DIV | Eyemaxx kann Zinsen nicht zahlen – War’s dass wegen 1,512 Mio EUR? Fortsetzung Teil 4 von Eyemaxx, Northern Data, PREOS und publity – Geduldsspiel

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Wir fragten am 19.10.2021: „Eyemaxx Real Estate AG (ISIN: DE000A0V9L94) – noch immer ohne Geschäftsbericht für das Jahr 01.11.2019-31.10.2020. Und es fragt sich wie lange die Aktionäre und die Inhaber der drei ausstehenden Anleihen noch im Dunkeln „tapsen“ müssen. Mittlerweile ist das Folgegeschäftsjahr fast abgeschlossen und keiner weiss „WIE SCHLECHT 2019/2020  WIRKLICH WAR“ – fragt sich ob hier nicht alle überschrittenen Fristen zu Konsequenzen führen können oder müssten.“

Und heute der nächste Tiefschlag! Fast zu erwarten gewesen oder?

Eyemaxx kann seine Anleihezinsen nicht zahlen!

Lapidar heisst es heute um 15:5 Uhr: „Die Eyemaxx Real Estate AG (ISIN DE000A0V9L94; „Eyemaxx“) verfügt derzeit nicht über die notwendigen Finanzmittel, um die am 26. Oktober 2021 fällige Zinszahlung für die 5,50-%-Unternehmensanleihe 2018/2023 (ISIN DE000A2GSSP3) fristgerecht zu leisten. Ursächlich hierfür sind bisher nicht eingegangene Zahlungszuflüsse aus getätigten Projektverkäufen im mittleren einstelligen Millionenbereich sowie deren gescheiterte Refinanzierung.“

Worst-Case. Bereits die „schöngerechneten Gewinne im ersten Halbjahr 2021, die auf einen „Gewinn von rund 500 TEUR kamen, der überraschende Verkauf des „grössten Berliner Entwicklungsprojekts“ der Eyemaxx wenige Monate nach dem gefeierten Erwerb. Und jetzt kann man nicht einmal die Halbjahreszinsen zahlen:  Bei einem Emissionsvolumen von 55 Mio EUR fehlen also bei einem Nominalzins 5,5 %

… eigentlich lächerliche 1,512 Mio EUR. Kann Eyemaxx nicht zahlen!

Wie schlecht muss das Jahr 2019/20 wirklich verlaufen sein. Oder welche Buchungen in diesem Geschäftsjahr waren so schlecht dokumentiert, dass die Wirtschaftsprüfer bis heute ein Testat verweigerten? Viele Fragen, die Eyemaxx nun treffen werden. Und wie kann eine Zahlung von 1,5 Mio EUR nicht gewährleistet werden können? Ist Eyemaxx also Konkurs? Hätte das Management nicht schneller und eher agieren müssen? Viele Fragen, die derzeit noch offen sind.

Im freien Fall die Anleihenkurse und die Aktie der Eyemaxx – bekommt der Kapitalmarkt seinen zweiten Wirecard-Fall? Oder ist es wirklich nur eine Verschiebung ausstehender Zahlungen, die „etwas zu spät eingehen“?

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Beim „anderen Sorgenkind“ publity AG und die mit ihr verbundenen börsennotierten PREOS und GORE – inclusive vieler Bewertungsgewinne innerhalb der Gruppe – gab es am 19.10. einen schwindlig machenden „Befreiungsschlag“

Zumindest werden die – wenn man zwischen den Zeilen der heutigen Unternehemnsmeldungen lesen will – Bewertunsggewinne durch Gruppentransaktionen zumindest teilweise „wertberichtigt“ oder dauerhaft irrelevant gemacht durch Beteiligungsabgabe. Der Reihe nach, Vor einiger Zeit monierte das nwm:

