General Standard | Eyemaxx befreit – startet grösstes Wohnbauprojekt der Firmengeschichte. Bei Berlin. Grundstück gekauft.

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Am 29.04..2021 endete die Unsicherheit bei Eyemaxx Real Estate AG (ISIN: DE000A0V9L94). Die notwendigen Zustimmungen der Anleihegläubiger konnten erreicht werden. Wenn auch um Haaresbreite – Thema erledigt.Und genau so handelt Eyemaxx heute: Offensichtlich brauchte es noch die Sicherheit auf der Anleiheseite, um ein Grossprojekt zu starten. Zumindest um es mitzuteilen. Was aus diesem Projekt geworden wäre, wenn die Anleihen vorzeitig kündbar geworden wären, wenn nicht 25,2 % der Gläubiger anwesend gewesen wären, sondern nur 24,9 %, kann man nur spekulieren. Uninteressant. Und wichtig: Ein reines Wohnprojekt. Keine Gastronomie. Keine Hotelprojekte. Denn solche haben die Bilanz 2020 verhagelt wegen notwendig gewordener Wertberichtigungen noch unbekannter Höhe.

Kaufvertrag für ein rund 104.000 Quadratmeter großes Grundstück bei Berlin unterzeichnet – 400 Wohneinheiten sollen entstehen

Und der städtebauliche Vertrag und der Bebauungsplan für das Wohngebiet „Venusbogen“ Bernau wurden bereits mehrheitlich in der Stadtverordnetenversammlung angenommen. Auf dem Grundstück wird in den kommenden Jahren das bislang größte deutsche Wohnbauprojekt der Firmengeschichte von Eyemaxx mit einem Volumen von über 200 Mio. EUR realisiert. Insgesamt sollen auf dem Areal in Bernau bei Berlin unterschiedliche Gebäudetypen wie Doppelhäuser, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser mit insgesamt rd. 400 Wohneinheiten errichtet werden. Darüber hinaus sind rd. 250 Tiefgaragenplätze sowie ausreichend Außenstellplätze geplant.

Kurt Rusam, COO von Eyemaxx: „Mit dem neuen Wohnprojekt mit Gartenstadtcharakter in Bernau bei Berlin, dem größten unserer Firmengeschichte, haben wir das aktuelle Marktumfeld genutzt, um als starker Immobilieninvestor unsere Projektpipeline auszubauen. Wir erwarten dabei eine sehr breite Nachfrage am attraktiven Wohnungsmarkt im Großraum Berlin. Das Projekt liegt in einer wachstumsstarken Region nur gut fünf Kilometer von der Stadtgrenze Berlins entfernt und verfügt über eine gute öffentliche Anbindung.

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Die deutsche Hauptstadtregion zeichnet sich durch eine traditionell hohe Nachfrage nach Wohnraum aus, sodass wir in einem sehr stabilen und wachsenden Segment aktiv sind. Eyemaxx unterstreicht mit diesem Projekt auch seine Anstrengungen und die zunehmende Bedeutung beim Thema Nachhaltigkeit durch die Beteiligung an der Renaturierung der Panke und der Wuhle, drei Waldaufforstungen sowie der Errichtung von Amphibiendurchlässen unter dem Venusbogen. Mit dem neuen Projekt schreiben wir ein weiteres Kapitel in der Geschichte von Eyemaxx. Das Gesamtvolumen unserer Projekte liegt nunmehr bei rund 1,4 Mrd. Euro.“

Das Projekt deckt einen bestehenden Bedarf – fast ein Selbstläufer

Der gartenstädtische Charakter wird vor allem durch die Anlage eines 3,5 Hektar großen Parks mit Teichen erreicht. Auch ist der Bau eines Regenwasserrückhaltebeckens geplant. Und ein Teil des Grundstückes wird für den Bau einer Kita kostenlos an die Stadt übergeben. Darüber hinaus ist der Bau von 20 Sozialwohnungen vorgesehen. Der Baubeginn soll im zweiten Quartal 2022 erfolgen. Das neue Projekt befindet sich in unmittelbarer Nähe des historischen Stadtkerns von Bernau und verfügt über eine gute Infrastruktur durch die Nähe zu S- und Regionalbahnen sowie durch die Anbindung an die Autobahnen A10 und A11 und die Bundesstraße B2. Und die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist nicht zuletzt bedingt durch die Corona-Pandemie sowie Homeoffice und Homeschooling weiter merklich angestiegen. Auf diesem sehr soliden und krisensicheren Segment soll auch weiterhin der vermehrte Fokus von Eyemaxx liegen. MAN HAT GELERNT.

