2G Energy AG: Neuanlagengeschäft gibt Umsatzboost. Dazu: H2-BHKW als erster in Serie. Technologieführer als Extrabonus?

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2G Energy AG achieves market breakthrough in hydrogen technology in UK
2G Energy AG (ISIN: DE000A0HL8N9), einer der international führenden Hersteller von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen, setzt neben Wasserstofflösungen, wo man zuletzt schöne Auftragseingänge aus Japan verzeichnen konnte, auch auf Entwicklung von Grosswärmepumpen –

Gesetzgebung schaffe hier zukünftig Nachfrage. Während die generelle Linie der Decarbonisierungspolitik 2G Energy entgegenkommt, so bremste im letzten Quartal der politische Hickhack um das Gebäudeenergiegesetz die Unternehmensentwicklung. Denn bei Unsicherheit bleiben die Aufträge erstmal auf dem Schreibtisch – bestellt wird, wenn die Bedingungen klar sind. Diese Unsicherheit in Deutschland und entsprechende Zurückhaltung bei Aufträgen ist der einzige Wermutstropfen, wenn man sich die aktuellen Umsatzzahlen für das erste Halbjahr ansieht:

Überwindung der Lieferengpässe lässt Produktion uns Auslieferungen anspringen – Umsatz der 2G Energy plus 19%, Neuanlagen-Umsätze plus 27%,…

… was die zukünftigen Serviceumsätze weiter steigern wird. Während der Gesamtumsatz um 19% auf 135 Mio EUR anstieg, konnte der Umsatz im Neuanlagengeschäft sogar um rund 27% auf 58,7 Mio EUR gesteigert werden. Logischerweise „hinterherhinkend“, wohl besser sprintend, der um 13% angestiegene Umsatz im Servicegeschäft – 76,8 Mio EUR.

Im abgelaufenen Halbjahr konnte 2G Energy offensichtlich die Lieferengpässe nachhaltig überwinden. Die spürbar entspanntere Materialversorgung, zusammen mit dem seit Jahren verfolgten Lead-to-Lean-Projekt zur Implementierung industrieller Prozesse, habe erneut eine substanzielle Steigerung des Fabrikoutputs, der nach vorläufigen Zahlen wohl um 20% zulegte, ermöglicht. „Unsere Beschaffungs- und Produktionsorganisation hat wiederholt ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt“, so CEO Christian Grotholt. „Zusammen mit dem nach wie vor sehr hohen Auftragsbestand bieten die Halbjahresumsätze beste Voraussetzungen, unser ambitioniertes Wachstumsziel für 2023 zu erreichen.“

Dazu sieht sich 2G Energy als First Mover im Bereich wasserstoffbetriebener BHKW – Zukunftsmusik, die schon begonnen hat?

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte 2G seine weltweite Technologieführerschaft bei stationären Wasserstoffmotoren ausbauen. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr sechs Aufträge zur Lieferung von reinen Wasserstoff-BHKW akquiriert, die ganz überwiegend im Ausland ans Netz gehen werden.

„Zwar melden Wettbewerber nun vereinzelt ebenfalls, dass ihre BHKW mit reinem Wasserstoff betrieben werden könnten“, so CTO Frank Grewe, „aber nach unserer Beobachtung handelt es sich bei diesen Maschinen um Prototypen oder allenfalls um Nullserienmaschinen. Umso mehr freut es uns, dass wir nun zunehmend Aufträge gewinnen, bei denen unsere H2-BHKW vollständig kommerziell genutzt werden, unsere Kunden also klare Renditeerwartungen mit unseren H2-BHKW anstreben.“  

ZUKUNFT: Bundesregierung verdoppelte mal eben die für 2030 geplante Elektrolyseurkapazität in Deutschland – Feststimmung bei 2G Energy wegen der Auswirkungen auf KWK-Nachfrage.

Aus der Presse-Erklärung der Bundesregierung zum „Markthochlauf für Wasserstoff beschleunigen – Bundeskabinett beschliesst Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie“ nur zwei kurze Auszüge, die 2G Enenrgy’s Zufriedenheit nachvollziehbar machen: „Der Markthochlauf von Wasserstoff, seinen Derivaten und Wasserstoffanwendungstechnologien wird deutlich beschleunigt und das Ambitionsniveau entlang der gesamten Wertschöpfungskette massiv gesteigert.“ UND „Zur perspektivischen Nutzung von Wasserstoff bei der zentralen und dezentralen Wärmeversorgung werden die Rahmenbedingungen aktuell im GEG, in der Wärmeplanung sowie im europäischen Gasmarktpaket weiterentwickelt.“ VOLLSTÄNDIGE PRESSEERKLÄRUNG – HIER.

