PNE Aktie – könnte spannend werden. Morgan Stanley scheitert teilweise auf HV, aber im AR Macht gewonnen. Und weiter?

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PNE Aktie Nachhaltigkeitswert.

PNE Aktie vom Aufbau eines Windanlagenportfolios hin zu einem „Clean Energy Solutions Provider“. Eine interessante Erweiterung eines „Zukunftsunternehmens“, dass sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben hat. Mit einemknapp  40% Aktionär „Morgan Stanley Fond’s“ und auf der anderen Seite:

Enkraft mit 4% und als zweitgrösster Aktionär mit 12% die AOC (Active Ownership Capital ). Und diese Woche auf der Hauptversammlung gab es „Leben“. Die FAZ titelte am 04.05.2022: „PNE Aktionäre im Machtkampf“ oder bei Euro am Sonntag bemerkte Jörg Lang, „Die Aktionäre von PNE sollten auf der Hut sein. Gerade hat das Unternehmen auf der Internetseite die Einladung für die Hauptversammlung am 18. Mai veröffentlicht.“ –

PNE-Gruppe (ISIN: DE000A0JBPG2) – seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine hat die Windenergie-Branche die negative Kursentwicklung seit November letzten Jahres mehr als „aufgeholt“. Und wie bereits erwartet haben die sehr guten Wetterverhältnisse – Januar/Februar extrem windreich, März mit hoher Sonneneinstrahlung zu einer kräftigen Stromproduktionssteigerung geführt, dazu dann das hohe Presiniveau an der Strombörse im ersten Quartal. Am 15.04.2022 wagten wir einen entsprechenden Ausblick: „47,9 % Erneuerbare im Q1. Viel Wind und Sonne machten es möglich. Heisst für Encavis, PNE, Energiekontor, BayWa oder ABO Wind was?“ (nwm, 15.04.2022). Und PNE – vor kurzem die „magische“ 250 MW Eigenbestand genommen – bestätigte diese Erwartungen. Am 13.05.2022 erreichte PNE mit einem Kurs von 12,98 EUR ein neues 10-Jahres-Hoch. Und rekordmässig ging es weiter, heute handelt die Aktie aktuell bei 13,06 EUR.

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Hauptversammlung mit Showdown zwischen den drei grössten Aktionären – ein Unentschieden mit Vorteilen für Morgan Stanley

Durchsetzen konnte sich Morgan Stanley mit drei Vorschlägen zur Tagesordnung: Erweiterung des Aufsichtsrats um ein Mitglied – und zur Wahl wurde ein Morgan Stanley Manager gestellt – der auch „durchkam“. So erhöht sich die Zahl der von Morgan Stanley entsandten und nominierten Aufsichtsräte auf 3 von nunmehr insgesamt 7 Aufsichtsräten. Und auch mit der Abwahl des von AOC entsandten und nominierten Aufsichtsrats Florian Schuhbauer setzte sich Morgan Stanley durch: Man hatte eine unabhängige Kandidatin nominiert, die auch gewählt worden  ist. ABER BEI DEN MÖGLICHERWEISE für eine Kontrollübernahme hilfreichen Anträgen folgten die Aktionäre mehrheitlich nicht dem morgan Stanley Vorschlägen:

ABGELEHNT wurde die Schaffung eines genehmigten Kapital von 38,25 Mio EUR, wovon bis zu 15,3 Mio EUR unter Ausschluss des Bezugsrechts für beispielsweise Sacheinlagen hätten verwendet werden können. Wäre eine sehr gute Chance für Morgan Stanley gewesen über die Gremien der PNE ein „zusammengestelltes Windanlagenportfolio“ als Sacheinlage einzubringen und dadurch – ohne Bezugsrechte – seinen Anteil auf gut 49 % zu erhöhen. Den rest hätte man dann wohl übe rdie Börse einsammeln können.

ABGELEHNT wurde eien Ermächtigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und / oder Optionsrechten – auch hier wurde ein „einfacher Weg für Morgan Stanley vseinen Anteil signifikant am Unternehmen zu steigern „abgeschmettert“ – oder schöne rformuliert: von der Hauptversammlung abgelehnt.

Enkraft spricht von einem attraktiven Übernahmeziel PNE und sieht durchaus Übernhamepreise von 20,00 EUR als möglich und machbar  – wenn nicht Morgan Stanley zuvor für „kleines Geld“ sich die Kontrolle an PNE sichern könnte. Seit der Übernahmeofferte PNE’s in 2019 hat sich der Aktienkurs verdreifacht. Also haben diejenigen, die seinerzeit das Angebot der Morgan stanley Fonds nicht annahmen vieles richtig gesehen. UND ES BLEIBT SPANNEND!
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Eigenbestand macht wirtschaftlich Sinn – operativ bestätigt. PNE Aktie als Bestandshalter und Service Provider. Das Beste aus beiden Welten?

