Nikola Aktie diese Woche mehr als 30% Minus. Gibt Tesla’s Semitruck jetzt den Rest? Oder eher für Daimler Truck der Stolperstein?

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Nikola hat turbulente Zeiten hinter sich. Und seit man die Europa-Pläne aufgegeben hat, ist NIKOLA klar fokussiert auf Nordamerika. Als man neben den Quartalsergebnissen – durchwachsen – überraschend nach 8 Monaten Kärrnerarbeit den Rücktritt des CEO Martin Lohscheller verarbeiten musste,

ging die Aktie erstmal auf Talfahrt und verliess die Kursregionen über 3,00 USD wieder. Diese Woche dann weiter runter – bis jetzt Minus 30% auf 1,22 USD zum Donnerstagsschluss. Woran lag’s? Hohe Kosten des Tre BEV Rückrufs, überraschendes Ausscheiden des „President Energy“, der zuletzt noch über 40 Mio USD Zuschüsse gesichert hatte und Ausgabe von Wandelanleihen im Volumen von bis zu 325 Mio USD – war diese Woche erstmal zu verdauen. Und heute eine Meldung, die noch schwerwiegendere Folgen für die Perspektiven Nikola’s haben könnte, als das zuletzt „aufgelaufene“. Während Nikola derzeit einen Auslieferstopp für seine Elektro-LKW und eine umfangreiche Rückholaktion aller 209 bisher ausgelieferten Tre BEV verkraften muss, läuft es bei anderen „wie am Schnürchen“:

Tesla vor Gross-Serienproduktion des Semi Truck in 2024, erste Praxis-Ergebnisse beeindrucken. Sollte Daimler Truck schlaflose Nächte verursachen, aber auch Nikola?

Eigentlich ist der Tesla Semitruck ein alter Hut, ein erstes Modell wurde bereits im Herbst 2017 präsentiert. Und aus den 50.000 geplanten Trucks in 2023, die in Texas produziert werden sollten, ist auch noch nichts geworden. Aber Tesla wäre nicht Tesla, wenn man dem Disruptor der Automobilbranche nicht auch die Eroberung des unter den alten Dinosauriern, wie beispielsweise Daimler Truck, Traton, Iveco oder Hyundai, aufgeteilten LKW-Marktes zutrauen würde. Und technisch sollten sich die „alten“ und auch neuen Wettbewerber, wie Nikola, die durch die selbst favorisierte „Nische“ Wasserstoff-LKW möglicherweise erstmal weniger betroffen sein sollten, warn anziehen.

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2G Energy konnte im ersten Halbjahr die Folgen der Lieferengpässe überwinden, steigerte kräftig den Output und schöpft Fantasie aus H2-BHKW.
Pepsi als Pilotkunde testet seit Dezember 2022 und scheint mehr als zufrieden. Anheuser-Busch, UPS und Walmart scharren schon mit den Füssen auch „ihre“ Semitrucks zu erhalten – 2023 starten nennenswerte Auslieferungen.

Laut Tesla Homepage kommt der Semitruck mit beeindruckenden Leistungsmerkmalen – und toppt den Wettbewerb. Auch bei den Kosten für den Praxiseinsatz? Zuerst die Leistungsdaten:  Model S Plaid schafft mit rund 735 kW / 1020 PS und mit drei Elektromotoren die Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 in kaum mehr als 20 Sekunden, verbraucht nach dem US-amerikanischen Zyklus 125 Kilowatt pro 100 Kilometer und soll mit einer Akkuladung je nach Batteriepaket 480 bis 800 Kilometer schaffen. Das Akkupaket der Zugmaschine soll dabei in weniger als 20 Minuten wieder auf 70 Prozent seiner Leistungsfähigkeit erstarken – an speziellen Hochleistungs-Ladestationen.

