H2-Update | Ist das Nel’s erster wirklich grosse Kunde? Viel spricht für H2GreenSteel- 5 Mio Tonnen grüner Stahl in 2030.

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Operativ war die letzte Woche gut für Wasserstoffwerte, auch wenn die Kurse – „normal“ für spekulative Hoffnungswerte – am Black Friday unter die Räder gerieten.  Und Plug Power legte diese Woche „noch einen drauf“ – operativ. In Spanien. Aber…

bei einem der beliebtesten „Wasserstoffs“, der NEL Asa (ISIN: NO0010081235) warten die Anleger nach der 20 MW Order in der letzten Woche – immerhin rund 15 % des Firmengesamtumsatzes in 2020 – auf den „Big Deal“. Und Nel nährte mit seiner Kommunikation anlässlich der letzten Quartalsergebnisse diese hohe Erwartungshaltung.

6 Mrd USD potentielle Aufträge – grösste Einzelorder wäre 1,6 GW – und wer könnte dahinter stecken?

„The pipeline of potential orders continues to grow and stands at a record-high amount of more than USD 6 billion. The pipeline represents more than 11 GW of installed electrolyser capacity, with the single largest potential order of 1.6 GW.“. Auf jeden Fall ist Jon André Løkke, CEO von Nel optimistisch und freute sich im Oktober bereits über die“in den Startlöchern“ stehende Serienfertigung in Heroya, um diese Aufträge auch bedienen zu können.

Und Geduld ist gefordert – dafür werden die Aufträge grösser

Oder wie es im Rahmen des Quartaslberichtes heisst: „… It is encouraging to see the pipeline of potential projects continue to grow even if orders are taking longer to close as order sizes increases and public funding mechanisms are taking some time to implement,”. Und einer dieser in Verhandlungen befindlichen Grossaufträge könnte aus Schweden kommen. Konkreter aus Nordschweden. Denn dort plant H2GreenSteel , eine neben anderen Big Playern von Vargas Holding AS , dem Hauptaktionär u.a. von Northvolt AS, finanzierte Gesellschaft, die „auf der grünen Wiese“ für 2,5 Mrd EUR ein Stahllwerk mit einer Produktions-Kapazität von 5 Mio Tonnen grünen Stahls bis 2030 errichten will.

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Und der Stahl ist „grün“,

weil anstelle von Koks Wasserstoffe inegstezt wird, der mit erneuerbaren Energien produziert werden soll. Mit Elektrolyseanlagen, die laut Maria Persson-Gulda, CTO von H2 Green Steel, die „40 bis 50 mal größer“ sein müssen als all das, was heute in diesem Bereich existiere. Bisher existieren/sind im Bau  im Bereich Stahlerzeugung mit weniger CO2 Anlagen mit bis zu 20 mW Leistung – also würden wir bei H2GreenSteel von GW-Grössenordnungen sprechen…

Aber wieso sollte Nel zum Zuge kommen? Weil amn sich kennt. Weil man in zwei Pilotprojekten bereits zusammenarbeitet.

Konkret: Die 20 MW Anlage, die Nel gerade an Ovako verkauft hat – 11 Mio EUR Auftragswert – wird im Rahmen eienr Froschungs- und Entwicklungs-Kooperation zwischen Ovako, Volvo, Hitachi ABB und H2 Green Steel errichtet. GENAU H2GREENSTEEL IST GEMEINSAM MIT NEL INVOLVIERT. Bei einem Projekt, das durchaus als Testobjekt oder Vorläufer für das grosse Projekt von H2GreenSteel betrachtet werden könnte.

Erster Punkt für Nel, aber es kommt noch mehr

in einer Unternehmrnspräsentation der H2GreenSteel wird man deutlich – was man will, welche Vorbilder man hat und wohin es gehen soll:

H2 Green Steel (“H2GS”) will be a large-scale steel producer based on a fossil-free manufacturing process targeting large European OEMs. H2GS will be located in the Boden-Luleå region in northern Sweden that offers unique conditions for fossil-free steel production. The project includes a giga-scale green hydrogen plant as an integrated part of the steel production facility. Production will begin in 2024 and by 2030, H2GS will have annual production capacity of five million tons of high-quality steel. Henrik Henriksson, currently CEO of Scania, will lead the company.

The global steel industry is one of the world’s largest emitters of carbon dioxide, representing approximately seven percent of global CO2 emissions. Demand for fossil-free steel is growing substantially with strong interest from global market leaders in sectors such as automotive, commercial vehicles, white goods, furniture, etc. The steel industry is struggling to accelerate the transition to fossil-free steel manufacturing at scale. H2GS will build a large-scale, greenfield steel manufacturing facility in the Norrbotten region in northern Sweden to enable production of fossil-free steel at a leading cost position. 

