Everfuel Aktie „Grounding“ dauert an, Tiefststand bei 1,12 EUR heute im Ticker. Erst ab KW 37 Neustart bei Nel Beteiligung – Anleger verlieren Geduld.

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Everfuel

Everfuel Aktie wurde als Wasserstoff-Zukunfts-Wert zuerst gehypt, dann nach einer gewissen Ernüchterung hat man eine relativ solide Kursbasis gefunden. Und es ist einiges passiert seit 2021. Damals sah sich Everfuel „in the initial stages of commercialising the green hydrogen value chain in its target markets„.

Jetzt führt die unendliche Geschichte um das Grounding der Trailerflotte zu neuen Tiefstständen für die Aktie – aktuell 1,12 EUR. Die gefühlt hundertste Terminverschiebung drückt auf die Stimmung. Da hilft auch der gestrige Besuch des dänischen Ministers für Industrie, Wirtschaft und Finanzen, Morten Bødskov, bei HySynergy. Es gab wieder wiele Visionen und konkrete Chancen für Everfuel wurden betont, aber erstmal geht es um ein „paar Ventile“.

Und während die Nel Beteiligung Everfuel AS (ISIN: DK0061414711) in 2022 viele Projekte anschob, erste Umsätze erzielte, konnte man dieses Jahr durch ein 200 Mio EUR Joint Venture mit kräftig gestärkter finanziellen Basis die Pläne und gestarteten Projekte noch schneller in die Umsetzungsphase bringen. Langsam sollte man so das „homöopathische Umsatz“-Stadium hinter sich lassen können. Auch wenn die Q1-Zahlen in 2023 noch keine Umsatzexplosion zeigten, so entwickelte sich bisher eigentlich alles, wie geplant: Geld für beschleunigte Expansion durch JV-Partner, erste Förderzusagen zu geplante Grossprojekte, Planungen und „Vorbereitung“ der Investitionsentscheidungen bei mehreren Projekten auf dem Weg.

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Everfuel Groundingdrama – in viel zu vielen Akten.

Dann startete eine schwarze Serie für Everfuel – zuerst Panne mit andauerndem Grounding der H2-Transporter-Flotte, jetzt noch Verzögerungen und Kostensteigerungen beim Hochlauf des 20 MW Elektrolyseurs in Frederica. Und dann meinte man das Grounding der H2-Transportfahrzeugflotte komme zum Ende. Am Freitag, dem 7. Juli wollte man bereits zwei H2-Tankstellen wiedereröffnen. Denn ohne Transport-Fahrzeuge musste Everfuel seine bereits geöffneten Wasserstofftankstellen wegen fehlendem H2 schliessen.

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Und das Drama setzte sich fort.

Am 19.07. wurde eine, die erste, Station wiedereröffnet. Die  Transportfahrzeuge sind immer noch „gegroundet“ – zwischendurch fand man neue Fehlerquellen bei den Fahrzeugen. Und zuerst hiess es dann am 26. Juli, dass ab KW 34 die ersten Trailer modifiziert wieder zum Einsatz kommen würden, am 12. August wieder Kommando zurück  – erste Trailer sollen jetzt ab KW 37 wieder einsatzfähig sein.

Heute absolutes Tief der Everfuel Aktie bei 1,12 EUR erreicht.

Nach zehntägiger Funkstille gab es am 17. Juli wieder Informationen über den aktuellen Stand: „The campaign to inspect all Everfuel hydrogen trailers was concluded in week 28. Following refilling of the first hydrogen trailers after repairs, Everfuel conducted routine inspections to ensure trailer integrity and found further hydrogen leakages on the same valve. The same issue is identified on multiple trailers, which force Everfuel to keep 8 hydrogen trailers grounded until root cause is identified and preventive measures are in place.

Everfuel operate 2 hydrogen trailers with different valves, which will resume operation in week 29 and support operation on the Heinenoord station. When root cause and preventive measures of the remaining 8 hydrogen trailers are identified, Everfuel will provide a further update.“ (Update 17. Juli, Everfuel)

Zusammengefasst: Neue Fehler gefunden, Grossteil der flotte bleibt gegroundet. Nur zwei – in der Bauart wohl in den wichtigen Komponenten unterschieden „vom Rest“ sollen diese Woche – KW29 wieder den Dienst aufnehmen. Und das bestätigt sich dann indirekt durch ein Update von gestern.

