Encavis Energiekontor – Q3-Zahlen: Der eine muss sich Morgen den Erwartungen stellen, der andere überzeugte heute.

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Encavis Energiekontor Wachstumskurs

Encavis Energiekontor – Aktien die mit Erzeugung aus Wind und Sonne Geld verdienen. Und natürlich sorgen die derzeit hohen Preise am Strom-Spotmarkt für zusätzliche Gewinne. Teilweise nur indirekt, weil PP-Vereinbarungen auf höherem Level abgeschlossen werden können,

teilweise aber auch direkt bei Anlagen, die Erlöse weit über den Einspeisevergütungen am Spotmarkt für ihre erzeugte Elektrizität erzielen können. Viel Sonne und dazu ungewöhnlich hohe, ja rekordhohe, Strompreise am Spotmarkt, von einem sowieso schon historisch hohem Niveau, haben sich bei Energiekontor in den heute veröffentlcihten Q3-Ergebnissen niedergeschlagen, dazu eine volle Pipeline, Ausbau Eigenbestand, erfolgreiche Verkäufe von Projekten und errichteten Anlagen. Und Morgen muss Encavis beweisen, dass die hohen Erwartungen an das Q3 erfüllt werden können – oder wie es in den letzten Quartalen war, sogar übererfüllt werden können.  Vielleicht reicht es sogar zu einer Prognoseerhöhung?

Bei Encavis und Energiekontor nutzt man die aktuelle Stimmungslage. Weiterer Ausbau der Wind- und Solarportfolios ist angesagt. Ausbau der Projektpipeline bei Eenrgiekontor – Schmieden solange das Eisen heiss ist. Beschleuniger für beide Unternehmen könnten schnellere Genehmigungsverfahren, insbesondere in Deutschland, und mehr Investitionskapital sein.

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Encavis Energiekontor -Prognoseerhöhung im Raum stehend? Erwartungen liegen teilweise weit über Porgnose – Dienstag zählt es.

Encavis Aktie im MDAX, der grösste börsennotierte reine Bestandshalter in Deutschland. Bereits am 03. August konnte man sich gegen die „überzeugenden Zahlen“ nicht mehr wehren – Prognose der Encavis wurde erhöht, am 15. dann überzeugende Halbjahresergebnisse – mit Gewinnturbo Wetter + Strom-Preisentwicklung. Und das hohe Preisniveau bestärkt Encavis bestehende Anlagen zu optimieren, was zwar kurzfristig etwas Gewinn kostet, aber bereits in den Folgequartalen eine „reichere Ernte“ ermöglicht. Dazu versucht man das Refinanzierungsprofil der Bestandsanlagen laufend zu optimieren, um investierbares Kapital freizusetzen, wie zuletzt mit dem niederländischem Portfolio vorgemacht, für zwei dänische Windparks  – mit 32 Mio Liquiditätszuwachs – fortgesetzt.

Zu den Erwartungen der Analysten liefert Encavis – wie gewohnt einen umfassenden Überblick, dem nichts hinzuzufügen ist. Beteiligt sind zehn Analysten der Banken, die Encavis im Research auch unterjährig zu den einzelnen Quartalen einschätzen:

Analysten-Konsens zum Q3/9M 2022e und zum GJ 2022e; Stand: 09.11.2022
Dazu eine Prognoseerhöhung, die nach unserer Meinung bereits den Kern für die nächste enthält.

Zuerst die offizielle Prognoseerhöhung aus August und dann, warum die nächste Prognoseerhöhung fast sicher scheint:

„Unter Berücksichtigung der erhöhten Umsatz- und Ergebnisgrößen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres, hat der Vorstand der Encavis AG entschieden den Ausblick 2022 auf die operativen Key-Performance-Indikatoren für das Gesamtjahr 2022 anzupassen. Dabei werden aufgrund der sehr hohen Volatilität der Strompreise weiterhin die bisherigen Planannahmen aus der Ursprungsplanung für die verbleibenden fünf Monate des Geschäftsjahres 2022 angesetzt:

Erwartet wird eine Steigerung des Umsatzes auf > 420 Mio. EUR (zuvor > 380 Mio. EUR),

eine Steigerung des operativen EBITDA auf > 310 Mio. EUR (zuvor > 285 Mio. EUR),

eine Steigerung des operativen EBIT auf > 185 Mio. EUR (zuvor > 166 Mio. EUR),

eine Steigerung des operativen Ergebnisses je Aktie (EPS) von 0,51 EUR auf 0,55 EUR sowie

eine Steigerung des operativen Cashflows auf > 280 Mio. EUR (zuvor > 260 Mio. EUR).“ (Unternehmensmeldung 3.08.2022)

