf der Erde ernähren. SK ecoplant wird eine Anlage entwerfen, die die während des Ammoniaksyntheseprozesses entstehende Wärme in minderwertigen Dampf umwandelt, der den SOECs von Bloom Energy zugeführt wird, um den Energiebedarf zur Wasserstofferzeugung in Nujio’qonik weiter zu reduzieren. Das Ergebnis ist eine verbesserte Ausbeute an Wasserstoff und Ammoniak aus einer bestimmten Menge erneuerbaren Stroms.

Ein Auftrag käme Plug Power – und seinen Aktionären – gut zu pass. Gerade jetzt!

Gerade nachdem der Versuch des Plug Power Managements den Fluch der Erwartunsgverfehlungen, der auf dem aktuellen Aktienkurs haftet wie Pech, zu brechen, langsam wieder verpufft. Vor rund 14 Tagen hatte man einen Analyst Day in der ersten Wasserstoffproduktionsstätte der Amerikaner veranstaltet, der durchaus positiv aufgenommen wurde, aber letztendlich zwar die Stimmung aufhellte, aber keinen Kursschub auslöste. Das könnte möglicherweise ein wirklich grosser Auftrag. So einer, wie in dem kanadischen 4,5 Mrd USD-Projekt kurzfristig zu vergeben ist. Spannend, ob die SK Group, wie bei der Hochtemperaturelektrolyse, auch bei der PEM Elektrolyse „alles in der Familie“ lässt?

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Plug Power Nel -Plug Power Aktie Chartbild.

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