Everfuel hydrogen station in Heinenoord, Netherlands, is back in operation. When root cause and preventive measures of the remaining hydrogen trailers are identified, Everfuel will provide a further update on the restart of next hydrogen stations.“ (Update 19.Juli, Everfuel)

Zusammengefasst: In den Niederlanden konnte man eine Station eröffnen. Die beiden wichtigen Kopenhagener Stationen, deren Eröffnung zuvor Priorität zu haben schien, beliebn weiter geschlossen. Obwohl sie ja eigentlich als erste am 7 Juli wiedereröffnet werden sollten. Zur Erinnerung: In Kopenhagen plant man eine Taxi-Flotte von Toyota Mirai einzusetzen und u.a. deren Betankung an Everfuel-Stationen durchzuführen. Alles kein Ruhmesbaltt für die Dänen – und ihre Fähigkeit Ersatz für die ausgefallenen Transportkapazitäten zu schaffen. Ob das eine Empfehlung für die auch in Oslo angedachte Taxi-Mirai-Versorgung ist, wird sich zeigen…

Am 26. Juli hiess es dann grossspurig: „Rebuild campaign started“In close cooperation with our hydrogen trailer supplier and their valve supplier a plan for the rebuild campaign has been established. In week 34 the first rebuilded hydrogen trailers will resume operations starting with the Prags Blvd station in Copenhagen. The Heinenoord station has been operational since last week and will remain operational throughout the rebuild campaign. When rebuild campaign is completed all 12 Everfuel hydrogen trailers will be upgraded.“ (Update 26. Juli, Everfuel)

Wenigstens ein Zieldatum – dachte man.

Dann am 12. August wieder mal eine Terminverschiebung: „Following delays in the supply chain for hydrogen trailer valve upgrade parts, Everfuel hereby provide an update on the redeployment of trailers. In week 37 the first rebuilded hydrogen trailers will resume operations starting with the Prags Blvd station in Copenhagen and not in week 34 as previously stated in update of 26 July. The Heinenoord station will remain operational throughout the campaign. When rebuild campaign is completed all 12 Everfuel hydrogen trailers will be upgraded.“ (Update 12. August, Everfuel)

Langsam schwindet der Glaube – mal sehen… Die Aktionäre stimmen ab – heute Tiefstkurs für die Aktie bei 1,12 EUR erreicht… HIER MEHR ÜBER DIE VORGESCHICHTE DES GROUNDINGS UND WAS BEI HYSYNERGY SCHIEF LÄUFT – HIER.

Ministerbesuch am Mittwoch – zeigt was möglich wäre, wenn Everfuel nicht vorher an ein paar Ventilen scheitert.

Gestern besuchte der Minister für Industrie, Wirtschaft und Finanzen, Morten Bødskov, HySynergy, um über grüne Kraftstoffe und über die Exportchancen für grünen Wasserstoff informiert zu werden und natürlich auch zu sprechen. Erneuerbare On- und Offshore-Energie in Kombination mit Power-to-X und der Produktion umweltfreundlicher Kraftstoffe könnte zum nächsten großen Exportabenteuer werden und die Wohlfahrtsgesellschaft Dänemarks für kommende Generationen finanzieren so sahen es Vertreter von Everfuel und Crossbridge Energy, den Beteiligten beim HYSYNERGY-Projekt in Frederica..

Minister Morten Bødskov wurde vorgestellt, wie Wasserstoff bereits heute über die direkte Pipeline zwischen dem Produzenten Everfuel und dem Kunden Crossbridge Energy transportiert werden kann. Die kleine Wasserstoffleitung kann der Raffinerie mehr als 8 Tonnen Wasserstoff pro Tag liefern, der zur Herstellung umweltfreundlicherer herkömmlicher Kraftstoffe sowie zur Herstellung grüner Kraftstoffe beispielsweise für die Luft- und Schifffahrt verwendet werden kann.

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„Dänemark hat eine einzigartige Position, um Nordeuropas grünes Epizentrum zu werden.

Unser Ziel ist es, in ein paar Jahren mehr grünen Strom zu produzieren, als wir selbst verbrauchen können. HySynergy ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Wasserstoffproduzent und -verbraucher miteinander verbunden sind. Dies muss in größerem Maßstab gelingen, um ein dänisches Exportwunder im Bereich Wasserstoff zu starten. Die Regierung hat bereits die ersten ersten Schritte in Richtung einer gemeinsamen Wasserstoffpipeline zwischen Dänemark und Deutschland unternommen. Wir müssen unsere grüne Führungsposition in der Welt nutzen und „Die klimafreundlichen Lösungen, die andere Länder suchen“ liefern“, sagte Wirtschaftsminister Morten Bødskov.

Ministerbesuch in Frederica – HYSYNERGY-Standort.

„Wir stehen am Rande einer neuen und umweltfreundlicheren Zukunft. Wasserstoff ist der Schlüssel zur Herstellung umweltfreundlicher Kraftstoffe, was eine groß volumige Wasserstoffproduktion erfordert, und HySynergy weist den Weg in die Zukunft. Eine Wasserstoffpipeline-Infrastruktur ist für die weitere Skalierung absolut unerlässlich, um den grünen Wandel beschleunigen“, ergänzte Finn Schousboe, CEO Crossbridge Energy A/S.

