TecDAX | 1&1 Drillisch Aktie Montag im Fokus? Seit Freitag 23:55 Uhr steht fest: Langfristiger Friede mit Telefonica macht Weg frei.

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Die 1&1 Drillisch AG (ISIN: DE0005545503) konnte im ersten Quartal 2021 die Zahl der Kundenverträge im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 140.000 auf 14,97 Mio. Verträge erhöhen.Und doch ist die Aktie des zukünftigen Netzbetreibers in den letzten – man muss sagen Jahren – immer wieder mit Kursrückschlägen „geschlagen“ gewesen – wohlgemerkt „gewesen“, denn das könnte jetzt der Vergangenheit angehören. Immer wieder gab es Streit mit Telefonica, die seinerzeit für die Kartellfreigabe der e-plus Übernahme durch ihre O2 der United Internet Beteiligung umfangreichen Zugang zum Netz gewähren mussten.

Und immer gab es Streit über die „Preise“, die Telefonica in Rechnung stellte, stellen durfte oder eben nicht durfte

Die Legion der Meldungen über Schiedsverfahren, Gutachterstellungnahmen, „Siege“ des einen oder des anderen, Sonderbelastungen der Bilanzen bei 1&1 Drillisch, wenn wieder mal Telefonicas Preisgestaltung bestätigt wurde. Und ALLES SCHIEN KEIN ENDE ZU NEHMEN. Die Aktien der 1&1 Drillisch und auch der Mehrheitsbeteiligten United Internet wurden teilweise „nur“ nach dem Stand der laufenden Schiedsverfahren geprügelt oder hochgehoben.

Jetzt scheint eine Einigung möglich oder besser gesagt „in trockenen Tüchern“

Und der weisse Rauch in Worte gefasst:

„Die Drillisch Online GmbH (″1&1 Drillisch“), eine hundertprozentige Konzerntochter der 1&1 Drillisch AG, hat heute mit der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG (″Telefónica“) eine langfristige National Roaming Vereinbarung geschlossen. Als Teil der Gesamteinigung werden die von 1&1 Drillisch initiierten noch laufenden Price Review Verfahren eingestellt. Diese Vereinbarung basiert auf einer am 15. Februar 2021 geschlossenen Grundlagenvereinbarung, in der sich die Parteien zum Abschluss einer National Roaming Vereinbarung verpflichtet haben.“
Endlich Berechenbarkeit, endlich Ende der ganzen alten Konflikte – und Drillisch scheint zufrieden mit den neuen Preisen

Und man hat insgesamt bis – wenn es für 1&1 Drillisch notwendig erachtet werden sollte – 2034 Ruhe und Berechenbarkeit. Und das zu Preisen – rückwirkend ab Juli 2020, die „niedriger als die zuletzt unter dem MBA MVNO-Vertrag von Telefónica abgerechneten Preise“ sein sollen. Jetzt kann sich das Unternehmen auf den  Weg zum vierten Mobilfunknetzbetreiber machen – ohne das am Freitag bestätigte National-Roaming-Abkommen wäre das zumindest wesentlcih riskanter gewesen.

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Konkret – Die National Roaming Vereinbarungmit jährlich sinkenden Preisen

hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025. Dann hat 1&1 Drillisch das Recht, die anfängliche Laufzeit einseitig bis zum 30. Juni 2029 zu verlängern. Anschliessend ist auf Wunsch von 1&1 Drillisch eine weitere Vertragsverlängerung bis zum 30. Juni 2034 möglich.

Bei der ersten Verlängerungsoption bis Juni 2029 bestimmen sich die Preise nach festen Regeln. Danach bleibt Telefónica verpflichtet, diskriminierungsfreie Preise anzubieten. Sämtliche Preise können von 1&1 Drillisch zu einem frei bestimmbaren Termin einmal jährlich weiterhin in einem Preisüberprüfungsverfahren (Schiedsgutachterverfahren), dessen Regeln und Fristen präzisiert wurden, überprüft werden. 1&1 Drillisch kann die benötigten Kapazitäten künftig mehrmals im Jahr innerhalb der vertraglich festgelegten Bandbreite reduzieren oder erhöhen.