Am 29.04.2021 Erleichterung. Es hat gereicht: Beim Wackelkandidaten waren es immerhin 25,2 % – reichte

So knapp. Aber letztendlich egal. Der Erfolg bleibt, die Quote ist letztendlich vollkommen egal: Es war spannend. Um 12:14 Uhr die erste Abstimmung-

„Die Anleihegläubiger der Unternehmensanleihe 2018/2023 (ISIN DE000A2GSSP3) der Eyemaxx Real Estate AG (ISIN DE000A0V9L94; „Eyemaxx“) haben auf der heutigen Anleihegläubigerversammlung der Anpassung der Anleihebedingungen mit großer Mehrheit zugestimmt. An der Versammlung nahmen 28,13 % des Nominalkapitals teil. Damit wurde das erforderliche Mindestteilnahmequorum von 25 % übertroffen.“

Leichte Nervösität kam auf. Dann um 14:38 der erklärte wackelkandidat – haarscharf –

„Die Anleihegläubiger der Unternehmensanleihe 2019/2024 (ISIN DE000A2YPEZ) der Eyemaxx Real Estate AG (ISIN DE000A0V9L94; „Eyemaxx“) haben auf der heutigen Anleihegläubigerversammlung der Anpassung der Anleihebedingungen mit großer Mehrheit zugestimmt. An der Versammlung nahmen mehr 25,2 % des Nominalkapitals teil. Damit wurde das erforderliche Mindestteilnahmequorum von 25 % übertroffen.“

Dann um 17:40 Uhr eigentlich nur noch Formsache –

„Die Anleihegläubiger der Eyemaxx Real Estate AG (ISIN DE000A0V9L94; „Eyemaxx“) haben für die vorgeschlagenen Anpassungen der Anleihebedingungen der Unternehmensanleihen 2018/2023 (ISIN DE000A2GSSP3), 2019/2024 (ISIN DE000A2YPEZ1) und 2020/2025 (ISIN DE000A289PZ4) gestimmt. Es waren 38,7 % des Nominalkapitals vertreten mit mehr als 99,3 % Zustimmung zur Anpassung der Anleihebedingungen.“
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Dr. Michael Müller, CEO der Eyemaxx: „Wir freuen uns, dass alle drei Anleihegläubigerversammlungen erfolgreich verlaufen sind und die Bedingungen unserer Unternehmensanleihen entsprechend angepasst werden. Damit ist die Grundlage geschaffen, dass das Finanzmanagement unseres Unternehmens nicht mehr den temporären Wertschwankungen einzelner Projekte im Zuge der COVID-19- Pandemie ausgeliefert ist. Jetzt können wir uns wieder voll und ganz auf unser operatives Geschäft konzentrieren und haben die Basis für weitere solide Unternehmensentwicklungen geschaffen. Unser Dank gilt allen Anleihegläubigern für ihre Unterstützung.“

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Zuvor geschehen ist

Wie bereits in unserem Artikel vom 15,04,2021 berichtet: Seit Eyemaxx am 05.02.2021 aufgrund von Bewertungsabschlägen mitteilen musste“ Demnach würde auch für das Gesamtjahr keine Verbesserung gegenüber dem Halbjahresergebnis erreicht werden. Dass die ursprüngliche Prognose nicht erreicht werden kann, ist der gutachterlichen Anpassung von Projektbewertungen aufgrund der Covid-19-Pandemie geschuldet. Dies betrifft gewerbliche Projektentwicklungen. Damit sind keine negativen Liquiditätseffekte für Eyemaxx verbunden.“

Ging es nahtlos weiter – am 24,02.2021 wurde es konkret: „Jahresergebnis 2019/2020 durch Corona-Effekte voraussichtlich bei -26,0 bis -28,0 Mio. Euro / Jahresfinanzbericht wird voraussichtlich in der 2. Märzhälfte vorgelegt“. Tröstlich für die Aktionäre, dass zumindest die Bewertungsabschläge, die Grund für den Verlust sind, möglicherweise bei einer Erholung der Tourismusbranche nach Corona wieder „aufgeholt werden könnten“.

