VARTA – ist Porsche der Retter? Autobatterien vor Befreiungsschlag?

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VARTA AG: VARTA AG blickt auf Herausforderungen und startet Neuausrichtung
Varta Aktie deutlich unter 10,00 EUR – es kommt einem wie Ewigkeiten vor, als die Aktie über 160,00 EUR handelte. Im Umfeld der Gamestopp-Revolution am Kapitalmarkt sprangen auch Evotec und Varta auf zuvor nicht gesehene Höhen. Und dann ging es abwärts – auch operativ. Nachdem die Ellwanger am 21. Juni die sowieso schon schwache, bereits kräftig reduzierte Prognose für 2024 nochmals reduzieren mussten, nahm die Unsicherheit am Markt noch zu. Bekannt und eingepreist war bisher, dass die einstmals hochprofitablen Mini-Lithium-Ionen-Zellen sich extremen Konkurrenz- und Preisdruck ausgesetzt und volatiler Nachfrage ausgesetzt sehen.  Neu war die fortgesetzte Schwäche bei den Energiespeichern – neues, wettbewerbsfähiges Produkt verzögert, Absatzrückgang bei ehemaligem Topseller.  Die Restrukturierungspläne müssten überarbeitet werden. Und – wie bereits am 21. Juni im nwm diskutiert – die geplante Produktion hochwertiger „E-Auto-Batterien“ ist erst im teuren Aufbauprozess.

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E-Autobatterien wecken Interesse des „natürlichen Kunden“ – Porsche will Mehrheit an Autobatteriesparte/-Tochter!

Mit der Gestern Nacht in den Raum gestellten potentiellen Mehrheitsbeteiligung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG an einer separierten Auto-Batterieeinheit der Varta, könnten viele Probleme in Ellwangen gelöst werden: Investitionen in die neue Technologie/Produktion würden nicht mehr die knappe Kasse der Varta belasten, Ausbau wäre wahrscheinlich beschleunigt. Und Porsche könnte sich den Zugriff auf der – so immer diskutiert – hochwertigen Batterietechnologie dauerhaft sichern. Als einer der ersten Kunden wurde sowieso immer vom Premiumhersteller Porsche gesprochen. Dieser könnte sich so im neu entstehenden E-Auto-Markt im obersten Segment einen Verkaufsvorteil sichern.

Erstmal „nur“ Verhandlungen – für Varta eine perfekte Lösung?

Die VARTA AG befinde sich aktuell in Verhandlungen mit der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG über ein mögliches Investment von Porsche im Geschäftsbereich für großformatige Lithium-Ionen-Zellen (V4Drive) mittels einer Mehrheits-Beteiligung an der V4Drive Battery GmbH, einer 100%-igen Tochtergesellschaft der VARTA AG. Die VARTA AG und Porsche haben hierzu – ein seit Gestern spruchreifes – „nicht-bindendes Term Sheet“ abgeschlossen, und die Parteien befinden sich in der ersten Phase einer Abstimmung über die Dokumentation für eine solche Transaktion. Noch vieles scheint offen, aber die industrielle Logik sollte beiden Seiten „auf die Sprünge helfen“.

Im Vorfeld der Umsetzung des Investments von Porsche sei in einem ersten Schritt geplant, das V4Drive-Geschäft von VARTA auf die V4Drive Battery GmbH zu übertragen und anschließend Porsche über eine Kapitalerhöhung zu beteiligen. Ob tatsächlich eine entsprechende Beteiligung von Porsche erfolgt, hänge noch von verschiedenen Faktoren, unter anderem dem erfolgreichen Abschluss einer derzeit stattfindenden Due Diligence-Prüfung durch Porsche und der Zustimmung von bestimmten Stakeholdern der VARTA-Gruppe, ab und sei derzeit noch offen.

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Due-Diligence sollte die Entscheidung bringen. Rest sollte Porsche aus einer Position der stärke regeln können.

Mit dem Rücken zur Wand sollten Varta’s Stakeholder mit noch austehender „Aktualisierung des bestehenden IDW-S6 Gutachtens und möglicher Anpassungen bzw. weitergehender Restrukturierungs- und daraus folgender Finanzierungsmaßnahmen“ wohl letztendlich zustimmen. Und die notwendigen weiteren Mittel bis zur Produktoptimierung und Serienfertigung wären für Porsche ein Griff „in die Portokasse“ und für Varta möglicherweise überhaupt nicht mehr darstellbar – zum Verhandkungserfolg verurteilt?