Und man bleibt zeitlich FLEXIBEL – 1&1 Drillisch bestimmt wann, wieviel – gute Startvoraussetzungen für das eigene Netz

Das Startdatum für National Roaming wird von 1&1 Drillisch parallel zum Start des 1&1 Drillisch-Mobilfunknetzes festgelegt. Ab diesem Zeitpunkt erhalten alle Neukunden und alle auf das Netz von 1&1 Drillisch migrierten 1&1 Drillisch Kunden, Zugang zum 5G-Netz von 1&1 Drillisch sowie in noch nicht ausgebauten Gebieten automatisch per National Roaming diskriminierungsfreien Zugang zum 2G- und 4G-Mobilfunknetz von Telefónica. Ab dem 1. Januar 2026 gelten in bestimmten städtischen Gebieten, die bis dahin vom 5G Netz von 1&1 Drillisch versorgt werden sollen, Beschränkungen beim Zugang zu 4G-National Roaming im Telefónica-Netz, wobei eine Mindestversorgung von bis zu 50 Mbit/s immer sichergestellt ist. Die vereinbarten National Roaming Leistungen komplementieren das 5G-Netzes von 1&1 Drillisch.

So sollte auch für 1&1 Drillisch eine „bright future“ möglich werden,

wenn der Netzausbau gelingt, die Kundenakquisition funktioniert und dabei die Kosten im Griff bleiben. Immer noch kein Selbstläufer, aber seit Freitag zumindest wahrscheinlicher. Und so sind die Quartalsergebnisse im Endeffekt nur ein Zwischenschritt zum Netzbetreiber, mit ganz anderen Kostenfaktoren, aber auch Ertragsmöglichkeiten:

Quartalsergebnisse waren von leichtem Wachstum geprägt – spannend ist anders

Das Wachstum basierte auf Mobile Internet-Verträgen, während die Zahl der Breitband-Anschlüsse unverändert bei 4,31 Mio. liegt. Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 wuchsen die Kundenverträge im Bereich Mobile Internet um 560.000.

Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2021 um 3,5 % auf 973,7 Mio. EUR (Q1 2020: 940,7 Mio. EUR). Dabei erhöhten sich die Service-Umsätze um 1,9 % auf 762,1 Mio. EUR (Q1 2020: 747,8 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 202,3 Mio. EUR. Darin enthalten ist ein (periodenfremder) positiver Effekt in Höhe von 34,4 Mio. EUR aus dem Geschäftsjahr 2020. 1&1 Drillisch hat am 15. Februar 2021 das – nach Prüfung durch die EU-Kommission – verbesserte Angebot von Telefónica Deutschland für National Roaming und damit verbunden rückwirkend ab 1. Juli 2020 auch für MBA MVNO-Vorleistungen verbindlich angenommen. Die angebotenen Preise sehen wieder jährlich sinkende Datenpreise vor, vergleichbar mit den Preismechanismen der ersten fünf Jahre des MBA MVNO-Vertrags. Das von 1&1 Drillisch angenommene Angebot wird derzeit in einen National Roaming Vertrag überführt. Das vergleichbare operative EBITDA (ohne den genannten periodenfremden Effekt) stieg um 2,4 % auf 167,9 Mio. EUR (Q1 2020: 164,0 Mio. EUR).

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Das Ergebnis je Aktie (EPS) betrug 0,64 EUR. Ohne Berücksichtigung des (periodenfremden) positiven Ergebniseffekts aus den neuen Vorleistungspreisen (EPS-Effekt: +0,13 EUR) verbesserte sich das operative EPS von 0,50 EUR im Vorjahreszeitraum um 1,6 % auf 0,51 EUR.

Ausblick

Die Gesellschaft bestätigte ihre Prognose 2021 und erwartet unverändert einen Anstieg des Service-Umsatzes auf ca. 3,10 Mrd. EUR (2020: 3,02 Mrd. EUR). Das operative EBITDA (ohne Berücksichtigung des periodenfremden Ertrags von 34,4 Mio. EUR im Zusammenhang mit der geplanten Unterzeichnung des National Roaming-Vertrags) soll auf ca. 650 Mio. EUR steigen (2020: 468,5 Mio. EUR). In dieser Prognose sind initiale Kosten für den 5G-Netzaufbau in Höhe von ca. 30 Mio. EUR enthalten.

Aktuell (23.05.2021 / 10:15 Uhr) notieren die Aktien der 1&1 Drillisch AG im Xetra-Handel zum Schluss Freitag mit einem Plus von 0,30 EUR (1,15 %) bei 26,50 EUR.


Chart: 1&1 Drillisch AG | Powered by GOYAX.de
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