Scale | Wallstreet:Online Aktie könnte spannend werden. Seitwärts, während Konkurrenten fallen.

Post Views : 606

30.09.2021 –  Die wallstreet:online AG (ISIN: DE000A2GS609) stand in der Vergangenheit für ihre populären Finanzseiten und je nach Börsenstimmung erzielte man sehr hohe oder eben niedrigere Werbeeinnahmen. Volatiles Geschäft und trotz konsequenter Übernahmepolitik in den letzten Jahren mit „börsennews.de“, „finanznachrichten.de“ und anderen – nicht jedem gefällt volatiles Geschäft. Dazu die teils kontrovers diskutierte, teils als zu aggressiv eingestufte Werbung.

Aber seit dem Smartbroker – und auch den anderen „Produkten“ der wallstreet:online capital AG

sollte die Aktie den Abschlag für stark schwankende Erträge immer mehr verlieren. In den Vordergrund sollte in der GuV und der Bilanz des Konzerns immer mehr das berechenbare und hoch-skalierbare Brokerage-Geschäft treten.Und das mit EBITDA-Margen, mit denen man im volatilen „Werbegeschäft“ nur in guten Zeiten mithalten kann. Zum Vergleich die Eckdaten der flatexDEGIRO, einem Platzhirsch, der bereits in ganz anderen Grössenklassen möglicherweise langsam an die Grenzen seines Wachstums stossen könnte: Der kommerzielle Erfolg schlägt sich in absoluten (vorläufigen) Rekordzahlen nieder: Umsatz von 226 Mio. EUR (+127% vs. H1 2020), adjusted EBITDA-Marge von 47,6% (+2,2%-Punkte vs. H1 2020) und adjusted EPS von 2,40 EUR (+79% vs. H1 2020).

NanoRepro hält immer noch an Guidance für 2021 fest. Viromed finde Börsennotiz der NanoRepro charmant – kommt da was in Richtung…

Steinhoff Update zum Stand Tekki-Town-Verfahren. Und: Um wieviel geht es eigentlich? Warum man nicht einfach Wegvergleichen kann…

Deutsche Konsum REIT hat die Zeichen erkannt: Verkauf realisiert Wertsteigerungen. Weitere Aktionen für „Shareholdervalue“ angekündigt.

Nordex erhält 50 MW Auftrag von Shell, der Vertriebsvorstand kauft Nordex Aktien und mit der 6 MW Klasse hat man ein starkes Produkt.

Northern Data heute mit vorläufigen Zahlen. Eyemaxx Real Estate AG, PREOS und publity oder Northern Data – Aktien mit Fragezeichen.

„Defensive Aktien“.  TEIL 1:  DEFAMA, Deutsche Konsum REIT und Noratis. Drei Immobilienwerte, die auch bei Börsenturbulenzen Kurs halten sollten.

„Defensive Aktien“. TEIL 2: Encavis, PNE und BayWa. Drei ESG-Werte mit kontinuierlich wachsenden stillen Reserven. Gut gerüstet für volatilere Börsenzeiten.

Und W:o macht im Brokerage – noch – Verluste. Aufbau kostet Geld. Wobei die Kosten durch die Cross-Selling-Effekte der Finanzseiten noch vergleichsweise günstig je Neukunden sind: „Nach vorläufigen, ungeprüften Zahlen hat die Gruppe in den ersten sechs Monaten des Jahres ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ca. 57 % (organisch +54 %) auf 23,8 Mio. EUR (+8,7 Mio. EUR) gegenüber 1. HJ 2020 gesteigert. Das operative EBITDA vor Neukundengewinnungskosten für den Smartbroker steigt planmäßig auf 9,0 Mio. EUR und hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 nahezu verdoppelt (+4,4 Mio. EUR). Im operativen EBITDA nicht enthalten sind die Kosten zur Kundengewinnung für den Smartbroker (7,9 Mio. EUR) sowie Einmaleffekte.“

Perfektes Timing: Derzeit bringen die Finanzseiten hohe Marge und finanzieren so den Aufbau des schwankungsärmeren Brokeragegeschäfts

Genau das spiegelt die Kursentwicklung der Wallstreet:Online-Aktie in den letzten 12 Monaten wider – im Vergleich zur flatexDEGIRO-Aktie die bereits hochmargig kräftiges Wachstum im Brokerage hingelegt hat. Und während für flatexDEGIRO möglicherweise aufgrund des Baisseffekts zukünftig zumindest prozentual wohl geringere Wachstumsraten anstehen, ist der Smartbroker aufgrund der Kosten- und Produktstruktur wohl geeignet sein rasantes Wachstum noch längere Zeit fortzusetzen.

