General Standard | Small, but sexy? Teil1: B+S Banksysteme AG. Solides „Fintech seit 35 Jahren“ mit „Schatzkiste“?

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B+S Banksysteme AG (ISIN: DE0001262152), mVISE AG (ISIN: DE0006204589), Softing AG (ISIN: DE0005178008) und Vectron Systems AG (ISIN: DE000A0KEXC7) haben teilweise eine nicht immer klare oder geradlinige Börsen- Erfolgsgeschichte hinter sich. ABER bei diesen Smallcaps oder besser gesagt MicroCaps (unter 100 Mio Börsenkapitalisierung)stehen in den nächsten Monaten aus unterschiedlichen Gründen wichtige Weichenstellungen/Entwicklungen bevor, die im Erfolgsfalle wesentliche Kursimpulse liefern könnten. Eigentlich selbstverständlich: Wichtig ist bei Kauf oder Verkauf von Aktien aus dem MicroCap-Bereich ist eine strenge Orderlimitierung wegen häufig geringer Liquidität des Handels.
Wieso?

Endlich könnte man sagen. Unternehmen, Unternehmer haben wieder die Chance sich, aber insbesondere „ihr“ Unternehmen, persönlich, face-to-face zu präsentieren und „ihre“ Visionen, Pläne, Erwartungen plastisch und emotional greifbarer zu machen – etwas was reine Zoom-Präsentationen schwerlich leisten können. Impffortschritte machen wieder Präsenzveranstaltungen mögliches möglich. So letztes Wochenende in Potsdam:

Oft „im grossen Börsenzirkus“ vernachlässigte Smallcaps nahmen diese Chance wahr. Während manche vielleicht etwas früh in ihrer Entwicklungsphase die Aufmerksamkeit suchten, könnte bei anderen durchaus „für alle Beteiligten“ etwas Interessantes herauskommen. Und das durchaus Musik in der zweiten oder dritten Reihe spielen kann, sollte eigentlich nicht überraschen. Und es mag ein Ammenmärchen sein: Aber kräftige Kurssteigerungen, auch mal im oberen zweistelligen Prozentbereich auf Jahresbasis, sind eher bei Unternehmen mit 20,30 oder 100 Mio EUR Börsenkapitalisierung möglich oder zu erwarten, als bei den grossen„Börsentankern“. Aber natürlich ist auch das Rückschlagspotential – oft durch illiquiden Handel begünstigt – höher.

Vier MicroCaps sind uns letztes Wochenende besonders „ins Auge gefallen“ – Grund für eine kleine Serie.

Ins Auge gefallen, weil sich neue Perspektiven oder starke Veränderungen im Geschäftskonzept oder weil interessante „Zukunftsbeteiligungen“, bisher wenig beachtet, den ein oder anderen Nebenwert mit einer kräftigen Prise Zusatzfantasie „versehen“. Den Anfang macht die

B+S Banksysteme AG – neben dem grundsoliden Kerngeschäft ein krätiger Schuss Phantasie!

Bereits in seinem Interview mit dem nwm vor einiger  Zeit äusserte der Vorstand und mit 26,4 % grösste Einzelaktionär des Unternehmens, Wilhelm Berger, selbstbewust“ b+S Banksystem ist bereist seit 38 Jahren Fintech“. Betrachtet man das Kerngeschäft der B+S ist dies durchaus nachvollziehbar: Für die oft langjährigen Kunden aus dem Finanzdienstleistungsbereich werden modulare „Banksysteme“ angeboten – white label eingesetzt. Diese Produktpalette wird einem kontinueirlich wachsenden Kundenkreis angeboten. Wobei sowohl der Kundenkreis kontinuierlich wächst, als auch die vom jewieligen Kunden nachgefragten Module im Laufe der Kundenbeziehung „mehr werden“.

