MDAX | ThyssenKrupp zieht Wasserstoffkarte. Anders als die Aufzugsparte soll Elektrolyse „mehrheitlich“ bleiben.

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Thyssenkrupp AG (ISIN: DE0007500001) ist ein Konzern im Umbruch: Cashcow Elevators wurde verkauft, um Löcher zu stopfen und den Umbau des Konzerns zu finanzieren. Gut dass es da noch einen weiteren Hoffnungsträger im Konzern gibt: DIE Wasserstoff-Sparte, Uhde Chlorine Engineers.Und während der Stahlbereich immer noch unter Beobachtung steht, wahrscheinlich „verselbstständigt“ wird. Um dann -gerüchtewiese – an die ThyssenKrupp Aktionäre „verschenkt zu werden“, hat man sich zumindest in einer Sache festgelegt: H2 soll DIE Zukunft für den Konzern sein.

So äusserte bereits im letzten Jahr die CEO Martina Merz die Konzentration auf Wasserstoff als Zukunftstechnologie. Mit der Mehrheitsbeteiligung (66 %) Uhde Chlorine Emngineers besitzt ThyssenKrupp einen bereits seit langem erfolgreichen Anlagenbauer für Elektrolysetechnik. Und die Expertise soll für den im exponentiellen Wachstum begriffenen Markt für grünen Wasserstoff ein Geschäft der Zukunft für den Ruhr-Konzern werden.

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Und mit einer Kapazität von jährlich 1 GW-Elektrolyseanlagen, die auf 5 GW ausgebaut werden soll,  ist man bereits einer der grössten Anbieter. So äusserte sich bereits am 18.01.2021 Christoph Noeres, Leiter des Bereichs Green Hydrogen bei thyssenkrupp Uhde Chlorine EngineersMit dem Ausbau unserer jährlichen Lieferkette auf ein Gigawatt, unseren großen Standardmodulen und der globalen Aufstellung unseres Unternehmens als EPC-Anbieter haben wir bereits jetzt eine ideale Ausgangsposition auf einem dynamischer werdenden Markt “.

Zuerst noch abgeschoben in die Resterampe „Multi tracks“ des Konzerns – „zur Veräusserung stehende Beteiligungen“

machte die CEO bereits im November letzten Jahres auf der Hauptversammlung deutlich, dass Uhde in Zukunft eine wichtige Rolle für den Konzern spielen würde. Und im Bereich grüner Wasserstoff scheint man einiges zu bieten zu haben. Sowohl innerhalb des Konzerns besteht Nachfrage zur Decarbonisierung der Stahlproduktion, als auch ausserhalb des Konzerns zog man einige interessante und auch wirtschaftlich bedeutende Projekte an Land: 88 MW Elektrolysekapazität wird in Kanada für Hydro Quebec installiert – Inbetriebnahme für 2023 angestrebt.

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JETZT IM RAHMEN DER BILANZZAHLEN WIRD THYSSENKRUPP KONKRETER: Börsengang der Tochter, Mehrheit soll bei ThyssenKrupp bleiben

Treffend fasst CEO Martina Merz heute zusammen: „Nach gut zwei Jahren intensiver Transformation können wir heute sagen: Die Trendwende ist erkennbar, es geht in die richtige Richtung bei thyssenkrupp. Trotzdem bleiben noch große Herausforderungen.“. Herausforderungen im Stahlbereich insbesondere bei eienr im Vergleich zum Vorjahr wesentlich verbesserten wirtschaftlichen Performance des Restkonzerns (ohne die ehemalige Cash-Cow Aufzug):

Von Oktober 2020 bis September 2021 verzeichnete ThyssenKrupp Auftragseingänge von insgesamt 39,6 Mrd EUR, was einem Plus von 41 Prozent entspricht. Der Umsatz verbesserte sich um 18 Prozent auf 34,0 Mrd EUR. Das Bereinigte EBIT stieg auf 796 Mio EUR (Vorjahr: -1.759 Mio EUR).Jedoch unter dem Strich bleibt ein Konzernverlust von „nur noch“ von -25 Mio EUR. Im Vorjahr lag der Wert bei 9,6 Mrd EUR und enthielt den erzielten Gewinn aus dem Verkauf des Aufzuggeschäfts. Ohne diesen Effekt, d. h. auf fortgeführter Basis, hat sich der Jahresfehlbetrag von -5,5 Mrd EUR auf -19 Mio EUR deutlich verbessert. Das Ergebnis je Aktie betrug -0,18 EUR (Vorjahr: 15,40 EUR); auf fortgeführter Basis -0,17 EUR (Vorjahr: -8,91 EUR).

