PNE Aktie profiert vom Portfolioaufbau. Dazu kräftig ausgebaute Pipeline. Sieht gut aus.

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PNE Aktie auf Wachstumskurs

PNE Aktie – Aufsteigeraktie. Zum 20.06.2022 stieg PNE in den SDAX auf – Nachhaltigkeit als Anlagekriterium scheint immer mehr im Kapitalmarkt anzukommen. PNE steht für Aufbau eines Windanlagenportfolios, profitables Wachstum und politischen Rückenwind „auf Jahre“.

Während die die Aktie der PNE AG (ISIN: DE000A0JBPG2) wie am Lineal gezogen  eine Kursentwicklung vom 03.01.2022 bei 8,72 EUR bis aktuell (27.07.2022,9:45 Uhr, XETRA) auf 14,28 EUR – auf 52 Wochen Sicht ein fast rekordmässiges Plus von rund 122 %. Und auch die Unsicherheit am Aktienmarkt in den letzten Wochen zeigte keinen grossen Einfluss. ESG-Wert mit Perspektive, bestimmt gestützt durch die immer noch und seit Ende letzten Jahres auf sehr hohem Niveau notierenden Spotpreise am Strommarkt, durch die Ukraine-Krise nochmals „geschubst“. Dazu kommt ein bis aktuell gutes „Erntejahr“ für Wind- und Solaranlagen durch die meteorologischen Gegebenheiten. Zuletzt platzierte man eine stark überzeichnete 55 Mio EUR Anleihe mit 5 Jahren Laufzeit und 5,0% Zinscoupon. Und kaufte sich in den spanischen Markt ein – Projektentwickler mit 1.808 mWP Solarprojekten zusätzlich plus „erste Flächen für Windentwicklung“.

Quartalsergebnisse stark – PNE Aktie Entwicklung operativ unterlegt

Für das erste Halbjahr 2022 weist der Konzern eine Gesamtleistung von 105,2 Mio EUR (im Vorjahr: 93,8 Mio), Umsatzerlöse in Höhe von 52,1 Mio EUR (im Vorjahr: 40,7 Mio), ein EBITDA von 17,5 Mio EUR (im Vorjahr: 13,3 Mio) aus. Das ausgewiesene unverwässertes Ergebnis je Aktie von 0,14 EUR(im Vorjahr: 0,01 EUR) wurde insbesondere durch außergewöhnliche Zinserträge aus Folgebewertungen von im Konzern befindlichen Zins-SWAPs und Kreditverbindlichkeiten positiv beeinflusst.

Markus Lesser, Vorstandsvorsitzender der PNE AG fasst zusammen: „PNE ist voll auf Kurs und wir sind für die weitere Entwicklung bestens aufgestellt, obgleich das Marktumfeld in Bezug auf Rohstoff- und Einkaufspreise sowie Lieferzeiten anspruchsvoller wird. Teilweise werden diese jedoch durch die gestiegenen Strompreise kompensiert. Entsprechend den Ergebnissen im ersten Halbjahr 2022 bestätigen wir unser Ziel für das Gesamtjahr: Wir rechnen für unsere Guidance des Geschäftsjahres 2022 mit einem EBITDA im Konzern in Höhe von 20 bis 30 Mio. Euro.“

Zwei starke Beine: Eigenportfolio plus Projektgeschäft

Dem erklärten Ziel ein Portfolio von 500 MW Winderzeugungskapazität im Eigenbestand bis Ende 2023 aufzubauen, kommt man näher: Durch die im zweiten Quartal in Betrieb genommenen Projekte „Wahlsdorf“ (19,4 MW) und „Gnutz I“ (8,4 MW) kommt man aktuell auf rund 261 MW. Dazu sind derzeit rund 124 MW für den Eigenbetrieb im Bau. Genehmigungsverfahren für zusätzliche Projekte laufen.

In der ersten Hälfte des Jahres 2022 konnte die PNE AG ihre Pipeline für Wind- und Photovoltaikprojekte (PV) auf rund 9,1 GW/GWp signifikant gegenüber dem Vorjahreswert von damals rund 6,5 GW/GWp steigern. Durch den Erwerb der Mehrheitsanteile von 51 Prozent an der Coliaenergia ESPAÑA (KOLYA) nach Ende des Berichtszeitraums und die dadurch von KOLYA eingebrachten 1.808 MWp ist die Gesamtpipeline des Unternehmens für Wind und PV mittlerweile sogar massiv auf rund 11 GW/GWp angewachsen (Stand 27. Juli 2022).