Aber zwei Probleme drohten und machten unsicher im März: Anleihebedingungen mit Mindesteigenkapitalquoten und nochmalige Verschiebung der Bilanzen mit erhöhter Bandbreite von 28-35 Mio EUR Verlust

Im März ging es dann bedenklich weiter: Am 15.03.2021 wurde eine Kapitalerhöhung angekündigt – auch notwendig wegen der drohenden Verluste in 2020, die die Eigenkapitalquote der Eyemaxx gefährlich belasten werden. Und die über börsengehandelte Kapitalmarktanleihen finanzierte Gesellschaft muss gewisse Quoten gemäss Anleihebedingungen einhalten.

Es hörte sich offiziell so an: „Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, dass die Gläubiger der Unternehmensanleihen 2018/2023, 2019/2024 sowie der Anleihe 2020/2025 zu einer Gläubigerversammlung eingeladen werden, in der die Verpflichtung zur Einhaltung einer Eigenkapitalquote im Konzern gestrichen wird. Damit entfällt auch das entsprechende etwaige Sonderkündigungsrecht. (…) Damit die Emittentin mehr Flexibilität bezüglich der Eigenkapitalquote im Konzern erhält, soll die Anforderung an die Eigenkapitalquote im Konzern bei allen ausstehenden Anleihen entfallen. Bei den Anleihen 2018/2023 und 2019/2024 besteht bisher die Regelung, dass bei Nichterreichen einer 20%igen Eigenkapitalquote ein Sonderkündigungsrecht besteht. Bei der Anleihe 2020/2025 beträgt die Anforderung an die Eigenkapitalquote 15%.“

Am 26.03. dann nochmalige Verzögerungen, mehr  Verlust – kommt da etwa noch mehr?

Offensichtlich ist die Diskussion mit den Wirtschaftsprüfern über die Projektbewertungen im Fluss und könnte zu noch höheren Abwertungen führen.

„Bedingt durch die verschärfte Covid-19-Pandemie bestehen weiterhin Auffassungsunterschiede über die Bewertungen der Immobilienprojekte, die das Eyemaxx-Management auf Basis aktueller Sachverständigengutachten ansetzt sowie den nach Auffassung der Wirtschaftsprüfer noch weiter zu reduzierenden Wertansätzen. Die Spanne für das Jahresergebnis liegt derzeit abhängig von diesen endgültigen Bewertungsergebnissen im Bereich zwischen -28 und -35 Mio. Euro.

Und die Ergebnisse der Abstimmungen ohne Versammlung für die Anleihen 2018/2023, 2019/2024 und 2020/2025 zur beantragten Reduzierung der Mindesteigenkapitalquoten für Sonderkündigungsrechte sind wichtig für die Testierung der 2020er Bilanzen. Wenn die Anleihen per Sonderkündigungsrecht gekündigt würden, wäre wahrscheinlich die Fortführungsfähigkeit des Unternehmens infrage zu stellen. Wird immer enger für Eyemaxx. Verschiebung der Bilanz „voraussichtlich bis in den Mai 2021.“

Und dann stellt der Vorstand sich klugerweise auf die Seite der Anleihevertreter – verfehlt aber das nötige Quorum – man muss in die Verlängerung!

Um weitere Verzögerungen und ein mögliches Scheitern der essentiellen Änderungen in den Anleihebedingungen zu vermeiden, stellte sich der Vorstand cleverer weise auf die Seite der Vertreter der Anleihegläubiger. Denn diese hatten einen Gegenantrag zum Wunsch des Vorstands jegliche Eigenkapitalerfordernisse in den Anleihebedingungen ersatzlos zu streichen gekontert.

Und so schien dann am 29.03.2021 die Chose gegessen: „Der Vorstand der Eyemaxx Real Estate AG (ISIN DE000A0V9L94; „Eyemaxx“) hat heute Gegenanträge zur Abstimmung der Anleihegläubiger ohne Versammlung erhalten. Der Vorstand hat daraufhin nach Prüfung beschlossen, dass die Gesellschaft sich diesen Anträgen anschließt.