Soweit die Zahlen – jetzt der grund dafür, dass die Aktie wieder über 10,00 EUR handelt

Seit die jetzzt bestätigten Gerüchte über einen potentiellen Börsengang der Elektrolysetochter – unbestätigt das angenommene Volumen von 5,5, Mrd EUR – aufkamen, legte die Aktie des Ruhrkonzerns eine kleine Rallye hin. In der heutigen Pressemitteilung zu den Bilanzzahlen 2020/2021 wird man eindeutig:

Bei Uhde Chlorine Engineers (UCE) sieht thyssenkrupp großes Potenzial im Bereich der Wasserelektrolyse und will von der starken Nachfrage nach grünem Wasserstoff profitieren. Das Unternehmen prüft deshalb intensiv, wie das Wasserstoffgeschäft bestmöglich weiterentwickelt werden kann. Aktuell plant thyssenkrupp einen Börsengang als Vorzugslösung. In jedem Falle würde thyssenkrupp eine Mehrheit am Geschäft behalten.

Somit ist die Richtung klar: Werthebung der Beteiligung durch Listing, notwendige Gelder für weitere Expansion, um den los-fahrenden Zug nicht zu verpassen, über den Kapitalmarkt. Stimmig. Schönheitsfehler ist vielleicht, dass ThyssenKrupp „nur“ 66 % an Uhde Chlorine Engineers hält. Und die Frage ist, ob der bis zur „Versilberung“ der Aufzugsparte unter chronischer Liquiditätsnot leidende Konzern bei eienr Verschlechterung der Stahlkonjunktur wieder schwach wird und Zukunft – dann die Elektrolysesparte – verkauft, um neue Löcher in anderen Bereichen zu stopfen.

2021/22 soll ein Gewinn von rund 1 Mrd EUR „rauskommen“

Derzeit performen nahezu alle Sparten, verkauft wurden auch im Geschäftsjahr 2020/21 weitere Sorgenkinder, respektive geschlossen und der Personalabbau setzte sich ebenfalls fort, also möglicherweise ist erstmal die Zeit des Geldverbrennens für ThyssenKrupp vorbei. Prognose für das am 1.Oktober begonnene neue Geschäftsjahr sit jedenfalls positiv:

„Der Umsatz der Gruppe soll im gesamten Geschäftsjahr 2021/2022 in einem mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Das Bereinigte EBIT soll gegenüber dem Vorjahr auf einen Wert zwischen 1,5 und 1,8 Mrd € in etwa verdoppelt werden. Darin berücksichtigt sind eine signifikante Ergebnisverbesserung bei Steel Europe und ein deutlich verringerter Verlust bei Multi Tracks. Für den Jahresüberschuss rechnet thyssenkrupp mit einem Wert von mindestens 1 Mrd €, der höchste Jahresüberschuss seit dem Geschäftsjahr 2007/2008.“

Starke Projektpipeline bei Elektrolyse im Einzelnen

Bestimmt einer der derzeit grössten Aufträge im Bereich Elektrolystechnologie für „grünen Wasserstoff“ war der kanadische

88 MW Anlage für Hydro Quebec

deren Start man Anfang Januar dieses Jahres verkünden konnte. In Kanada hat thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers Produktbereich Green Hydrogen  den Zuschlag für einen Engineering-Auftrag zur Installation einer 88 Megawatt (MW) Wasserelektrolyse für das kanadische Energieunternehmen Hydro-Québec erhalten. Das staatliche Unternehmen ist aufgrund der enormen hydraulischen Energieressourcen in der Provinz Québec einer der größten Wasserkraftversorger in Nordamerika.

Die Wasserelektrolyse wird in Varennes, Québec, gebaut und soll nach Betriebsbeginn jährlich 11.100 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Sowohl der Wasserstoff als auch der Sauerstoff, der im Elektrolyseprozess als Nebenprodukt entsteht, werden in einer geplanten Biokraftstoffanlage eingesetzt, in der aus Restmüll Biokraftstoffe für den Transportsektor produziert werden.  Mit einer Kapazität von 88 MW wird diese Anlage eine der weltweit ersten und größten Produktionsanlagen für grünen Wasserstoff. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2023 geplant.