W:o Aktie verharrt derzeit auf hohem Niveau und scheint in der Seitwärtsbewegung vor heftigeren Rückschlägen geschützt zu sein, während der Pureplayer flatexDEGIRO charttechnisch angeschlagen erscheint: Vor kurzem markierte die Aktie ein Sechsmonatstief und den steilen Anstiegen im ersten Halbjahr scheint nun eine Abwärtsbewegung zu folgen. ein entsprechender Trendkanal bildet sich zumidnest heraus.

Luft nach oben bei Wallstreet:online: Zur Erinnerung der w:o -Vorstand Matthias Hach stellte die Transformationspläne der w:o Gruppe in einem Exclusivinterview ausführlich und nachvollziehbar vor.

Dazu die Zahlen zum Halbjahr

Nach vorläufigen, ungeprüften Zahlen hat die Gruppe in den ersten sechs Monaten des Jahres ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ca. 57 % (organisch +54 %) auf 23,8 Mio. EUR (+8,7 Mio. EUR) gegenüber 1. HJ 2020 gesteigert. Das operative EBITDA vor Neukundengewinnungskosten für den Smartbroker steigt planmäßig auf 9,0 Mio. EUR und hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 nahezu verdoppelt (+4,4 Mio. EUR). Im operativen EBITDA nicht enthalten sind die Kosten zur Kundengewinnung für den Smartbroker (7,9 Mio. EUR) sowie Einmaleffekte.

Und Portalgeschäft wächst ähnlich stark wie der Neobroker „Smartbroker“ – AuM bei 6,8 Mrd EUR

Der Umsatzanstieg i.H.v. 8,7 Mio EUR verteilt sich gleichmäßig auf die Bereiche Social & Media (+4,9 Mio EUR bzw. +40 %) sowie Smartbroker und Classic Transaction (+3,8 Mio EUR bzw. +127 %), die maßgeblich vom Online-Brokerage getragen werden.

Das betreute Kundenvermögen (Assets under Management / AuM) ist zum 30.06.2021 auf 6,8 Mrd. EUR gestiegen und hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mehr als verdreifacht. Insgesamt verfügt die Gruppe per 30.06.2021 über mehr als 187.000 Depots, davon über 142.000 Kunden beim Smartbroker. Damit ist der Online-Broker der wallstreet:online-Gruppe gemessen nach AuMs die Nummer eins und bezogen auf die Kundenzahlen die klare Nummer zwei unter den deutschen Neobrokern. Bei der Höhe des betreuten Vermögens je Kunde, einem wesentlichen Kriterium der langfristigen Kundenqualität, nimmt die Gesellschaft den Spitzenplatz ein. Das betreute Vermögen je Smartbroker-Kunde ist zum 30.06.2021 auf annähernd 30.000 EUR gestiegen.

Die Reichweite der Finanzportale der wallstreet:online AG lag für das erste Halbjahr 2021 im Durchschnitt bei 376 Mio. Seitenaufrufen pro Monat und hat sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 37 % gesteigert. Damit unterstreicht die wallstreet:online AG wieder ihre Position als mit Abstand größter verlagsunabhängiger Finanzportalbetreiber im deutschsprachigen Raum und größte Finanz-Community.

