Hypoport – 11% Umsatzsteigerung in 2024? In 2023 noch Minus 21%. Krise vorbei?

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Hypoport SE: Außerordentlich starkes erstes Halbjahr und schwaches Q3 bei schwieriger Marktlage

Hypoport SE verkündete zum Jahreswechsel Massnahmen zur Profitabilitätssteigerung, Fokussierung, Effizienzsteigerung und schnellere Reaktionszeiten auf Marktentwicklungen: Anzahl der Konzernsegmente von vier auf drei reduziert. So etwas zeigt, dass man in Phasen des unbekümmerten Wachstums teilweise nicht die Strukturen weiterentwickelt hat. Jetzt zwingt die mittlerweile 2 Jahre andauernde Zurückhaltung am privaten Immobilienmarkt. Das auf Skaleneffekte ausgelegte Finanzierungsgeschäft – jetzt unter „Financing Platforms” zusammengefasst – litt hierunter extrem. Inwieweit das Ausscheiden von Wettbewerbern und Umstellung vieler „Eigengewächse“ in der Finanzwelt auf die Standardlösungen der Hypoport zukünftig bei einer Normalisierung der Marktlage, die Gewinne aufgrund der erreichten Marktanteilsgewinnen steigen lässt, wird sich zeigen. Der Gewinnhebel scheint gross. Aber in 2024 wird es wohl noch nichts mit einer deutlichen Belebung des Immobilienmarktes – so lässt sich der Prognose entnehmen. Wobei 11% Umsatzplus als Zielsetzung in der derzeitigen Stimmungslage ein klares Fanal für eine Trendwende am Immobilienmarkt darstellen.

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2023 muss Hypoport ins Tal – Q4 und Sonderfaktoren retteten noch die schwarzen Zahlen. 2024 wieder aufwärts.

Eindeutig positive Tendenzen im Q4 haben sich im neuen Jahr fortgesetzt. Auch wenn die Signale vom Immobilienmarkt noch keine eindeutige Entwarnung geben, scheint die Talsohle durchschritten. Zumindest wenn man die Worte von Ronald Slabke, Vorstandsvorsitzender der Hypoport SE zur Marktentwicklung ernstnimmt: „Der für viele unserer großen Tochterunternehmen zentrale Markt der privaten Immobilienfinanzierung hat sich zum Jahreswechsel 2022/2023 stabilisiert, jedoch fehlte dem Markt gerade im zweiten und dritten Quartal 2023 noch die nötige Dynamik, um zügig aus dem tiefen Tal zu kommen. Unklare politische Vorgaben der energetischen Anforderungen und zu ambitionslose Förderprogramme bremsten die tatsächliche Umsetzung von Kaufaktivitäten bei Bestandsimmobilien.

Das im vierten Quartal sinkende langfristige Zinsniveau führte in Kombination mit gesunkenen Immobilienpreisen zu zunehmend positiverer Sicht viele Verbraucher und Experten auf den deutschen Wohnimmobilienmarkt. In der Folge lag das Transaktionsvolumen der Immobilienfinanzierung von Europace im vierten Quartal erstmals seit rund anderthalb Jahren wieder über dem Vorjahreszeitraum. Ein Trend, der sich in den ersten beiden Monaten 2024 fortsetzte.“

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Nach vorläufigen, noch untestierten, Zahlen

  • Umsatz GJ 2023: -21% auf 359,9 Mio EUR (GJ 2022: 455,5 Mio)
  • EBIT GJ 2023: ca. -45% auf ca. 13,3 Mio EUR (GJ 2022: 24,7 Mio)

Und aufgrund positiver latenter steuerlicher Einmaleffekte rechnet Hypoport für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt mit einem Konzernergebnis von ca. 20 Mio EUR (GJ 2022: 19 Mio). Hierbei zeigt das vierte Quartal eine deutliche Belebung des Geschäfts, ob dieses nur ein Strohfeuer oder mehr war, wird sich zeigen. Zumindest erwartet Hypoport in 2024 wieder steigende Umsätze, was eher für eine beginnende dauerhafte Erholung spräche. Aber hier wird auch die Konjunktur- und Zinsentwicklung ihren Anteil beitragen:

  • Umsatz Q4 2023: +5% auf 93 Mio EUR(Q4 2022: 88 Mio)
  • EBIT Q4 2023: ca. +16 Mio EUR(Q4 2022: -6 Mio)

Im EBIT des vierten Quartals 2023 sind neben der positiven Umsatzentwicklung saldierte Sondereffekte von ca. +12 Mio EUR, im Wesentlichen für Erträge aus der Auflösung einer variablen Kaufpreisverbindlichkeit und Aufwendungen für die Reorganisation des Immobilienbewertungsgeschäfts, enthalten.

Prognose 2024 scheint konservativ und lässt dem Hypoport Management wohl Luft bei weiterer Markterholung.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet der Hypoport-Vorstand – abhängig von der weiteren Normalisierung des privaten Immobilienfinanzierungsmarktes im Jahresverlauf – für die gesamte Hypoport-Gruppe mit einem prozentual zweistelligem Anstieg des Konzernumsatzes auf mindestens 400 Mio EUR und einem EBIT von 10 bis 20 Mio EUR. Zur Einordnung des Geschäftsjahres 2023 und Ausblick 2024 äußert sich Slabke wie folgt:

„Rückblickend könnte das Jahr 2023 durch sein schwieriges Marktumfeld mit der Verbesserung zum Jahresende ein klassisches Übergangsjahr gewesen sein. Wir haben durch unsere erfolgreiche Umsetzung der drei Maßnahmenblöcke und der neuen Segmentstruktur die Weichen für überproportionales Umsatz- und EBIT-Wachstum gestellt, wenn der wichtige Markt der privaten Immobilienfinanzierung in 2024 wieder anzieht. Wir erwarten daher für 2024 einen prozentual zweistelligen Anstieg des Konzernumsatzes auf mindestens 400 Mio. Euro und ein EBIT von 10 bis 20 Mio. Euro.“

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