Freiverkehr | Was PNE Aktionäre oder Tele Columbus Aktionäre von VTG lernen können. Aus 53,00 EUR werden mindestens 88,11 EUR.

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Die VTG Aktiengesellschaft (ISIN: DE000VTG9999) und die PNE-Gruppe (ISIN: DE000A0JBPG2) haben einiges gemeinsam. Auf den zweiten Blick zumindest. Und diese Parallelen könnten für die PNE-Aktionäre bares Geld wert sein, wie bei der Tele Columbus AG (ISIN: DE000TCAG172).

Wieso? Beide Unternehmen sind im Bereich „Infrastruktur“ und somit – auch aufgrund eines attraktiven Bewertunsgprofils – in das Blickfeld von Morgan Stanley’s Infrastrukturfonds gefallen. Zuerst war das bei VTG der Fall.

Bei VTG gab es im Sommer 2018 ein Übernahmeangebot durch einen Morgan Stanley Infratrukturfonds – Vehikel war die Warwick Holding GmbH – späteres Delisting mit 53,00 EUR Angebot versüsst

Nach anfänglichen Widerständen gelang die Übernahme zu einem Aktienpreis von 53,00 EUR letztendlich und in 2019 entschieden die neuen Hauptaktionäre, dass ein „Streubesitz von weniger als 14 %“ keine Börsennotiz am geregelten Markt rechtfertige. Als „Abschiedsprämie“ wurde wiederum ein Angebot von 53,00 EUR je Aktie gemacht. Und viele Aktionäre griffen zu – Angst vor Nichthandelbarkeit? Seit Widerruf der Börsennotiz wurde die Aktie der VTG „nur noch“ an der Hamburger Börse gehandelt. Also eigentlich kein Grund die Aktie abzugeben, da ein – wenn auch wenig liquider Handel – auch weiterhin gewährleistet war.

Jetzt reicht es dem Fonds bei VTG für ein Squeeze Out – also kontrolliert er mittlerweile mindestens 95% des Aktienkapitals. Aktie zu 88,11 EUR Barabfindung

Und – welch eine Überraschung – den treu gebliebenen Aktionären wird nun im Rahmen  des Squeeze Out Verfahrens eine Barabfindung angeboten. Extern geprüft. Oder wie es heute in einer Mitteilung an die VTG Aktionäre heisst:

„Die Höhe der von der Warwick Holding GmbH den Minderheitsaktionären der VTG Aktiengesellschaft für die Übertragung der Aktien angebotenen Barabfindung beträgt auf der Grundlage einer durchgeführten Unternehmensbewertung EUR 88,11 je auf den Inhaber lautenden Stückaktie der VTG Aktiengesellschaft. Der gerichtlich bestellte sachverständige Prüfer hat die Angemessenheit der festgelegten Barabfindung bestätigt.“

Und hier ist möglicherweise bei entsprechenden – beinahe üblichen – Gerichtsverfahren vielleicht sogar noch mehr „drin“. Also hat sich die Geduld der Anleger gelohnt.

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Nicht Bangemachen lassen – gilt für eine ge-delistete Rocket Internet Aktie, eine DEAG und vielleicht zukünftig für die PNE und eine Tele Columbus

Ein Delisting, ein Abschied aus dem geregelten Markt ist in der Vergangenheit ein probates Mittel gewesen, um „günstig“ Unternehmensanteile von verunsicherten Aktionären zu kaufen. ABER ein Delisting heisst nicht, dass eine Aktie nicht mehr handelbar ist. Hierfür gibt es die Hamburger Börse, die gerade für solche Werte einen Handelsplatz bietet.

Nun zurück zu den Parallelen VTG -PNE – möglicherweise

Bei PNE setzten Morgan Stanley’s Infrastrukturfonds ein anderes , eigens gegründetes Vehikel ein – die Photon Management GmbH, die in einem spannenden Übernahmekampf schliesslich Anfang 2020 konstatieren musste, dass man selbst die reduzierte Mindestannahmequote von 50 % nicht erreicht hatte. Aber man gab sich mit den 39,99 % Aktien, die am 31.12.2019 angedient worden waren, erstmal zufrieden und begann mit dem Umbau der PNE zu einem Bestandshalter. Was natürlich die Gewinne kurzfristig belastete, aber langfristig durchaus einen gewissen Charme entfaltet. Angebotspreis war 4,00 EUR je Aktie. Heute handelt die PNE Aktie zum  XETRA-Schlusskurs bei 6,80 EUR.

Spekulationen, ob Morgan Stanley’s Fonds möglicherweise einen erneuten Anlauf zur Mehrheitsübernahme starten werden, sind immer wieder am Markt zu hören. Und natürlich ist der Weg von einer Mehrheitsübernahme zu einem möglichen Delisting und – irgendwann einmal, wenn man die 95% erreicht haben sollte – zu einem Squeeze Out noch weit. Aber nicht ganz von der Hand zu weisen nach der Logik des Handelns bei VTG.

Ach übrigens: Infrastrukturfonds von Morgan Stanley haben für die Telecolumbus AG (ISIN: DE000TCAG172) über ein Vehikel namens UNA 422. Equity Management GmbH (künftig: Kublai GmbH) exakt 3,25 EUR je Aktie geboten und so insgesamt 91,96 % der Aktien erworben. UND jetzt…
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