Die im Q1 erzielten Umsatzerlöse in Höhe von 29,5 Mio EUR (Vorjahr: 16,1 Mio) sprechen da eine klare Sprache, dazu eine Gesamtleistung von 37,9 Mio EUR(Vorjahr: 49,4 Mio), EBITDA von 15,8 Mio EUR  (Vorjahr: 6,3 Mio) und ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von 0,13 EUR(Vorjahr: 0,01 EUR) auf.

„Wir haben das beste Q1-EBITDA-Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt und unsere bereits gut gefüllte Projektpipeline auf 7,2 GW/GWp weiter vergrößert. Gleichzeitig sorgen wir durch den Ausbau des Eigenbestands und des Service-Geschäfts für die Verstetigung unserer Erträge auf hohem Niveau“, sagte Markus Lesser, Vorstandsvorsitzender der PNE AG. „Ergebnistreiber war das Segment „Stromerzeugung“, in dem sich die Gesamtleistung aufgrund unserer größeren installierten Basis in Verbindung mit dem verbesserten Windangebot und den hohen Strompreisen erheblich erhöht hat. Außerdem haben wir durch unsere eigene Stromerzeugung im ersten Quartal rund 110.000 Tonnen CO2 eingespart und damit einen Beitrag zu Klimaschutz und Energiesicherheit geleistet“, so Lesser weiter.

Pipeline signifikant vergrössert – macht die nächsten Jahre spannend

Die Pipeline für Wind- und Photovoltaikprojekte stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 939 MW/MWp auf 7,2 GW/GWp. Davon entfallen 5.778 MW auf Onshore-Windenergieprojekte und 1.423 MWp auf Photovoltaikprojekte. Allein in Deutschland hatte die PNE-Gruppe Windparks mit einer Nennleistung von rund 1.957 MW (Q1 2021: 1.817 MW) in Bearbeitung. Davon waren acht Windparks mit einer Nennleistung von 135,1 MW in Bau, darunter ein Dienstleistungsprojekt. Der Bau von Windparks im Kundenauftrag in Schweden, Polen und Frankreich wurde fortgesetzt und die Entwicklung weiterer Projekte national und international vorangetrieben.

Goldene Zeiten voraus? Prognose bestätigt.

Markus Lesser, Vorstandsvorsitzender der PNE AG fasst zusammen: „PNE ist auf Kurs und für die weitere Entwicklung hervorragend aufgestellt. Entsprechend den Ergebnissen im ersten Quartal 2022 bestätigen wir unser Ziel für das Gesamtjahr: Wir rechnen für unsere Guidance des Geschäftsjahres 2022 mit einem EBITDA im Konzern in Höhe von 20 bis 30 Mio. Euro.“

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AKTIE könnte sich für die Standhaften durchaus lohnen!

PNE ist eine der Aktien, die durchaus ein Kandidat ala VTG oder Rocket Internet  oder RIB Software sein könnte oder werden könnte: Hedgefonds/Unternehmen übernimmt Mehrheit – wie bei Schaltbau und Aves One -, gibt Kapital, baut Beteiligung aus, führt Delisting bei entsprechender Mehrheit durch mit entsprechendem „freiwilligen Übernahmeangebot“ und schliesslich, nach Erreichen der 95% Squeeze Out Grenze werden die „übriggebliebenen Aktionäre“ ausgezahlt. So haben es einige schon erwartet, als Infrastrukturfonds von Morgan Stanley die Mehrheit an der „alten“ PNE Wind AG“ erwarben. Die Begeisterung für eine solche Komplettübernahme scheint mittlerweile bei „den Morgan Stanley Leuten“ abgekühlt.

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Wahrscheinlich war der erste Anlauf zu enttäuschend verlaufen und eine Aufstockung der Beteiligung scheint/schien zu teuer. Aber derzeit suchen viele Vermögensverwalter, Versicherungen oder Fonds nachhaltige Anlagen mit „solidem Geschäftsmodell“ und berechenbaren Einkünften, wie aus dem geplanten Windparkportfolio der PNE. Und bei einer Übernahme des Morgan Stanley Pakets durch einen neuen Player wäre wohl wahrscheinlich ein Pflichtübernahmeangebot „fällig“. Wahrscheinlich zu einem kräftigen Aufschlag zum ursprünglichen Angebot Morgan Stanleys. Zumindest falls die Konzepte des „neuen Aktionärs“ eine Komplettübernahme vorsehen.