„Die publity AG (ISIN: DE0006972508) und ihr geplanter Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der PREOS Global Office Real Estate & Technology AG, die ein/das wesentliches Asset der publity darstellt, – per ad-hoc am 25.01.2021 angekündigt – verschoben: „Der potenzielle Käufer und die publity haben sich vor dem Hintergrund der aktuell laufenden Arbeiten am Jahres- und Konzernabschluss der PREOS darauf verständigt, ihre Verhandlungen über den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an PREOS auf den Zeitraum nach Vorlage der fertiggestellten und geprüften Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2020 zu verschieben.“ (CN publity, 5.05.2021). Seitdem „nix Neues“ – auch wenn es am 29.07. den testierten Jahresabschluss der PREOS gab – seitdem „nichts Neues“ gemeldet worden. Liegt es an der Gewinnsituation der PREOS?“ (nwm, 29.09.2021, „DIV | Eyemaxx, NorthernData, PREOS und publity, … – Geduldsspiel. Manchmal verliert man die Freude“)

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Wunderbare Geldvermehrung – publity versucht Befreiungsschlag. Fortsetzung von „Eyemaxx Real Estate AG, PREOS und publity oder Northern Data – Aktien mit Fragezeichen.“

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Und jetzt wird in gewohnter Manier innerhalb des Konzerns zwischen publity, PREOS und GORE mittels Sacheinlagen, neuer Aktien, Wert-„berichtigungen“ und Aktienabgaben ein komplett neues Bild gemischt

Am Ende sieht es so aus, als ob die GORE mehr oder weniger als börsnenotierter Mantel einer neuen Betimmung zugeführt wird – möglicherweise ausserhalb der bisherigen Beteiligungssphaere, zumindest mit offiziell neuen Eigentümern. Und die PREOS-Beteiligung bleibt wohl bei publity ergänzt um einen neuen „wichtigen Aktionär“. Der Immobilien mit einer angeblichen Bewertung von einer Milliarde EUR als Sacheinlage in die GORE einbringt, dafür indirekt PREOS Aktien erhält und dann in Cash soll die vergrösserte GORE verkauft werden „an Institutionelle“. Fragezeichen? Der Reihe nach:

Anschnallen die Beteiligungsrochaden aufgrund der heutigen Unternehmensmeldungen „nachgestellt“
Erster Schritt: GORE mit Sachkapitalerhöhung – erinnert an Mantelkauf

„In einem ersten Schritt soll ein Portfolio von luxemburgischen Immobilienprojekten, das von einem General Partner verwaltet wird, in die GORE eingebracht werden. Das Portfolio, soll in die GORE im Wege einer Sachkapitalerhöhung gegen Ausgabe neuer GORE-Aktien eingebracht werden. Der für die GORE-Aktien anzusetzende Wert soll anhand des Börsenkurses und auf Grundlage einer Unternehmensbewertung ermittelt werden und wird voraussichtlich in einer Spanne von EUR 2 bis EUR 3 je GORE-Aktie liegen.“ (Unternehmensmeldung der GORE, 19.10., 10:50 Uhr)

Heisst: Bei der derzeitigen Kapitalisierung von rund 80 Mio EUR der GORE wird im Endeffekt durch Sachkapitalerhöhung die Gesellschaft „übernommen“ – problematisch natürlich die gennannte Unternehmensbewertung der GORE zwischen 2,00 und 3,00 EUR je Aktie, weit entfernt von den Zuschreibungsgewinnen die seinerzeit  publity durch die Einbringung der GORE in die PREOS verbuchte. ZUR ERINNERUNG: GORE ist eine weitere Immobiliengesellschaft des publity Konzerns, die in die PREOS eingebracht wurde. Von wem? Natürlich von publity! Und am 18.06.2021 findet sich in einer publity Meldung: „Der Jahresüberschuss nach HGB Rechnungslegung (ergänzt: der publity AG) beläuft sich auf 12,1 Mio. Euro nach 304,5 Mio. Euro im Jahr zuvor. Das Ergebnis war 2019 maßgeblich durch die Einbringung der damaligen Tochtergesellschaft publity Investor geprägt. „

„Defensive Aktien“.  TEIL 1:  DEFAMA, Deutsche Konsum REIT und Noratis. Drei Immobilienwerte, die auch bei Börsenturbulenzen Kurs halten sollten.