„Mit der Einigung Dänemarks und Deutschlands auf eine gemeinsame Wasserstoffpipeline wird deutlich, dass die Regierung und die unterstützenden Parteien die einzigartige Position Dänemarks im Bereich des grünen Wasserstoffs und die Bedeutung einer Wasserstoffinfrastruktur für die Energiewende anerkennen. Das ist für Dänemark und die Vorreiter von entscheidender Bedeutung. Wenn wir als Gesellschaft unser einzigartiges Potenzial nutzen wollen, wird eine wettbewerbsfähige Wasserstoff-Pipeline-Infrastruktur ohne viele teure Zwischenhändler aufgebaut.

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INTERVIEW – Manz CFO M. Hochleitner im Interview. Klare Worte zur Aktie, Erfolgen und Misserfolgen. „Wir überzeugen nicht über den Preis…

Everfuel wird bereit sein, große Mengen Wasserstoff in das Pipeline-Netzwerk an inländische und internationale Endverbraucher zu liefern. Und jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür. Wir werden den erforderlichen politischen Vorstoß unternehmen, um die Verbindung zu den deutschen Kunden zu pflegen, damit die Industrie in Dänemark die notwendigen Investitionsentscheidungen für die Produktionskapazität treffen kann“, sagte Jacob Krogsgaard, CEO und Gründer von Everfuel.

Wenn es dann auch noch mit dem Ausliefern klappen würde…

Für die norwegische Nel geht es um bis zu 1 GW Elektrolyseurkapazität – finanziert durch Everfuel/Hy24-JV.

Denn Everfuel ist es im Februar gelungen mit Hy24, die den weltweit größten Infrastrukturfonds für sauberen Wasserstoff verwalten, die Gründung eines Joint Ventures (JV) „durchzuziehen“, um 200 Mio EUR Eigenkapital in die Entwicklung von Elektrolyseurkapazitäten in Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland zu investieren. Dies wird es dem Joint Venture voraussichtlich ermöglichen, bis zu 1 GW an grünen Wasserstoffprojekten zu finanzieren, zu bauen, zu besitzen und zu betreiben.  Geht natürlich nur, weil zu den 200 Mio EUR diverse Subventionszahlungen aus dem REPowerEU-Plan und vergünstigte, unbesicherte Darlehen der EIB kommen werden. Und bisher hat Everfuel alle Elektrolyseure von Nel bezogen – so auch den 20 MW Elektrolyseur in Frederica, der jetzt als erstes Asset in das Joint Venture eingebracht werden soll.

Everfuel behält das Sagen im Jount Venture. Und wie gesagt setzte bisher ausschliesslich auf die Technik von Aktionär Nel.

Denn Everfuel wird nach seiner vollständigen Gründung 51 % des Joint Ventures besitzen. Und der 20-MW-Elektrolyseur HySynergy Phase 1 ist der erste Vermögenswert, der vom JV gehalten werden soll. Im Rahmen der Vereinbarung wird das JV Everfuel durch Gebühren während der Projektentwicklungs-, Bau- und Betriebsphase Einnahmen und Cashflow liefern. Everfuel hat außerdem Anspruch auf definierte Entwicklungsgebühren vom JV für Projekte, die FID (Investitionsentscheidungsfähigkeit) erreichen, basierend auf dem Renditeprofil jedes einzelnen Projekts. Hier nun die Q1-Berichterstattung und Ausblick:

Everfuel könnte sich Ende des Jahres langsam vom Early Stage Stadium emanzipieren.

Als klares Schlüsselereigniss für die Firmenentwicklung wird natürlich das Joint Venture mit Hy24 mit einer Investitionssumme von 200 Mio EUR zur beschleunigten Entwicklung einer Infrastruktur für grünen Wasserstoff in den nordischen Ländern gesehen. Dass in Verbindung mit dem erfolgreich durchgeführten 25 Mio EUR Private Placement. Dazu kommt die erwartete Fertigstellung der Phase 1 von HySynergy zum Ende des zweiten Quartals 2023 inclusive Hochlauf der kommerziellen Produktion. Weiterhin wichtig der Vertrag für den First Everfiller-Pilot (mobile Wasserstofftankanlage), der Erhalt eines Folgeauftrags für die geplante Hochleistungs-Wasserstofftankstelle in Wuppertal und die komfortable Cash-Situation von 38,1 Mio EUR per Ende März 2023

We continue to execute our strategy for making green hydrogen commercially available to decarbonise industry and mobility. The joint venture with Hy24 marks a significant milestone in our commitment to scale the hydrogen value chain. Combined with the capital raised in March, we are now positioned to accelerate deployment of hydrogen production capacity in the Nordics and provide sustainable solutions to support energy transition in our key markets. Our near-term focus is on completing the commissioning at HySynergy and to start ramp-up of production of commercial volumes. This will be another major step towards realising the potential of green hydrogen as a key component of the clean energy mix,“, sagte Jacob Krogsgaard, Gründer und CEO von Everfuel. 

Chart Everfuel Aktie sieht derzeit nicht wirklich gut aus. Bodenbildung zeichnete sich ab. Aber aktuell kämpft die Aktie darum nicht zum Pennystock zu werden.

<Chartbild Everfuel Aktie.
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