Mutares will mehr. Dafür braucht’s Geld. Anleiheaufstockung? Wahrscheinlich.

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Mutares

Mutares hat bisher in 2023 ein beachtliches Tempo vorgelegt – neben dem bereits 5. Exit gab es 2 Übernahmen, Strukturierung von zwei neuen „Konzernen“ durch Zusammenführung von 2 bzw. 3 Beteiligungen und eine ausstehende Anleihe konnte refinanziert und aufgestockt werden auf immerhin 100 Mio EUR. Dazu passend gute Zahlen für das erste Quartal der Mutares SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A2NB650).  Bei Vorlage der Zahlen war auch von der mittlerweile 11 Mrd EUR grossen Transaktionspipeline die Rede. Und natürlich kostet es Geld Unternehmen zu übernehmen, selbst wenn es viele Cavfe-Out-Situationen gab und wohl immer wieder geben wird, wo es neben einem nur symbolischen Kaufpreis noch eine Morgengabe dazugibt.

Aber Neuaufstellung von Unternehmen, aufgelaufene Investitionen, die oft jahrelang nicht getätigt werden konnten oder wollten, neue Marktauftritte, sinnvolle Add-on-Erwerbe – die Liste könnte wohl beliebig verlängert werden. Und solange der ROIC der Mutares Exits sich im „Zielkorridor“ von 7–10x bewegt, ist jeder zusätzlich investierte EUR ein Schmiermittel für den Gewinn.

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Mutares prüft Erhöhung der im März begebenen 2027er Anleihe(ISIN: NO0012530965) um bis zu 50 Mio EUR.

So heisst es heute aus München. Weiter führt man aus, dass man im Rahmen der bestehenden Erhöhungsoption im Wege einer Privatplatzierung die Anleihe um ein Volumen von bis zu 50 Mio EUR will. Pareto Securities und Arctic Securities seien beauftragt, eine Reihe von Gesprächen mit interessierten Investoren zu arrangieren. Natürlich mit der einschränkenden Aussage: „Die endgültige Entscheidung über die Erhöhung des Emissionsvolumens der Anleihe wird von Mutares in Abhängigkeit von den Marktbedingungen getroffen werden.

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Derzeit handelt die bis zum 31.03.2027 laufende Anleihe bei 102,16% und verzinst sich mit aktuell 11,515% ( in Höhe des 3-Monats-EURIBOR plus einer Marge von 8,5 % p.a.). Attraktive Anlage für Anleger – zumindest so lange die Mutares ihre Erfolgsbilanz fortsetzen kann. Wogegen derzeit nichts spricht, schaut man sich die Zahlen an und die derzeit bestehenden „Puffer“ in der Bilanz, die die Zahlung der Anleihezinsen absichern. Denn Anleihezinsen gehen vor Dividendenzahlungen. Und selbst wenn die Zinsen von über 11% aktuell hoch erscheinen, so können Sie bei einem ROIC vom 7 bis 10fachen bei einer „Verweildauer im Mutares Konzern“ von vielleicht rund 4 Jahren „entspannt“ in Kauf genommen werden.

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Ausblick der Mutares – kann gefallen.

Basierend auf den bereits abgeschlossenen und zusätzlichen unterzeichneten Transaktionen des Geschäftsjahres 2023, der vielversprechenden Akquisitionspipeline sowie den Planungen der einzelnen Portfoliounternehmen geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 von einem Anstieg der annualisierten Umsatzerlöse im Mutares-Konzern auf EUR 4,8 Mrd. bis EUR 5,4 Mrd. aus. Der Jahresüberschuss der Mutares Holding soll dabei in einer Bandbreite von EUR 92 Mio. bis EUR 112 Mio. liegen. Die nach dem Berichtszeitraum vereinbarte und veröffentlichte Vereinbarung zum Verkauf von SMP ist in dieser Prognose noch nicht enthalten. Der Abschluss dieser Transaktion ist für das zweite Quartal 2023 vorgesehen.

Gleichzeitig bestätigt der Vorstand die mittelfristigen Ziele, die bis zum Geschäftsjahr 2025 einen Anstieg des Konzernumsatzes auf ca. EUR 7,0 Mrd. vorsehen. Auf dieser Basis wird entsprechend ein Anstieg des Jahresüberschusses der Mutares Holding bis 2025 auf eine Bandbreite von EUR 125 Mio. bis EUR 150 Mio. erwartet.“ (Mutares Unternehmensmeldung, 9.05.2023)

Gäbe noch einige potenzielle weitere Exits für das Geschäftsjahr. Wenn man sich die „Reifegrade“ der Beteiligungen anschaut, wie sie mit Stand 31.03.2023 vom Unternehmen eingestuft werden.
Operative Phase

im Rahmen des Mutares Geschäftsmodells

Zugeordnete Portfoliounternehmen Umsatz

in Mio EUR

Adjusted EBITDA

in Mio.EUR

Realignment Automotive & Mobility
 
Amaneos Group
Metals Group
Peugeot Motocycles
Plati
iinovis
 
 
Engineering & Technology
 
Guascor Energy
Steyr Motors
VALTI
Gemini Rail und ADComms
 
 
Goods & Services
 
EXI und SIX Energy
 
476,4 -19,8
Optimization Automotive & Mobility
 
KICO und ISH
 
 
Engineering & Technology
 
NEM Energy Group
 
 
Goods & Services
 
Lapeyre
Frigoscandia
Ganter
Asteri Facility Solutions und Palmia
FASANA
Repartim
 
395,2 -1,0
Harvesting Engineering & Technology
 
Special Melted Products – EXIT erfolgt
Donges Group
La Rochette
Clecim
 
 
Goods & Services
 
Terranor Group
keeeper
SABO
 
237,1 +17,1

Nach hoher Transaktionsfrequenz in 2022 setzt man in München in 2023 – so sieht es zumindest bisher aus – noch einen „drauf“.

Nach einem Exit am 5.01.2023 – „verkauft zu mehr als dem 7-10-fachen ROIC“, einem zweiten Exit wenig später, einem mittlerweile erfolgten Zukauf von 200 Mio Umsatz, die von 1.200 Mitarbeitern im Bereich “ Herstellung von Stahlteilen“(Walor) erwirtschaftet werden, und dem Abschluss von 2 Übernahmen, die bereits in 2022 angekündigt worden waren, meldete man wenig später den dritten Exit – FDT Flachdach. Und dann am 3. März den 4. Exit im noch jungen Jahr – mit der Ganter – Construction. Dazu die Übernahme der BEW. Bremsend für den Kurs wirkte zuletzt die Platzierung der mittlerweile erfolgreich platzierten 100 Mio Unternehmensanleihe der Mutares. Dann der bisher grösste Exit, der die Performancedividende, die als Möglichkeit bei Exits bis zur HV angekündigt worden war, nun wohl finanzieren könnte. Wäre sogar der genannte maximale Betrag möglich – bis zu 1,00EUR wurde genannt. Zur Basisdividende von 1,00 EUR. Und  eine Quartalsbilanz, die die genährten Erwartungen erfüllen kann. Eine Aufstockung der Anleihe, wie aktuell „in Prüfung“ würde den derzeitigen Lauf des Unternehmens wahrscheinlich noch etwas mehr Schwung geben können.
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