Bemerkt? „… die bisherigen Planannahmen aus der Ursprungsplanung für die verbleibenden fünf Monate … angesetzt“

Also werden die im Vorjahr angenommenen – wesentlich geringeren – Spotmarktpreise für Strom für die nächsten Monate zugrundegelegt. Vorsichtsmassnahmen. Und jeder Anleger kann für sich selber entscheiden, wie realistisch sinkende Spotmarktpreise am Strommarkt in den nächsten Monaten sein werden. Frankreichs Atommeiler haben neben fehlendem Kühlwasser auch noch in zahlreichen Anlagen „Reparaturbedarf“. Was Frankreich in den letzten Monaten zum grössten Käufer deutschen Solar- und Windstroms machte – und die Preise hochhielt. Wie wahrscheinlich sind jetzt und ab wann „Wassermassen“,die die Kühlung der AKW’s und damit Vollast wieder herstellen?

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Wie wahrscheinlich die schnelle Reparatur der AKW’s? Und der drohende Gasengpass in Deutschland, wahrscheinlich erhöhte Stromnachfrage durch vieltausendfach eingesetzte Elektro-öfen, Verteuerung der „letzten KW“ am Spotmarkt durch Gaskraftwerke, die Spitzenlast liefern. Erhöhte Preise für Kohle zur Stromerzeugung? Wasserkraftwerke aufgrund von Trockenheit mit Kapazitätsreduktion. Gäbe viele Gründe, die auf Dauer ein sehr hohes Preisniveau am Stromspotmarkt vermuten lassen könnten, was dann wohl früher oder später die Encavis Prognose wieder „nach oben schieben würde“. Und dazu die Effizienzgewinne aus bereits durchgeführten Massnahmen im ersten Halbjahr, deren Aufwand bereits verbucht wurde, deren Zusatzerträge also jetzt voll in die Gewinne „einfliessen“ sollten.

CHART – Windenergie Encavis Aktie

Chart - Windenergie Aktien Encavis PNE Energiekontor BayWa oder ABO Wind
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Encavis Energiekontor – Stromerzeugung schafft Zuversicht, die Prognose zu erreichen. Q3 „im Plan“

Windverhältnisse zwar für die nenrgiekontor in den ersten neun Monaten rund 5% unter dem langjährigen Mittel – ähnlich sah es auch für Solareinstrahlung aus, aber  hohe Strompreise am Spotmarkt, von einem sowieso schon historisch hohem Niveau boten Chancen. Gab auch Energiekontor Rückenwind – entsprechend die Halbjahreszahlen. Zur Erinnerung- Energiekontor ist mehr als ein reiner Bestandshalter: Das Kerngeschäft erstreckt sich von der Planung über den Bau bis hin zur Betriebsführung von Wind- und Solarparks im In- und Ausland. Und darüber hinaus betreibt Energiekontor Wind und Solarparks mit einer Nennleistung von rund 370 Megawatt (MW) im eigenen Bestand.

Q3 – Produktionsausfall im Eigenbestand trübte etwas die Bilanz.

Der Windpark Jacobsdorf bleibt vorübergehend stillgelegt, da bei baugleichen Windenergieanlagen im Windpark eines anderen Projektierers wesentliche Mängel aufgetreten waren. Damit der Park möglichst rasch wieder in Betrieb gehen kann, soll mit den entsprechenden baulichen Maßnahmen kurzfristig begonnen werden. Die geplante Wiederinbetriebnahme des gesamten Windparks ist für Mitte 2023 vorgesehen.Ansonsten gilt:

Seit heute liegen nun der Q3 – respektive Neunmonatsbericht vor: „Insgesamt“ könne man eine positive Bilanz für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2022 ziehen. Insbesondere das Segment Stromerzeugung entwickelte sich erfreulich, so Energiekontor. Folglich erscheine das zum Jahresanfang 2022 ausgegebene Ziel, für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt eine EBT-Steigerung von 10 % bis 20 % gegenüber dem Vorjahr zu erreichen, aus heutiger Sicht nach wie vor erreichbar.