„Defensive Aktien“. TEIL 2: Encavis, PNE und BayWa. Drei ESG-Werte mit kontinuierlich wachsenden stillen Reserven. Gut gerüstet für volatilere Börsenzeiten.

Und so wird die PREOS wertberichtigen müssen: „Hieraus wird sich für die PREOS ein Wertberichtigungserfordernis hinsichtlich der im Jahresabschluss zum 31.12.2020 mit EUR 4,00 bewerteten rund 23 Mio. Aktien ergeben.“ – Somit sollte die Bilanz der PREOS tiefrot werden in 2021. ZUR ERINNERUNG: PREOS am 29.07.2021: „PREOS Global Office Real Estate & Technology AG mit Jahresüberschuss 2020 von rd. EUR 83 Mio. im Einzelabschluss der AG nach HGB-Rechnungslegung/ Maßgeblicher Treiber ist Aufdeckung stiller Reserven aus GORE-Transaktion

Zweiter Schritt: Neue GORE Aktien werden in PREOS eingebracht – weshalb? Gute Frage. Und der Preis ist zumindest „irritierend“

„Die  (Sacheinlagen-) Einbringung soll durch die Ausgabe neuer GORE-Aktien erfolgen. Zudem sollen im nächsten Schritt die neu entstandenen GORE-Aktien in die PREOS gegen Ausgabe neuer PREOS-Aktien im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung eingebracht werden. Die von PREOS im Anschluss an diese beiden Transaktionsschritten gehaltenen GORE-Aktien sollen von der PREOS in einem dritten Schritt an Investoren umplatziert werden.“ (Unternehmensmeldung der GORE, 19.10., 10:50 Uhr) Und diese Investoren sitzen wiederum in Luxemburg? Sind möglicherweise „irgendwie verquickt“ mit den Sacheinlagen-einbringern der GORE-Transaktion? Oder wer sind die Institutonellen Käufer der neuen GORE?

„Small, but sexy“- TEIL1: B+S Banksysteme AG ist im Kerngeschäft weiterhin auf Wachstum eingestellt. Zahlen am 30.09. sollten das bestätigen. Dazu eine Beteiligung.

„Small, but sexy?“-TEIL2: mVISE AG. Nichts wird bleiben wie es ist. Chance durch Reverse Takeover?

„Small, but sexy?“-TEIL3: Vectron transformiert sich zu einem margenstarken Digitalkonzern. CEO ist überzeugt, Aktie schwach – noch?

Und hier entsteht eine sonderbare Geldvermehrung, die natürlich auch die Bilanz der publity schont, da der Wert der PREOS-Aktien weit über dem aktuellen Börsenkurs angesetzt wird: „Der für die PREOS-Aktien anzusetzende Wert (bei Sacheinlageneinbringung von GORE-Aktien) soll auch hier anhand des Börsenkurses und auf der Grundlage einer Unternehmensbewertung ermittelt werden und wird voraussichtlich in einer Spanne von EUR 4,50 bis EUR 5,50 je PREOS-Aktie liegen.“ (Unternehmensmeldung der PREOS, 19.10., 10:50 Uhr). ZUR ERINNERUNG: Vor den heutigen Meldungen handelte PREOS Aktie bei gut 2,20 EUR. Die Nachrichten katapultierten den Kurs um rund 50% nach oben auf aktuell 3,30 EUR auf XETRA. IMMER NOCH MEILENWEIT ENTFERNT VON DEN GENANNTEN 4,50 EUR bis 5,50 EUR „Wertansatz“ für die PREOS-Aktien.

Frage sei erlaubt: Warum lässt sich eine von PREOS als  „Luxemburger Investmentgesellschaft mit eigenem Investorenkonsortium etablierter europäischer Versicherungen“ bezeichnete Gesellschaft auf eine solche Bewertung der PREOS ein?

