H2REIHE-Update | SFC Energy – Brennstoffzellen nach Kanada verkauft. Erst der Anfang?

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12.10.2020 – SFC Energy AG (ISIN: DE0007568578)  will wohl noch Einiges bewegen – die große Zeit der Wasserstoffwerte – und auch der Brennstoffzelle – soll ja erst in einigen Jahren wirklich „da sein“. Sofern die großangelegten Initiativen und Förderprogramme der Staaten und Multinationalen Organisationen fruchten sollten, müsste ab 2030 Wasserstoff einen erkennbaren Beitrag zur Decarbonisierung der Wirtschaft, insbesodnere des Transportwesens, beitragen können. Und SFC will in seinen Nischen mitmischen – und passend dazu heute ein Auftrag aus Kanada:

Simark Controls Ltd., ein Unternehmen der SFC Energy AG hat einen Auftrag über EFOY Pro 500 W Brennstoffzellen und zugehörige Schaltschränke erhalten. Die passgenau auf die Kundenanforderungen abgestimmte Komplettlösung kommt an der neu geschaffenen Gasproduktionsstätte des Kunden in Central Alberta, Kanada, zum Einsatz. Die Brennstoffzellen werden Anwendungen des Kunden fern vom Netz mit Strom versorgen. Der Auftragswert beläuft sich auf ca. CAD 250.000.

Der Kunde ist bestrebt, den Betrieb an den Bohrplätzen umweltbewusst zu führen, weshalb er sich dazu entschieden hat, auf die Nutzung von Brenngas an den Anlagen als Energiequelle vollständig zu verzichten. Stattdessen kommen 500 W EFOY Brennstoffzellen zum Einsatz.

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Eine Stand-alone-Solar-Panel-Lösung kam als dauerhafte Lösung für den Kunden nicht infrage. Gleichzeitig sollten die bisher eingesetzten thermoelektrischen Generatoren (TEG) aufgrund ihrer Emissionen ausgetauscht werden. Die zuverlässige und langlebige Energieversorgung durch die EFOY Pro-Brennstoffzellenlösung gepaart mit ihrem umweltfreundlichen Betrieb waren ein entscheidendes Argument.

Im Vergleich zu den bisher vom Kunden eingesetzten thermoelektrischen Generatoren haben EFOY Pro Direktmethanol-Brennstoffzellen zahlreiche Vorteile. Zunächst einmal ist ihr elektrischer Wirkungsgrad um ein Vielfaches höher, was sie nicht nur leistungsstärker, sondern auch umweltfreundlicher macht. Direktmethanol-Brennstoffzellen punkten außerdem durch ihre hohe Flexibilität. Sie benötigen keine Wärmequelle wie TEGs zur Stromerzeugung und können daher standortunabhängig eingesetzt werden.

„Für den Kunden war es wichtig, eine zuverlässige und zugleich umweltfreundliche Lösung zu finden. Die EFOY Pro Brennstoffzelle vereint diese Eigenschaften auf beste Weise und sorgt durch ihren sparsamen Betriebsstoffverbrauch für signifikante Kostenersparnisse auf Kundenseite„, sagt Hans Pol, Vorstand von SFC Energy.

Und jetzt kann man sich fragen, was im größeren amerikansichen Markt passiert, wenn die fossilen Energien auch von der Bundesregierung einen Druck zur Nachhaltigkeit verspüren sollten – wäre dann dieser Auftrag erst der Anfang einer weitreichenden Umrüstung der Förderindustrie für Öl- und Gas? Oder auch für andere Wirtschaftssektoren – bereits jetzt stellen ja große Konzerne, wie Microsoft, ihre Notstromaggregate auf Brennstoffzellen um – von Dieselgeneratoren. Alles eine Vielzahl von Chancen für den Deutschen Anbieter. So könnt eder heutige Wahltag auch für SFC sehr wichtig werden.

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SFC musste auch unter Coronamaßnahmen leiden und lieferte so eine mehr oder weniger durchwachsene Halbjahresbilanz. Eine Prognose sei weiterhin nicht möglich und man sollte 2020 als Jahr des Übergnags betrachten – analog zu den anderen Wasserstoffwerten, die auch erst ab 2022 oder 2024 mit wesentlichen Erfolgen rechnen: Bereits vor der Vorlage des Geschäftsberichtes 2019 hatte der Vorstand die mit den vorläufigen Zahlen 2019 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aufgrund der Unsicherheit und fehlenden Visibilität als Folge der COVID-19-Pandemie und der negativen Entwicklung des Ölpreises zurückgezogen. Der Vorstand erwartet vor dem Hintergrund der aktuellen hohen Unsicherheiten und vorbehaltlich einer weltweiten Rezession Umsatzerlöse und Profitabilität deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die mittelfristigen Ziele bleiben jedoch unverändert, und das Wachstumspotenzial hat sich deutlich verbessert.