An important source of inspiration for the initiative is the groundbreaking HYBRIT project and its founders SSAB, LKAB, and Vattenfall. H2GS looks forward to a close collaboration with the HYBRIT-founders, sharing the vision to position Sweden at the forefront of fossil-free steel production.(…)

Genau HYBRIT, die Vattenfall Kooperation, ist Vorbild und Inspiration – und…

Und wer leifert für HYBRIT die Elektrolystechnik von Anfang an? NEL NATÜRLICH. Konkret: Nel’s Elektrolyseur beliefert die HYBRIT-Pilotanlage in Luleå, Schweden. Proof of concept mit bis jetzt 100 Tonnen Eisneschwamm wurde bereits erbracht! Seit 2016 verfolgt die Initiative HYBRIT, eine Kooperation von SSAB (Swedish Steel AB, 16.000 Mitarbeiter), LKAB (Luossavaara-Kiirunavaara AB, Eisenerzförderer in Schweden) und Vattenfall (Energieversorger), den Zweck, die effizienteste Wertschöpfungskette von der Mine bis zum Stahl zu schaffen. Mit dem Ziel, 2026 als erster fossilfreien Stahl im industriellen Maßstab auf den Markt zu bringen.

So könnte nicht nur der Energiebedarf des HYBRIT Projekts von bis zu 55 Terrawattstunden zukünftig von Nel – möglicheriwese – erbracht werden, nein auch bei H2GreenSteelköntne man zumindest von einem klaren Vorteil für Nel ausgehen, wenn es um die Vergabe der grossen Aufträge geht. Und vielleicht erinnern sie sich an die Worte von Nel’s CEO anlässlich der 20 MW Ovako-Order:

„We are very excited to enter into this shared initiative to jointly develop fossil-free alternatives for the steel industry. Green hydrogen has the characteristics to significantly reduce CO2 emissions from steel rolling and milling, and this will be the first project in the world to heat steel with hydrogen prior to rolling. The target would be for Nel to supply the project with our industry leading electrolyser equipment, and we look forward to working with our partners to further develop fossil free steel production – a potential huge market for the application of green hydrogen.” erläuterte Jon André Løkke, CEO von Nel.

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Nel macht green steel möglich – 20 MW Anlage in Schweden ist der erste von vielen weiteren möglichen Aufträgen aus diesem Sektor, laut Nel’s CEO

Eigentlich wenig überraschend Nels Erfolg in der letzten Woche. Gerade weil im Bereich grüner Stahlerzeugung, wo Nel in Skandinavien bereits führend involviert ist. Mit Perspektiven, die sich bereits im Sommer abzeichneten:

20 MW Elektrolyseanlage verkauft an Ovako – Green Steel in Schweden!

So könnte sich das grosse Rad langsam drehen, das wir bereits im Juni als grosses Potential für Nel identifizierten: „Nel vor Auftragslawine? Laut Vattenfall: Grüner Wasserstoff ab 2026 „im grossindustriellen Masstab“ benötigt für Eisenverhüttung.“ Das seinerzeit annähernd zeitgleich verkündete Gemeinschaftsprojekt in der gleichen Branche zwischen Ovako, Volvo, Hitachi ABB und H2 Green Steel zur Umstellung der Stahlproduktionsanlage im schwedischen Hofors auf fossil-frei . trägt nun Früchte für Nel.

Nel Hydrogen Electrolyser AS, Tochter Nel’s,  hat von Ovako, einem europäischen Hersteller von Edelbaustahl, einen Auftrag über einen 20-MW-Elektrolyseur für alkalisches Wasser erhalten. Der Elektrolyseur wird im bestehenden Ovako-Werk in Hofors, Schweden, installiert, dem weltweit ersten Werk, das Wasserstoff zum Erhitzen von Stahl vor dem Walzen und Warmumformen verwendet. Der fossilfreie Wasserstoff wird den Einsatz von fossilem Propangas ersetzen, das derzeit in Heizöfen am Standort verwendet wird.

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„Wir freuen uns sehr, die Lieferung von Elektrolysegeräten an Ovako und dieses bahnbrechende Projekt bekannt zu geben. Es gibt ein enormes Potenzial zur Reduzierung der CO2-Emissionen aus Stahlheizprozessen durch den Einsatz von grünem Wasserstoff, es gibt zahlreiche ähnliche Standorte mit ebenso großem Potenzial.“ für die Dekarbonisierung in Europa und dem Rest der Welt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ovako und seinen Partnern, um die fossilfreie Stahlproduktion an allen relevanten Standorten weiterzuentwickeln“, sagt Jon André Løkke, CEO von Nel.

