Rheinmetall Aktie neues Allzeithoch – Österreichauftrag verleiht Flügel. Lässt Hensoldt vergessen.

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Rheinmetall Aktie heute Morgen bereits bei 414,40 EUR – neues Allzeihoch, obwohl der andere grosse Defensewert – HENSOLDT – den Rückwärtsgang einlegen muss, wegen teilweise verfehlter Erwartungen, oder einfach Gewinnmitnahmen, wer weiss. Auf jeden Fall sind die Aktien der Düsseldorfer unbeeindruckt. Man macht das, was man in den letzten Monaten am Besten konnte: Aufträge über Aufträge einsammeln, Kapazitäten ausbauen und ein riesiges Orderbacklog aufbauen. Heute gibt es von Rheinmetall einen  „Auftrag im dreistelligen Mio EUR Volumen“ der gleichzeitig als Marktdurchbruch bezeichnet wird. Also wohl erst der Auftakt für weitere Aufträge aus dieser Ecke. So zumindest würden wir die Bezeichnung „Marktdurchbruch“ deuten.

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Rheinmetall’s Skyranger erringt ersten Serienauftrag. Österreich! Und Deutschland, Dänemark sollen bereits in den Startlöchern stehen. Dann Ungarn, …

Rheinmetall ist im Rahmen des „Aufwuchsplans des österreichischen Bundesheeres“ – vergleichbar dem bundesdeutschen Sondervermögen – mit der Lieferung von 36  Skyranger-Flugabwehrsystemen beauftragt worden – mit einem Volumen „in Höhe eines mittleren dreistelligen Mio EUR-Betrags“. Die Auslieferung wird ab 2026 erfolgen. Und hierbei ist Rheinmetall Unterauftragnehmer des Fahrzeugherstellers GDELS, der seinerseits als Teil der Mobilitätsoffensive der Streitkräfte mit der Erneuerung der österreichi­schen Flotte an Pandur-Fahr­zeugen beauftragt wurde. Bei Skyranger handelt es sich um eine viel­seitige Flugabwehr-Turmlösung, die auf der Basis diverser geeigneter Fahrzeug-Plattformen realisierbar ist, hier auf dem 6×6 GDELS Pandur EVO. Jetzt soll ein Teil der österreichischen Pandur-Flotte – 36 Fahrzeuge – mit dem Skyranger-Turm ausgerüstet werden.

Nach dem Entwicklungsauftrag, den Rheinmetall mit dem Skyranger im Dezember 2023 in Ungarn gewonnen hat, erfolgt mit diesem ersten Serienauftrag nun der „endgültige Marktdurchbruch“. Der Erfolg in Österreich bilde den Anfang einer breiten Einführung des Skyranger 30 in Europa. So werde eine zeitnahe Beauftragung aus Deutschland und Dänemark erwartet, wie auch – nach erfolgreichem Abschluss des Entwicklungsauftrags in dem Land – aus Ungarn.

Technologisch wohl Up-to-date. Marktchancen inklusive.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Wir sind dankbar für das Vertrauen unserer Freunde und Partner in Österreich. Das durch Rheinmetall in der Schweiz entwickelte System leistet einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Fähigkeiten in der Luftverteidigung – zunächst in Österreich, aber auch zeitnah in weiteren Ländern.“ Das österreichische Bundesheer habe die Gesamterneuerung der Flugabwehr zur Priorität erklärt. Die im Dezember 2023 beschlossene Modernisierung und Aufrüstung der bestehenden stationären 35mm-Systeme zu Skyguard Next Generation (NG) bilde hierfür den ersten Schritt. Nun werde mit der Entscheidung, den Skyranger 30 einzuführen, auch die Lücke in der mobilen Flugabwehr geschlossen.

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Und Oliver Dürr, CEO der Rheinmetall Air Defence ergänzt: „Rheinmetall unterstreicht damit einmal mehr seine technologische Führungsposition in der Nahbereichs­flugabwehr.“ Mit der fast zeitgleichen Einführung einer rasch verlegbaren 35mm-Lösung, kombiniert mit einer hochmobilen 30mm Lösung (Skyranger), stelle sich das Bundesheer in der Flugabwehr richtungsweisend auf. Die weiterführende Vernetzung und Integration in bestehende und übergeordnete Systeme bringe entscheidende strategische Vorteile mit sich.