Viele Fragezeichen, die auch der dritte Schritt der heute gemeldeten Umbaumassnahmen des publity Konzerns nicht wirklich erklärt:

Dritter Schritt: GORE verlegt den Sitz, verkauft das hochbewertete Ursprungsportfolio, ändert den Namen und ist losgelöst vom publity-Konzern. PREOS verkauft GORE und bekommt so cash

„GORE soll im Zuge der Transaktion ihr deutsches Immobilienportfolio veräußern und sich ausschließlich auf den Erwerb von Gewerbeimmobilienprojekten in Luxemburg fokussieren. Hierzu ist u. a. eine Sitzverlegung nach Luxemburg sowie eine Umfirmierung und ein anschließender grenzüberschreitender Formwechsel geplant. Zudem wird ein zusätzliches Listing der GORE-Aktien an der Börse Luxemburg angestrebt. Die Neuausrichtung der GORE soll auch mit einer Neubesetzung von zwei Aufsichtsratsposten und einer Erweiterung des Vorstands der GORE um eine Person einhergehen.“

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Und laut PREOS Unternehmensmeldung vom 19.10., 10:60 Uhr: „Die von PREOS im Anschluss an diese beiden Transaktionsschritte gehaltenen GORE-Aktien sollen in einem dritten Schritt an Investoren umplatziert werden. Die Erlöse, die PREOS aus der Umplatzierung der GORE-Aktien zufließen, sollen als Eigenkapitalanteile für den weiteren Ausbau des PREOS-Immobilienportfolios mit Fokus auf Premium-Immobilien des Gewerbeimmobilienmarktes in Deutschland und in einem weiteren Schritt in weiteren europäischen Finanzmetropolen verwendet werden.“

Bedeutet: Die GORE Aktien werden vollständig veräussert, um PREOS mit Cash für den Aufbau eines Immobilienportfolios zu stärken. Oder vereinfacht: Luxemburger Investmentgesellschaft erwirbt Beteiligung an PREOS und bringt dafür Immobilien im Wert von rund 1 Mrd EUR in PREOS-Tochter GORE ein, bekommt dafür indirekt PREOS Aktien im ähnlichen Wert und kauft seine Immobilien dann zurück, die nun inclusive eines börsengehandelten Mantels gehalten werden können durch die Luxemburger Investmentgesellschaft.

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End-Ergebnis: PREOS, derzeit mit rund 300 Mio EUR Marketcap bewertet, erhält einen neuen Mehrheitsaktionär, der mehr als 50 % der bisher publity-Mehrheits-Beteiligung halten wird durch indirekte Sacheinlage eines mit einer Milliarde EUR bewerteten Immobilienpakets/projektes. publity wird keine PREOS-Anteile veräussern. Die umstrittenen geplanten Kapitalmassnahmen der PREOS (Tokenverkauf, Kapitalerhöhung für Kleinanleger, Anleiheemissio) entfallen ersatzlos.

Dritter im Bunde: Northern Data AG (ISIN: DE000A0SMU87) über den Geschäftsbericht für das Jahr 2020:

„geht derzeit davon aus, spätestens im September 2021 vorläufige Zahlen nach IFRS veröffentlichen zu können und anschließend den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 vorzulegen“ – könnte ja noch klappen – und es hat geklappt. HEUTE gibt’s das Zahlenwerk für 2020:

Am 30.09.2020 äusserte sich der Northern Data CEO  Aroosh Thillainathan folgendermassen: „Operativ war das erste Halbjahr durch den Bau des Großrechenzentrums in Texas, USA, geprägt, dessen Grundstein im November 2019 gelegt worden war. Kurz vor Ende des ersten Halbjahres wurde dort die erste Kundenhardware in Betrieb genommen. Damit hat nach dem Kapazitätsaufbau nun die Phase der Kommerzialisierung begonnen. Als Resultat konnten für die Berichtsperiode bereits erste Umsatzerlöse aus dem Kundengeschäft in Höhe von rund EUR 1,5 Mio. erzielt werden bei einem EBITDA von EUR -4,5 Mio.

