FRIEDRICH VORWERK Aktie wieder Richtung 100,00? Prognoseanhebung reicht?

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Friedrich Vorwerk - Dienstleister für die Energiewende. Nach Auftrag im deutlichen"dreistelligen Millionenbereich" heute Nummer 2 im Juni

Friedrich Vorwerk Aktie wurde im März 2021 zu 45,00 EUR „an die Börse gebracht“. Die MBB SE (ISIN. DE000A0ETBQ4), ein mittelständisches Familienunternehmen, hatte entschieden: Wer im Wasserstoffbereich zukünftig eine Rolle spielen will, der muss investieren und sich positionieren.

Und nach einem Tal der Tränen – Tiefstkurse von unter 10.00 EUR noch in 2023 – begann die Aktie der Friedrich Vorwerk Group SE (ISIN DE000A255F11) Spass zu machen. Anschlüsse der LNG-Terminals an die bestehende Infrastruktur, notwendige neuen Stromtrassen für die Energiewende, Anschlüsse von Offshore-Windparks ans Netz, neue H2-Leitungsnetze und Erweiterungen der Gaspipelines. Auf einmal war Friedrich Vorwerk dabei, bei allen Themen, die Wachstum und langfristige Investitionen versprachen. Dann löste man noch die aufgekommen Kostenproblematik durch „zu günstige angebote ohne Preissteigerungsklauseln“. Im Oktober letzten Jahres handelte die Aktie dann deutlcih über 100,00 EUR, danach verpuffte die Euphorie wieder, aktuell handelt man rund 25% tiefer bei aktuell 73,50 EUR (XETRA, 11:43 Uhr, Plus 10,19%). Kräftiger Sprung, ob er trägt bis zu den alten Hochs wird sich zeigen.

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Friedrich Vorwerk erhöht Prognose – Weckruf für den Aktienkurs?

Die FRIEDRICH VORWERK Group SE setzt ihren beeindruckenden Wachstumskurs fort und hat heute ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 zum zweiten Mal angehoben. Der auf Energieinfrastruktur für Gas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen spezialisierte Konzern aus Tostedt erzielte im dritten Quartal 2026 ein EBITDA von 80,9 Mio Euro und übertraf damit den Vorjahreswert von 51,3 Mio Euro um mehr als das 1,5-fache – ein Anstieg um 58 Prozent. Der Umsatz stieg im selben Zeitraum um 13,0 Prozent auf 228,3 Mio Euro.

…kann schwindlig werden von den ganzen Steigerungen.

Und weiter so: Bezogen auf die ersten neun Monate des Geschäftsjahres lag das EBITDA bei 173,4 Mio Euro, was einem Anstieg von rund 64,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Umsatz wuchs um 12,0 Prozent auf 565,6 Mio Euro, während sich die Produktionsleistung um 40,1 Prozent auf 791,7 Mio Euro erhöhte. Bemerkenswert: Trotz dieses starken Wachstums liegt der Nettofinanzmittelbestand zum 30. September 2026 bei 262,7 Mio Euro – ein Anstieg um 151,3 Mio Euro seit dem Vorjahresstichtag (111,4 Mio Euro). Nachdem Umsatz und EBITDA bereits im zweiten Quartal deutlich angestiegen waren, erreichten beide Kennzahlen im dritten Quartal erneut absolute Rekordwerte.

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Als wesentliche Treiber der Profitabilitätssteigerung nennt das Unternehmen den höheren Anteil an Arbeitsgemeinschaften sowie die signifikante Reduzierung der Materialaufwandsquote. Der Auftragseingang in den ersten neun Monaten lag bei 451,4 Mio Euro (Vorjahr: 419 Mio Euro). Das akquirierte Gesamtprojektvolumen, welches zusätzlich die anteiligen Auftragsvolumina der Arbeitsgemeinschaften enthält, betrug 618,1 Mio Euro (Vorjahr: 815,3 Mio Euro). Der Auftragsbestand zum 30. September 2026 liegt mit 907,2 Mio Euroweiterhin auf hohem Niveau, einschließlich der Arbeitsgemeinschaften beträgt er 1.245,5 Mio Euro.

Vor dem Hintergrund dieser hervorragenden Geschäftsentwicklung sowie eines unverändert positiven Ausblicks erwartet der Vorstand nunmehr einen Umsatz von 760-790 Mio Euro (zuvor: 730-780 Mio Euro) und ein EBITDA von 220-230 Mio Euro (zuvor: 180-200 Mio Euro). Die vollständige Quartalsmitteilung sei ab dem 12. November 2026 verfügbar.

Perspektiven: Friedrich Vorwerk als Schlüsselakteur der Energiewende.

Die Geschäftsentwicklung von Friedrich Vorwerk ist eng mit der Umsetzung der Energiewende in Deutschland und Europa verknüpft. Als führender Anbieter von Lösungen im Bereich der Energieinfrastruktur für Gas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen profitiert das Unternehmen von den enormen Investitionen, die für den Umbau der Energieversorgung notwendig sind. Der Ausbau der Stromnetze, die Anbindung von Offshore-Windparks, die Wasserstoffwirtschaft sowie die Modernisierung der Gasinfrastruktur gehören zu den zentralen Säulen der Energiewende – und genau in diesen Feldern ist Friedrich Vorwerk mit seinem Leistungsspektrum positioniert.

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Der hohe Auftragsbestand von über 1,2 Mrd Euro einschließlich Arbeitsgemeinschaften unterstreicht die langfristige Sichtbarkeit des Geschäftsmodells. Die gestiegene Produktionsleistung von 791,7 Mio Euro in den ersten neun Monaten zeigt, dass das Unternehmen seine Kapazitäten ausweiten konnte und die Nachfrage nach seinen Leistungen ungebrochen ist. Die Prognoseanhebung auf 760-790 Mio EuroUmsatz und 220-230 Mio Euro EBITDA für das Gesamtjahr 2026 spiegelt das Vertrauen des Vorstands in die weitere Geschäftsentwicklung wider.

Mit einer soliden Nettoliquidität von 262,7 Mio Euro auf Ebene Friedrich Vorwerk und 793,4 Mio Euro auf Ebene der MBB-Gruppe ist das Unternehmen finanziell bestens gerüstet, um die anstehenden Projekte zu realisieren und weiteres Wachstum zu finanzieren. Die Kombination aus operativer Stärke, finanzieller Solidität und einer klaren strategischen Ausrichtung auf die Energiewende macht Friedrich Vorwerk zu einem profilierten Gewinner der Transformation – und zu einem wesentlichen Baustein für das Gelingen der deutschen und europäischen Energiewende.

Chart Friedrich Vorwerk Aktie, powered by Goyax.de.
Anmerkung: MBB, den Namen des Hauptaktionärs kennt man doch?

1995 gründeten Gert-Maria Freimuth und Dr. Christof Nesemeier in Berlin die Nesemeier & Freimuth GmbH. Und die Idee hierzu wurde bereits 1986 während ihres Studiums in Münster geboren. 1997 übernahmen beide mit ihrer Gesellschaft die MBB Gelma Industrieelektronik GmbH. Dabei wurde die frühere Tochter des Konzerns Messerschmitt-Bölkow-Blohm  von der Daimler-Benz Aerospace AG erworben. Und fortan führte man das Kürzel MBB im Unternehmensnamen. Dann, 2006, folgte der Börsengang und im Jahr 2008 der Wechsel in den Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.

 

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