H2-Update | Ballard Power kommt wieder. New Flyer verkauft 34 Busse in Kalifornien. Und 40 Brennstoffzellen in Europa…

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09.07.2021 – Ballard PowerSystems Inc. (ISIN: CA0585861085)’s Ambitionen sind gross und man versucht jede Nische im rasant wachsenden Weltmarkt für Brennstoffzellen zu besetzen. Nach den enttäuscht aufgenommenen Quartalszahlen am 10.11. sollten mittlerweile die Emotionen „raus sein“. Zeit für einen Blick auf eines der erklärten Erfolgsfelder der Kanadier: Weltweit scheint die Ballard Brennstoffzelle die bevorzugte Lösung für Omnibusse zu sein. Wrightbus in Grossbritannien, Tata Motors in Indien, Global Bus Ventures in Neuseeland, Solaris, die von Polen u.a. Deutschland und Österreich beliefern, oder von van Hoolin den Niederlanden,  Alexander Dennis oder oder

Bei diesen Herstellern und anderen kommen Ballard Powers Brennstoffzellen zum Einsatz. Zuletzt am 04.11.2021 konnte man bei Ballard weitere 40 Brensntoffzellenverkäufe „als gesammelte Werke“ für Europa in 2022 vermelden. Konkret für den Einsatz in Frankreich, Deutschland und Grossbritannien. In Frankreich werden Brennstoffzellenbusse erstmals in Rouen, zusätzliche in Pau eingesetzt werden. So steigt die Zahl der Städte mit „Ballard-Bussen“ auf 4 in Frankreich. Wohlgemerkt alles noch „Initialorders“, Testphasen oder erste Linienumstellungen.

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Frankfurt erweitert ebenfalls Brennstoffzellenflotte

Und so betreiben derzeit sechs deutsche Städte Brennstoffzellenbusse mit Ballardtechnik – noch in Erinnerung das Kölnerpaket? Und Grossbritanniens Seebad Brighton mit einem 0 Emissionsziel in 2030 für seine 500 Busse umfassende Flotte, startet mit 20 Brennstoffzellenbussen in 2022 – wohlgemerkt „in der ersten Phase“.

In Europa sollen derzeit 160 Ballard-Brennstoffzellenbusse im Einsatz und weitere 150 (inclusive der genannten 40) seien fest geordert – Meldung vom 04.11.2021. So verwundern folgende Worte wenig. “The hydrogen fuel cell bus market momentum continues to accelerate throughout Europe. In only twelve months, we have expanded from 10 into over 25 cities, across 10 European countries”, erläutert Oben Uluc, Ballard’s Director, European Sales. “With orders in hand to double the number of FCEBs driving passengers on European city streets, we see an exciting forward step change in the adoption of FCEBs. We see a strong growth ramp over the coming decade as our bus OEM customers deliver Ballard-powered FCEBs to transit operators planning to decarbonize their bus fleets.”

In einer Publikation vom 15.11.2021 spricht Ballard Power sogar von 240 georderten Brennstoffzellenbussen für Europa.

Und bald sollte es nochmal „gesammelte Werke“ aus den USA geben. Warum? Weil New Flyer…

… ein amerikanischer Busproduzent, der seine Brennstoffzellen bisher ausschliesslich von Ballard Power bezieht, am 08.11.2021 einen Auftrag der kalifornischen Foothill Trans über 13 weitere Brennstoffzellenbusse melden konnte. Weitere? Bereits am 07.10.2021 erteilte eben jene Foothill Trans einen Auftrag über 20 brennstoffzellenbetriebene Busse an New Flyer.

Also summieren sich allein bei New Flyer die – von Ballard noch nicht gemeldeten – Brennstoffzellenorders auf 33 Stück bei einem Kunden in den letzten 6 Wochen. Und der Kunde Foothill trans bietet weitere Perspektiven: Das Transportunternehmen aus West Covina, Kalifornien, biette Linienbusverbindungen im San Gabriel und Pomona Valley.

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“The zero-emission momentum created by Foothill Transit is undeniable, and we are proudly enabling the agency’s pursuit of sustainability through our long-range hydrogen fuel cell-electric buses,” sagt Paul Soubry, President und Chief Executive Officer, New Flyer. “This is yet another example of the robust approach needed to deploy zero-emission mobility at scale and entrenches NFI’s leadership in EVs and infrastructure that make it happen. With over 400 vehicles delivered or on order with Foothill Transit (davon rund 370 Elektrobusse), we look forward to expanding the carbon-free footprint in California as we create more livable communities together.”

PERSPEKTIVEN OHNE ENDE: Das Busnetz in London ist eines der größten städtischen Transport-Systeme der Welt. An jedem Werktag nutzen rund 6 Millionen Fahrgäste einen der 6.800 Busse auf mehr als 700 Fahrstrecken!

Und damit ist allein in London ein Riesenmarkt für Ballard Powers Kunden Wrightbus vorhanden. Wie bereits im Zusammenhang mit der „grünen Eisenverhüttung “ in Vattenfalls abgeschlossenem Pilotprojekt, das nun in die grossindustrielle Ebene transferiert werden soll, festgestellt wurde: Das Nel-and-Linesight-Buses_42278Auftragskarrussell im Wasserstoffsektor beginnt sich langsam von den Kleinserien, Prototypen und Testphasen zu „normalen Anwendungen fortzuentwicklen. Also allein in London gäbe es MEHR potentiellen Brennstoffzellen-Bus-Bedarf, als derzeit weltweit im Einsatz. Dazu kommt der 10-Punkte Plan Johnsons, der gerade diese Entwicklung zu einer Wasserstoffwirtschaft beschleunigen will.

