RWE Aktie Wasserstoffwert? Nach Arcelor Mittal noch einer diese Woche: 100 MW Elektrolyseur in Rostock..

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RWE Aktie

RWE Aktie als Wasserstoffwert? Sollten alle Millliardenprojekte so umgesetzt werden, wie es aussieht, durchaus. RWE macht Ernst: Am  4.06.2022 Ein 500 Mio EUR Investment in ein 1,4 GW Kraftwerk für den Wasserstoffhub Eemshaven , am Dienstag die milliardenschwere Kooperation mit Arcelor Mittal und Gestern:

Nächster Schritt zum Wasserstoffwert. Dafür hat sich vor kurzem die RWE AG (ISIN: DE0007037129), besser gesagt RWE Generation SE, gemeinsam mit EnBW Neue Energien GmbH, RheinEnergie AG und der ROSTOCK PORT GmbH an der Gründung der die rostock EnergyPort cooperation GmbH beteiligt. Und geplant wird – natürlich falls die entsprechenden Fördermittel von der EU bewilligt werden sollten – innerhalb der nächsten vier Jahre im Überseehafen Rostock auf dem Gelände des Steinkohlekraftwerks eine 100-Megawatt-Produktionsanlage für die Erzeugung von grünem Wasserstoff zu errichten. Die Elektrolyseanlage soll das Herzstück des Projektes „HyTech Hafen Rostock“ sein, das sich auf Förderung im Rahmen des IPCEI (Important Project of Common European Interest) Programms beworben hat. Definitve Investitionsentscheidung hängt also nun an der Zustimmung der EU.

Vier starke Partner – Ausbau bis auf 1 GW wird für möglich gehalten – RWE Aktie geht vorweg…

Der für die 100 MW Eelktrolyseanlage erforderliche Strom soll aus Erneuerbaren Energien, wie z.B. Windkraftanlagen auf See und an Land, bezogen werden. Jährlich sollen so bis zu 6,5 Tonnen Wasserstoff klimaneutral im Überseehafen Rostock erzeugt, in ein überregionales Verteilnetz (Wasserstoff-Startnetz) eingespeist und lokalen Verbrauchern zur Verfügung gestellt werden. Der Standort ermögliche den Ausbau der Anlage auf eine Leistung von bis zu 1.000 Megawatt. Die notwendigen Investitionen für die erste Ausbaustufe liegen im dreistelligen Millionenbereich und sollen mit Hilfe von Fördermitteln getätigt werden.

„Gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen treibt die RheinEnergie die zielgerichtete Transformation des Kraftwerkstandorts Rostock von der Steinkohle hin zu grünem Wasserstoff voran. Damit schaffen wir eine Perspektive, nicht nur für den Standort selbst, sondern für die gesamte Region. Die benötigten Mengen an grünem Wasserstoff stellen wir im Rahmen der neu gegründeten Gesellschaft künftig allen Marktteilnehmern zur Verfügung“, sagt Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG.

Noch hängt alles an der Förderzusage – so war es früher auch bei Soalr- und Windenergie

„Wir sehen in der Realisierung eines solchen Projektes und einem sich daran anschließenden weiteren Ausbau eine große Chance, eine Kohlekraftwerksstandort langfristig in einen zukunftsfähigen Energiestandort zu transformieren. Wir sichern damit auch Arbeitsplätze vor Ort“, sagt Rainer Allmannsdörfer, Geschäftsführer der EnBW Neue Energien GmbH, der auch Geschäftsführer des Kohlekraftwerkes ist.

„Die erfolgreiche Transformation von fossilen Energieträgern wie Kohle zu nichtfossilen Energieträgern wie Wasserstoff betrifft viele Teile des Hafens. Ein konsequenter Einstieg in den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern wird die fossilen Energieträger ablösen und zur Dekarbonisierung der Region führen. Als ein Partner des gemeinsamen Unternehmens möchten wir weiterhin Impulsgeber für eine klimaschonende und nachhaltige Hafenwirtschaft sein“, hebt ROSTOCK PORT-Geschäftsführer Jens Scharner hervor.

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„Der Überseehafen Rostock ist ein idealer Startpunkt für ein Wasserstoff-Hub im Nordosten Deutschlands. Im Rahmen des neuen Konsortiums trägt RWE als weltweit führendes Unternehmen bei Erneuerbaren Energien und mit ihrer Kompetenz bei der Wasserstofferzeugung maßgeblich zur grünen Transformation des Standorts und der Region bei“, sagt Sopna Sury, COO Hydrogen RWE Generation.

