Drägerwerk: Bonjour tristesse. Aber zweites Halbjahr soll es „rausreissen“…

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Drägerwerk AG

Drägerwerk AG & Co. KGaA (ISIN: DE0005550602) konnte in der Corona-Zeit ihre Umsätze kräftig steigern. Aber diese Sonderkonjunktur geht langsam zu Ende. Neben dem sinkenden Absatz margenstarker coronabezogener Produkte litt man unter „eingeschränkter Verfügbarkeiten von Produkten“ und China-Lockdowns.Trotz hohen Auftragsbestands geriet die Drägerwerk im ersten Halbjahr in die roten Zahlen – und das lag auch an dem kräftigen Umsatzrückgang von 22% (währungsbereinigt) auf 1.302 Mio EUR. Und das EBIT erreichte im ersten Halbjahr Minus 112 Mio EUR, nachdem man im Vorjahreszeitraum noch ein Plus von 209,2 Mio EUR erzielen konnte. Auch bei Drägerwerk lagen die sich in Luft auflösenden Gewinne an steigenden Kosten für Logistik und elektronische Bauteile, die neben margenschwächerem Produktmix und Umsatzrückgängen rund 10% Marge kosteten. – so sank die Bruttomarge von 49,1 % auf rund 40 %.

Trotzdem bleibt Drägerwerk bei der Prognose – Hoffnung macht der Auftragseingang – und die durchgesetzten Preiserhöhungen

Der Auftragseingang stieg währungsbereinigt um 8,9 % auf rund 1.648 Mio EUR (6 Monate 2021: 1.477,4 Mio). Dabei legte insbesondere die Nachfrage nach Produkten wie Krankenhausinfrastruktur, Anästhesiegeräten, Atem- und Personenschutzprodukten sowie Gasmesstechnik zu. Das Segment Medizintechnik verzeichnete einen währungsbereinigten Anstieg von 5,9 % auf rund 997 Mio EUR (6 Monate 2021: 914,4 Mio). Das Segment Sicherheitstechnik verbuchte ein währungsbereinigtes Wachstum von 13,8 % auf rund 651 Mio EUR (6 Monate 2021: 563,0 Mio).

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Offensichtlich erwartet Drägerwerk eine Entspannung in der Vorprodukt-Liefersituation und positive Effekte aus den bereits umgesetzten Preiserhöhungen, vornehmlich im zweiten Halbjahr. So kommt das Management zu einer Bestätigung der aktuellen Prognose, die eine kräftige Verbesserung der Kennziffern im zweiten Halbjahr erforderlich macht:

Auf Basis des hohen Auftragsbestands und einer erwarteten Entspannung der Liefersituation geht Dräger für das zweite Halbjahr von einer deutlichen Erholung der Geschäftsentwicklung aus. Der Vorstand bestätigt daher die Prognose für das Gesamtjahr 2022. Demnach rechnet er weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang zwischen -5,0 und -9,0 Prozent und einer EBIT-Marge zwischen 1,0 und 4,0 Prozent. Dabei bleibt es wahrscheinlich, dass das jeweils untere Ende der Spanne erreicht wird. Die Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht weiter verschärfen.(Drägerwerk Unternehmensmeldung, 14.07.2022)

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Irritierend dabei: Q1 war noch wesentlich besser als das Q2

Im Q1 erzielte man noch eine Bruttomarge von 42,2 %, für das erste Halbjahr liegt man bei rund 40%. Und so geht es weiter: Aus einem EBIT Minus von 35 Mio EUR in den ersten drei Monaten wurde nach 6 Monaten ein Minus von 112 Mio EUR. Sogar beim Auftragseingang erreichte man in den ersten drei Monaten ein Plus von 10,2 %, während nach 6 Monaten nur noch ein Plus von 8,9% in den Büchern steht. Wichtig wird sein, das man im Q3 eine deutliche Trendwende erreicht, um die Prognose zu bestätigen.

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