Freiverkehr | NanoRepro „weiterhin bis zu 400 Mio EUR Umsatz möglich“. Wieviel,was will Viromed?

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Die NanoRepro AG (ISIN: DE0006577109) hat seit Aufkommen der Pandemie eine unglaublich Entwicklung „hingelegt“ – von homöopathischen Umsätzen „davor“ hin zu dreistelligen Millionenumsätzen in 2021 – erwartungsgemäss bestätigt durch die vorgelegten Halbjahreszahlen am 23.09.2021.

In diesem Zusammenhang fragten wir uns letzte Woche: „Was wird aus den Ansagen von bis zu 400 Mio EUR Jahresumsatz in 2021? Bisher kein Zurückrudern. Aber auch keine neuen Abschlüsse gemeldet“ Der Halbjahresbericht der NanoRepro gab zu den Erwartungen oder Aussichten für den weiteren Jahresverlauf KEINERLEI Informationen. Und gestern wurde ab 14:00 Uhr von der CEO Lisa Jüngst und dem CFO Stefan Pieh Licht in das Dunkel gebracht. Einiges wurde klarer, offene Fragen geklärt. Aber wie letztendlich NanoRepro 2022 aufgestellt sein wird, scheint von vielen laufenden Verhandlungen und Findungsprozessen abzuhängen, die erst in den nächsten Monaten zum Abschluss kommen sollen/können.

„CEO Lisa Jüngst und CFO Stefan Pieh werden im Rahmen der Webkonferenz den Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr 2021 erläutern, einen Ausblick auf das zweite Halbjahr und die weitere Strategie des Unternehmens sowie die Zusammenarbeit mit der Viromed Gruppe geben …

Unter diesem Anspruch begann um 14:00 Uhr das Führungsduo mit den Zahlen für 2021 bis zum 30.06. Klar: Riesiges Wachstum, profitabel, hohe Steuerlast. Zusammengefasst: 120 Mio EUR Halbjahresumsatz(1. Halbjahr 2020: 2,2 Mio EUR). Auch das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) vervielfachte sich mit 34,7 Mio EUR (1. Halbjahr 2020: 0,6 Mio). Zum Halbjahr beträgt der Jahresüberschuss nach Steuern 25,9 Mio EUR – ein Zuwachs von über 25 Millionen gegenüber dem Halbjahresergebnis von 0,3 Mio EUR im Vorjahr.

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„Small, but sexy“- TEIL1: B+S Banksysteme AG ist im Kerngeschäft weiterhin auf Wachstum eingestellt. Zahlen am 30.09. sollten das bestätigen. Dazu eine Beteiligung.

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„Small, but sexy?“-TEIL3: Vectron transformiert sich zu einem margenstarken Digitalkonzern. CEO ist überzeugt, Aktie schwach – noch?

Zu den Zahlen wurde später in der Fragerunde der CFO nach Lagerbeständen zum 30.06.2021 befragt und dem dmait verbundenen Risiken wegen fallender „Testpreise“ – Abschreibungsrisiko. Die 6 Mio EUR Lagerbestand seien notwendig, um Lieferfähigkeit zu gewährleisten falls NanoRepo bei laufenden, grossen Ausschreibungen erfolgreich sein sollte. Deise Ausschreibungen seien oft mit sofortiger Lieferfähigkeit verbunden. Lisa Jüngst führte alsBeispiel den aktuellen Ausschreibungserfolg der Viromed über 15 Mio Testkotts beim Land Berlin an, den Viromed über NanoRepro decken werde.

„Wir machen noch Geld, aber irgendwann wird Corona zuende gehen…!“

So fasset die CEO die frage nach den derzeitigen Erträgen/Umsätzen mit den Corona-Tests zusammen, deren extremer Preisverfall thematisiert wurde. Die Managerin stellte fest, dass lange nicht mehr die Margen aus der ersten Jahreshälfte erzielt werden könnten. Konkurrenten würden teilweise unter Selbstkostenpreis zu hohe Lagerbestände räumen und auf den Markt werfen. Dass sei nicht Politik der NanoRepro.

Ist die Guidance von 250 bis 400 Mio EUR noch für 2021 zu erreichen?