Im zweiten Halbjahr werden wir Umsätze in Höhe von EUR 120 Mio. bis EUR 140 Mio. sowie ein EBITDA zwischen EUR 45 Mio. und EUR 60 Mio. erzielen

und bestätigen damit unsere Prognose“  Und weiter: „Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr zurück, in dem wir eine solide Basis für unser künftiges Wachstum gelegt haben. Unsere Aktivitäten, sowohl was die Inbetriebnahme bestehender Kunden als auch die Akquisition neuer Kunden betrifft, entwickeln sich planmäßig. Wir konzentrieren uns nun im zweiten Halbjahr auf das schnelle Hochfahren der installierten Kapazitäten, den Abschluss weiterer Kundenverträge, die Entwicklung weiterer internationaler Rechenzentrumsstandorte sowie das Sicherstellen der erforderlichen Lieferketten.“

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Am 30.09.20921 DIE – wohlgemerkt – VORLÄUFIGEN ZAHLEN FÜR 2020: Die vorläufigen Zahlen für 2020 nach IFRS ergeben Umsatzerlöse in Höhe von EUR 16,4 Mio. und ein EBITDA in Höhe von EUR -12,3 Mio.

TJA. SO IST ES WOHL. Gründe dafür gibt es natürlich viele. Zumindest die Kassen sind im September voll: „Der Betrag der liquiden Mittel zum Jahresende 2020 lag bei EUR 73,9 Mio. und beläuft sich zum Ende September 2021 unter anderem aufgrund des Verkaufs des Großteils der Riot Blockchain-Aktien, die Northern Data als Gegenleistung für den Verkauf der Whinstone US, Inc. erhalten hatte, auf rund EUR 312 Mio.“

Natürlich werden davon zumindest 195 Mio EUR in Cash an Block One fliessen innerhalb der nächsten 12 Monate, denn am 12.08.2021 meldete Northern Data den Kauf von 223.000 CPU’s von Block One: Die Transaktion setzt sich aus einer Barkomponente in Höhe von EUR 195 Mio., die innerhalb von 12 Monaten bezahlt wird, und einer Sachkapitalerhöhung in Höhe von rund EUR 170 Mio. (2,3 Mio. Aktien) zusammen

Gemeinsamkeiten? Fehlende Kommunikation, Intransparenz, … – Eyemaxx über ein Jahr warten auf die Bilanz zum 31.10.2020!!

Am 19.10.2021 prägte noch eine gewisse Hoffnung unsere Aussagen: „Langsam entwickelt sich  Eyemaxx Real Estate AG (ISIN: DE000A0V9L94) zu einem kaum noch einzuschätzenden Unternehmen.MITTLERWEILE ENDETE BEREITS DAS FOLGENDE GESCHÄFTSJAHR OHNE DASS DIE vOR-BILANZ VERÖFFNETLICHT WURDE ODER AUCH NUR EIN HINWEIS KAM; WANN MAN MIT EINER SOLCHEN RECHNEN KANN.

Wie lange wird noch gewartet werden müssen? Was passiert mit den Kursen der drei ausstehenden Unternehmensanleihen?

Nicht nur die endgültigen Bilanzen, testiert, zum Geschäftsjahr 2019/20 stehen immer noch aus – ohne Information, wann sie denn nun endlich kommen mögen. Auch die „gefeierten“ Halbjahresbilanzen lassen den Aktionär nicht wirklich zufrieden zurück:“

„Defensive Aktien“.  TEIL 1:  DEFAMA, Deutsche Konsum REIT und Noratis. Drei Immobilienwerte, die auch bei Börsenturbulenzen Kurs halten sollten.

„Defensive Aktien“. TEIL 2: Encavis, PNE und BayWa. Drei ESG-Werte mit kontinuierlich wachsenden stillen Reserven. Gut gerüstet für volatilere Börsenzeiten.

„Wesentlich verbesserte Halbjahreszahlen“,

die zur Beruhigung der Aktionäre veröffentlicht wurden. Und obwohl die Anfangssalden sich durchaus wohl noch im Rahmen der noch laufenden Bilanzprüfung des Vorjahres ändern könnten, sah das Eyemaxx-Management einen operativen Gewinn von rund 800 TEUR als Hoffnungszeichen.

