HENSOLDT Aktie – Buy the Dip? Wenn gut nicht mehr reicht.

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Renk Hensoldt Rheinmetall - defensewerte.

HENSOLDT Aktie als Überflieger bekommt heute Schrammen. Dass nach einer starken Kursentwicklung auch mal Gewinne mitgenommen werden, normal. Und natürlich steigen die Ansprüche je höher eine Aktie bewertet ist, je höher das KGV, KUV oder gegebenenfalls  je niedriger die Dividendenrendite. Mit Minus aktuell 5,25 % und einem Kurs von 31,90 EUR (XETRA, 10:46 Uhr) hat sich die HENSOLDT Aktie schon wieder von ihrem Tagestief bei 31,06 EUR gelöst. Offensichtlich sehen einige beim heutigen Kursrückschlag eher Chancen günstig einzusteigen in einen Konzern, der mit übervollen Auftragsbüchern (5,53 Mrd EUR zum 31.12.23 bei einem Jahresumsatz für 2024 erwartet von rund 2 Mrd) und ein „deutlich schnelleres Wachstum des Auftragseingangs im Vergleich zum Konzernumsatz“ prognostizierend viele Jahren mit steigenden Umsätzen und Gewinnen erwarten kann. Dazu eine „bereinigte“ EBITDA-Marge die sich weiter zwischen 19 und 20% bewegen soll.

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Eigentlich ist HENSOLDT im Plan – Ausnahme: Umsatzerwartung 2024 verfehlt die Erwartungen. Und die Dividende hätte nach Anaylstenmeinung mehr steigen sollen.

Ob das ein Grund für die Kursreaktion ist? Ein nachhaltiger Grund für eine weiter negative Kursentwicklung? Oder eher eine von einigen genutzte Chance Gewinne mitzunehmen und für andere eine Chance günstig auf den Zug aufzuspringen? Ansichtssache – unstrittig sollte sein, dass die Defensewerte vor einer längeren Phase steigender und auf hohem Niveau verharrenden Verteidigungsausgaben der westlichen Staaten stehen. Und nun zu den Zahlen – zwei Seiten der Medaillie:

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Zuletzt präzisierte Prognose erfüllt. Umsatz auf 1,847 Mrd EUR gesteigert (Vorjahr: 1,7 Mrd EUR). Ein wesentlicher Treiber war dabei ein deutlicher Anstieg des Umsatzvolumens im Kerngeschäft um 16%. Mit einem Auftragseingang von 2,087 Mrd EUR konnte das hohe Auftragsvolumen des Vorjahres sogar noch übertroffen werden (Vorjahr: 1,993 Mrd EUR). Getrieben durch die positive Geschäftsentwicklung stieg das bereinigte EBITDA um 12,8% auf 329 Mio EUR (Vorjahr: 292 Mio EUR) – und damit prozentual stärker als der Umsatz. Die bereinigte EBITDA-Marge vor dem Geschäftsvolumen mit geringem Wertschöpfungsanteil entsprach mit 19,9% den Erwartungen (Guidance für Geschäftsjahr 2023: >19%). Der Vorstand von HENSOLDT plant dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von 0,40 EUR je Aktie vorzuschlagen. Dies entspricht einer Steigerung um 0,10 EUR gegenüber dem Vorjahr und liegt unter den am Markt erwarteten 0,48 EUR.

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Thomas Müller, CEO der HENSOLDT-Gruppe, sagt: „Trotz wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen haben wir das Umsatzvolumen im Kerngeschäft deutlich gesteigert und die starken Auftragseingänge des Vorjahres sogar noch übertroffen. Der Bedarf an integrierten Verteidigungs- und Sicherheitslösungen von HENSOLDT ist weltweit hoch und wird angesichts der globalen Konflikt- und Krisenlage voraussichtlich weiter zunehmen.“

Und Christian Ladurner, CFO der HENSOLDT-Gruppe, ergänzt: „Ein starker Auftragseingang und eine gesteigerte Profitabilität runden das erfolgreich Geschäftsjahr 2023 für HENSOLDT ab. Nicht nur das gesteigerte Geschäftsvolumen, sondern auch die konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung waren wichtige Treiber dieses Erfolgs und haben dazu beigetragen, dass wir unsere ambitionierten Ziele erreicht haben. (…) Zudem gehen wir mit der Übernahme der ESG einen wichtigen Schritt in der Konsolidierung der europäischen Verteidigungsindustrie. Mit dieser Erweiterung unseres Angebots an integrierten Sensorlösungen können wir unseren Kunden zukünftig noch mehr Sicherheit bieten.“

2024 ist HENSOLDT bei der Umsatzerwartung zurückhaltender, als von den Analysten erwartet.