Und wie will RWE zum Wasserstoffwert werden? Überblick der aktuellen Wasserstoff-Projekte. Milliarden EUR potentieller Investitionen

Rund 3,5 Mrd EUR planen RWE und OGE (Open Grid Europe) gemeinsam in „H2ercules“ zu investieren. Dabei soll H2ercules den vorrangig im Norden Deutschlands produzierten grünen Wasserstoff für Industrieunternehmen deutschlandweit zugänglich machen – durch eine 1.500 Kilometer lange Wasserstoff-Pipeline zwischen Nord-Deutschland und industriellen Verbrauchern im Süden und Westen des Landes. Zugleich sollen im Norden Deutschlands neue Elektrolyse-Kapazitäten von 1 Gigawatt geschaffen werden.

RWE in Brunsbüttel – Terminal für grünes Ammoniak plus auf H2 umrüstbares LNG Terminal

In Brunsbüttel plant RWE allein ein Terminal für grüne Energieimporte: Bereits ab 2026 sollen jährlich rund 300.000 Tonnen grünes Ammoniak in Deutschland ankommen und an Kunden weiterverteilt werden. Das Terminal steht somit am Anfang einer grünen Importinfrastruktur, an deren Ende klimafreundliche Produktionsprozesse stehen. In dieses Leuchtturmprojekt will RWE die gesamte Wertschöpfungskette einbeziehen – vom Import über die Umwandlung bis hin zu Transport und Einsatz bei Industriekunden. Und der gemeinsam von RWE und weiteren Partnern in Brunsbüttel im Aufbau befindliche Importhafen für  Flüssigerdgas LNG soll direkt langfristig zur perspektivischen Umrüstung von LNG auf Wasserstoff ertüchtigt werden.

RWE mit Machbarkeitsstudie für Wasserstoffhub in Niederlanden – Konsortiumsmitglied NortH2

RWE verstärkt eines der ambitioniertesten Wasserstoffprojekte Europas – NortH2. Das Firmenkonsortium NortH2 ist im Februar 2020 mit dem Ziel gestartet, im Norden der Niederlande ein Zentrum für grünen Wasserstoff für Nordwesteuropa zu entwickeln. Seit Dezember 2020 bringt RWE ihre Expertise bei den Erneuerbaren Energien und beim Thema Wasserstoff in das Projekt ein. Zu NortH2 gehören außerdem die Energieunternehmen Shell und Equinor, der Gasnetzbetreiber Gasunie und der Hafen Groningen Seaports.

Die NortH2-Partner wollen gemeinsam ein System aus Offshore-Windparks, Elektrolyseuren, Gasspeichern und Leitungen etablieren, um Offshore-Windstrom in grünen Wasserstoff umzuwandeln, zu speichern und zu Industriezentren im Nordwesten Europas zu transportieren. Bis 2030 soll so eine Erzeugungsleistung von 4 GW geschaffen werden.

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RWE Aktie – nochmal grüner Wasserstoff in den Niederlanden

Zusammen mit dem im niederländischen Teil der Nordsee größten Offshore-Gasproduzent Neptune Energy will RWE den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in den Niederlanden fördern. So soll bis 2030 eine Elektrolyseur-Kapazität von 300 bis 500 Megawatt vor der Küste der niederländischen Nordsee gebaut werden – unter dem Projektnamen H2opZee . Der mittels Offshore-Windkraft erzeugte Wasserstoff soll anschließend über eine bestehende Pipeline an Land gebracht werden, welche zukünftig den Transport von 10 bis 12 GW ermöglichen kann.

RWE ist mit dem Projekt H2opZee Teil eines der weltweit ersten und größten Wasserstoffprojekte dieser Art und verstärkt so die Wettbewerbsposition der Niederlande – einem der Kernmärkte des Konzerns. Damit die Umsetzung gesichert werden kann, wird im zweiten Quartal 2022 eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Eine Ausschreibungsmethodik für die anschließende Durchführung des Projektes muss zunächst noch festgelegt werden.

Pembroke Net Zero Centre – britischer RWE Standort wird decarbonisiert

An einem alten Kraftwerksstandort angesiedelt, soll das „PNZC“ Projekt von RWE die Dekarbonisierung von Wales und des gesamten Vereinigten Königreich fördern. Das PNZC wird drei verschiedene Säulen entwickeln und umsetzen:

  1. Dekarbonisierung des Kraftwerks Pembroke, einschließlich CCS und erster Durchführbarkeitsstudien für Wasserstoff;
  2. Erzeugung von grünem Wasserstoff, inklusive Durchführbarkeitsstudien für die Entwicklung eines ersten Elektrolyseurs mit einer Leistung von 100 bis 250 MW am Standort Pembroke, aber auch mit Blick auf längerfristige Möglichkeiten im GW-Maßstab;
  3. Entwicklung schwimmender Offshore-Windkraftanlagen in der Keltischen See.