„In diesem herausfordernden Umfeld sind innovative Lösungen gefragt, um weiterhin erfolgreich agieren zu können. So haben wir im Berichtszeitraum unser Unternehmen mit unserem Maßnahmenprogramm zukunftsfähig ausgerichtet. Wir sind überzeugt, von der Entwicklung hin zu einer verstärkten Nutzung grüner Technologien zur Energieerzeugung, -distribution und -speicherung profitieren zu können. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat die deutsche Bundesregierung ihren Willen zur verstärkten Nutzung umweltfreundlicher Technologien noch einmal bekräftigt und die Wahrnehmung hierfür deutlich geschärft“, äußerte sich CEO Dr. Peter Podesser.

Und SFC macht unbeirrt mit „ihrer“ Technologie weiter,wie die Produktoffensive auf dem Caravan Salon in Düsseldorf vor kurzem zeigte. alles Nischen, die sFC für sich besetzt und wo SFC gegenüber der Konkurrenz einen gewaltigen Vorsprung zu haben scheint.

Unsere Reihe über Wasserstoffaktien:

H2TEIL1: Ballard Power Systems Inc – Kursrakete steigt weiter oder…

H2TEIL2: Plug Power Inc. – Kursdelle+Kaufkurse oder geht es weiter runter?

H2TEIL3: Nel Asa – Elektrolyse, Tankstellen und mehr, Milliardenmarkt. Für Nel?

H2TEIL4:NIKOLA Corp. – TESLA Nachfolger auf dem Weg?

H2TEIL5:SFC Energy AG. – Deutschlands Ballard Power?

H2TEIL6: Linde und Air Liquide – zwei Großkonzerne, die Wasserstoff in der DNA haben oder eben zukaufen können 

H2TEIL7: Bloom Energy Corp. die bessere Plug Power? Knapp 1 Mrd. USD Umsatz mit Brennstoffzellen und jetzt „green“ mit Elektrolystechnik zusätzlich

H2Update KW44: Nel verarbeitet „Flop“, Ballard schnappt Audi, Bloom und Q3, SFC stiller, ElringKliunger mit Knaller, Plug wartet auf 05.11.2020

BUCHTIP: EIN SPANNENDES BUCH GEFÄLLIG? Nachhaltigkeit als Anlageprinzip – logisch, zukunftsfähig und lesenswert! Wasserstoff, Energiewende und alles drum herum

DIE HALBJAHRESZAHLEN: Operativ erwirtschaftete die SFC Energy Unternehmensgruppe im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatz in Höhe von  27,7 Mio. EUR und lag damit 10,8 % unter dem Vorjahreswert (H1/2019: 31,0 Mio. EUR). Für die Geschäftsentwicklung wirkten sich die COVID-19-Einflüsse insbesondere im zweiten Quartal 2020 aus. Auf Ebene der Geschäftsfelder zeigte sich im Berichtshalbjahr eine heterogene Entwicklung. Für das erste Halbjahr 2020 ergibt sich ein Konzernperiodenverlust von 4,3 Mio. EUR nach einem Verlust von 2,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum, entsprechend belief sich das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS (unverwässert und verwässert) auf minus  0,33 EUR (H1/2019: minus 0,25 EUR).

Erstmal bleibt man „rot“, aber das ist für Wasserstoffwerte ja scheinbar üblich

Der Umsatzeinbruch im margenstarken Defensebereich (nur noch 344 TEUR nach 2 Mio. im Vorjahr) wird sich kräftig auf das EBITDA ausgewirkt haben – wichtiger aber ist der im Gegensatz zu den alten Segmenten Öl&Gas und teilweise Industrie kräftige Wachstumsschub bei Clean Energy&Mobility – dieses Zukunfstfeld wuchs als einziges Segment und dann auch noch um über 70% – bestätigt den Optimismus des CEO. Die anderen Segmente werden wahrscheinlich – unter gegebener Unsicherheit – einen gewissen Nachholeffekt erleben, aber der Trend ist auch bei SFC klar.{loadmodule mod_custom,Nebenwerte – Anzeige in Artikel (Produkt)}

VORSCHLÄGE VON LESERN ÜBER WASSERSTOFFWERTE DIE IN DIESER REIHE BEHANDELT WERDEN SOLLEN – IMMER WILLKOMMEN.

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Prime Standard | STS Group AG: Ballast ist weg – jetzt oder nie! Und Mutares muss…
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