TecDAX | Evotec Aktie goes NASDAQ. Empfehlung: Umsatz steigt kräftig plus US-Standort startet Produktion

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Die Aktie der Evotec SE (ISIN: DE0005664809) konnte seit den Corona-Tiefs eine beinahe atemberaubende Kursperformance hinlegen. Hierfür kam einiges zusammen:

Die historisch hohen Shortpositionen in der Aktie, die immer wieder zu Diskussionen Anlass gaben, sind seit dem Short Squeeze im Umfeld der Gamestop-Meme-Aktien und die beinahe Pleite des Hauptshorts in Evotec-Aktien, die Melvin Capital, kontinuierlich gesunken und derzeit wohl auf einem Mehrjahrestief. „Wohl“ – weil im Bereich der meldepflichtigen Shortpositionen lediglich noch der Canada Pension Plan Investment Board mit einer Position von 0,79 % überhaupt Positionen gemeldet hat. Alle anderen – sofern vorhanden – liegen unter der 0,50 % Meldepflicht-Grenze. Vor „Gamestop“ waren zeitweise mehr als 10 % an meldepflichtigen Shortpositionen im Bundesanzeiger zu finden. Also ein Grund für das Kursniveau der Biotech-Aktie.

Im Vorfeld des beantragten NASDAQ-Listings von Evotec-ADS sind natürlich die aktuellen Entwicklungen DAS HAUPTAUGENMERK für amerikanische Anleger, Fondsverwalter und Analysten. Diese werden die heute angekündigten Umsatz- und Gewinnbandbreiten genau prüfen und dann ihr Urteil fällen. Wichtiger sollten die Umsatzentwicklungen und zukünftige Perspektiven hierfür sein. Die grossen Gewinne sollten – wenn man das Geschäftskonzept Evotecs beleuchtet – erst in einigen Jahren kommen, wenn die Wirkstoffe und Entwicklungen in die Zulassung und dann in die Vermarktung kommen sollten – die grössten Milestonezahlungen kommen bei Zulassung und danach zählen die Umsatzbeteiligungen, die sich oft im zweistelligen Prozentbereich bewegen.

Deshalb zuerst: bereinigtes Umsatzplus 24 bis 27 % in den ersten neun Monaten

Vor den endgültigen Zahlen am 11.11.2021 gibt es Bandbreiten: Konzernerlöse aus Verträgen mit Kunden im Bereich von 425 – 435 Mio EUR  erwartet. Und das liegt  deutlich über den 360,4 Mio  EUR der  Vorjahresperiode. Und dafür, dass das bereinigte Konzern-EBITDA „nur“ in Höhe von 68 – 72 Mio EUR erwartet, wird (Vorjahr: 76,9 Mio), fidnet man einen guten Grund. Das Zurückbleiben des EBITDA sei in erster Linie beeinflusst von geplantem Ausbau der Kapazitäten in Vorbereitung auf den unmittelbar bevorstehenden Produktionsstart von J.POD(R) 1 US in Redmond.

Gleichzeitig steigert man die „eigenen“ Forschungsaufwendungen – also VOR Verpartnerung

Da Evotec häufig erstmal „auf eigene Rechnung“ frühe Forschungsstadien finanziert, um dann mit möglichst überzeugenden ersten Ergebnissen Verpartnerungen mit entsprechend günstigeren Konditionen mit Big Pharmas oder anderen finanzkräftigen Stiftungen, Organisationen o.a. abzuschliessen. Also ist die folgende Zahl Hinweis auf steigende „Vorleistungen“ bevor man die Finanzierung an dritte überträgt und selber „nur noch“ Vergütungen für Forschungsschritte erhält inclusive Milestonezahlungn und zukünftigen Umsatzbeteiligungen:

Evotec erwartet für den Berichtszeitraum unverpartnerte F&E-Aufwendungen von 41 – 44 Mio EUr, 8 – 11 Mio EUR höher als in den ersten neun Monaten des Jahres 2020!