INTERVIEW. Manz CFO M. Hochleitner im Interview. Dazu klare Worte zur Aktie.  Erfolgen. Und Misserfolgen. „Wir überzeugen nicht über den Preis…

Und 2G Energy fasste die Zufriedenheit in schöne Worte: 2G Energy „begrüßt die gestern vorgestellte Wasserstoff­strategie. Insbesondere die bis zum Jahr 2030 auf 10 GW verdoppelten Ausbauziele in der Wasser­stoffproduktion sowie die deutliche Hinwendung zur mehr Technologieoffenheit dürfte die Nachfrage nach wasserstofffähigen KWK-Lösungen in den Jahren vor 2030 und danach spürbar steigern.“ (2G Energy, CN, 27.07.2023)

Alle Zeichen weiter auf Wachstum bei 2G Energy.

Angesichts des unverändert hohen Auftragsbestands, der stetig steigenden Serviceerlöse sowie der bereits erzielten Umsatzerlöse bestätigt der Vorstand die schon kommunizierten Unternehmensziele für das laufende Geschäftsjahr (Umsatzerlöse in einer Bandbreite von 310 bis 350 Mio EUR bei einer EBIT-Marge zwischen 6,5 % und 8,5 %). „Wir gehen unter Berücksichtigung der Unsicherheiten in der deutschen und europäischen Energie­politik weiterhin davon aus, dass wir unsere Umsatz- und Ergebnisziele für dieses Jahr und für nächstes Jahr, nämlich einen Umsatz von bis zu 390 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge von 8,5 bis 10,0 % zu erwirt­schaften, erreichen werden“, so CFO Friedrich Pehle.

Kapazitätserweiterung durch Errichtung einer neuen Mehrzweckhalle

Vor dem Hintergrund dieser langfristigen Wachstumsziele errichtet 2G derzeitig am Standort Heek eine neue Mehrzweckhalle mit ca. 1.250 qm Grundfläche und einer Höhe von 13 m.„Wir haben uns bewusst für eine Mehrzweckhalle entschieden,“ so COO Ludger Holtkamp, „denn das Servicegeschäft nimmt Jahr für Jahr deutlich zu und das Produktportfolio wird ständig erweitert, dem­nächst mit der Großwärmepumpe. Unsere Werks­strukturplanung muss sich also flexibel für neue Märkte auf­stellen und genug Reserven vorsehen.“

Aktuelle Verteilung des Auftragseingangs im abgelaufenen Quartal wie folgt dar:
Q2 2023 Q2 2022 Abweichung
in MEUR in % in MEUR in % in MEUR in %
Deutschland 17,3 47 % 36,3 60 % -19,0 -52 %
Übriges Europa 10,1 27 % 19,3 32 % -9,2 -48 %
Nord-/Mittelamerika 2,6 7 % 0,7 1 % 1,9 271 %
Asien/Australien 2,5 7 % 1,5 2 % 1,0 67 %
Übrige Welt 4,3 12 % 3,1 5 % 1,2 39 %
Summe* 36,7 100 % 60,8 100 % -24,1 -40 %

* Es treten Rundungsdifferenzen auf.

INTERVIEW. Manz CFO M. Hochleitner im Interview. Dazu klare Worte zur Aktie.  Erfolgen. Und Misserfolgen. „Wir überzeugen nicht über den Preis…
Die Verteilung des vorläufigen Umsatzes im abgelaufenen Halbjahr stellt sich wie folgt dar:
H1 2023 H1 2022 Abweichung
in MEUR in % in MEUR in % in MEUR in %
Deutschland 83,7 61,8% 77,3 67,8% 6,4 8,2%
Übriges Europa 32,8 24,2% 21,2 18,6% 11,6 54,9%
Nord-/Mittelamerika 10,8 8,0% 8,5 7,5% 2,3 27,6%
Asien/Australien 2,4 1,7% 2,6 2,3% -0,2 -9,0%
Übrige Welt 5,8 4,3% 4,4 3,8% 1,4 32,0%
Summe* 135,5 100,0% 114,0 100,0 % 21,5 18,9%

* Es treten Rundungsdifferenzen auf.

Und trotz gesunkener Auftragseingänge im letzten Quartal – bestätigt durch die starke Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr – bestätigt der Vorstand explizit die zuletzt kommunizierten Umsatzziele für 2023 (310 bis 350 Mio EUR) . Dazu Wasserstoff-Aufträge, Energieeffizienz, dezentrale Lösungen, Digitalisierung der Prozesse, Pufferfunktion bei natürlicherweise schwankender „Produktion“ von Solar- und Windstrom – eine Gemengelage, die die 2G Energy zu einer interessanten Aktie macht. Und die aktualisierte Wasserstoffstrategie der Bundesregierung sollte „je näher es an 2030“ kommt, für weitere, zusätzliche Nachfrageimpulse sorgen. Eine Nachhaltigkeitsaktie. Mit Wachstumsperspektiven. Wenn es so läuft, wie es sich das Management vorstellt…


Chart: 2G Energy AG | Powered by GOYAX.de

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