H2-Update: Ballard Power reisst Plug Power mit in den Abgrund. Verluste ufern aus. Umsätze allein reichen nicht.

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Ballard Power Aktie schliesst gestern Abend an der NASDAQ mit Minus 9,37% auf exakt 3,00 USD. Und Plug Power’s Aktie ergeht es mit letztendlich Minus 8,96% auf 3,63 USD nicht wesentlich besser. Und weshalb dieser Rückschlag für die beiden Wasserstoffs? Die Befürchtung, dass die Pureplayer niemals die Gewinnzone erreichen könnten,
erhielt neue Nahrung. Nachdem bereits bei Plug Power die weit über den Erwartungen oder soll man besser sagen Befürchtungen liegenden Verluste in 2023 eine gewisse Ernüchterung verursacht hatten, musste Ballard gestern mit seinen vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2023 ebenfalls weit über den Erwartungen liegende Verluste einräumen. Hierbei zählt es auch nicht, dass bei Plug Power zuletzt zumindest langfristig ertragversprechende Abschlüsse mit Kunden für FC-Logistikzentren (Gabelstapler insbesondere plus notwendige H2-Infrastruktur) gemeldet werden konnten, und auch Ballard einige Neuaufträge gewinnen konnte (beispielsweise 15 MW Brennstoffzellen nach Grossbritannien und Folgeaufträge der alten Kunden Solaris und der Canadian Pacific Kansas City Railways).

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“Our transition to a commercial products company is gaining momentum, with growing market acceptance of our fuel cell engines across our verticals,” Randy MacEwen, CEO Ballard Power.

Wir haben in diesem Quartal eine Rekordzahl von Brennstoffzellenmotoren ausgeliefert, so dass wir das Jahr mit einem Umsatz von 46,8 Mio USD im vierten Quartal abschließen konnten, was einer Steigerung von 132 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Außerdem konnten wir im 4. Quartal neue Aufträge im Wert von 64,7 Mio. USD verbuchen, was zu einem produktbezogenen Auftragsbestand führt, der nun 15 % höher ist als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.“ Und hiermit lag Ballard Power deutlcih über den Markterwartungen, die von rund 35 Mio USD Quartalsumsatz ausgingen. So weit, so gut. Dann ging es weiter – die Profitabilität:

Im Q4 wäre man FAST Break-Even gewesen – zumindest ohne Rückstellungen für Vorräte. Ballard Power findet neue Definition für den Break-Even.

Besser wäre es den klassischne Begriff einfach zu erfüllen. „Unterstützt durch die Umsatzsteigerung im Quartal konnten wir die Bruttomargen um acht Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbessern„, so MacEwen weiter. „Vor allem ohne die nicht zahlungswirksamen Rückstellungen für Vorräte erreichte die bereinigte Bruttomarge fast die Gewinnschwelle, was den anhaltenden Erfolg unserer Initiativen zur Senkung der Produktkosten und die Auswirkungen des operativen Leverage zeigt.“

Ohne die aufgegebenen Geschäftsbereiche lag der Umsatz im Jahr 2023 bei 102,4 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 25 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, während die Gesamtleistung in Megawatt (MW) und die Anzahl der ausgelieferten Module um 17 % bzw. 37 % auf 74 MW und 540 Module stiegen. Wir haben den Anteil des Umsatzes im Jahr 2023 und des Auftragsbestands zum Jahresende im Bereich Power Products auf 72 % bzw. 84 % erhöht„, erklärte MacEwen. „Wir haben unsere Diversifizierung über unsere Branchen, geografischen Regionen und Kundenbasis hinweg verbessert. (…) Wir haben unser Projekt für die nächste Generation von Bipolarplatten gestartet, um die Produktkosten weiter zu senken und die Produktion zu skalieren, und wir haben die Reife unserer Technologie mit herausragender Zuverlässigkeit im Feldversuch bewiesen.“

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Kassen sind voll – Liquiditätssorgen braucht Ballard Power sich keine zu machen – dem Kapitlamarkt in der ersten Reaktion egal.

„Wir konzentrieren uns weiterhin auf ein gezieltes und diszipliniertes Cash-Management und eine starke Bilanz. Die Cash-Betriebskosten blieben im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich, während die Gesamtbetriebskosten und Investitionsausgaben für das Gesamtjahr mit unseren Prognosen für 2023 übereinstimmten. Der gesamte Barmittelverbrauch im Jahr 2023 ging im Vergleich zu 2022 um fast 48 Mio USD zurück. Wir beendeten das Jahr mit Barmitteln und Barmitteläquivalenten in Höhe von 751 Mio USD„, fügte MacEwen hinzu und wiess so auf die Bedeutung der nicht-cash-wirksamen Rückstellungen für das Bilanzergbenis hin. Und diese Rückstellungne leissen das EPS-Ziel der Analysten klar verfehlen: Statt erwarteten 0,13 USD Verlust je aktie standen 0,16 USD zu Buche. Deutliche Zielverfehlung.

Q4 at it glance –
Ballard Revenue, Margin, EBITDA and Reserves Graph
Grafik Ballard Power 11/03/24

 

Dazu der Auftragsbestand, der für die Prognose, welche wie immer bei Ballard Power wenig konkret ist, einen Hinweis geben kann:

Order Backlog ($M) Order Backlog
at End-Q3 2023
Orders Received
in Q4 2023
Orders Delivered
in Q4 2023
Order Backlog
at End-Q4 2023
Total Fuel Cell
Products & Services
 $134.6  $64.7  $47.1  $130.5

Prognose 2024 – Ballard legt sich wie immer nicht fest.

Consistent with our past practice, and in view of the early stage of hydrogen fuel cell market development, specific revenue or net income (loss) guidance for 2024 is not provided. We expect revenue in 2024 will be back-half weighted, with roughly 30% in the first half and 70% in the second half, similar to 2023. Total Operating Expense3 and Capital Expenditure4 guidance ranges for 2024 are as follows:

2023 Guidance
Total Operating Expense3 $145 – $165 million
Capital Expenditure4 $50 – $70 million“
Und was bedeutet das heutige Zahlenwerk von Ballard Power für die weitere Kursentwicklung der H2-Pureplayer an den Börsen, insbesondere für die beiden Brennstoffzellen-Hersteller Ballard Power und Plug Power, die neben den Brennstoffzellen eine Vielzahl von anderen Strategien verfolgt (H2-Transporter in Kooperation mit Renault, Elektrolyseurproduktion in USA und in Südkorea gemeinsam mit SK Group, Wasserstoffproduzent in USA teilweise mit Fortescue, in Spanien mit Acciona oder in Belgien auf eigene Rechnung, …)? Auf Dauer werden Aufträge, Realisierung von Skaleneffekten, Produktivitätssteigerung bei der Herstellung der FC’s und Elektrolyseure und damit das Erreichen der schwarzen Null über Wohl und Wehe entscheiden.
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Ob jemals wieder die Kursniveaus aus der Wasserstoffhypephase erreicht werden können? Wäre schon überraschend. Und kräftige Kurserholungen auf dem derzeit niedrigen Niveau? Schon eher, insbesondere wenn bei den extrem hohen Leerverkaufsquoten eine sich aufschaukelnde Kurssteigerung zu einem Squeeze-Out-Momentum entwickelnsollte. Aber beide Werte sind keine Selbstläufer und werden wohl noch bis 2025, 26 oder 27, wie es für Plug Power gemutmasst wird, rote Zahlen produzieren. Ballard Kassen sind dafür ausreichend gefüllt, Plug Power muss hier noch nachlegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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