TeamViewer Aktie – Endlich der richtige Schritt. Englischer Fehltritt wird angegangen.

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Q2/H1 2022: TeamViewer mit anhaltend starker Profitabilität und 12% Wachstum in herausforderndem Marktumfeld

Teamviewer Aktie übersprang förmlich die 10,00 und 11,00 EUR ausgelöst durch starke Quartalsergebnisse mit einem knapp 50%-igen Anstieg des Quartals-EBITDA . Und jetzt entspannt über 12,00 EUR mit Blick nach oben – aktuell 12,49 EUR (Plus 4,67 %, 9:19 Uhr). Woher der nächste Schub?Das Management von Teamviewer hatte bereits bei Vorlage der positiv aufgenommenen Q3-Zahlen klargemacht, dass das – nach Meinung vieler Marktteilnehmer- für Teamviewer viel zu teure und unter Kosten-Nutzen Gesichtspunkten als ineffektiv eingeschätzte Sponsoring des britischen Erstligaklubs ManUnited nicht über das unterschriebene Laufzeitende 2026 verlängert werden soll.

50 Mio EUR jährlich bis Ende 2026 – viel Geld. Jetzt könnten daraus „Zahlungen im einstelligen Mio-USD-Bereich jährlich“ werden. Wäre Turbo für den Teamviewer Gewinn.

Und jetzt muss nur noch ein Neuer gefunden werden, um den Ausflug in die grosse Welt des Sports zu beenden: Nach vertraulichen und konstruktiven Gesprächen in den vergangenen Monaten haben Manchester United und die TeamViewer AG eine für beide Seiten vorteilhafte Vereinbarung getroffen, die Manchester United die Möglichkeit einräumt, die Rechte am Haupttrikotsponsoring des Vereins zurückzukaufen. So kann Manchester United einen zielgerichteten Verkaufsprozess für einen neuen langfristigen Haupttrikotsponsor einleiten. Damit geht die Erwartung einher, dass TeamViewer so schnell wie technisch möglich aus dieser Rolle aussteigt.

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Sobald ein neuer Haupttrikotsponsor ausgewählt worden ist und diese Rolle aktiv übernimmt, wird die TeamViewer AG bis zum Ende der ursprünglichen Vertragslaufzeit (2026) mit angepasstem Umfang Teil des Partnernetzwerks von Manchester United bleiben. Dies würde das Volumen der Partnerschaft substanziell auf einen einstelligen US-Dollar-Millionenbetrag pro Jahr verkleinern – mit einem deutlich positiven Effekt auf die Profitabilität von TeamViewer. Mit dem angepassten Umfang der Partnerschaft wäre es TeamViewer weiterhin möglich, seine Markenbekanntheit mithilfe der herausragenden Reichweite von Manchester United auszubauen und dabei gleichzeitig einem veränderten makroökonomischen Umfeld Rechnung zu tragen.

Quartalsergebnisse zeigten kräftige Margenverbesserung – unbekümmerte Ausgabenpolitik während der Corona-hochs ist vorbei. Gut für die Teamviewer Aktie.

Die mit starkem Stirnrunzeln bedachten teuren Sponsoringverträge, die im „Rausch der lockdownbedingten Wachstumseuphorie“ geschlossen wurden, hat man mittlerweile auch als Fehler erkannt. Nachdem jetzt der Sponsoringvertrag mit Manchester United bezahlbar und auf ein angemessenes Niveau zurückgefahren wird, bleibt folgende Frage: Und das Sponsoring des Formel 1 Teams von Mercedes? Egal. Unterschrieben istauch hier erstmal unterschrieben. Ansonsten setzte man kräftig den Rotstift an: Kräftiger Personalabbau von über 1.500 Mitarbeiter zum Ende des Q3/21 sind jetzt noch rund1.360 „übrig“. Dazu wurden die Marketingkosten im Q3 – trotz Berücksichtigung der teuren Sponsoringverträge – kräftig zurückgefahren. Auf Neunmonatssicht sind jedoch immer noch ein Plus von 44% bei den Marketingkosten zu konstatieren.