Wachstum des Smartbrokers kostet erstmal – und wenn die kritische Grösse erreicht ist, sollte das Geld …

„Wir haben in den ersten sechs Monaten des Jahres weitere wichtige Weichen gestellt, um den Wandel zum Finanzdienstleister mit integrierter Community voranzutreiben. Neben den nötigen strategischen Schritten haben wir in das Neukundenwachstum für den Smartbroker investiert. Hervorragende Testergebnisse in unabhängigen Vergleichen bestätigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um zu einem der größten Online-Broker und Finanzdienstleister am deutschen Markt zu wachsen. Aber auch im Portalgeschäft haben wir in den vergangenen Monaten ein kräftiges Wachstum verzeichnet und profitieren von steigenden Nutzerzahlen und Werbeerlösen. Die Symbiose zwischen Online-Brokerage und klassischem Finanzportal und damit die Verbindung zwischen Information und Transaktion funktioniert“, kommentiert Matthias Hach, CEO der wallstreet:online AG und der wallstreet:online capital AG, die vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr 2021.

Aufgrund der Entwicklung des ersten Halbjahres hält die Gruppe ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2021 aufrecht. Demnach wird ein Gruppenumsatz von 45 Mio EUR bis 50 Mio EUR erwartet. Das operative EBITDA soll vor den Kosten zur Kundenakquise für den Smartbroker in Höhe von 12,5 Mio EUR zwischen 16,5 Mio EUR und 18,5 Mio EUR liegen. Hinsichtlich des Kundenbestands des Smartbrokers wird an der Guidance in Bezug auf das Wachstum bis Jahresende festgehalten.

Aktionäre waren verwöhnt

von exorbitanten Wachstumszahlen der Brokersparte. Und jetzt kann man zwar nicht direkt von einer Abkühlung sprechen, aber auch der Smartbroker merkt, das die extremen Wachstumsraten durch das allgemeine Börsenumfeld sich verlangsamen. Musste flatexDEGIRO schmerzhaft vermerken – nicht nur operativ, sondern insbesondere beim Aktienkurs, genauso wie die kleineren Player, wie sino, mwb o.a.

So könnte die derzeitige Kursphase gleichzeitig bei w:o auch eine Chance sein, günstig sich an einem wachstumsstarken „Smart-„Broker zu beteiligen, dessen Ertragskraft erst in den nächsten Jahren sich entfalten sollte. Bisher kostet der Aufbau viel Geld, aber…

Aber die Zeiten in denen man  als „Discountbroker“ eigentlich nichts falsch machen konnte, nähern sich ihrem Ende.

Die Nagelprobe kommt in ruhigeren Börsenphasen oder bei fallenden Märkten. Wenn wieder die Kosten- Gebührenfrage mehr in den Vordergrund rücken wird. Hier scheint der Smartbroker sehr gut positioniert. In einem Vergleichstest der Handelsblatt-Redaktion wurden 18 Online-Broker und Direktbanken untersucht. Bewertet wurden dabei Kosten und Leistungen für drei verschiedene Anleger-Gruppen. Der Smartbroker erzielte in allen Kategorien – Klein-Anlegern, Gelegenheitsanlegern und vermögenden Kunden – die Bestnote „sehr gut“. Fortsetzung einer längeren Reihe von guten Bewertungen, wie beispielsweise dem „Testsieger“ im Finanztest 11/2020. Oder vor wenigen Monaten konnte der Smartbroker den ersten Platz im jährlichen Bankentest der Fachzeitschrift Euro mit deutlichem Abstand vor dem Zweitplatzierten gewinnen (Kategorie Brokerage). Darüber hinaus wurde das Sparplan-Angebot kürzlich durch das Verbraucherportal Finanztip ausgezeichnet. Weitere aktuelle Empfehlungen stammen von Focus Money und justETF.

 


Chart: wallstreet:online AG | Powered by GOYAX.de

 

 

 

TecDAX | Nordex: 50 MW an Shell. Energiepark in den Niederlanden.
Prime Standard | Steinhoff Update 13:06 Uhr: Erwartungsgemäss Highcourtentscheidung über Vergleichsannahme verschoben

Share : 

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jetzt zum Nebenwerte Magazin Newsletter anmelden
und von unseren aktuellen und exklusiven Informationen profitieren.

Interviews

Wochenrückblick

Trendthemen

Anzeige

Related Post

Anzeige

Related Post