Prime Standard | Aves One Übernahme zu 12,80 EUR. Was tun? Nicht unbedingt…

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Die Aves One AG (ISIN: DE000A168114) setzt auf weiteres Wachstum im Railbereich. Und seit Jahren war die dünne Eigenkapitaldecke Thema. Seit Jahren war von Übernahmen, neuen Aktionären oder anderen Eigenkapitalmassnahmen die Rede.  Und als dann vor einigen Tagen Gerüchte über laufende Gespräche bestätigt wurden, wurde es schon fast nicht mehr ernst genommen. Zu oft gehört. Aber offensichtlich ist es diesmal anderes: Übernahmeangebot durch Swiss Life Asset Managers und Vauban Infrastructure Partners mit bereits gesicherter Mehrheit: 85 % der Aktien bereits zugesagt.

Gibt „im ersten Anlauf“ 12,80 EUR je Aves One Aktie – nicht schlecht

Aber ob der schwächelnde Aktienkurs der letzten Monate wirklich Basis eines „fairen“ Preises ist? Die Kursschwäche der Aves One Aktie wurde wegen der Unsicherheit/Schwankungsanfälligkeit des Seecontainergeschäftes, mittlerweile komplett verkauft, und der Eigenkapitalschwäche – durch die neuen Hauptaktionäre der Vergangenheit angehörend – gemutmasst.

Also eigentlich kein Grund gerade jetzt auszusteigen – insbesondere wenn langsam die Neuausrichtung Früchte zu tragen beginnt. Andererseits eine „fette Prämie“ auf die Kurse der letzten Monate. Aber möglicherweise kommt mehr – vielleicht aber erst in einigen Jahren.

KW31: Aktienmarkt-Wochenrückblick – enge Handelsspanne, am Ende knapp an neuem Rekord gescheitert. Könnte nächste Woche klappen. News von Nel, Siemens Energy, Hensoldt, Rheinmetall u.a.

H2: Bloom Energy kann mit seinen Quartalszahlen nicht überzeugen. Insbesondere die Höhe des Verlusts lag kräftig über den Erwartungen.

H2-Update: „CO2-arme Stahlproduktion“-Punktet Nel mit seiner Erfahrung? Schwedischer Erzförderer setzt auf Nel. Anglo American und Salzgitter suchen Lösungen, die Nel schon hat.

H2: Aktie fällt weiter. NIKOLA’s durchwachsene Quartalszahlen, Klage gegen den Gründer und Ex-CEO wegen Anlagebetrugs – alle Aussagen seien Lüge gewesen.

Neue Reihe: „Defensive Aktien“ – TEIL 1: DEFAMA, Deutsche Konsum REIT und Noratis. Drei Immobilienwerte die auch bei Börsenturbulenzen Kurs halten sollten. 

Wahrscheinlich droht Delisting – bekanntes Muster

um die Anteile weiter auszubauen. Und die restlichen Aktionäre mürbe zu machen. Wobei eine Handelbarkeit der Aktie weiterhin an der Hamburger Börse gewährleistet sein sollte. Also kein Grund nervös zu werden. Und viel später – oder auch eher – wird es nach Erreichen der der entsprechenden Aktienmehrheit wohl zu einem Squeeze Out kommen. Mit einem wahrscheinlich noch höheren Angebot. Erinnert an VTG, die vor einigen Tagen „beim letzten Akt“ ankam: „Was PNE Aktionäre oder Tele Columbus Aktionäre von VTG lernen können. Aus 53,00 EUR werden mindestens 88,11 EUR.“

Aves One auf gutem Weg

Die am 30.05.2021 veröffentlichten Quartalsergebnisse zum 31.März 2021 enthielten erstmals keine operativen Geschäftszahlen aus dem Seecontainer-Geschäft, sondern nur aus den fortgeführten Geschäftsbereichen Rail- und Wechselbrücken:

Die um den in Q1-2020 veräußerten Storage Park bereinigten Umsatzerlöse konnten leicht von 23,9 Mio EUR auf 24,6 Mio EUR gesteigert werden. Das EBITDA ist gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,5 % auf 17,8 Mio EUR (Vj. 17,2 Mio.) gestiegen. Das um Effekte im Finanzergebnis bereinigte EBT erreichte 1,8 Mio EUR (Vj. 3,2 Mio.).

Das umsatz- und ergebnisstarke Rail-Geschäft ist verantwortlich für den positiven Jahresauftakt. Dieser Geschäftstbereich lieferte im ersten Quartal 2021 einen Umsatzbeitrag von 21,7 Mio EUR (Vj. 20,7 Mio.). Noch deutlicher stieg das EBITDA des Rail-Geschäfts von 15,1 Mio EUR auf 17,4 Mio EUR an. Die Steigerung ist unter anderem auf die Investitionen in den Rail-Bestand und den Flottenausbau zurückzuführen. Das Rail-Portfolio vergrößerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal von rund 10.400 auf mehr als 11.100 Güterwagen zum 31.03.2021.

Prognose und ein altes Problem verschwindet …

Prognose für das Geschäftsjahr 2021: Aves One erwartet aus den fortgeführten Geschäftsbereichen Rail und Wechselbrücken ein Umsatzvolumen von mehr als EUR 100 Mio. – davon mehr als 92 Mio EUR aus dem Bereich Rail (Vj. Rail: rund 83 Mio.). Das EBITDA soll im aktuellen Geschäftsjahr über 70 Mio EUR liegen – davon 64 Mio EUR aus dem Bereich Rail (Vj. Rail rund 62 Mio.).

ZULETZT MEINTEN WIR IM MAI: „Es bleibt die schwache Eigenkapitalbasis – auch begründet in der Aktionärsstruktur

Um das Wachstum im Rail-Geschäft weiter voranzutreiben und die Bilanzkennzahlen zu stärken, prüfe das Unternehmen weiterhin verschiedene Finanzierungsmaßnahmen. Dies schliesse Eigenkapitalmaßnahmen sowie anderweitige Beteiligungen von Investoren ein. UND DAS SAGT MAN BEI AVES ONE BEREITS SEIT JAHREN – passiert ist bisher noch nichts. Vielleicht ist gerade die Unsicherheit über diese „Massnahmen“ einer der Hauptgründe für den wenig überzeugenden Kursverlauf eines eigentlich äusserst robusten Geschäftsmodells. Aber möglicherweise haben einige Aktionäre eher ein Interesse an Fremdkapitalfinanzierungen als am aktuellen Aktienkurs?“

MISSION ACOMPLISHED! SPANNEND Gehts weiter!


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