Zurückzuführen seien die signifikanten Verbesserungen der Kennzahlen von Eyemaxx auf die gute operative Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Geprägt sei  die Geschäftsentwicklung im Berichtszeitraum, insbesondere durch die erfolgreiche und konsequente Umsetzung der Projektpipeline sowie den Beginn neuer Projekte. So zumindest in einer Unternehmensmeldung vom 30.07.2021. Der Blick in die Halbjahresbilanz zeigt einige interessante Positionen: Kurzfristigen Vermögenswerten von 43,41 Mio EUR standen kurzfristige Verbindlichkeiten von 43,05 Mio EUR gegenüber.

Zufall das eine betrieblich genutzte Immobilie zeitnah zur Tilgung der fälligen Anleihe im März verkauft wurde oder vielleicht werden musste?

Oder wie in der Halbjahresbilanz ausgeführt: Im März 2021 wurde die Bestandsimmobilie in der Weichertstraße 5, in 63741 Aschaffenburg verkauft. Diese bein
haltet ein mehrstöckiges Bürogebäude sowie Freiflächen von rund 16.400 Quadratmetern. Für den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Eyemaxx Real Estate Group nutzt das Gebäude auch weiterhin als Firmensitz für diverse Gesellschaften.“

Und zeitnah Am 18. März 2021 wurde die Unternehmensanleihe 2016/2021 (ISIN DE000A2AAKQ9) fristgerecht zurückgezahlt. Die Anleihe wurde im März 2016 begeben und hatte einen Zinskupon von 7,00 %. Das ausstehende Volumen belief sich zuletzt auf 19,5 Mio. Euro.“

„Small, but sexy“- TEIL1: B+S Banksysteme AG ist im Kerngeschäft weiterhin auf Wachstum eingestellt. Zahlen am 30.09. sollten das bestätigen. Dazu eine Beteiligung.

„Small, but sexy?“-TEIL2: mVISE AG. Nichts wird bleiben wie es ist. Chance durch Reverse Takeover?

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Und weiter

trugen Zuschreibungen, nicht liquiditätswirksam, zum Halbjahresgewinn bei: „Der Effekt aus der Bewertung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betrug TEUR 2.798 (Vorjahr: TEUR234)“ und „Die Anteile an Gemeinschaftsunternehmen stiegen um TEUR 7.268 von TEUR 20.881 zum 31. Oktober 2020 auf
TEUR 28.149 zum 30. April 2021. Die Veränderung resultiert aus der Bewertung der Anteile nach der at‐equity‐Methode. (Nähere Erläuterungen siehe Ertragslage).“

Die im Zeitraum vom 1.11.2020 bis zum 30.04.2021 erzielten Umsätze sanken von 2,63 Mio EUR (Vorjahresperiode) auf 2,35 Mio EUR. Und gut, dass die Eyemaxx die o.g. ergebniswirksamen Zuschreibungen vornehmen konnte von in Summe rund 10 Mio EUR. Denn sonst wäre das Periodenergebnis von Plus rund 800 TEUR nicht möglich gewesen. UND JETZT HEUTE DAS EINGESTÄNDNISS DER FEHLENDEN ZAHLUNGSFÄHIGKEIT.

Und Northern Data? Oft Transaktionen mit eigenen Aktien bezahlt, Übernahmen, Verkäufe. Viele wiederkehrende Namen, Firmen – und endgültige Bilanzen zum 31.12.2020 FEHLEN immer noch.

Northern Data ist ein Unternehmen mit einer derzeitigen Kapitalisierung von gut 1,2 Mrd EUR (war auch schon mal das Doppelte) und bestimmt „kein kleiner Laden“. Und die Geschäfte des Unternehmens in einer Zukunftsbranche mit einem Gemisch aus Bitcoinmining, Kryptowährungen und Hochleistungscomputing – und das oftmals mit erneuerbaren Energien betrieben, machen die Story interessant.

Offensichtlich auch überzeugend für viele Anleger. Wäre nur schön, wenn die Vielzahl der Unternehmenserfolge und Unternehmenstransaktionen auch einmal in einer Bilanz testiert und neutral bestätigt, dokumentiert wären. Hier scheint es jedoch Probleme zu geben. Wegen der Komplexität der Geschäftsvorfälle, wegen der „Neuartigkeit“ der Geschäftsvorfälle und deren Bewertung in IFRS. So immer wieder das Unternehmen – teils beiläufig – in seinen Meldungen.