Statt das Erfordernis einer Mindesteigenkapitalanforderung in den jeweiligen Anleihebedingungen ganz abzuschaffen, wie von der Gesellschaft in den Aufforderungen zu der Abstimmung an die Anleihegläubiger vorgeschlagen, sollen die Gläubiger der Unternehmensanleihen 2018/2023 und 2019/2024 in der Abstimmung ohne Versammlung der Absenkung der Einhaltung der Mindesteigenkapitalquote im Konzern auf 15 % zustimmen bzw. soll bei der Anleihe 2020/2025 die Mindesteigenkapitalquote im Konzern von 15 % fortbestehen.

Steinhoff Generalversammlung mit Klatsche fürs Board – aber zumindest Chancen. Falls der Vergleichsvorschlag Erfolg hat und die Schulden sinken.

Inhalt der Gegenanträge, denen sich die Gesellschaft anschließt, ist außerdem, dass bei fehlender Einhaltung der Mindesteigenkapitalquote im Konzern von 15 % und bei fehlender Wiederaufholung dieser Quote innerhalb einer Frist von 12 Monaten eine zusätzliche Verzinsung von 0,5 % p.a. gezahlt werden muss. Fällt die Eigenkapitalquote im Konzern unter 10 %, soll die Gesellschaft nach den Gegenanträgen verpflichtet werden, jeweils einen gemeinsamen Vertreter zu bestellen.“

Guter Deal: Tausch von etwas höheren Zinsen gegen drohende Sonderkündigungsrechte der Anleihegläubiger!

Und so hätte der Start der Kapitalerhöhung – auch zur Stärkung der Eigenkapitalbasis – am 30.03.2021 eigentlich eine Entspannung einläuten können: Im Verhältnis 5:1 gibt es neue Aktien zu 3,00 EUR in einer Bezugsfrist vom 06.04.2021 bis zum 20.04.2021. Aber bis dann Gewisssheit über den Erfolg dieser Massnahme bestehen könnte, muss man ein Scheitern eingestehen:

Zwar stimmten die Anleihegläubiger mehrheitlich für die Änderung der Bedingungen, aber die notwendigen Mindestteilnehmerquoten wurden verfehlt. Einmal sogar deutlichst!

so dass nun nach der virtuellen Abstimmung eine klassische Versammlung mit einer von 50% auf 25% reduzierten Mindestteilnehmerquote die Erlösung bringen muss. Das ist der am 12.04.2021 mitgeteilte Stand. Und hierfür stehen die Chancen gut, denn „virtuell“ erreichte man immerhin 26 % im Schnitt. Aber eine Anleihe erreichte nur 20,24 % Präsenz, so dass hier möglicherweise auch bei der Präsenzvernastaltung zittern angesagt ist!

Im Wortlaut der heutigen Presseerklärung:„…gibt bekannt, dass bei den Abstimmungen ohne Versammlung, betreffend der Unternehmensanleihen 2018/2023 (ISIN DE000A2GSSP3), 2019/2024 (ISIN DE000A2YPEZ1) und 2020/2025 (ISIN DE000A289PZ4), das notwendige Teilnahmequorum von 50 % nicht zustande kam. Für die Anleihe 2018/2023 lag das Quorum bei 25,89 % der ausstehenden Schuldverschreibungen. Für die Anleihe 2019/2024 lag das Quorum bei 20,24 % und für die Anleihe 2020/2025 bei 39,38 %.

Im nächsten Schritt wird Eyemaxx daher kurzfristig zu einer zweiten Gläubigerabstimmung in Form einer Präsenzversammlung für alle drei Anleihen am 29. April 2021 in München einladen. Die Einladungen werden am Dienstag, 13. April 2021, im Bundesanzeiger sowie auf der Website von Eyemaxx veröffentlicht. Das erforderliche, reduzierte Teilnahmequorum beträgt dann jeweils 25 % der ausstehenden Anleihen.“

In Optimismus machte am 12.04.2021

Dr. Michael Müller, CEO Eyemaxx Real Estate Group: „Wir konnten bei der ersten Abstimmung eine durchschnittliche Beteiligung von rund 26 % erreichen und fast alle Teilnehmer haben positiv abgestimmt. Eyemaxx wird den Dialog mit Anleihegläubigern noch weiter intensivieren und ist sehr optimistisch, dass das erforderliche Quorum und die Zustimmung in der 2. Gläubigerversammlung erreicht werden.“