Bei Rheinmetall läufts derzeit einfach rund

Mehr gefällig? Es reicht ein Blick auf die drei vorhergehenden Unternehmensmeldungen, exemplarisch für die letzten Monate, um das wachstumspotential auf Jahre einschätzen zu können – immens bereits jetzt durch Kapazitätserweiterungen die veranlasst oder geplant sind. Am 19.02. gab es ein Memorandum of Understanding (MoU) zur Gründung eines Joint Ventures, das in der Ukraine künftig Artilleriemunition herstellen soll. Das „Ukrainische Kompetenzzentrum für Munition“ soll künftig eine sechsstellige Zahl von Geschossen im Kaliber 155mm pro Jahr fertigen, inklusive entsprechender Treibladungen. Hierzu wollen die JV-Partner eine neue Produktionsanlage bauen und künftig gemeinsam betreiben. An dem Gemeinschaftsunternehmen wird Rheinmetall 51 Prozent der Anteile halten, 49 Prozent entfallen auf den ukrainischen Partner.

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Und das ist nur eines von mehreren „Multimilliarden“-Projekten allein mit ukrainischen Partnern. Deutlich durch die Worte des Rheinmetall CEOs Armin Papperger anlässlich des MoU: „Wir wollen der Ukraine ein leistungsfähiger Partner dabei sein, die einst starke wehrtechnische Industrie in der Ukraine wiederaufzubauen und die Autonomie ukrainischer Kapazitäten sicherzustellen. Schon heute sind wir der wichtigste rüstungs­industrielle Partner des Landes. Insgesamt haben wir mit der Ukraine aktuell Projekte im Wert von mehreren Milliarden Euro in Arbeit, und fast täglich wird es mehr.

Am 15.02. Zukunftsvisionen aus der Automotive-Sparte

Der Technologiekonzern Rheinmetall hat mit seinem Joint Venture Rheinmetall Dermalog SensorTec GmbH einen Erstauftrag von einem weltweit führenden Industrieunternehmen aus der Gesundheitsbranche erhalten. Beauftragt wurde ein System zur Ablenkungs- und Müdigkeitserkennung in der Endkontrolle einer Produktionslinie. Dieser Auftrag für ein erstes Testsystem bietet nach einem erfolgreichen Start das Potenzial für ein Gesamtauftragsvolumen in Höhe eines niedrigen einstelligen MioEUR-Betrags und eröffnet den wichtigen Markteintritt in den Industriebereich.

Last but not least – Grundsteinlegung 12.02. für Munitionswerk in Niedersachsen – 300 Mio Investitionen, 500 neue Mitarbeiter.

Im „Werk Niedersachsen“ soll künftig Artilleriemunition, Sprengstoff und Komponenten für Raketenartillerie hergesetllt werden. Rund 200.000 Artilleriegranaten sollen hier künftig pro Jahr entstehen, sowie bis zu 1.900 Tonnen RDX-Sprengstoff und optional weitere Komponenten zur Herstellung von Munitionsladungen. Außerdem soll vor Ort die Produktion von Raketenantrieben und ggf. Gefechts­köpfen erfolgen, wie sie z.B. für das geplante deutsche Raketenartillerie-Projekt benötigt werden.

„Zur Sicherung der strategischen Souveränität Deutschlands im Bereich der Munitionsherstellung schaffen wir eine nationale Produktionsstätte, die neue Maßstäbe setzt und vor allem die Versorgung der Bundeswehr sicherstellen wird“, so Armin Papperger. „Mit dem ‚Werk Niedersachsen‘ entsteht an unserem Traditionsstandort Unterlüß ein weiteres europäisches Zentrum zur Produktion von Artilleriemunition sowie weiterer Effektoren. Wir tun dies aus der Verantwortung und dem Willen heraus, mit unseren Technologien maßgeblich zur Verteidigungs­fähigkeit unseres Landes und unserer NATO-Partner beizutragen.“  Mit dem Aufbau verbindet sich ein firmenfinanziertes Investitionsvolumen in Höhe von rund 300 Mio EUR. Rheinmetall trägt somit die Kosten des Werks, eine Beteiligung des öffentlichen Auftraggebers erfolgt nicht. Rund 500 neue Arbeitsplätze entstehen damit vor Ort.

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