Løkke sagt es klar: „zahlreiche ähnliche Standort mit ebenso grossem Potential“

Nel hat von Ovako, einem führenden europäischen Hersteller von Edelbaustahl, einen Auftrag für ein 20 MW alkalisches Elektrolysesystem erhalten. Der Auftrag hat einen Auftragswert von ca. 11 Mio. EUR und die Lieferung der Ausrüstung wird für Ende 2022 erwartet, die erste Wasserstoffproduktion 2023. Der Elektrolyseur wird Sauerstoff und Wasserstoff produzieren, die im Stahlheizprozess von Ovako verwendet werden und ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer kohlenstofffreien Stahlproduktion Die Umstellung auf Wasserstoff wird es Ovako ermöglichen, seine CO2-Emissionen für die Stahlproduktion in Hofors von bereits niedrigen Werten um 50 Prozent zu reduzieren

„Im Juni haben wir unsere Zusammenarbeit mit der Volvo Group, Hitachi Energy, H2 Green Steel und Nel Hydrogen bekannt gegeben, um in Hofors in fossilfreien Wasserstoff zu investieren. Eine Investition, die auch von der schwedischen Energieagentur unterstützt wurde. Wir freuen uns nun sehr, diesen wichtigen Meilenstein des Projekts erreicht zu haben. Die Elektrolyseurtechnologie wird es uns ermöglichen, CO2 zum Erhitzen von Stahl vor dem Walzen zu eliminieren“, sagt Rickard Qvarfort, President Business Unit Hofors.

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Ovako ist ein führender europäischer Hersteller von Edelbaustahl für Kunden z.B. in der Lager-, Transport- und Fertigungsindustrie und ist eine Tochtergesellschaft von Sanyo Special Steel und Teil der Nippon Steel Corporation Group. Das Unternehmen verfügt über eine geografische Präsenz in Europa, Nordamerika und Asien und eine Stahlproduktlinie, die Nischenprodukte und kundenspezifische Lösungen umfasst. Der CO2-Fußabdruck der Stahlprodukte von Ovako liegt um ganze 80 Prozent unter dem weltweiten Durchschnitt.

Nel’s Aktie ist bereits wieder im Fokus. Heute zeigte Nel auch das man zurecht wieder „gesehen“ wird …

Während die Aktie des norwegischen H2-Urgesteins in den letzten Wochen fast wie an der Schnur gezogen wieder in Richtung alter Hochs ging, lieferte man heute endlich einen ersten Schritt, einen ersten Erfolg aus den „im Auswahlverfahren befindlichen Aufträgen im Volumen von bis zu potentiell 6 Mrd USD“ . Denn:  Heroya kann ab sofort liefern – Hochfahren hängt an den potentiellen Grossaufträgen.

Nel hat seine Elektrolyseur-Kapazität in Herøya, Norwegen, wesentlich erweitert, was ein Schlüsselelement für die Lieferung des auf dem Capital Markets Day im Januar festgelegten Kostenziels von 1,5 USD/kg Wasserstoff ist. Der Ausbau der Elektrolyseproduktion trägt durch die vollautomatisierte Fertigungsanlage Großprojekten und deren Kostensensitivität Rechnung. Die Installation und das Testen der installierten Ausrüstung wurden im Quartal abgeschlossen und die erste Elektrodencharge wurde aus der Produktionslinie hergestellt. Die genaue Hochlaufgeschwindigkeit richtet sich nach den Kundenanforderungen.

“We remain confident in the long-term potential of the green hydrogen industry and reiterate the strong growth outlook. With the new production facility at Herøya up and running, we remain confident that Nel is well suited to capitalise on the opportunities with our proven track record, market leading position and global delivery and execution muscle” endete ein optimsitischer Løkke.

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Und Aufträge könnten jetzt für Nel die letzte Bestätigung sein, dass die Norweger viel mehr als nur ein Hoffnungsträger sind, sondern Gestalter in der Wasserstoffzukunft.

Auf jeden Fall ist das Thema Wasserstoff aktueller als je zuvor. Möglicherweise finden auch die Pureplayer wie Plug Power oder Nel wieder grössere Aufmerksamkeit am Aktienmarkt. Der Anfang hierfür scheint gemacht. Und von der „Ampel“ sollte man auch noch einiges erwarten können für Wasserstoffwerte.

 

 

 

 

 

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