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„Dieses Projekt zeigt hervorragend, wie wichtig das Zusammenwirken von einerseits dem sicheren Zugang zu wettbewerbsfähiger erneuerbarer Energie und andererseits dem Einsatz skalierter Technologie zur Wasserstoffproduktion ist“, sagte Sami Pelkonen, CEO der Business Unit Chemical & Process Technologies von thyssenkrupp. Denis Krude, CEO von thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers, ergänzte: „Québec als Region und Hydro-Québec als Kunde bieten Idealvoraussetzungen, um unsere Wasserelektrolyse erstmalig im Multimegawatt-Maßstab zu installieren.“

„Westküste 100“ – Megaprojekt der deutschen Wasserstoffinitiative von 30 MW auf 700 MW Elektrolyseanlagen von thyssenKrupp steigerbar
In Schleswig-Holstein hat sich die branchenübergreifende Partnerschaft “Westküste 100” aus EDF Deutschland, Holcim Deutschland, OGE, Ørsted, Raffinerie Heide, Stadtwerke Heide, thyssenkrupp Industrial Solutions und Thüga – gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Region Heide und der Fachhochschule Westküste gebildet. Diese will aus Offshore-Windenergie grünen Wasserstoff produzieren und die dabei entstehende Abwärme nutzen. Im Anschluss soll der Wasserstoff sowohl für die Produktion klimafreundlicher Treibstoffe für Flugzeuge genutzt als auch in Gasnetze eingespeist werden.
Innerhalb des fünfjährigen Projektzeitraums soll zunächst eine Elektrolyseanlage mit einer Leistung von 30 Megawatt installiert werden. Sie liefert Erkenntnisse zu Betrieb, Wartung, Steuerung und Netzdienlichkeit der Anlagen, um diese in einen nächsten Skalierungs-Schritt zu überführen. Das könnte beispielsweise eine Elektrolyse-Anlage in der Größenordnung von 700 MW sein, für die der Strom durch einen Offshore-Windpark erzeugt wird.
Im Rahmen des Projekts wird thyssenkrupp für die Entwicklung und den Bau der 30-MW-Elektrolyseanlage verantwortlich sein. Darüber hinaus wird das Unternehmen gemeinsam mit den Projektpartnern eine Konzeptstudie zur Herstellung von Methanol aus CO2-Emissionen eines Zementwerks und Wasserstoff aus der Elektrolyse erarbeiten. Grundlage hierfür ist ein von thyssenkrupp entwickeltes Verfahren zur Methanol-Herstellung, das allein CO2 als Kohlenstoffträger benötigt.Um CO2 aus dem Zementproduktionsprozess hierfür nutzbar zu machen, steuert thyssenkrupp neben seiner Wasserelektrolysetechnologie auch den Oxyfuel-Prozess für einen effizienteren Brennvorgang bei, bei dem hoch konzentriertes CO2 entsteht.
CF Industries vertraut auch bei der Elektrolyse auf die Technologie von thyssenKrupp und erteilt Auftrag für 20 MW Eelktrolyseanlage plus

thyssenkrupp hat mit CF Industries einen Engineering- und Liefervertrag über eine Wasserelektrolyseanlage zur Herstellung von grünem Ammoniak im Produktionskomplex Donaldsonville in Louisiana geschlossen. Im Rahmen dieses Vertrags wird thyssenkrupp eine 20 MW-Anlage auf Basis der alkalischen Wasserelektrolysetechnologie entwickeln sowie alle notwendigen Versorgungseinrichtungen liefern.

Um den grünen Wasserstoff zu produzieren wird erneuerbare Energie aus dem vorhandenen Stromnetz genutzt. Der Wasserstoff wird in den bestehenden Ammoniakanlagen von CF Industries am Standort Donaldsonville in 20.000 Tonnen grünen Ammoniak pro Jahr umgewandelt. Grüner Ammoniak kann als hocheffizientes Speicher- und Transportmedium für erneuerbare Energie und auch direkt als klimaneutraler Kraftstoff, z.B. im Seeverkehr, eingesetzt werden. Die Engineering- und Beschaffungsaktivitäten haben begonnen, der Produktionsstart ist für 2023 geplant.

