H2REIHE-Update | NEL’s Traum geplatzt. Iberdrola setzt jetzt auf Cummins spanische 1 GW-Produktion für Elektrolyseure. Exklusiv mit Cummins.

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Zuletzt musste NEL Asa (ISIN: NO0010081235) zusehen, wie grosse Elektrolyseaufträge an den Norwegern vorbeigingen. Und in die Reihe der Enttäuschungen ist seit gestern eine weitere hinzukommen. Eine weitreichende. Denn eigentlich war Nel schon gesetzt.

Pech gehabt? Fehler gemacht? Sich zu sicher gefühlt? Oder es liegt einfach auch daran, das Unternehmen wie Plug Power mit Acciona in Spanien oder eben – wie gestern gemeldet – Cummins mit Iberdrola sich nicht auf die Lieferung von Elektrolyseanlagen beschränken, sondern auch langfristig an deren Betrieb beteiligt sein wollen, oder eben vor Ort Produktion ansiedeln. Und natürlich die finanzielle Bereitschaft und Fähigkeit haben, dieses zu finanzieren. Aber der Reihe nach:

Am 04.11.2020 sah es für Nel gut aus: Iberdrola arbeitet mit Nel zusammen und avisiert einen Intialauftrag über einen 20 MW Elektrolyseur

Und es hörte sich gut an: Nel Hydrogen Electrolyser eine Tochter der Nel ASA wurde als bevorzugter Lieferant von  Iberdrola für eine 20 MW PEM-Elektrolyseanlage für ein „grünes Dünger“-Projekt in Spanien ausgewählt. Voraussetzung für einen Vertragsabschluss war die Einigung der Parteien über die wirtschaftlichen Rahmendaten – Die Düngemittelanlage soll bereits 2021 ihre Produktion beginnen.

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Und dann am 19.11.2020 stockte Iberdrola auf: Jetzt sprach man von einem Ausbau bis auf 200 MW Elektrolyseanlagen

Iberdrola, die ja bereits mit Gamesa bewiesen hatten, das man „aus dem Nichts“ einen neuen Markt mit eigener Kraft besetzen kann, schien sich auf die Technik der Norweger zu verlassen. Und es schien so, als ob mit den aviserten 200 MW erst der Anfang der Fahnenstange erreicht wurde: Während die 20 MW Anlage für 2021 geplant ist, wollte man im Rahmen eines MoU mit Iberdrola die Möglichkeiten einer 200 MW Wasserstoffproduktionsanlage zur Fertigstellung in 2023 ausloten. Und die beiden Unternehmen wollten zusätzlich eine komplette grüne Wasserstoffwertschöpfungskette in Spanien aufbauen.

Doch während das 20 MW Projekt am 15.01.2021 in einen verbindlichen Auftrag mündete, blieb es ruhig um die angekündigte 200 MW Wasserstoffproduktionsanlage. Bis gestern. Und anders als erwartet:

Cummins baut für Kooperation mit Iberdrola eine 500 MW Anlage mit Ausbaureserve auf 1 GW zur Fertigstellung in 2023

Nicht Nel steht offensichtlich in erster Reihe für grossvolumige Wasserstoffproduktion in Spanien gemeinsam mit Iberdrola, sondern der amerikansiche Cummins-Konzern (ISIN:US2310211063) – 19 Mrd Umsatz, 55.000 Mitarbeiter – eine andere Liga als die offensichtlich als zu leicht befundene Nel.

Gestern gab es einen grossen Bahnhof: Cummins, spanische Regierungsvertreter und Iberdrola präsentierten ihre Pläne eine der grössten Elektrolyseur-anlagen für grünen Wasserstoff in  Castilla-La Mancha, Spanien, zu errichten. Vor Ort Produktion von Elektrolyseanlagen schlägt den Import aus Norwegen. Man will möglichst die ganze Wertschöpfungskette abbilden. Und dann noch eine schallende Ohrfeige für Nel:

Iberdrola und Cummins wollen generell in grossvolumigen Wasserstoffprojekten in Spanien und Portugal zusammenarbeiten

Und in einem Vertrag wurde die Absicht fixiert zwischen den beiden Grosskonzernen für Grossprojekte gemeinsam grünem Wasserstoff auf der iberischen Halbinsel zum Durchbruch zu verhelfen. Mit klarer Aufgabenteilung: Erneuerbare Eenrgis von Iberdrola, Elektrolysetechnik von Cummins:

„This alliance helps to position Cummins as a leading supplier of electrolyzer systems for large-scale projects in Iberia and Iberdrola as a leading developer of electrolyzer projects and hydrogen supplier to final industrial customers.“

Und keinen Platz mehr für Nel – für Nel bleiben die Brotkrumen, wie die 20 MW für die Düngemittelproduktion. Die 200 MW bleiben wohl nur noch ein Traum für die Norweger. Zumindest legt sich Iberdrola fest: Partner für Elektrolyse ist Cummins!