Die CEO betonte, man sei „nicht absolut negativ eingestellt“ wegen der ausgegebenen Guidance. Deshalb habe man diese auch nicht korrigiert. Möglich, aber nicht sicher kann das Fazit dazu aus ihren Aussagen sein. Aber es bestehe natürlich eine grosse Unsicherheit. Corona-Entwicklung sei nicht berechenbar. Und – so kann man folgern – der Erfolg des neuen PCR-Schnelltest (später mehr) und der anderen Testprodukte ist kaum einschätzbar.

EXKURS:Im Vorfeld der Präsentation meldete das Unternehmen heute Morgen ein neues Produkt. Könnte spannend werden.

Nach Reaktion der Anleger zu urteilen, könnte NanoRepro einen neuen treffer gelandet haben. Die Aktie machte auf jeden Fall nach Veröffentlichung einen Freudensprung nach Oben. Weshalb? NanoRepro baut ihre Partnerschaft mit der Viromed-Gruppe weiter aus und vermarktet ab Mitte Oktober gemeinsam mit Viromed ein neues Echtzeit-PCR-Analyseinstrument für den Einsatz durch medizinisch geschultes Personal u. a. bei niedergelassenen Ärzten, in medizinische Einrichtungen und Pflegeheime, aber z. B. auch an Schulen. Das von MedSan Biotech entwickelte quantitative Echtzeit-PCR (qPCR) Instrument, an dem die Viromed-Gruppe zusammen mit NanoRepro die exklusiven Vertriebsrechte hält, dient dem Nachweis von Nukleinsäuren (RNA/DNA) aus Probenmaterial von Menschen, darunter auch dem Nachweis von Krankheitserregern wie SARS-CoV-2.

28 Minuten ist eine Hausnummer – könnte nochmal klappen. Muss auch – denn bisher war nichts mehr mit Folgeaufträgen für die „Normaltest-Produkte“

Das handliche, leicht zu bedienende Instrument liefert innerhalb von nur 28 Minuten hochvalide PCR-Testergebnisse. Die Auswertung von PCR-Tests im Labor kann dagegen bis zu mehreren Tagen dauern. Die PCR-Diagnostik gilt als Goldstandard für den sicheren Nachweis von Infektionen wie SARS-CoV-2. Damit ist das neue Instrument ideal für den Einsatz durch medizinisch geschultes Personal überall dort geeignet, wo eine sehr hohe Zuverlässigkeit des Testergebnisses benötigt wird.

Neue Chance. So sieht es auch NanoRepro: „Das neue Echtzeit-PCR-Instrument ist ab Mitte Oktober sowohl bei Viromed als auch bei NanoRepro erhältlich. Ziel der Vermarktung durch Nanorepro ist es, sowohl die Geschäftsbeziehung zu bestehenden Kunden weiter auszubauen als auch neue Kundengruppen zu erschließen. Erste Verkaufsgespräche verlaufen bereits sehr vielversprechend.“

Nach den Zahlen ging es dann um die ZUKUNFT der NanoRepro

Zuerst ging es um die Alternativen vor denen das Management mit überraschend vollen Kassen mitten im Corona-Hype stand: Wie soll sich nanoRepro nach dem Corona-Hype positionieren? Dass was nicht verfolgt wird – nach entsprechender Prüfung – wurde vorangestellt: Die „vorCorona“-Produktgruppe der Selbtstests brachte vor der Krise einen wichtigen Anteil an den 1,5 Mio EUR umsatz, wird wieterverfolgt, aber nicht mit Investitionen ausgebaut. Selbsttests haben aussagegemäss eine zu geringe Marge, seien zu billig und wegen ihres einmaligen Anwendungscharakters mit viel zu hohem Werbeaufwnad verbunden. Bestehende Tests würden weiterhin angeboten – der mittlerieile bekannte Name NanoRepro helfe dabei- abe rnicht forciert.

Interessanter wären schon die ebenfalls vor Corona angebotenen Nahrungsergänzungsmittel unter der Marke „Alphabiol“, die wiederkehrende Umsätze generieren können, die aber wegen hohen Wettgbewerbsdrucks und Marktrisiken zwar weiter angeboten werden, abe rsich nicht für grössere Investitionen anbieten würden.

Also „die Entscheidung des Herzens“ – Viromed!