„Defensive Aktien“.  TEIL 1:  DEFAMA, Deutsche Konsum REIT und Noratis. Drei Immobilienwerte, die auch bei Börsenturbulenzen Kurs halten sollten.

„Defensive Aktien“. TEIL 2: Encavis, PNE und BayWa. Drei ESG-Werte mit kontinuierlich wachsenden stillen Reserven. Gut gerüstet für volatilere Börsenzeiten.

Zuletzt am 27.09. wurde eine 400 Mio Übernahme gemeldet – bezahlt mit neuen Northern Data Aktien

Und in diesem Zusammenhang: „Northern Data befindet sich weiterhin in der Prüfung ihres erstmals nach IFRS aufgestellten Konzernabschlusses 2020 durch ihren von der Hauptversammlung bestellten Prüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, bis Ende September 2021 vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 nach IFRS veröffentlichen zu können und anschließend den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 vorzulegen.“  (CN NorthernData, 27.09.2021, 16:51 Uhr)

Zumindest vorläufige (!) Zahlen untestiert hat man nun also bis Ende September geliefert! Immerhin.

Die nackten Zahlen haben wir beriets zuvor genannt. Und sie sind auf jeden Fall wohl in den Augen einiger Anleger „nicht so ganz das, was man von einem Milliardenkonzern erwarten sollte“ – zumindest wenn dieser operativ ist und nicht ein reines „Entwicklungsunternehmen“ sein soll. Irritierend wie seit September 2020 bis zum 31.12.2021 eine derartig drastische Fehleinschätzung des Unternehemnsumsatzes und Gewinns für das Management möglich ist.

Und jetzt sollte man auf den Bilanzbericht und das Testat warten, damit der Rest klarer werden sollte. Die diversen Übernahmen. Die sich oft im dreistelligen Millionenbereich bewegten und bewegen. Hauptsächlich mit Aktien bezahlt wurden und die teilweise mit denselben Partnern oder Kunden, teilweise Aktionären, oder bekannten Personen abgeschlossen wurden und werden. Nicht verwerflich. Aber erwähnenswert.

EXCLUSIVINTERVIEW mit Vorständen der mic AG – „Internationaler und dynamischer im nächsten Level“ – pyramid GmbH auf Kurs, faytech Übernahme…

EXCLUSIVINTERVIEW mit CEO der Clean Logistics SE. „Wir wollen schnell wachsen…“. Grosse Pläne. Hohes Risiko.

DAS Hauptgeschäft – ursprünglich in Texas aufgebaut – wurde verkauft bevor die ersten, in Meldungen avisierten Umsätze, realisiert werden konnten. Zu einem guten Preis wohlgemerkt. Bevor Umsätze verbucht werden konnten, die natürlich einer Bilanzprüfung unterlegen hätten. Und ja es gibt noch einen wichtigen Aktionär, die Cryptology Asset Group (ISIN: MT0001770107), deren CEO Patrik Lowry gleichzeitig Chairman der am 27.09.2021 für rund 400 Mio von Northern übernommenen Bitfield NV ist. Hier lässt sich eine lange Liste aufführen. Block.one …

Interessenskonflikte?

Natürlich ist die Zusammenarbeit mit erprobten Partnern und langjährigen Netzwerken nicht negativ zu werten, aber je enger die Kontakte, je enger die wirtschaftlichen Verflechtungen, desto mehr Augenmerk ist auf Kontrollen, neutrale Prüfungen und natürlich auch – bei aller in der Vergangenheit erwiesenen Schwächen – auf die entsprechenden Bilanzprüfungen der Wirtschaftsprüfer zu legen.

Und bei den WP’s ist möglicherweise nach Steinhoff, Wirecard und vielen anderen irgendwann eine grössere Neutralität, „in die Tiefe gehen“ und Sorgfalt zu erwarten…

FAZIT: AUGEN AUF, UNTERNEHMENSMELDUNGEN GENAU LESEN, DRANBLEIBEN – Aktien kaufen und dann liegen lassen ist nicht immer die beste Lösung.

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