Encavis – zugreifen? PPA’s machen’s noch berechenbarer. PNE geht den gleichen Weg – man wird wissen warum.

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Encavis BayWa ABO Wind PNE - Zinsopfer?

Encavis zeigt, wie man mit „Wind“ und noch mehr“Sonne“ Geld verdienen kann. Wobei zuletzt „Windenergieaktien“ oder „Erneuerbare Energien – Aktien“ an der Börse nicht mehr unbedingt die Highflyer sind, um es freundlich zu formulieren. Hier macht eine Encavis keine Ausnahme. Vielmehr sieht der Chart der Encavis Aktie „grauselig“ aus – von knapp 20,00 EUR (52-Wochen-Hoch: 19,28 EUR) ist die Aktie nach einem gescheiterten Erholungsversuch (Zwischenhoch bei 15,59 EUR am 29.12.2023) wieder in die Tiefe abgetaucht – aktuell bei 12,14 EUR (XETRA, 9:41 Uhr). Die „Sonderkonjunktur“ hoher Strompreise am Spotmarkt im Umfeld der Ukraine-Invasion in 2022 ist für die Erzeuger von EE-Erzeugern vorbei. Und im Umfeld der sinkenden Einspeisevergütungen, steigender Kosten für die Errichtung von Windparks und teuer gewordenen Finanzierungen aufgrund der aktuellen Zinslage ist es für die langfristig orientierten CO2-neutralen Stromerzeuger schwierig ihre Story interessant für den Kapitalmarkt zu machen.

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PPA’s könnten die Ertragsströme langfristig berechenbar machen – und liegen i.d.R. über den aktuellen Einspeisevergütungen. Encavis ist nicht allein auf diesem Weg.

Die Aliaxis Holdings SA aus Brüssel und die Encavis AG (ISIN: DE0006095003) unterzeichnen ein 10-jähriges Power Purchase Agreement (PPA) – es geht um die Erzeugung im 38-MW-Solarpark von ENCAVIS in Montefiascone in der Region Lazio, ca. 100 km nordwestlich von Rom, der 2025 ans Netz angeschlossen werden soll. Im Rahmen des PPA wird Aliaxis eine jährliche Strommenge von rund 50 Gigawattstunden (GWh), 500 GWh über 10 Jahre, beziehen. Das entspricht einem großen Teil des Stromverbrauchs der Unternehmen von Aliaxis in Europa.

„Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt unserer ‚Growth with Purpose-Strategie‘. Wenn es um unseren Planeten geht, müssen wir jetzt handeln“, kommentiert Eric Olsen, CEO von Aliaxis. „Deshalb haben wir uns kurzfristig eine CO2-Reduktion von 75% pro Tonne Produktionsleistung an den Aliaxis-Standorten vorgenommen. Unser Aktionsplan sieht vor, bis 2025 100% erneuerbare Elektrizität zu erreichen. Unsere Aktivitäten in Europa sind hervorragend vorangekommen, um einen Großteil des für unsere Produktion benötigten Stroms bis 2025 aus erneuerbaren Quellen zu sichern. Unser pazifischer Raum wird nächstes Jahr vollständig mit erneuerbarem Strom versorgt werden, und unsere vier Produktionsstätten in Quebec, Nordamerika, haben den Status von 100% erneuerbarem Strom erreicht. So machen wir weitere Fortschritte bei unseren Nachhaltigkeitszielen.“

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Trend geht zu nicht subventionierten Projekten – PPA’s als Encavis-Königsweg für Kunden, die ihren CO2-Footprint reduzieren müssen/wollen.

„Wir freuen uns sehr, Aliaxis als renommierten Partner zu haben, den wir mit unserem grünen Strom langfristig in seiner Nachhaltigkeitsstrategie unterstützen können“, begrüßt Mario Schirru, CIO/COO der Encavis AG, den Abschluss der gemeinsamen Vereinbarung. „Montefiascone ist ein weiteres überzeugendes Projekt, das wir in diesen turbulenten Zeiten realisieren. Nachdem wir mehrere PPAs in Spanien, Deutschland, Finnland und Dänemark erfolgreich abgeschlossen haben, können wir nun unser erstes nicht subventioniertes italienisches Projekt in unsere Liste aufnehmen.“