So bezeichnet es Lisa Jüngst. Nachdem die zuvor geprüften Investitionsalternativen zur Übernahme von Entwicklungs-Produkten, Firmen im Rahmen einer Nachfolgeregelung oder bereits vermarkteter Produkte mit insgesamt 10 geprüften Targets zu keinem Erfolg führten. 5 in der engeren Prüfung und einem Target, dass wohl sehr intensiv geprüft worden ist, aber wohl letztendlich „an unterschiedlichen Preisvorstellungen“ scheiterte, setzt NanoRepro derzeit auf die Viromed Karte.

„Defensive Aktien“.  TEIL 1:  DEFAMA, Deutsche Konsum REIT und Noratis. Drei Immobilienwerte, die auch bei Börsenturbulenzen Kurs halten sollten.

„Defensive Aktien“. TEIL 2: Encavis, PNE und BayWa. Drei ESG-Werte mit kontinuierlich wachsenden stillen Reserven. Gut gerüstet für volatilere Börsenzeiten.

CEO versuchte Bedenken einer „Bevorteilung“ der Viromed wegen des Hauptkundenstatus und Beteiligungsanteils an der Nano auszuräumen

Auf die Frage, ob NanoRepro den verkündeten verbindlichen 200 Mio EUR Auftrag Viromeds für Testkotts und dessen vollständige Durchsetzung durchklagen werde, verneinte Jüngst. Der vertrag sei wohl doch nicht so rechtssicher wie seinerzeit angekündigt. Möglicherwiese begründe der Preisverfall der Testkitts ein Sonderkündigungsrecht für Viromed. Auf jeden fall werde man den kooperativen Weg wählen und nciht auf Vertragserfüllung bestehen. Dass sich das auszahle zeige die Berücksichtigung NanoRepros bei Viromeds Ausschreibungserfolg in berlin über 15 Mio Testkitts, die bei NanoRepro bezogen würden.

„Viromed und NanoRepro gehen Hand in Hand“ – so Jüngst

So seihen die Aktienpaketkäufe aus dem Eigentümerumfeld der Viromed natürlich abgesprochen gewesen. Und auch die derzeit laufende neutrale Prüfung der von Viromed angebotenen „Produkte“ werde abgewartet und „man werde wohl beim Preis mit Viromed überienkommen“ – die Beteiligungsstruktur bringt wohl hier die Interessen der ebdien Parteien „noch näher“. Ob die freien Aktionäre dadurch schlechter fahren, wird sich zeigen.

Handeln natürlich im Sinne aller Aktionäre – deshalb müsse genau geprüft werden

Was? Vor einigen Wochen hiess es: „Die NanoRepro AG (Symbol: NN6) hat heute einen Due Diligence-Prozess für eine mögliche Integration der drei Geschäftstätigkeitsbereiche VitaLab, Terraplasma und Vitabook der Viromed Group gestartet.“ Und so ist NanoRepro beim Partner des Herzens  fündig geworden:

Positiv ist „man kennt sich“,  arbeitet bereits zusammen und Viromed bietet das, was NanoRepro für neue Produkte braucht: Eine starke Vertriebsschiene. So auch Lisa Jüngst, CEO der NanoRepro bereits seienrzeit: „Aus der bisherigen Zusammenarbeit wissen wir, dass die Viromed Group innovative Produkte im Portfolio hat und auch vertrieblich stark aufgestellt ist“. Und weiter: „Wir prüfen deshalb jetzt die Teilbereiche und die zugehörigen Marktpotenziale für eine mögliche Integration in die NanoRepro AG.“

Und die Begeisterung für Viromed, die mit einer Umsatzguidance von rund einer Milliarde EUR wohl der starke Partner sind, den NanoRepro nach seinem Wachstumssprung von „kurz vor der Pleite mit minimalen Umsätzen“ zu „Smallcap mit vollen Kassen und Multimillionen Gewinnen“ braucht. Und Viromed finde wohl