“Spain offers a strong and dynamic local environment for hydrogen production, and we are excited to invest here and significantly increase our manufacturing capacity in Europe,” sagt Tom Linebarger, Chairman und CEO von Cummins. “Our partnership with Iberdrola will connect us with a major clean energy company and strategically positions us to be a European leader in green hydrogen production. We believe that this is just the start of our expansion into new markets, bringing new clean technology to customers, and supporting efforts to bring the European Union’s Green Deal to fruition. As communities move toward zero emissions, this is the latest example of Cummins‘ global effort to achieve carbon neutrality and accelerate the hydrogen economy.”

GW-Volumen werden halt lieber mit finanzstarken Konzernen „auf die Strasse gebracht“

Und Nel’s jüngste Professionalisierungsintiativen kommen zumindest für Iberdrola zu spät. So stellt Ignacio Galán, Chairman und CEO von Iberdrola fest: “This initiative will accelerate the production of green hydrogen in Spain and will create a new industry, the manufacturing of electrolyzer systems, with high growth potential. We continue to make progress in our ambitious plan to put Spain and Europe at the global forefront of this technology by reducing energy dependence and fossil fuel consumption while driving the country’s economic and social revitalization.” He added, “We congratulate ourselves on the choice to locate the project in a region that we value and in which we maintain a historic presence and commitment. This joint initiative will contribute to the economic, industrial and quality employment development in the region and will reinforce its great innovative commitment to a decisive technology for the decarbonization of the industry.”

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INITIALPROJEKT – konkret

Derzeit wird er genaue Standort in der Gegend um Guadalajara in Castilla-La Mancha für Cummins 50 Mio EUR PEM-Elektrolyseur-Fabrik. Anfängliche Kapazität soll bei 500 MW liegen und auf 1 GW erweiterbar sein.  Und die Anlage wird anfänglich  22,000 Quadratmeter bedecken, 350 Arbeitsplätze schaffen. Und Cummins steckt viel in den weiteren Ausbau. Bis heute hat Cummins mehr als 600 Elektrolyseure weltweit installiert.

Als Teil der Allianz soll das 230-MW grüne H2-Projekt bei Palos de la Frontera (Huelva, Andalusien, Spanien) -von Iberdrola für den Düngemittelproduzenten  Fertiberia geplant – soll ein Leuchtturmprojekt der neuen Partnerschaft werden. ALSO WIRD CUMMINS für das Palos Projekt die Elektrolysetechnik liefern. ALSO WIRD CUMMINS für das Palos Projekt die Elektrolysetechnik liefern. Auch arbeiten beide an einer Wasserstoffabfüllanlage in Barcelona. Noch viel Zukunft voraus für die Partner Iberdrola und Cummins. Aber kein Platz für Nel.

Iberdrola hat konkret 53 Wasserstoffprojekte in der Pipeline

zur Förderung im rahmen des  Next Generation EU Programms eingereicht, die rund 2,5 Mrd EUR Investitionsvolumen erreichen würden und 60.000 Tonnen H2-Jahresproduktion bedeuten würden. Hiermit stünde Iberdrola für rund 20 % der im Rahmen des spanischen H2-Programms, das bis 20230 eine 4 GW-Produktionskapazität anstrebt. So würden 25 % des derzeit von Spanien benötigten Wasserstoffs ohne CO2-Emissionen produziert werden können.  Derzeit betreibt Iberdrola in Castilla-La Mancha, 2.376 MW erneuerbare Eenrgieanlagen – Sonne und Wind.  Und die Solaranlage Puertollano (100 MW) ist derzeit im Bau.

 


Chart: NEL Asa | Powered by GOYAX.de

 

 

 

 

 

 

 

 

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