Passend dazu die heutige Meldung vom Wettbewerber PNE AG: „PNE AG vermittelt erfolgreich PPAs für mehr als 100 Wind- und PV-Projektgesellschaften„. Hier wird konstatiert, das allein im Jahr 2023 das PPA-Team der PNE 39 Wind- und PV-Projektgesellschaften mit einer Gesamtleistung von über 337 Megawatt bei dem Abschluss von kurz- wie langfristigen Stromlieferverträgen (PPAs) betreut habe. Damit stieg die Anzahl der betreuten Erneuerbare-Energien-Projekte auf insgesamt 107. „Mit den erfolgreichen PPA-Abschlüssen sichert die PNE-Gruppe ihre führende Rolle als Berater und Vermittler für PPAs“, sagt Nils Kompe, Leiter Energy Supply Services und PPA Management der PNE AG. „Weitere Verhandlungen zu PPA-Abschlüssen befinden sich bereits in der Pipeline, sodass wir bis zum Ende dieses Jahres mit einem vermittelten Energievolumen von bis zu 3 Terawattstunden rechnen.“

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PPA’s ein Punkt, der die Encavis Aktie auf Dauer wieder interessant machen könnte?

Am Markt wird die immer noch hohe Bewertung der Encavis gesehen, die sich auf Dauer durch steigende Gewinne relativieren könnte. Als unabhängiger Stromerzeuger (IPP) erwirbt und betreibt ENCAVIS (Onshore-)Wind- und Solarparks in zwölf Ländern Europas. Die Anlagen zur nachhaltigen Energieerzeugung erwirtschaften stabile Erträge durch garantierte Einspeisevergütungen (FIT) oder langfristige Stromabnahmeverträge (PPA). Die Gesamterzeugungs-kapazität des Encavis-Konzerns beträgt aktuell rund 3,6 Gigawatt (GW), davon rund 2,2 GW durch die Encavis AG und der Rest wird durch die Encavis Management AG betreut. Aktuell sind im Konzern mehr als 1,0 GW an Kapazitäten im Bau, davon rund 690 MW im Eigenbestand. Encavis sit was für Dauerläufer, nicht für Sprinter.

Encavis sei einfach zu teuer im Vergleich zu den Wettbewerbern, Encavis werde durch die steigenden Zinsen gebremst – so hört man über den grössten börsennotierten Bestandshalter am deutschen Aktienmarkt. Dass die Grösse der Encavis diese für internationale Fonds erst investierbar oder interessant macht, wird dabei weniger gesehen. Auf jeden Fall ist Encavis strategiekonform unterwegs und baut das EE-Portfolio weiter aus – im Plan. Ob’s hilft? Auf Dauer bestimmt. Wenn trotz Zinsentwicklung Zukäufe weiterhin profitabel möglich sind, dann sollten auch die Märkte das registrieren. Mittel- und langfristig ist Encavis – bisher – erfolgreich in einer klaren Wachstumsbranche unterwegs.

Prognose 2023 zuletzt bestätigt – Encavis steht vor einem „normalen“ Jahr. Reicht für Kurssteigerungen?

Der Vorstand ging zuletzt für das Geschäftsjahr 2023 von einer leicht rückläufigen Entwicklung der Umsatzerlöse auf etwas mehr als 460 Mio EUR aus, das sind 440 Mio EUR nach Abzug der Strompreisbremsen (2022: 487,3 Mio EUR respektive 462,5 Mio EUR nach Abzug der Strompreisbremsen). Das operative EBITDA wird voraussichtlich mehr als 310 Mio EUR betragen (2022: 350,0 Mio). Der Konzern rechnet mit einem operativen EBIT von mehr als 185 Mio EUR (2022:  198,3 Mio). Und das operative Ergebnis je Aktie soll mehr als 0,60 EUR betragen und damit den Vorjahreswert leicht übertreffen (2022: 0,60 EUR). Insgesamt sieht sich der Konzern damit weiterhin „voll“ auf seinem eingeschlagenen Wachstumspfad.

Ehrgeizige 8 GW Kapazität will Encavis bis 2027 erreichen.Und das Wachstum der vergangenen Jahre soll deutlich beschleunigt werden. Mit rund 5,8 Gigawatt (GW) sollen bis Ende 2027 mehr als das 2,5-fache der heutigen Erzeugungskapazität ans Netz angeschlossenen sein. Darüber hinaus sollen dann 2,2 GW in der Errichtung sein. Und die Mittel gegen Zinserhöhungen? Eigenkapitalanteile Dritter aktivieren. Langfristig finanzieren. Und Ausschüttungen begrenzen, resp. stoppen. ANTWORT des Kapitalmarktes – skeptisch. Und die Q9-Zahlen waren erwartungsgemäss – mehr konnte und sollte man aber von einem Bestandshalter auch nicht erwarten. Und Sprünge in der Entwicklung passen nicht zum langfristigen Ansatz – das muss Anlegern klar sein.
Vielleicht ala Kostolany? Kaufen und in 5 Jahren wieder ansehen? Denn die Strategie passt zum langfristig angestrebten Bestandsaufbau. Ob Encvais oder ein anderer Bestandshalter? Ansichtssache…

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