Börsennotierung der NanoRepro sehr charmant und (Viromed) habe selber ja keine

Ob die Partner des Herzens übe rden Kauf von Produkten aus dem Viromed Universum durch NanoRepro auch über weitere Schritte nachdenken? Eine „charmante Börsennotiz“ könnte man auch im Rahmen eines Reverse Takeovers auf eine nicht-notierte Entity übertragen? Ist ja derzeit sehr in Mode. – siehe mVise, mic AG und diverse SPAC’s. Oder vielleicht klassische Verschmelzung der Viromed GmbH auf die Nanorepro AG durch eine Sachkapitalerhöhung? Oder irgendwas dazwischen? Natürlich reine Spekulation- Aber vielleicht eine Überlegung, die die Beteiligungskäufe der Viromed an der NanoRepro, den möglicherweise „günstigen“ Verkauf von Zukunfstprojekten an die NanoRepro aus dem Viromed Portfolio, die gegenseitige Rücksichtnahme und Zusammenarbeit bei den Corona-Testkitts in einem logischeren Zusammenhang bringen könnte.

Auf jeden Fall plant die NnaoRepro eine „neue Strategie“ bis Ende des Jahres entwickelt zu haben – ob mit Viromed oder gemeinsam mit Viromed oder noch enger verbunden, wird sich zeigen. Auf jeden Fall läuft nichts mehr bei NnaoRepro ohne Viromed. So scheint es. Muss nicht die schlechteste Situation sein. Wichitg ist die Beachtung der Rechte der freien Aktionäre, die immerhin noch knapp 70 % der NnaoRepro halten…

SPANNEND. WOHIN DER ZUG FÄHRT IST NOCH NICHT KLAR. AUF JEDEN FALL STEHEN NOCH EINIGE GRUDNLEGENDE ENTWIKCLUNGEN AUS:

„Defensive Aktien“.  TEIL 1:  DEFAMA, Deutsche Konsum REIT und Noratis. Drei Immobilienwerte, die auch bei Börsenturbulenzen Kurs halten sollten.
„Defensive Aktien“. TEIL 2: Encavis, PNE und BayWa. Drei ESG-Werte mit kontinuierlich wachsenden stillen Reserven. Gut gerüstet für volatilere Börsenzeiten.

Vorjahr zeigte erste Früchte

Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen den Umsatz um knapp +1.300 % auf 16,9 Mio. EUR steigern. Dabei schaffte die NanoRepro AG mit einem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 4,7 Mio. EUR den deutlichen Sprung in die Gewinnzone (Vorjahr: -0,9 Mio. EUR). Das EBIT (operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern) belief sich auf 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: -1,2 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich von -1,2 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR.

Der enorme Umsatzanstieg war fast ausschließlich Folge der von NanoRepro vertriebenen COVID-19-Schnelltests, die einen Umsatzanteil von 93 % entsprechend 15,7 Mio. EUR Umsatz hatten. Die Umsätze im bisherigen Kernportfolio (übrige Schnelltests und Nahrungsergänzungsmittel) hielten sich trotz der starken operativen Fokussierung auf COVID-19-Produkte stabil.

Zwar aus der Euphoriephase, aber immer noch spannend: Exklusivinterview mit Lisa Jüngst, CEO der Nanorepro AG: „…keinerlei Zweifel daran habe, dass wir genauso erfolgreich auch ohne Corona weiterarbeiten.“

Infolge der guten operativen Entwicklung verbesserten sich die Bilanzkennzahlen deutlich. Die Bilanzsumme erhöhte sich im vergangenen Jahr um +132 % auf 11,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,8 Mio. EUR). Das Eigenkapital stieg dabei von 4,4 Mio. EUR auf 8,0 Mio. EUR bei einer hohen Eigenkapitalquote von 72 %. Und dieses Jahr scheinen rund 250 Mio EUR Umsatz mehr oder weniger garantiert, allein durch die Viromed Gruppe. Und was dazu kommt? Möglicherweise bringt der geplante der Immuniserungstest für Geimpfte einen weiteren Schub. Oder man stellt wie Qiagen eine steigende Nachfrage nach den Covid-19 Tests fest? Viele Fragezeichen, abgesichert durch einen „fetten Gewinn“ in 2021. Der zumindest bei Kursen von 5,20 EUR wohl zu einem KGV von 1 hätte führen können.

Und natürlich die geplanten Investitionen in „lukrative“ neue Produkte oder vielleicht sogar Beteiligungen. Oder ein Reverse Takeover? Oder eine Verschmelzung auf die NanoRepro?

 
Chart: NanoRepro AG | Powered by GOYAX.de

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