Kraftstoffkosten, die weniger als halb so teuer, wie die von Diesel sind! Hat man bisher weder von Daimler Truck noch Nikola gehört…

Dadurch sollen die Betreiber der Fuhrparks allein innerhalb der ersten drei Jahre eine Kraftstoffeinsparung von bis zu 200.000 US-Dollar erzielen. Mindestens genauso gross soll der Vorteil durch Ferndiagnose, Bremsenergierückgewinnung, Softwareupdates (over the air) und deutlich weniger bewegliche Teile sein, die gewartet werden müssen. So sollen die Zugmaschinen deutlich längere Einsatzzeiten bieten und weniger Service-Zeiten beanspruchen. Die US-Preise beginnen aktuell bei rund 150.000 Dollar für die Version mit kleinem Akkupaket, während die 800-km-Version mindestens 180.000 Dollar kostet. Neben der aktuelle ausgelieferten Normalversion mit einer Reichweite von jenen 800 Kilometern sind zwei weitere Versionen mit knapp 500 KM sowie mehr als 1000 KM Reichweite geplant.

Angaben auf der Tesla Homepage, Stand 25.08.2023:

Semi Specs Fully Loaded at 82k lbs Gross Combination Weight

  • Mile Range
    Approximately 300 or 500 miles
  • 0-60 mph
    20 seconds
  • Speed Up a 5% Grade
    Highway speed limit
  • Powertrain
    3 independent motors on rear axles
  • Energy Consumption
    Less than 2 kWh per mile
  • Fast Charging
    Up to 70% of range in 30 minutes
  • Fuel Savings (est.)
    Up to $200,000 over 3 years

Wer ist zuerst am Markt? Grossserienproduktion Tesla soll 2024 starten, Daimler Truck? Und Nikola mit Aussenseiterchancen in der Nische?

Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen. In der Computer Bild, 18.07.2023, heisst es: „Aufgrund von Engpässen bei der Beschaffung von Batterien kommt Teslas schwerer Elektro-Lkw erst später in die Serienproduktion als vorgesehen. Das verkündete Elon Musk jüngst auf einer Konferenz texanischen Austin. Demnach könne das Unternehmen den sogenannten „Semi“ aller Voraussicht nach erst 2024 in großer Serie produzieren.“ (Computer Bild, 18.07.2023, „Kein Elefantenrennen: Tesla Semi überholt andere Lkw mühelos“, Przemyslaw Szymanski)

Oder in transinfo: „Der Semi soll vollständig in der Gigafactory in Texas gebaut und montiert werden. Ab 2024 will Tesla in Serienproduktion gehen und pro Jahr etwa 50.000 Semi-Elektro-LKW in Nordamerika fertigen. Teslas E-Sattelschlepper soll auch in Europa verkauft werden, doch Einzelheiten dazu wurden während der Veranstaltung nicht genannt.“ (transinfo, 3.12.2022, „LKW-Test mit erstaunlicher Reichweite. Tesla kann für Wirbel sorgen“, Sabina Koll)

Und was machen die anderen? Daimler Truck, Traton oder Nikola?

Und Nikola? Von der Tesla Initiative wohl eher nur „am Rande betroffen“. Nikola ist – noch? – zu klein, um wirklich den Player Tesla im Tagesgeschäft zu spüren. Aber Tesla verliert Perspektive. Wenn Tesla den mit seinem SemiTruck Masstäbe setzt,w ie zuvor mit seinen PKW-Modellen, könnte es zumindest für den tre BEV auf Dauer eng werden – zum Nischendasein verdammt?
Und auch die sonstige Nachrichtenlage bei Nikola ist derzeit mehr als durchwachsen. Ärgerliche Probleme im Umfeld des Rückrufs und Verkaufsstopps für die auf eine positive Grundstimmung angewiesene Nikola, um frisches Geld für ihr Überleben zu erhalten. Auch der Brain Drain könnte bedenklich stimmen. ABER: Auf Dauer zählt es, die Ziele für 2023 zu schaffen, ein eventueller Short Squeeze kann nur temporär Aktienkurse beeinflussen, wenn auch extrem. Gleiches gilt für diese Batterieprobleme. Am Ende zählt nur eines: Gelingt es, die Auslieferungszahlen zu schaffen? Insbesondere die geplanten FCEV-Zahlen, die erst im Q4/23 starten sollen? Kann man den Kapitalmarkt davon überzeugen, dass man – irgendwann – profitabel werden kann? Man wird sehen…
Grand City Properties. DEFAMA. FCR Immobilien. Dreimal Immobiliengesellschaften in Meldungen. Verschiedene Botschaften.
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