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Mit sechs Ammoniak- und mehreren Düngemittelanlagen ist der Standort von CF Industries in Donaldsonville der größte Ammoniak-Produktionskomplex weltweit. Und die größte Ammoniakanlage an diesem Standort wurde ebenfalls von thyssenkrupp geliefert und basiert auf dem bewährten uhde®-Ammoniakverfahren. „Nach der kürzlichen Lieferung von zwei World-Scale-Ammoniak- und Düngemittelanlagen an CF Industries fühlen wir uns geehrt, dass unser langjähriger Kunde uns nun beauftragt hat, mit unserer Technologie zur Dekarbonisierung seiner Produktion beizutragen“, sagt Dennis Lippmann, President Chemical & Process Technologies, thyssenkrupp Industrial Solutions USA.

Dr. Christoph Noeres, Head of Green Hydrogen bei thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers, fügt hinzu:

„Dieser zweite Wasserelektrolyse-Erfolg in kurzer Zeit nach der Ankündigung eines Projekts in Kanada zeigt die führende Rolle, die die Region bei der Umsetzung der grünen Wasserstoffwirtschaft spielen wird. Mit unserer gut etablierten lokalen Aufstellung sind wir bestens auf den amerikanischen Markt vorbereitet, was auch für die Bereitstellung individueller Servicelösungen über den gesamten Lebenszyklus der Anlage von großer Bedeutung ist.“

Oder wie der „Kunde“ Tony Will, President und CEO von  CF Industries Holdings Inc sich äussert:“Today we launch a new era for CF Industries as we sign a definitive agreement to develop the first commercial-scale green ammonia project in North America. This project highlights the competitive advantage our world class ammonia production network offers to industries sourcing carbon-free energy and reinforces our commitment to make significant progress in reducing our carbon footprint by 2030.“

Hafen Rotterdam und ThyssenKrupp suchen Wasserstoffwege gemeinsam

Die deutschen Stahlunternehmen thyssenkrupp Steel und HKM und der Hafen Rotterdam prüfen gemeinsam den Aufbau von internationalen Lieferketten für Wasserstoff. Im Zuge ihrer Transformationspfade zur klimaneutralen Stahlherstellung werden thyssenkrupp Steel und HKM große und steigende Mengen an Wasserstoff benötigen, um Stahl ohne Kohle herzustellen. Beide Unternehmen importieren seit Jahrzehnten Kohle, Eisenerz und weitere Rohstoffe über ein eigenes Terminal in Rotterdam und transportieren sie per Binnenschiff und Bahn zu ihren Hochöfen in Duisburg.

Die Partner wollen gemeinsam die Möglichkeiten des Wasserstoffimports über Rotterdam sowie einen möglichen Pipelinekorridor zwischen Rotterdam und den Standorten von thyssenkrupp Steel und HKM in Duisburg prüfen. Die Zusammenarbeit könnte der Rahmen für weitere Initiativen sein und soll bestehende Initiativen und Projekte, an denen die Partner beteiligt sind, unterstützen.

Dazu „Grüner Wasserstoff“ für Stahlproduktion in Kooperation mit RWE – 100 MW Elektrolyseurleistung für 70% des Bedarfs eines Hochofens

Im Juni letzten Jahres vereinbarte die thyssenkrupp Steel Europe mit RWE, gemeinsam auf eine längerfristige Wasserstoffpartnerschaft hinzuarbeiten. Nach Möglichkeit soll bis Mitte des Jahrzehnts der erste Wasserstoff in Richtung des Duisburger Stahlwerks strömen. Hierfür soll Wasserstoff aus dem Emsland – Kraftwerksstandort der RWE,in Lingen-  für die Duisburger Stahlproduktion zur Verfügung gestellt werden.

Die Unternehmen sind sich einig, dass für den Betrieb der Elektrolyseure ausschließlich Strom aus Erneuerbaren Energien verwendet werden soll. An ihrem Kraftwerkstandort in Lingen plant RWE bereits den Bau von Elektrolysekapazitäten, mit denen grüner Wasserstoff für die Roheisenerzeugung von Deutschlands größtem Stahlhersteller bereitgestellt werden könnte. Und bereits ein 100-MW-Elektrolyseur könnte pro Stunde 1,7 Tonnen gasförmigen Wasserstoffs erzeugen. Das entspricht in etwa 70 Prozent des Bedarfs des beim Duisburger Stahlersteller für den Einsatz von Wasserstoff vorgesehenen Hochofens. Damit stünden rechnerisch rund 50.000 Tonnen klimaneutraler Stahl zu Verfügung. Bis 2022 soll die Umstellung des Aggregats umgesetzt werden – als erste wichtige Etappe eines grundlegenden Transformationsprozesses, an dessen Ende die gesamte Stahlproduktion klimaneutral sein soll.