Oliver Steil, TeamViewer CEO bei Vorlage der Q3-Zahlen: „Nach neun soliden Monaten sind wir auf gutem Weg, trotz makroökonomischer Herausforderungen unsere Jahresprognose zu erreichen. TeamViewer zeigt sich in diesem Umfeld weiterhin sehr widerstandsfähig, da unsere Lösungen den Kunden dabei helfen, Effizienzsteigerungen zu realisieren. Das anhaltende Upselling in höherwertige Kundensegmente unterstreicht die Qualität unseres Produktportfolios. Darüber hinaus haben wir die Zusammenarbeit mit unseren strategischen Tech-Partnern deutlich intensiviert.“

Upselling, Cross-selling – Teamviewer hebt den „Billing“- Wert seiner bestehenden Kundenbeziehungen – günstiger als Neukundengewinnung mit direkter EBITDA-Wirkung

Durch neue und ausgebaute Partnerschaften (SAP, Hyundai, Google-Cloud, Realware) und Konzentration auf bestehende Kundenbeziehungen konnte der Konzern im Q3 ein beschleunigtes Wachstum der „Billings“ – letztendlich der Umsätze – erreichen:  Billings-Wachstum von 15% (7% währungsbereinigt) auf 144,6 Mio EUR im Vergleich zum Q3/21. Mit diesem beschleunigten Wachstum im Vergleich zu den ersten beiden Quartalen stieg das Neunmonats-Billings-Volumen gegenüber dem Vorjahr um 13% (8% währungsbereinigt) auf 444,2 Mio EUR.

Und in ähnlicher Grössenordnung stiegen die Umsatzerlöse um 12% auf 143,4 Mio EUR in Q3 2022 und um 13% auf 415,4 Mio EUR im Neunmonatszeitraum. Bereinigt um beendete Kundenbeziehungen in Russland und Weißrussland blieb der Kundenstamm stabil und belief sich zum Ende von Q3 2022 auf 619TSD. Die sog. Net Retention Rate von 103% für das Q3 2022 (“LTM”; auf Basis der letzten zwölf Monate) gegenüber 96% für Q3 2021 LTM steht für eine hohe und wachsende Kundenzufriedenheit.

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Im dritten Quartal habe sich TeamViewer verstärkt auf seine Kernprodukte für Remote Connectivity (Fernstuerung von Rechnern) konzentriert, mit denen Kunden Effizienz- und Produktivitätssteigerungen erzielen könnten. Unter der Leitung des neuen CCO Peter Turner habe TeamViewer eine Reihe von globalen Up- und Cross-Selling-Kampagnen erfolgreich umgesetzt. Dabei seien, insbesondere vor dem Hintergrund des herausfordernden makroökonomischen Umfelds, die starke Kundenbindung und die hohe Kundenzufriedenheit klare Belege für die Qualität des Produktportfolios von TeamViewer.

Grosskunden wurden mehr, Schulden aus „Hedgefondszeiten“ weiter reduziert – gesunde Entwicklung inclusive Prognosebestätigung

Dass Geschäft mit den Firmenkunden trug wesentlich zu der starken Gesamtperformance Teamviewers bei: Das Wachstum im Enterprise-Geschäft beschleunigte sich in Q3 2022 auf 47% (37% währungsbereinigt) im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dies sei vor allem auf die Region EMEA und eine verbesserte Pipeline-Konvertierung zurückzuführen. Gleichzeitig nahmen die Kunden trotz des unsicheren makroökonomischen Umfelds höhere Lizenzvolumina in Anspruch. Die fokussierte Upselling-Kampagne, bei der bestehenden SMB-Kunden Angebote zur Migration auf die Tensor-Lizenz für Enterprise-Konnektivität gemacht werden, hat zu zusätzlichen Vertragsabschlüssen mit jährlichen Vertragswerten über 10k EUR geführt. Die Zahl der Enterprise-Kunden stieg im Jahresvergleich um 877 auf 3.296 zum Ende des dritten Quartals 2022. Die Enterprise-NRR (wiederkehrende Umsätze bestehender Kunden) stieg gegenüber dem Vorjahr auf 113% für Q3 2022 LTM.