Sollte bei NASDAQ-Listing Schwung geben. Dazu kommen kontinuierlich Erfolgsmeldungen aus der Forschungs- und Entwicklungspartnerschaft mit „Big Pharmas“

Zuletzt am 08.10. meldete Evotec: „…, dass das Unternehmen eine Zahlung von Bristol Myers Squibb (NYSE:BMY) in Höhe von 9 Mio. $ erhält. Grund hierfür ist die Erweiterung der Neurologie-Kooperation beider Unternehmen um einen neuen Zelltyp.“. Davor zog derselbe Partner eine Option bei Evotec, die neben 20 Mio „vorab“ noch einiges weiteres an Milestones und Royalities bringen könnte. Zwei Beispiele für ein – bisher – ungetrübtes operatives Vorangehen des Forschungsunternehmens.

Auch die Neunmonatszahlen passen nun ins Bild und nachdem man nach den Halbjahreszahlen eine BESTÄTIGUNG DER PROGNOSE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021 UND DER MITTELFRISTIGEN ZIELE BIS 2025

  • Erwarteter Konzernumsatz in Höhe von 550 – 570 Mio. € (565 – 585 Mio. € bei konstanten Wechselkursen) (2020: 500,9 Mio. €)
  • Erwartetes Konzern-EBITDA in Höhe von 105 – 120 Mio. € (115 – 130 Mio. € bei konstanten Wechselkursen) (2020: 106,6 Mio. €)
  • Erwartete Aufwendungen für unverpartnerte Forschung und Entwicklung in Höhe von 50 – 60 Mio. € (2020: 46,4 Mio. €)
  • Mittelfristige Ziele: Steigerung der Umsätze auf mehr als 1.000 Mio. € und des bereinigten EBITDA auf mindestens 300 Mio. €, Aufwendungen für unverpartnerte Forschung und Entwicklung von mehr als 100 Mio. € bis 2025″

… wagte, sollten die Neunmonatszahlen einer Bestätigung nicht entgegenstehen.

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Aktienkurs ist bereits kräftig gelaufen – Durchatmen könnte nicht schaden

Seit März 2020 hat sich die Aktie – unter Schwankungen – in immer neue Kursregionen entwickelt. Und nun hilft dieses positive operative Umfeld bestimmt, die Entwicklung zumindest teilweise mit operativen „Futter“ zu unter- oder besser gesagt –  zu belegen. Mittel- und langfristig scheint Evotec den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Kurzfristig könnte aber durchaus nochmals eine gewisse Kurskonsolidierung gesund für die weitere Entwicklung sein. So warnte beispielsweise im September der Platow Brief vor der bereits sehr hohen Bewertung der Evotec-Aktie.

Wer hätte gedacht, dass Evotec einmal eine Marktkapitalisierung von gut 6,5 Mrd EUR erreichen würde. Möglicherweise ist hier der Kurs etwas vorausgelaufen. Aber wer weiss… Jedenfalls startet Evotec den Versuch, die Aktie für weitere Anlegerkreise attraktiv zu machen:

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Hiermit fasst der Hamburger Konzern den grössten, liquidesten und – möglicherweise – kurstreibenden Kapitalmarkt für Biotechnologieunternehmen ins Auge. Und die Rechnung könnte aufgehen: BioNTech konnte durch die NASDAQ-Notiz Aufmerksamkeit, notwendiges Kapital und wahrscheinlich steht der Börsenplatz für einiges an „Marktkapitalisierung“. Moderna, die operativ ähnliches Volumen erreichen und ähnliche Forschungsreihen laufen haben, sind – wohl aufgrund der grösseren Nähe zum „amerikanischen Anleger“ wesentlich höher bewertet als die Mainzer. Weiter gedacht:

Könnte für Evotec bedeuten, dass die steigende Aufmerksamkeit und Wahrnehmung durch amerikanische Fonds, Biotechanleger und Pensionsfonds möglicherweise auch auf dem bereits hohen Kursniveau zusätzliche Nachfrage generiert. Weiterhin ist die Notiz an der NASDAQ für viele Vermögensverwalter und Investitionsvehikel zwingende Voraussetzung, um überhaupt in eine Aktie investieren zu dürfen.

„Defensive Aktien“.  TEIL 1:  DEFAMA, Deutsche Konsum REIT und Noratis. Drei Immobilienwerte, die auch bei Börsenturbulenzen Kurs halten sollten.

„Defensive Aktien“. TEIL 2: Encavis, PNE und BayWa. Drei ESG-Werte mit kontinuierlich wachsenden stillen Reserven. Gut gerüstet für volatilere Börsenzeiten.

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