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KWG Lizenz

Hier blickt B+S auf ein weiteres erfolgreiches Geschädftsjahr und erstes Halbjahr (Zahlen erst am 30.09.) zurück. Bevor wir zum „Clou“ in der B+S Story kommen zu dem erfolgreichen Kerngeschäft: Um neue gesetzliche Anforderungen zu erfüllen erwarb die B+S im vergangenen Jahr die KWG-Lizenz für „Kontoinformationsdienste“ und „Zahlungsauslösedienste“ und bietet dieses Regulierungsdach seinen Kunden aus dem Nichtbankensektor seit 2020 in Deutschland und über den europäischen Passport seit 2021 in Österreich an. Und diese Regulierung scheint zum Kundenerhalt und zur Neukundengewinnung wichtig: lexoffice, Land-Data, crealogix und vR family Finance GmbH werden als Referenzkunden genannt.

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Dazu Neukunden für die anderen Lösungsmodule sind das „Internationale Bankhaus Bodensee AG“, „VerbundVolksbank OWL eG“, „Frankfurter Volksbank“ und „Ihre Wiesbadener Volksbank“. Und laut Vorstand Berger „ist da noch einges in der Pipeline“. Also im Stammgeschäft ein weiteres, kontinuierliches Wachstum – mit 80 % wiederkehrenden Umsatzanteil. Dassw ohin viele „modrne SaaS“-Anbieter egrne hinkommen wollen. Passend dazu ist die Kursentwicklung der Aktie: Vom Corona-Tief (1,50 EUR, 19.03.2020) erholte sich die Aktie bis auf ein Jahreshoch von 4,60 EUR. Aktuell handelt die Aktie wieder zurückgekommen bei 3,64 EUR (14.09.2021, 09:04 Uhr)

ABER JETZT KOMMT WAS NEUES DEMNÄCHST VIELLEICHT MEHR INS RAMPENLICHT

Soweit ist die B+S Banksysteme AG das gewohnt solide langfristige Investment in einen kontinuierlich wachsenden Nischenanbieter mit gesunden Bilanzrelationen. Aber jetzt kommen wir zu einem „Abschnitt“ der Unternehmens präsentation des Vorstands am Samstag, deren Tragweite und möglicher Einfluss auf die weitere Kursentwicklung der B+S Aktie kaum eingeschätzt werden kann. MACHT SIE ABER AUF JEDEN FALL SPANNENDER. Bereits in seinem Interview kurz angerissen. Unsere Frage im interview, am 20.05.2021 im nwm veröffentlcht:

„ByteWorx ist mit 25 % Beteiligung an der TradElite Solutions GmbH beteiligt. Was ist das Besondere an deren Financial Market Entertainment (FME)-Plattform?

Wilhelm Berger: Hier möchte ich aktuell noch nicht zu viel verraten. Wie der Name TradElite aber schon beschreibt, ist es eine konsequente Weiterentwicklung mit allen Ideen aus der ByteWorx-Welt. Der Weg an die Finanzmärkte soll einerseits erleichtert (lite), andererseits durch stetiges Lernen weiterentwickelt (Elite) werden.“

Etwas ausgeholt, um die Potentialeaufzuzeigen

Bei der sino AG (ISIN: DE0005765507) haben wir vor einigen Monaten gesehen, wie eine ursprünglich relativ unbedeutende Beteiligung an einem kleinen Fintech im Erfolgsfalle die ganze Bilanz des „Investors“ in gänzlich neue Dimensionen katapultieren kann. Anders als bei B+S wird nun bei der sino AG häufiger und durchaus über das Kerngeschäft diskutiert, aber unstrittig brachte die sehr früh eingegangene Beteiligung an der Trade Republik Bank GmbH bei einem Teilausstieg eine möglcihe Sonderausschüttung in Höhe der Halben Börsenkapitalisierung der sino AG.

Und das könnte bei B+S auch passieren. Natürlich sind die Chancen gering, aber vorhanden. Und die gibt es ZUSÄTZLICH zum „Kerngeschäft“

Auch wenn der Vorstand im Rahmen seiner Unternehemnspräsentation konservativ und eher zurückhaltend über die möglichen Chancen des „neuen Geschäfts“ der Programmierung einer “Financial Entertainment Plattform“ für die TradElite Solutions sprach – neben dem Projekt einer Börsenspielentwicklung für den Deutschen Sparkassen Verlag – konnte er im folgenden seine Begeisterung für dieses „Neue“ kaum verbergen.

