home24 Aktie für 7,50 EUR „abgeben“? Oder auf Squeeze-Out und höhere Bewertung „zocken“.

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Home24 Aktie verdopplet sich - macht Sinn

home 24 Aktie konnte sich 2022 von den Kurstiefs bei 2,50 EUR schnell wieder verabschieden. Die Möbelhauskette XXXL Lutz hatte angefangen bei einer MarketCap con unter 100 Mio EUR Postionen aufzubauen und wagte sich dann mit einem Übernahmeangebot, das den Aktienkurs „mal eben verdoppelte“,an die Öffentlichkeit. Zu einem „Unternehmenswert“ von rund 250 Mio EUR – 7,50 EUR je Aktie bei einem damals aktuellen Kurs von 3,35 EUR, wollte man die Aktionäre rauskaufen und so die zertrümmerten Kurse im Online-Sektor nutzen, um Synergien mit dem stationären Geschäft der XXXL-Lutz-Gruppe zu heben. Perfekte Ergänzung, so schien und scheint es. Am 2.01.2023 kam die Meldung von XXXL Lutz: Man habe sich nach einer gesetzten zweiten Annahmefrist insgesamt – nach einer von der XXXL Lutz Gruppe allein gezeichneten und durchgeführten Kapitalerhöhung – 92,67 % von home24 SE gesichert.

2G Energy konnte im ersten Halbjahr die Folgen der Lieferengpässe überwinden, steigerte kräftig den Output und schöpft Fantasie aus H2-BHKW.

Und dann – üblicher Ablauf – Delisiting angekündigt verbunden mit Delisting-Angebot, wieder zu 7,50 EUR.

Bei den bisher erfolgten Schritten hin zu einer voll integrierten, zu 100% zur XXL-Lutz-Gruppe gehörenden „Onlineverkaufsplattform“ ist man gut vorangekommen, obwohl die freien Aktionäre anfangs eher widerstrebend sich dem Übernahmeangebot angeschlossen haben: So überzeugend, wie sich die im Januar erreichten 92,67% anhörten, waren sie nicht. Denn eigentlich angedient wurden „nur“ 69,25% der home24-Aktien, den Rest brachte die Kapitalerhöhung ohne Bezugsrecht. Aber so ist es nun mal, wenn Mehrheitsverhältnisse vorliegen, die eine Hauptversammlung majorisieren können. Und das Ergebnis wird noch schlechter, wenn man bedenkt, dass bereits bei Verkündigung des Übernahmeangebots mit den wichtigsten Aktionären eine Mehrheit von 60% gesichert worden war. Also haben nur 25% der freien Aktionäre zugegriffen oder eben 75% das Angebot als zu niedrig abgelehnt.

Im Janaur waren noch rund 75% der freien Aktionäre an Bord geblieben – Kleinanleger und bestimmt der ein oder andere spezialisierte Investor,…

….der auf eine Prämie in einem Squeeze-Out-Verfahren und im Rahmen möglicher Klageschritte spekuliert. Also reden wir Stand Januar – eigentlich von knapp einem Drittel der Aktien/Aktionäre, die weiterhin „an der home24“ beteiligt sein wollten. Warum? Viele werden wohl noch zu Kursen weit über dem gebotenen Übernahmekurs eingestiegen sein und hoffen auf eine Nachbesserung. Oder erwarten in Zukunft ein Squeeze-Out. Und hoffen hier natürlich auf ein höheres Abfindungsangebot. Dazu kann man bei solchen Verfahren fast regelmässig darauf setzen, dass aktivistische Investoren vor Gericht die gutachterlichen Werte anfechten und oft, allein wegen des Zeitgewinns, eine weitere Erhöhung des „Preises“ erreichen können.

Und jetzt – bei einem Stand von 95,24% – hat man bereits die Squeeze-Out-Schwelle überschritten,

was das weitere Ergebnis des noch bis zum 8. September laufenden „Delisting-Angebots“ für die home24-Aktionäre für die anstehenden weiteren Verfahrensschritte der XXXL Lutz-Gruppe irrelevant macht. Sicher ist,das Delisting der home24 Aktie und damit die reduzierte Auswahl an Handelsplätzen für die Aktie. Weiterhin handelbar wird die home24 Aktie auf jeden Fall an der Hamburger Börse sein – natürlich aufgrund des geringeren Freefloats mit einem dünnen Handelsbuch, sodass alle Orders, ob Kauf oder verkauf, streng limitiert platziert werden sollten.