Brennstoffzellen – Busse: Domäne Ballard’s

Von den derzeit mehr als 3.800 Bussen mit Brennstoffzellenantrieb weltweit, werden über 1.300 von Ballard-Technik angetrieben. Auch wenn die absoluten Zahlen teilweise sehr gering erscheinen, so zeigen sie doch meistens Pilotprojekte. Und was wird bei Grossserienbestelllungen bestellt? Die erfolgreichen Prototypen oder ersten Kleinserienfahrzeuge doch wohl, oder?

In Kalifornien sind die Reiseunternehmen verpflichtet

ab 2029 nur noch „Null-Emissions-Busse“ anzuschaffen: Also entweder Brennstoffzellen- oder E-Busse. Spätestens 2040 soll der Gesamtbestand emissionsfrei sein. In der Übergangsphase schreibt die „Innovative Clean Transit (ICT) regulation“ bereits ab 2026 zu mindestens 50% emissionsfreie Busse anzuschaffen. Dieses gilt für Reiseunternehmen, die gewisse Grössenkriterien erfüllen, kleinere Anbieter müssen eine Quote von 25% erfüllen.

Und allein in Kalifornien werden wohl die Hälfte der emissionsfreien Busse brennstoffzellenbetrieben sein! Über 80 % Marktanteil Ballard’s derzeit

So sehen zumindest die derzeit vorliegenden Planungen der betroffenen „grösseren“ Reiseunternehmen aus. Und die Gründe für Wasserstoff und Brennstoffzelle sind verschieden, aber werden zu einem möglicherweise sogar mehrheitlichen Einsatz derselben im emissionsfreien Transport führen.

In Kalifornien wurden bisher 18 Umsetzungspläne der neuen gesetzlichen Vorgaben vorgestellt – ca. die Hälfte der derzeitigen Busflotte repräsentierend. Bis auf zwei schliessen alle Pläne Brennstoffzellenlösungen ein.

  • 24% sollen Brennstoffzellen-Busse sein
  • 46% sollen E-Busse sein
  • 31% wollen beide Lösungen berücksichtigen
Einige Argumente von Reiseunternehmen, die Brennstoffzellen-Busse einsetzen wollen:
  • Golden Empire Transit in Bakersfield setzt ausschliesslich auf Brennstoffzellen: “operating one type of vehicle offers significant benefits to the agency as all buses can be operated and maintained efficiently and economically. It also means the buses are interchangeable and can be dispatched on any route as required.”
  • Long Beach Transit betreibt zwei Standorte/Depots – einer wird E-Bussen, der andere Brennstoffzellen-Bussen vorbehalten. Begründung des Unternehmens: “more difficult routes with higher energy demands will be serviced by FCEBs, which have demonstrated longer ranges.”
  • Omnitrans in San Bernardino wird Brennstoffzellen für anspruchsvolle Strecken einsetzen: “For the specific routes which route-modeling has identified as not capable of being served by existing BEB technology, it is recommended that FCEBs be considered.”
  • SunLine Transit Agency plant seine Null-Emissionsflotte zu 85% mit Brennstoffzellen zu betreiben, ein Verhältnis: “was determined to maximize performance and minimize cost.”
Steinhoff Aktonäre brauchen Geduld. Bis zu den Entscheidungen vor Südafrikas Gerichten versüsst Pepkor mit sehr guten Zahlen die Wartezeit.
ThyssenKrupp setzt auf Börsengang der Elektrolysetochter. Gesamtkonzern „gesünder“ und die Sahne soll Wasserstoff bringen.

Aurelius: Das ging schnell. Unilux-Deal abgeschlossen. Rückenwind für die Aktie sollten (auch) die Quartalszahlen geben.

Encavis Aktie zu Recht Druck? Pflichtwandelanleihe ist eigentlich cleverer Zug, der günstiges Geld für lukrativen Bestandsaufbau liefert.
EXCLUSIV: „Eyemaxx-Pleite“ wirft viele Fragen auf. Der Vorstand der SdK Daniel Bauer erläutert die Möglichkeiten der Gläubiger und den Status Quo.

STEMMER IMAGING ist für den Platow Brief nach den überzeugenden Quartalszahlen weiterhin klarer KAUF. Besonders der Auftragseingang überzeugt

Aurelius oder Mutares – zweimal Carve-Out Spezialisten aus München. Nach 9 Monaten: Wer ist besser?
EXCLUSIV: CEO Dehn der STEMMER IMAGING ist hochmotiviert. „Die Ergebnisse und der Ausblick auf ein Rekordjahr…“ beginnt er im INTERVIEW.
  • Orange County Transportation Authority (OCTA) betreibt bereits Brennstoffzellenbusse und wird zu 100% darauf umstellen: “general BEB operations would require cooperation from other agencies to install charging infrastructure along bus routes, making operation more complicated and potentially affecting service reliability”.
  • Foothill Transit führte eine Kostenrechnung über einen „12-Jahreslebenszyklus“ für eine Flotte von 20 Brennstoffzellen-Bussen durch. Und man fand heraus, dass diese Flotte um 21%, also rund 13 Mio USD, günstiger wäre über den Zeitraum als eine Flotte von E-Bussen. Auserdem würde man 34 E-Busse für die gleiche Streckenleistung benötigen und um 2,5 fach höhere Investitionen zur Schaffung der Ladeinfraststruktur im Vergleich zur H2-Infrastruktur. Also für Foothill eine klare Entscheidung – erklärt die Initialorder im Oktober für New Flyer.

 


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General Standard | Sto-Konzern mit dickem Umsatzplus
KW 46/2021 | Woche mit 4 DAX-Rekorden. Reicht’s für weitere Kursgewinne? Steinhoff, Nel, Encavis, Aurelius, ThyssenKrupp… mit News.

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