Wesentliche Meilensteine im Berichtszeitraum:

  • Veräußerung von 6 Windparks-/projekte mit Gesamterzeugungsvolumen von >66 MW
  • Realisierung der schottischen Projektpipeline in Plan: 3 verkaufte Projekte (rd. 100 MW)
  • Inbetriebnahme von 9 Wind/Solarparks mit einer Gesamterzeugungsleistung von rd. 77 MW
  • Ausbau des Eigenbestands auf rd. 370 MW (30. Juni: 330 MW) mit 37 Windparks und 1 Solarpark
  • Abschluss von attraktiven PPAs für Bestandsparks, Optimierung des Portfolios in der Direktvermarktung
  • 10 Wind- und Solarparks im Bau (>170 MW)
  • Baugenehmigung für 17 weitere Projekte (>570 MW)
    • Ausbau des Solar-Bereichs in Plan, rund 1/3 der Baugenehmigungen (nach MW) entfallen auf den Bereich Solar
Ergeben für die einzelnen Segmente folgende EBT-Erwartung

Für die einzelnen Segmente fasst Enenrgiekontor die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2022 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts bei planmäßigem Geschäftsverlauf wie folgt zusammenfassen:
• Im Segment „Projektierung und Verkauf“ wird mit einem Segment-EBT auf  beziehungswiese leicht unter dem Niveau des Vorjahres gerechnet. Hier werden die
planmäßige Inbetriebnahme und der Verkauf von Projekten in den kommenden Wochen beziehungsweise bis zum Jahresende 2022 entscheidend sein.

• Im Segment „Stromerzeugung in den konzerneigenen Wind- und Solarparks“ wird  unter Annahme eines weiterhin guten meteorologischen Wetterverlaufs sowie auf Grund  des Ausbaus des Eigenbestands mit einem deutlich höheren Segment-EBT gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres gerechnet werden.

• Im Segment „Betriebsentwicklung, Innovation und Sonstiges“ kann ebenfalls von einem Segment-EBT leicht bis deutlich über dem Niveau des Vorjahres ausgegangen werden. Gründe dafür sind unter anderem die Übernahme weiterer Betriebsführungsmandate sowie das bisher gute Windjahr 2022. Bei den Eigenparks wird mit einer Verfügbarkeit von 98 Prozent gerechnet.

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CHARTS – Windenergie Encavis Energiekontor  – EnergiekontorAktie
Chart - Windenergie Aktien Encavis PNE Energiekontor BayWa oder ABO Wind
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Am Aktienmarkt kann die gesamte Kette abgebildet werden: Produzent, Entwickler, Bestandshalter – und Energieversorger, die „grün“ werden wollen

Aber es gibt in diesem Thema für jeden Geschmack etwas: Bei einer ABO Wind AG, die sich ausschliesslich auf das Segment der „Dienstleistungen für die Eigentümer eines Windenergieparks befasst: „Standortbegutachtung, Planung, Genehmigung und Finanzierung bis hin zu Errichtung, Netzanschluss, Betriebsführung und Service“.

Oder eher bei den „Zwittern“ einer PNE AG oder Energiekontor AG, die sowohl für andere die Dienstleistungen einer ABO Wind AG erbringen. Und parallel noch einen eigenen Bestand an Windenergie Parks aufbauen, also Eigentümer ausgewählter Projektentwicklungen werden. Oder wie sieht es bei einem „reinen“ Betreiber von Windenergieanlagen – oft in Kombination mit Solaranlagen und Energiespeichern – aus? Der für den eigenen Bestand Parks aufbaut oder von dritten in verschiedenen Entwicklungsstadien erwirbt. Wie beispielsweise eine Encavis AG? Oder Windanlagenbauern wie Nordex oder Siemens Gamesa. Und dann gibt es natürlich noch die „Grossen“- Energieversorger. Eben jene, die sich auf erneuerbare Energien fokussieren und dabei einen Schwerpunkt auf Windenergie legen: Wie eine RWE oder eine Ørsted.

 

 

 

 

 

 

Nel Aktie – das rundet das Bild ab. 120 Mio NOK Auftrag. Nach zwei Grossaufträgen, ein … – könnte der Aktie Flügel verleihen.
Nel Rheinmetall MorphoSys – Montag im Fokus. Mitbekommen? Grosser Auftrag, grosser Zukauf und grosse Enttäuschung.

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