Wie gesagt, ob dieser vorsichtigere Blick auf die Umsatzentwicklung eine solche Kursreaktion begründen kann, ist müssig: Der Markt hat immer recht. Platitüde mit hohem Wahrheitsgehalt. Also hier die Prognose, Grund für einen Kursrücksetzer – wenigstens heute. Ob mehr? Die Prognose: „Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet HENSOLDT mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung. Konkret erwartet das Unternehmen einen Konzernumsatz von ca. 2 Mrd. Euro und ein deutlich schnelleres Wachstum des Auftragseingangs im Vergleich zum Konzernumsatz. Die bereinigte EBITDA-Marge vor Geschäftsvolumen mit geringem Wertschöpfungsanteil soll 19% bis 20% liegen.“ Erwartet wurde eine Umsatzprognose von rund 2,2 Mrd EUR – schon eine deutliche Verfehlung der Erwartungen. Oder positiv: Luft für Prognsoeerhöhungen im Laufe des Jahres? Das Management war bisher eher vosichtig mit seinen Prognosen – auch hier? Man wird sehen.

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Hensoldt setzt auf weiter steigende Auftragsvolumina – Zukauf der

Der Sensor-Lösungsanbieter HENSOLDT hat zwischen Oktober 2023 und Januar 2024 einen Auftragseingang von circa 1,1 Mrd EUR verzeichnet. Dazu beigetragen haben alle Geschäftsbereiche. Darunter fallen Großaufträge wie das im Januar beauftragte deutsche Luftverteidigungssystem Nah- und Nächstbereichsschutz (Auftragswert rund 300 Mio EUR), weitere Beschaffungen des TRML-4D-Luftverteidigungsradars (allein in 2023 Aufträge über insgesamt 350 Mio EUR) sowie für das Radar des Eurofighter(Auftragswert 100 Mio EUR) und Optiksysteme für gepanzerte Fahrzeuge. „Wie in unserem Geschäft üblich, haben wir eine große Anzahl von Aufträgen vor und um den Jahreswechsel erhalten. Es zeigt deutlich, dass wir im Hinblick auf unsere Wachstumsziele voll auf Kurs sind“, sagte HENSOLDT-CFO Christian Ladurner am 7.02.2024 in einer entsprechenden Pressemeldung.

Weitere Auftrags- und Umsatzimpulse sollte der „komplementäre Zukauf“ der HENSOLDT liefern, der frühestens ab Q2 konsolidiert werden kann.

Durch eine Kapitalerhöhung teilweise finanziert sieht das HENSOLDT-Management mit der Vereinbarung zur Übernahme des plattform- und herstellerunabhängigen Systemintegrators ESG GmbH seine Position als Anbieter umfassender Lösungen gestärkt. Die Integration der Softwareentwicklungs- und Systemintegrationsfähigkeiten von ESG GmbH sollen es ermöglichen, HENSOLDT-Sensorsysteme bereichsübergreifend zu integrieren. Durch den Zusammenschluss ergäben sich zudem erhebliche Kosten- und Ertragssynergien sowie eine deutlich höhere Innovationskapazität für die Digitalisierung des Gefechtsfelds und Multi-Domain-Operationen. So sei HENSOLDT optimal für zukünftige Verteidigungsprogramme aufgestellt. Das Closing der Transaktion wird für Ende des ersten Quartals 2024 erwartet.

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Hensoldt, wie Rheinmetall und Renk Group, losgelöst von der allgemeinen Konjunktur vor langer, profitabler Wachstumsphase. Wachstumsstories. Und hohe Bewertungen werden durch kräftiges, relativ sicheres Wachstum in den nächsten Jahren gefestigt – vergleiche nwm „Renk HENSOLDT Rheinmetall: Defensewerte im Vergleich…“. Die nächsten Tage werden letztendlich helfen, die heutige Kursreaktion einzuordnen. Mutige greifen zu, andere warten auf eine Gegenbewegung. Insgesamt hat die HENSOLDT Story durch die Prognose keinen dauerhaften Schaden bekommen, sollte man zumindest vermuten können.
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