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Roger Miesen, Vorstandsvorsitzender RWE Generation, betonte letztes Jahr: „Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für die Treibhausgasminderung in Deutschland. Die Nationale Wasserstoffstrategie und die Finanzmittel in Höhe von 9 Mrd. €, die bereitgestellt werden sollen, geben dieser Zukunftstechnologie den notwendigen Anschub. Damit eine Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland wirklich Fahrt aufnehmen kann, braucht es jetzt eine schnelle Umsetzung. Denn Investitionsentscheidungen in grüne Wasserstoffprojekte brauchen Planungssicherheit.“

Und Bernhard Osburg, Sprecher des Vorstands thyssenkrupp Steel erläuterte: „Die geplante Kooperation mit RWE ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zur Klimaneutralität. Die angestrebte Liefermenge würde bereits zu großen Teilen zur Versorgung eines Hochofens mit grünem Wasserstoff ausreichen und die Produktion klimaneutralen Stahls für rund 50.000 Autos pro Jahr ermöglichen. Wir zeigen damit: Klimaneutralität im Stahl ist möglich und wir drücken bei der Umstellung unserer Produktion aufs Tempo. Wasserstoff kann nirgends mit einem vergleichbaren Klimaschutzeffekt eingesetzt werden wie im Stahl. Daher begrüßen wir ausdrücklich die Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie.“

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Spannende Möglichkeiten bei thyssenKrupp abseits der bekannten Wege. Und so könnte Wasserstofftechnik möglicherweise auf Sicht einiegr Jahre die ehemalige Cashcow Elevators ersetzen. Und auch eine Zukunft für die Stahlsparte wäre durch „grüne Stahlproduktion“ denkbar. Vielleicht kann der alte „Stahlriese“ überraschen und mit einer geschärften Strategie das Image des Ruhrgebietdinosauriers ablegen.

Zuschlag bei H2-Förderung für 3 Forschunsgprojekte – Uhde will Kapazität bis zu 5 GW ausbauen

Im Oktober konnte sich ThyssenKrupp freuen: Mit den Wasserstoff-Leitprojekten, seiner bisher größten Forschungsinitiative zum Thema Energiewende, unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Deutschlands Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft. thyssenkrupp ist an allen drei Wasserstoff-Leitprojekten beteiligt und testet die industrielle Produktion, Nutzung und Systemintegration von grünem Wasserstoff.

Dabei geht es um die serienmäßige Herstellung großskaliger Wasser-Elektrolyseure (H2Giga), die Erzeugung von synthetischen Kraftstoffen, grünem Ammoniak, grünem Methanol und synthetischem Methan auf See (H2Mare) sowie Transport- und Umwandlungstechnologien von Wasserstoff, wie das Ammoniak-Cracking (TransHyDE). Mit diesen Leitprojekten werden die Expertise für Wasserstofftechnologien in Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft deutschlandweit gebündelt und damit die Initialzündung für Entwicklung, Konzeption und Umsetzung von Wasserstofflösungen im industriellen Maßstab gegeben.

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„Mit dem umfassenden Technologieportfolio für sowohl komplett grüne Wertschöpfungsketten als auch das Recycling von Emissionen in Kreislaufführung kann thyssenkrupp die gesamte Wertschöpfungskette für grüne Chemikalien abbilden,“ so Martina Merz, Vorstandsvorsitzende der thyssenkrupp AG. „Diese Stärke unseres innovationsgetriebenen Traditionsunternehmens mit der wissenschaftlichen Forschung in den Wasserstoff-Leitprojekten zusammenzubringen, ist das Erfolgsrezept für die Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie und um die deutsche Technologieführerschaft international konkurrenzfähig zu halten.“

Hochskalierung der Wasserelektrolyse auf eine automatisierte Gigawatt-Serienfertigung

Fast 8,5 Mio. Euro Fördergelder werden thyssenkrupp zur Erforschung und Entwicklung einer Großserienfertigung der alkalischen Wasserelektrolyse (AWE) vom BMBF bereitgestellt. Ziel ist es einerseits Skalierungseffekte zu nutzen und damit die Herstellungskosten senken zu können. Andererseits erlaubt eine Erweiterung der bisherigen Lieferkette von 1 Gigawatt (GW) Elektrolysezellen die Umsetzung größerer Projektvolumina, sodass jährlich mehrere Gigawatt-Projekte gleichzeitig realisiert werden können.