Auch wenn während seiner Präsentation „nur ein paar Folien“, die offensichtlich einer Tradeelite-Präsentation entnommen waren, der kurzen Vorstellung der Financial Entertainment Plattform folgten, blieb er relativ vage über die möglichen Zukunftswirkungen „dieser Geschichte“. Er sprach nur „von einer Beteiligung der B+S an der TradElite Solutions“. Auf Nachfrage präzisierte er hier: Aus einer ursprünglichen 25 %-Beteiligungsquote ist nach der letzten Kapitalsierungsrunde des Fintechs eine Beteiligung von 19,6 % verblieben. Die natürlich bei weiteren Kapitalisierungsrunden, die noch notwendig sein werden, damit das neue Konzept „auf die Strasse kommen kann“, weiter verwässert werden sollten. Aber Milchmädchenrechnung: 10% von etwas wesentlich Grösserem können viel  mehr wert sein als 25% von etwas Kleinem.

Nichtsdestotrotz: SPANNEND.

Natürlich ist nicht jede „Idee“ als Fintech dann auch am Markt erfolgreich – aber die TradElite Solutions scheint durchaus Chancen zu haben ihren Markt zu adressieren. Und der geht in Dimensionen, die weit über die B+S Erwartungen für ihr Kerngeschäft hinausgehen. Also für die B+S Tochter byteworx als Entwicklungspartner und Unternehmensbeteiligter der ersten Stunde bei TradElite eine Riesenchance – für zukünftige mögliche Entwicklungsaufträge. Aber auch für die Aktionäre der B+S, die jetzt indirekt vorbörslich an einem hoffnungsvollen „Fintech“ beteiligt sind. Möglicherweise mit Einhornchancen…

Und wenn es nichts wird mit der TradElite? Bleibt ein grundsolides, wachsendes Unternehmen, das als Zahlungsinstitut, Spezialsoftwarehersteller und Dienstleister (SaaS, Licence aaS) aufgrund des Nischencharakters seiner Produkte sich dauerhaft behaupten können sollte. 

EXKURS ZUR TRADELITE Solutions GmbH

Das Unternehmen steht aktuell VOR dem Launch seines Angebots. Bisher findet sich neben der Homepage des Unternehmens – www.tradelite.de – noch relativ wenig Konkretes. Zumindest bescheinigt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) der Tradelite im Rahmen des INVEST Förderprogramms nachweislich innovativ zu sein:

„Das Unternehmen gehört gemäß Handelsregister einer als innovativ definierten Branche an, ist Inhaber eines Patentes oder hat in den zwei Jahren vor Antragstellung eine öffentliche Förderung für ein Forschungs- oder Innovationsprojekt in Anspruch genommen oder einen Innovationspreis erhalten. Die Innovativität kann auch durch ein gesondertes Kurzgutachten eines benannten unabhängigen Gutachters nachgewiesen werden.“ (www.bmwi.de, „INVEST Zuschuss für Wagniskapital“)

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Handelnde Personen sind als Geschäftsführer Tracy Chang und Matthias Kröner, der bei der DAB von den Anfängen an dabei war – am Ende als CEO – und später als Gründer, Aktionär und CEO bis März 2019 bei der Fidor Gruppe seine Expertise im Fintech begründete. Aktuell scheint er an mehreren Fintech-Projekten beteiligt und engagiert zu sein. Etwas irritierend: In seinem Internetauftritt findet sich kein Hinweis auf die Tradelite Solutions GmbH – wohl aber auf zwei andere „Fintechprojekte“.