Schuldentilgung, Aktienrückkauf – hohe Cashzuflüsse investiert im Interesse der Teamviewer Aktie und deren Kurschancen

In Zeiten steigender Zinsen und schwieriger werdenden Refinanzierungen sendet Teamviewer eine positive Botschaft an die Finanzmärkte. Die im Zusammenhang mit der Permira-Eigentümerschaft dem Unternehmen auferlegten Finanzverbindlichkeiten wurden weiter abgebaut: Schuldentilgung von netto 286,1 Mio. EUR im dritten Quartal 2022 führte zu einem verbleibenden Schuldenvolumen von 600 Mio EUR am Ende des dritten Quartals 2022, davon 300 Mio EUR Schuldscheindarlehen und 300 Mio EUR Bankkredite. Der Anteil der variabel verzinsten Schulden wurde dadurch reduziert.

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EPS-Steigerung durch Aktienrückkäufe: Das am 3. Februar 2022 begonnene Aktienrückkaufprogramm wurde am 26. September 2022 erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen dieser Maßnahme kaufte Teamviewer insgesamt 24.093.675 eigene Aktien zurück. Am Ende von Q3 2022 betrug die Anzahl ausstehender Aktien 176.977.256 (ohne 9.538.600 von Teamviewer als eigene Anteile gehaltene Aktien). Die durchschnittliche Anzahl von Aktien, die zur Berechnung des unverwässerten EPS in 9M 2022 derzeit Verwendung findet, betrug 187.465.171 (9M 2021: 200.053.612).

Teamviewer Mangement bestätigt die Prognose

Trotz des makroökonomischen Umfelds und der Entscheidung, sich aus Russland und Belarus zurückzuziehen, erwartet TeamViewer nach wie vor für das Gesamtjahr 2022 Billings in Höhe von ungefähr 630 Mio EUR. Vor diesem Hintergrund erwartet man Umsatzerlöse weiterhin in einer Spanne zwischen 565-580 Mio EUR. Auch bestätigt: Ausblick auf die bereinigte EBITDA-Marge in einer Bandbreite von 45%-47% für 2022.

Michael Wilkens, TeamViewer CFO;„Dank des anhaltenden Erfolgs im SMB- und Enterprise-Geschäft haben wir erneut solides Wachstum und eine hohe Profitabilität erzielt. Das ist – insbesondere angesichts des schwierigen Umfelds – ein Beleg für die Umsetzungsstärke von TeamViewer. Mit einer Schuldentilgung in Höhe von 286 Mio. EUR konnten wir unser Finanzprofil weiter optimieren und die Auswirkungen steigender Zinsen deutlich reduzieren. Zusätzlich haben wir unsere Nachhaltigkeitsbilanz mit einer Top-3-Position im renommierten Sustainalytics ESG-Risiko-Rating gestärkt.“

Teamviewer Aktie – ausgerichtet auf Steigerung respektive Aufrechterhaltung der hohen Profitabilität. Klare Absage an zukünftige Abenteuer wie das Manchester United Sponsoring, das nun möglicherweise kurzfristig auf Normalmass zurückgefahren werden kann, Konzentration auf die Pflege und Aufwertung des Kundenstamms, Neuausrichtung für den  zuletzt schwächelnden asiatischen Markt und starke Technologie-Partnerschaften könnten die Teamviewer Aktie wieder interessanter machen. Vielleicht ist Teamviewer ja doch mehr als ein „technisch leicht austauschbarer“ Anbieter von Fernsteuerungssoftware für Rechner.
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