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Martina Merz betont die Notwendigkeit dieser Forschungsinitiative: „Wir sehen in den letzten Monaten eine deutliche Verschiebung in den Projektgrößen in Richtung mehrerer hundert Megawatt bis Gigawatt, sodass eine großvolumige und automatisierte Serienfertigung bereits heute der Marktnachfrage entspricht. Für diese Größenordnungen ist ein einfaches Upscaling nicht machbar, sondern es müssen disruptive Ansätze angewendet werden, die im Rahmen dieses Projektes entwickelt und in einzelnen Schritten getestet und optimiert werden.“ Durch den Einsatz von Robotik und Automatisierung sollen sowohl die Fertigung, als auch die Montage optimiert. werden – der Weg, den Nel in heroya bereist beschritten hat.

Im H2Giga-Innovationspool mit Institutionen, Hochschulen und kleinen spezialisierten Unternehmen der wissenschaftlich-technischen Kompetenz zum Thema Serienfertigung werden breiter aufgestellte Forschungs- und Entwicklungsthemen untersucht, die auch die eigene Entwicklung von thyssenkrupp vorantreiben soll.

Offshore-Ammoniak für Direktverschiffung

Als Spezialist für den chemischen Anlagenbau kann thyssenkrupp auf Basis seiner Wasserelektrolyse-Technologie verschiedene integrierte grüne Wertschöpfungsketten anbieten. Dazu gehören zum Beispiel Verfahren zur Herstellung von nachhaltigem Ammoniak, Methanol und synthetischem Erdgas (SNG). Zudem kann das Unternehmen seine umfangreichen Kenntnisse der Prozessoptimierung, des Technologie-Scale-ups, der Modularisierung sowie der Erfahrung aus über 2500 Projekten einbringen. Die ganzheitliche Betrachtung der ausgewählten Anlagen- und Verfahrenskonzepte umfasst alle relevanten Forschungsfragen von Materialbewertungen über Betriebsmodi bis hin zu Sicherheits- und Umweltkonzepten.

Da Offshore-Windenergieanlagen deutlich mehr und regelmäßiger Strom als ihre Pendants an Land liefern, birgt die direkte Erzeugung von Wasserstoff und weiterer Power-to-X-Produkte ein großes Potenzial, da das neben Wasser benötigte CO2 und Stickstoff direkt vor Ort aus der Luft gewonnen werden kann. Besonders die Erzeugung von grünem Ammoniak kann hier entscheidend sein, denn aufgrund der hohen Energiedichte und einfacheren Speichertechnik ist Ammoniak in einigen Anwendungen die günstigere Variante gegenüber Wasserstoff, beispielsweise als Kraftstoff für Schiffe.

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Forschung zu Wasserstoff-Transportlösungen

Auch im dritten Leitprojekt TransHyDE ist thyssenkrupp beteiligt und betrachtet als assoziierter Partner das Potential des Ammoniak-Cracking-Verfahrens. Gerade auf lange Distanzen ist der Transport von Ammoniak als Wasserstoffträger rentabler. Nach dem Transport von grünem Ammoniak und der Rückumwandlung von flüssigem Ammoniak in seine Bestandteile Wasserstoff und Stickstoff an Orten, an denen Wasserstoff benötigt wird, kann der so erzeugte Wasserstoff einer direkten Nutzung zugeführt werden. Als mögliche Anwendungen gelten z.B. der Einsatz in Stahlwerken, als grüner Feed für Chemieanlagen oder in Brennstoffzelle, um in elektrische Energie umgesetzt zu werden. Mit der umfangreichen Expertise von Uhde im Bereich der Ammoniaksynthese zeigt die Erforschung der Bindung von Wasserstoff in Ammoniak für den Transport und die anschließende Wieder-Auslösung den Innovationsgeist und die Zukunftsfähigkeit der etablierten Portfolioelemente.

Aktuell (18.11.2021 / 12:02 Uhr) notieren die Aktien der ThyssenKrupp AG im Frankfurter-Handel mit Plus 5,60  % (0,57 EUR) bei 10,66 EUR.


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H2: Everfuel im Q3. Zahlen bleiben ohne Aussagekraft. Einzige Frage. Traut man dem Unternehmen die Umsetzung der ambitionierten Pläne zu . Oder nicht?

Mutares:nach den überzeugenden Zahlen. heute mit Übernahme Nummer 12. Die 100 Mio EUR geben offensichtlich „den Turbo“.

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