Aber es ist noch offensichtlich viel Überzeugungsarbeit zu leisten – insbesondere bei der besonders „wackligen“ 2019/2024er Anleihe. Scheitern ist möglich! Und eine etwaige  Sonderkündigung könnte bei dieser Anleihe zu ernsthaften Problemen führen! Für jeden, der eine Erholung im Tourismussektor auf Vorkrisenniveau innerhalb überschaubarer Zeit erwartet, könnten sowohl Anleihen als auch Aktie einen zweiten Blick wert sein. Aber wenn das notwendige Quorum tatsächlich verfehlt werden sollte. Wenn tatsächlich die Anleihegläubiger nicht in ausreichender Zahl im eigenen Interesse für eine Änderung de rBedingunegn stimmen sollten, dann scheint vieles möglich.

Und am 15.04.2021 holte man sich professionelle Hilfe

Mit dem ehemaligen Wiener Börse-Vorstand Dr. Zapotocky zieht ein ausgewiesener Bank- und Kapitalmarktexperte in das Aufsichtsratsgremium von Eyemaxx ein. Nach beruflichen Stationen bei der Erste Bank AG, der Österreichischen Länderbank und der Bank Austria war er von 2000 bis 2006 Co-Vorstandsvorsitzender der Wiener Börse. Im Jahr 2006 gründete er die BAST Unternehmensbeteiligung, bei der er bis 2016 Vorstandsmitglied war. Bei der Sberbank Europe AG war Zapotocky von November 2016 bis Oktober 2019 Vorstandsmitglied. Daneben begleitete er zahlreiche Aufsichtsratspositionen, u. a. bei der Österr. Industrieholding AG. Seit Oktober 2019 ist er Vorstandsvorsitzender der RPR Privatstiftung Wien.

Dr. Michael Müller, CEO der Eyemaxx: „Wir freuen uns, mit Dr. Zapotocky einen namhaften Kenner des Kapitalmarkts in unserem Aufsichtsrat begrüßen zu dürfen. Wir sind überzeugt, dass Herr Dr. Zapotocky wichtige Impulse für die weitere Entwicklung von Eyemaxx liefern kann und freuen uns über seine Bereitschaft, unser Unternehmen als Aufsichtsrat zu unterstützen.“

Davor gab es einen Brief an die Anleihegläubiger. Wohl der Anfang der Charmeoffensive

Und den Ernst der Lage scheint mittlerweile der CEO Dr. Michael Müller erkannt zu haben.  Der Appell:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionäre, Anleihegläubiger und Geschäftspartner,

Jetzt gilt’s! Wir brauchen Ihre Mitwirkung am 29.4. bei der Anleihegläubiger Versammlung. Sie können persönlich teilnehmen, oder eine Vollmacht erteilen. Gemeinsam können wir durch ein positives Votum zur Änderung der Anleihebedingungen Eyemaxx stabil und zukunftssicherer aufstellen. Bereits die Abstimmung ohne Versammlung hat uns gezeigt, dass eine überwältigende Zahl der Teilnehmer dazu bereit ist. Wir haben jedoch die notwendigen Mindestteilnahmequoten nicht erreicht, aber für die nun anstehende Anleihegläubigerversammlung sind diese auf nur 25 % halbiert worden! Entsprechend optimistisch sind wir nach den bisherigen Quoten, dass die Anleihegläubigerversammlung nun beschlussfähig und erfolgreich sein wird. Bitte wirken Sie daran mit!

(…)Das erforderliche, reduzierte Teilnahmequorum beträgt dann jeweils 25 % der ausstehenden Anleihen, die benötigte Zustimmung liegt bei 75 % des teilnehmenden Kapitals.Wir konnten bei der ersten Abstimmung im Durchschnitt eine gute Beteiligung erreichen und fast alle Teilnehmer haben positiv abgestimmt, was uns für die nächste Abstimmung optimistisch stimmt, dass das erforderliche auf 25 % reduzierte Teilnahmequorum und die entsprechende Zustimmung erreicht wird.Wir haben den Dialog mit Anleihegläubigern, sowohl großen Institutionellen als auch Kleinanlegern, seit Bekanntgabe des zweiten Termins noch weiter intensiviert um auch sicherzustellen, dass all jene, die an der ersten Abstimmung nicht teilgenommen haben, diesmal teilnehmen und uns unterstützen.