Restrukturierungskonzept wird überarbeitet – seit dem 11.April. Kommt da noch was Dunkles auf Varta-Aktionäre zu?

Am 11. April hiess es, dass sich die Varta AG in der Evaluierung des Restrukturierungsprogramms befinde, das Anfang Juli 2023 mit den finanzierenden Banken und dem Mehrheitsaktionär auf Grundlage eines von einem Sanierungsgutachter erstellten IDW-S6-Gutachtens vereinbart worden ist und bis Ende 2026 umgesetzt werden soll. Es habe sich gezeigt – so bereits im April, vor der Prognosereduktion am 21. Juni – , dass die im bestehenden IDW-S6-Gutachten getroffenen Annahmen sowie die auf Basis dieser Annahmen vereinbarten Restrukturierungsmaßnahmen und die empfohlene Unternehmensstrategie der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Varta-Gruppe nicht mehr angemessen sein sollen, um bis zum Ende des Sanierungszeitraums auf einen profitablen Wachstumskurs zurückzukehren.

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Gründe dafür seien u.a. eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die verschiedenen Geschäftsbereiche der Varta-Gruppe, volatile prognostizierte Abnahmemengen durch Kunden, vor allem im Bereich der kleinformatigen Lithium-Ionen-Zellen, ein unerwarteter erheblicher Rückgang der Nachfrage im Bereich Energiespeicherlösungen bei Endverbrauchern und aufgrund hoher Lagerbestände im Handel, eine aggressive Preispolitik von Wettbewerbern sowie anhaltende Lieferkettenprobleme. Hinzu kam der am 13. Februar 2024 veröffentlichte Cyberangriff auf einen Teil der IT-Systeme der Varta, der zu einem mehrwöchigen Stillstand der Produktion und einer weiteren Verschlechterung der Finanzsituation führte, dessen operative und finanzielle Folgen sich noch nicht vollständig abschätzen lassen und der u.a. eine Verschiebung der Veröffentlichung des Konzernabschlusses 2023 der Gesellschaft zur Folge hatte.

Seit dem 11. April droht „Anpassung“ der Varta Restrukturierungsmassnahmen. Prognosereduktion schürt die Sorgen.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen erfolgt eine Analyse und Aktualisierung des bestehenden IDW-S6-Gutachtens als Grundlage einer Anpassung der Restrukturierungsmaßnahmen durch AuxilPartner als neuem Sanierungsgutachter, die den Vorstand bereits seit mehreren Monaten im Zusammenhang mit der laufenden operativen Restrukturierung unterstützen. Die Finanzierer unterstützen diesen Prozess u.a. durch eine im Unterzeichnungsprozess befindliche Stillhaltevereinbarung, durch die der Varta die notwendige Flexibilität unter der bestehenden Sanierungs- und Finanzierungsvereinbarung eingeräumt wird. Derzeit lässt sich noch keine verlässliche Aussage treffen hinsichtlich möglicher Anpassungen bzw. weitergehender Restrukturierungs- und daraus folgender Finanzierungsmaßnahmen. Der Vorstand geht aktuell davon aus, dass das aktualisierte IDW-S6-Gutachten voraussichtlich bis Mitte des Geschäftsjahres 2024 vorliegen wird.“ (ad-hoc, Varta, 11.04.2024)

Aktionäre, die weiter an einen Turn-Around des ehemaligen Börsenlieblings glauben, sollten auf Meldungen über die Entwicklungen im Bereich VARTA.wall und seit heute auf den Bereich Autobatterien achten. Durch die Porsche-Karte wäre ein Befreiungsschlag in Ellwangen vorstellbar und möglich – wird spannend. Und natürlich mit Auswirkungen auf die Modifikation des Restrukturierungsplans – möglicherweise mit Opfern, die den Aktionären neben der desaströsen Kursentwicklung aufgebürdet werden könnten. Denkbar ist seit Leoni oder Adler Group vieles. Porsche sollte greifen – wäre wohl der Königsweg für die Varta.

 

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