PNE läuft rund und der Bestandsaufbau geht weiter

Nachdem das Übernahmethema erledigt ist, können oder sollten zukünftig die Vorteile des neuen Ankeraktionärs genutzt werden. Und das eigene Portfolio soll bis 2023 auf bis zu 500 MW anwachsen. Und der Weg stimmt:

Die PNE-Gruppe hatte im Geschäftsjahr 2021 Windpark- und Photovoltaikprojekte mit rund 1.076,1 MW/MWp (im Vorjahr nur Windenergie: 461,2 MW) fertiggestellt, verkauft oder mit deren Bau begonnen. Damit wurde dieser Wert gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Laut Geschäftsbericht 2021 des Konzerns verbuchte man eine Gesamtleistung von 252,0 Mio EUR (im Vorjahr: 151,7 ), aus. Das EBITDA betrug 32,7 Mio EUR (im Vorjahr: 26,3 Mio EUR), das EBIT 9,3 Mio EUR (im Vorjahr: 8,2 Mio EUR) – hier ist Gewinnverzicht für Portfolioaufbau in Betracht zu ziehen. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,33 EUR (im Vorjahr: 0,02 EUR EPS). Damit wurde die Guidance für das Konzern-EBITDA in Höhe von 24 bis 32 Mio. Euro leicht übertroffen.

Und auch Photovoltaik…

Insgesamt bearbeiteten die Unternehmen der PNE-Gruppe Ende 2021 Windparkprojekte an Land mit 5.706 MW (im Vorjahr: 5.405 MW) zu errichtender Nennleistung. Damit wurde die Projektpipeline, also der Bestand von Projekten in der Entwicklung, weiter ausgebaut. Bemerkenswert ist auch die hohe Zahl an Projekten mit rund 751 MW (im Vorjahr: 642 MW) geplanter Nennleistung, die sich derzeit in Deutschland und Frankreich in der Genehmigungsphase befinden. Bei der Photovoltaik konnte die Pipeline in 2021 mehr als verdoppelt werden: von Projekten mit einer geplanten Leistung von 548 MWp Ende 2020 auf 1.210 MWp zum Ende des Jahres 2021.

Die vielleicht noch länger börsennotierte PNE

„Die international tätige PNE-Gruppe mit den Marken PNE und WKN ist einer der erfahrensten Projektierer von Windparks an Land und auf See. Auf dieser erfolgreichen Basis entwickelt sie sich weiter zu einem „Clean Energy Solutions Provider“, einem Anbieter von Lösungen für saubere Energie. Von der ersten Standorterkundung und der Durchführung der Genehmigungsverfahren, über die Finanzierung und die schlüsselfertige Errichtung bis zum Betrieb und dem Repowering umfasst das Leistungsspektrum alle Phasen der Projektierung und des Betriebs von Windparks. Neben der Windenergie sind Photovoltaik, Speicherung, Dienstleistungen und die Lieferung sauberen Stroms Teil unseres Angebotes. Wir beschäftigen uns dabei auch mit der Entwicklung von Power-to-Gas-Lösungen.“

Hauptaktionär der PNE Aktie – Morgan Stanley Infrastructure Partners

MSIP, gegründet in 2006, ist eine führende globale Plattform für Infrastrukturinvestitionen, die Kapitalzusagen über etwa USD 8 Mrd investiert hat. Dabei verfolgt MSIP die Zielsetzung eines diversifizierten Portfolios von Infrastrukturanlagen. Und das vorwiegend in OECD-Ländern. Als Infrastrukturinvestor sucht MSIP nach Vermögenswerten mit langer Nutzungsdauer, die grundlegende Dienstleistungen für die Gesellschaft erbringen und gleichzeitig stabile und planbare Cashflows erzeugen, die an die Inflation gekoppelt sind. Dabei sind die Schwerpunktsektoren von MSIP insbesondere Stromerzeugung und Versorger, Erdgas, Transport und digitale Infrastruktur.

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Und diesem Hauptaktionär wurden seit Monaten „Abgabegedankenspiele“ unterstellt. Natürlich alles nur Gerüchte und durch keine offiziellen Aussagen bestätigt. Hauptsache der Kurs läuft, würden investierte Anleger sagen – und das tut er derzeit. Oder eben Aufstockungswünsche auf Seiten der Morgan Fonds – egal welche Richtung. Mit einer starken Enkraft auf der Gegenseite. Und auch AOC wird nicht kampflos zusehen, wenn „zu niedrige Preise“ für die PNE aufgerufen werden sollten. Aktionäre können sich eigentlich entspannt zurücklehnen und die weitere Entwicklung abwarten – die Kurse nach unten scheinen abgesichert. Und derzeit sind Windenergieanlagen Portfolios oder Pipelines begehrt bei vielen finanzstraken Eenrgieversorgern wie RWE oder Orstedt, um nur zwei zu nennen!
pne aktie chartbild.
Chart: PNE AG | Powered by GOYAX.de

 

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