Letzte Kapitalisierungsrunde wurde im August abgeschlossen – laut Unternehmensangaben

Die Tradelite Solutions GmbH hat eine Kapitalerhöhung von rund 18% des gezeichneten Kapitals gegen Bareinlage erfolgreich umgesetzt – hierbei handelt es sich wohl um die 2 Mio EUR, die beim BMWi als förderbar im Rahmen des INVEST Programms im Februar qualifizeirt worden sind. Die Gesellschaftsanteile sollen im Rahmen einer Privatplatzierung Business Angels angeboten worden sein, die bei der weiteren konzeptionellen und strategischen Entwicklung unterstützen können. Den aus der Fintech-Szene stammenden Gründern war es dabei wichtig, Investoren aus der Welt der Video-Games zu gewinnen. Mit Heiko Hubertz, Gründer von Bigpoint und Whow-Games, wurde Deutschlands erfolgreichster Game-Unternehmer Gesellschafter der Tradelite Solutions GmbH.

Konzept Tradelite Solutions Produkt

„Tradelite verbindet die Welt der Video Games mit der Welt der Finanzen. Um das zu ermöglichen, hat Tradelite eine eigene Video-Spiel-Entwicklungsplattform entwickelt, die „Financial Entertainment Platform“, kurz: FE Platform. Video Game Entwickler erhalten über die FE Platform umfassende Finanz- und Kapitalmarkt-Daten, historisch und in Echtzeit, um diese Daten dann in unterschiedlichste Videospiel-Formate zu integrieren. Dabei konzentriert sich das Unternehmen gegenwärtig auf Casual Video Games, die sich auf Wissensinhalte, Marktentwicklungen und Transaktionen fokussieren können. Auf diese Weise entstehen vielfältigste Video-Spiele, die das Thema Finanzen und Finanzmärkte in unterhaltsamen Formaten erleben lassen.

Als Videospiel-Entwicklungsplattform sieht sich Tradelite als unterstützendes Angebot zu Plattformen wie Unity, das einfach über APIs angesteuert werden kann. Erste Spiele wurden bereits unter der parallelen Nutzung beider Plattformen entwickelt.

Steinhoff: Pepkor Beteiligung wird auf 50,1 % reduziert – Aktien als Vergleichszahlung plus 400 Mio EUR für die Cash Komponente.

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Neue Reihe: „Defensive Aktien“.  TEIL 1.  DEFAMA, Deutsche Konsum REIT und Noratis. Drei Immobilienwerte die auch bei Börsenturbulenzen Kurs halten sollten.

Tradelite unterliegt keiner regulativen Beschränkung und kann international sowie Sektor-übergreifend Kunden gewinnen. Der ersten Kommunikation folgend kommen Anfragen aus allen Teilen der Welt. Erste Kunden befinden sich in den USA ebenso wie in Europa. Die auf der FE Plattform entwickelten Video-Spiele können von Finanzdienstleistern für die Kunden-Gewinnung und -Engagement ebenso eingesetzt werden wie von Medienhäusern zur Steigerung des ARPU (average revenue per user) oder von Game-Publishern zur Erweiterung des Spiele-Angebots.“

Zusammengefasst: Earliest Stage, hochriskant, lukrativer Zielmarkt, erfahrenes Management, Wachstumsperspektiven mit hohem Risiko des Scheiterns, interessanter Ansatz (ACHTUNG: persönliche Einschätzung)

Tracy Chang, CEO und Mitgründerin der Tradelite Solutions kommentierte dazu am 31.08.2021: „Für die erfolgreiche Durchführung unserer Business Angel Runde danke ich unseren Investoren für ihr Vertrauen. Uns, den Gründern von Tradelite Solution, zeigt es, dass nicht nur wir an die machtvolle Verbindung von Video Games und Finanzwelt glauben. Neben dem eigentlichen Kapital war es uns wichtig, durch unsere Business Angels weitere strategische Impulse zu erhalten um den wachsenden Markt von gegenwärtig weltweit 3 Milliarden Video-Gamern für das Thema Finanzen und Börse zu öffnen.“

 


Chart: B+S Banksysteme AG | Powered by GOYAX.de
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