HIER AUSZUGSWEISE DIE AKTUELLE UNTERNEHMENSMELDUNG DAZU: „Das öffentliche Delisting-Erwerbsangebot („Angebot“) der RAS Beteiligungs GmbH, der LSW GmbH und der SGW-Immo-GmbH, drei Gesellschaften um die XXXLutz Gruppe („XXXLutz“), für alle noch ausstehenden Aktien der home24 SE („home24“ oder die „Gesellschaft“) läuft noch bis zum 8. September 2023 um 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main). Bis zum Ende dieser Frist haben die Aktionäre von home24, die das Angebot noch nicht angenommen haben, die Gelegenheit, ihre Aktien im Rahmen des Angebots anzudienen.

Zum heutigen Tag hält XXXLutz gemeinsam mit verbundenen Gesellschaften bereits 95,24 % des derzeitigen Grundkapitals von home24. Die Bieterinnen haben bereits die Prüfung eines Squeeze-outs der verbleibenden Minderheitsaktionäre angekündigt. (…) Der geplante Börsenrückzug wird voraussichtlich Konsequenzen für die home24-Aktie und die verbleibenden Aktionäre von home24 haben. So ist zu erwarten, dass der Handel mit home24-Aktien nach Vollzug des Angebots geringer sein wird und somit die Liquidität der home24-Aktie sinkt. Dies kann dazu führen, dass Kauf- und Verkaufsaufträge im Hinblick auf die home24-Aktie nicht oder nicht rechtzeitig ausgeführt werden können. Ebenso kann es durch die verringerte Liquidität auch zu stärkeren Kursschwankungen der home24-Aktie kommen.

Die Angebotsunterlage ist in deutscher Sprache sowie als unverbindliche englische Übersetzung zusammen mit weiteren Informationen zum Angebot auf der folgenden Website verfügbar:www.xxxlutz-offer.com

Und annehmen oder nicht?

Nochmals klargestellt: Delsiting heisst nicht Ende der Handelbarkeit der home24 Aktie. Gerade an der Börse Hamburg findet ein reger Handel „gedelisteter Aktien“ statt. Natürlich führt ein meist geringer Freefloat dieser Aktien zu teilweise erratischen Ausschlägen, sofern nicht streng limitiert geordert wird, aber mit Geduld und strenger Limitierung ist ein Handel „solcher Aktien“ möglich. Gilt für eine HolidayCheck, eine LS Invest, Rocket Internet und wie sie alle heissen. Zumindest so lange es nicht zu einem Squeeze Out kommt, der häufig das Börsendasein solcher Gesellschaften – oft nach Jahren des Freiverkehrsdaseins – beendet. Häufig aber auch zu interessanten Abfindungspreisen, die dann natürlich nur noch einem „Bruchteil“ der ehemaligen Aktionäre zur Verfügung stehen. Genau den derzeit – sofern nicht XXXL Lutz weiter zugekauft respektive weitere Andienungen erhalten hat – 4,76% der home24 SE.

INTERVIEW. Manz CFO M. Hochleitner im Interview. Dazu klare Worte zur Aktie.  Erfolgen. Und Misserfolgen. „Wir überzeugen nicht über den Preis…
Wie hoch letztendlich der im Rahmen des bereits mehr oder weniger angekündigten Squeeze-Out-Verfahrens ermittelte Abfindungspreis sein wird, kann derzeit nur schwer eingeschätzt werden. Operativ lief es vor der XXXL Lutz Übernahme nicht ganz rund bei home24, aber seitdem sollten sich die Synergien mit XXXL Lutz ausgezahlt haben, sofern zumindest die „Verrechnungen“ oder Geschäftsbeziehungen innerhalb der Gruppe „fair“ verbucht werden sollten. Natürlich immer eine subjektive Wertung. Was natürlich auch Tür und Tor für eventuelle Klagen gegen den Squeeze-Out-Preis erleichtern sollte. Und hier gilt durchaus: Je mehr Ärger die „paar freien Aktionäre“ machen können oder wollen, desto höher letztendlich der Abfindungspreis – sind ja nur noch 4% oder so…
Eine Spekulation auf die „Penetranz“ der sicherlich engagierten aktiven Investoren und die wirtschaftliche Erholung der home24 in den letzten Jahren. Jahren, denn Geduld wird auf jeden Fall erforderlich sein – kann gut und gerne 3, 5 oder auch schon gesehene 10 Jahre dauern…
Spannende Story – mit der Gewissensfrage für bestehende Aktionäre… Bei HolidayCheck wählte man ja auch ein Übernahmeangebot für die restlichen Aktionäre in Verbindung mit einem Delisting. Aktuell handelt die Aktie viele Monate später in Hamburg deutlich über dem Übernahmeangebotspreis – es gab zumindest keinen Einbruch und die Aktionäre haben die Chance, das Wiedererstarken des Reisemarktes in den nächsten Jahren als „Miteigentümer“ mitzuerleben…
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