( Und das scheint auch notwendig zu sein. Aber ohne unken zu wollen – eine gute Beteiligung „im Durchschnitt“ reicht nicht aus! Ob die Intensivierung der Kommunikation ausreichend ist. Ob die Anleiheinhaber erreicht werden konnten? Auf jeden fall ist die derzeitige Unsicherheit Gift für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung und sollte – im Interesse der Aktionäre und Anleihegläubiger – möglichst mit der Präsenzveranstaltung am 29.04.2021.)

(…)Bei Fragen steht Eyemaxx jederzeit sehr gerne zur Verfügung.

Ich möchte Sie herzlich ersuchen, an dieser wichtigen Abstimmung teilzunehmen! Allfällige Ihnen in diesem Zusammenhang entstehende Bankkosten (insb. in Bezug auf die Ausstellung des erforderlichen Sperrvermerkes) bis EUR 50,- werden Ihnen von Eyemaxx vergütet.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Dr. Michael Müller, CMC
Vorstand Eyemaxx Real Estate AG

Am Freitag, dem 23.04.2021, gab es schon mal einen „Anschubser“ – mit relativ Selbstverständlichen versuchte man zu motivieren

Mit der Überschrift: „Eyemaxx Real Estate AG zahlt Zinsen für Anleihen überpünktlich“ weist man auf eigentlich Selbstverständliches hin – abgesehen von ein paar Tagen Vorauszahlung der Zinsen: „Zudem wurden die Zinsen für die Unternehmensanleihe 2018/2023 (ISIN DE000A2GSSP3) sogar früher als geplant (eigentlicher Termin: 26. April 2021) an die Anleihegläubiger überwiesen.“

Die Botschaft ist klar: Anleger können Eyemaxx vertrauen und werden auch zukünftig ihre Zinsen erhalten. Und es ist klar eine Frage des Vertrauens den Änderungsvorschlägen der Eyemaxx bei den Anleihebedingungen zuzustimmen. Natürlich wurde auch in dieser Presseerklärung auf die Abstimmung am 29.04.2021 hingewiesen.

Und nochmal

Jedenfalls gab es am 26.04.2021 eine „Erinnerung“ für die Anleihegläubiger: „Eyemaxx Real Estate AG weist erneut auf Anleihegläubigerversammlung am 29. April hin – an Stelle der Präsenz in München können auch Bevollmächtigte bestellt werden“ heisst es in eienr um 09:42 Uhr veröffentlichten Presseerklärung. Danach Altbekanntes: Präsenz notwendig, entscheidende Sitzung, verbesserte Bedingungen und – wichtig – Verzicht auf etwaige Sonderkündigungsrechte seitens der Anleihegläubiger.

Eyemaxx ist…

ist ein Immobilienunternehmen mit langjährigem, erfolgreichem Track Record mit dem Fokus auf großvolumige Wohnimmobilien sowie Büroimmobilien in Deutschland und Österreich. Darüber hinaus realisiert Eyemaxx in der jüngsten Firmengeschichte auch Stadtquartiersentwicklungen, deren Schwerpunkt Wohnungen, Büros, Serviced Apartments, Fitnesseinrichtungen und Einzelhandelsflächen sind. Teilweise sind auch Hotelentwicklungen in Deutschland ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie.

Die Geschäftstätigkeit von Eyemaxx basiert auf zwei Säulen. Dazu gehören zum einen renditestarke Projektentwicklungen und zum anderen ein fortschreitender Aufbau eines Bestands an vermieteten Gewerbeimmobilien, der laufende Mieterträge und damit stetige Zahlungsströme generiert. Eyemaxx baut dabei auf die Expertise eines erfahrenen Managements gemeinsam mit einem starken Team von Immobilienprofis und auf ein etabliertes und breites Netzwerk, das zusätzlichen Zugang zu attraktiven Immobilien und Projekten eröffnet. So konnte die Projektpipeline auf aktuell über 1 Mrd. Euro ausgebaut werden.“ (Unternehmensdarstellung)

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Aktuell (03.05.2021 / 14:00 Uhr) notieren die Aktien der Eyemaxx Real Estate AG im XETRA-Handel nahezu unverändert bei 3,50 EUR.


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