Das RWE Gaskraftwerk Pembroke in Milford Haven befindet sich in einem von sechs großen Industrie-Clustern in UK: Durch seine Nähe zu Unternehmen aus der britischen Stahl-, Chemie-, Öl- und Zementindustrie eigne sich Pembroke als Zentrum einer zukünftigen Wasserstoffproduktion. Unter anderem untersuche man, inwieweit sich Wasserstoff in Südwales produzieren und nutzen lässt – und welche Infrastruktur man dafür benötige. Im Projektkonsortium prüft man auch Optionen für einen Kohlenstoffkreislauf. Beispielweise könnte CO2, das bei der Zementproduktion abgeschieden und gespeichert wird, zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe genutzt werden.

Rostock – Projekt zur Sektorenkopplung mit grünem Wasserstoff – 1 GW Elektrolyseurkapazität ins Auge gefasst – RWE Aktie mit grossen Ambitionen

Mit der sogenannte Sektorenkopplung beschäftigt sich das RWE-Projekt in Rostock, das sich auf Produktions- und Einsatzmöglichkeiten von grünem Wasserstoff konzentriert. Im Rahmen des Projekts untersucht ein Konsortium lokaler Akteure in Zusammenarbeit mit RWE Generation und RWE Renewables den Aufbau von bis zu einem Gigawatt (GW) Elektrolysekapazität an Land. Grüner Wasserstoff soll dann als klimaneutraler/CO2-freier Energieträger dann in verschiedenen Sektoren wie beispielsweise Industrie, Verkehr und Wärme eingesetzt werden. Das Projekt bediene damit alle Pfade der klassischen Sektorenkopplung, d.h. Abwärmenutzung, Power-to-Heat (PtH), Wasserstofferzeugung für lokale und regionale Mobilität für LKW und ÖPNV sowie Schienenverkehr.

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Für dieses Vorhaben biete der Standort Rostock mit direkter Lage an der Ostsee großes Potential. Der grüne Wasserstoff könnte in der Hafenstadt in vielfältigen maritimen sowie industriellen Anwendungen sowie in der Wärmeversorgung eingesetzt werden. Damit eröffnen sich zahlreiche Perspektiven auf der Abnehmerseite. Der für die Wasserstoffproduktion benötigte Strom komme aus Windparks in der Ostsee sowie aus anderen erneuerbaren Quellen. Hierzu passend die heutige Meldung über den Startschuss durch Antragstellung auf EU-Förderung für die erste Stufe – 100 MW Elektrolyseur.

Noch zwei Multimilliardenprojekte und ein kleineres – RWE Aktie will in die Vollen gehen…

Dazu kommt das bereits am 04.05.2022 im nwm vorgestellte „GETH2“-Projekt in Lingen, die mit BASF geplante Decarbonisierung des Chemiestandortes Ludwigshafen mittels grünem Wasserstoff – im nwm am 23.05.2021 vorgestelltes Multimilliardenprojekt des RWE Konzerns. Dazu noch ein eher 2kleineres Projekt“ im dreistelligen Millionenbereich: Am Kraftwerksstandort Eemshaven plant RWE die Errichtung einer – zunächst! – 50 MW- Elektrolyseanlage zur Erzeugung von Wasserstoff. Die Anlage soll direkt an den RWE-Windpark Westereems, einen der größten Onshore-Windparks in den Niederlanden, angebunden. Den vom Windpark erzeugte erneuerbare Strom will man zur Herstellung von grünem Wasserstoff verwenden.

Das Eemshydrogen-Projekt demonstriere den flexiblen Einsatz eines Elektrolyseurs, der wetterabhängige Elektrizität mit dem industriellen Grundlast-Wasserstoffbedarf verbinde. Der Kraftwerksstandort biete Synergien wie Sicherheits- und Betriebsdienste und nutzt vorhandene Einrichtungen für die Produktion von entmineralisiertem Wasser und die Kühlinfrastruktur.

Fazit: Die RWE AG will „an erster Front“ die Entwicklung zur Wasserstoffwirtschaft begleiten – natürlich solange „geförderte Startinvestitionen“ und „passende Rahmenbedingungen“ vorliegen. RWE AG – Wasserstoffwert? Ja, wenn die geplanten oder gestarteten Projekte im angekündigten Umfang umgesetzt werden sollten…
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