Die jahrelange, kontinuierliche Umsetzung unserer Neuausrichtung zum Clean Energy Solutions Provider und unsere strategischen Investitionen in unser Geschäftsmodell zahlen sich jetzt aus. Unsere Projektpipeline hat sich seit dem letzten Sommer erheblich erhöht, unser EBITDA-Ergebnis ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 30 Prozent gestiegen, wir machen große Fortschritte beim Ausbau des Eigenbetriebs und unser robustes Geschäftsmodell genießt großes Vertrauen im Markt“, sagte Markus Lesser, Vorstandsvorsitzender der PNE AG.

PNE Aktie sollte auch durch das mittlerweile massgebliche Wind-Eigen-Portfolio interessant sein

Hohe Spotmarktpreise für Elektrizität und meteorologische Faktoren könnten das immer wichtiger werdende Portfolio im Eigenbestand als „Ertragsperle“ bestätigen:.Die PNE-Gruppe setzt auf Bestandsaufbau und Projektgeschäft. Und natürlich sollte der vornehmlich in Deutschland im Ausbau befindliche Windenergiebestand auf Dauer durch die deutschen Besonderheiten der EEG-Mindestpreise Renditen oberhalb der geplanten Margen erwirtschaften können. Laut Geschäftsbericht 2021 hat PNE:

Aufgrund der Investitionen in eigene Projekte sind auf Konzernebene bisher insgesamt 134,1 Mio. Euro an Gewinnen vor Steuern eliminiert worden. Diese definiert die Gesellschaft als „stille Reserven“.(PNE Quartalsbericht Q1/2022, Seite 3)

Ist die Musik gesungen für die PNE Aktie?

Da scheiden sich wohl die Geister. Auf jeden Fall sind bei den derzeitigen Kursen die „klassischen“ Bewertunsgkennziffern – freundlich gesagt – ziemlich weit voraus gelaufen. Kurzfristig sieht es wohl eher danach aus, aber mittel- und langfristig wird sich zeigen in welchem Umfang es den Unternehmen gelungen ist die oft genannten Stillen Reserven aufzubauen. Bei PNE verzichtet man auf den Verkaufserlös inclusive Marge bei fertiggestellten Projekten, um diese in den Eigenbestand aufzunehmen. Zielvorgabe: 500 MW bis 2023.

Dazu kommt die Preisentwicklung am Strom-Spotmarkt – Chancen für die PNE Aktie dauerhaft Erträge „oberhalb“ der Mindesteinspeisevergütung zu erzielen. Vorausgesetzt, die aktuelle Preissituation an den Energiemärkten setzt sich so fort, wären hier dauerhaft Erträge oberhalb der Prognosen möglich – für PNE. Dafür sprechen die wesentlich höheren Bezugspreise für LNG – dauerhaft beispielsweise mit USA vereinbart – gegenüber den „alten Gasprom-Preisen“, Sanktionsregime gegen Russland, Abschaltung der letzten Atomkraftwerke in Deutschland Ende des Jahres (oder möglicherweise 6 Monate später) und steigender Elektrizitätsbedarf beispielsweise wg. E-Mobilitätsboom.

PNE AKTIE könnte sich für die Standhaften durchaus lohnen!

PNE ist eine der Aktien, die durchaus ein Kandidat ala VTG oder Rocket Internet  oder RIB Software sein könnte oder werden könnte: Hedgefonds/Unternehmen übernimmt Mehrheit – wie bei Schaltbau und Aves One -, gibt Kapital, baut Beteiligung aus, führt Delisting bei entsprechender Mehrheit durch mit entsprechendem „freiwilligen Übernahmeangebot“ und schliesslich, nach Erreichen der 95% Squeeze Out Grenze werden die „übriggebliebenen Aktionäre“ ausgezahlt. So haben es einige schon erwartet, als Infrastrukturfonds von Morgan Stanley die Mehrheit an der „alten“ PNE Wind AG“ erwarben. Die Begeisterung für eine solche Komplettübernahme scheint mittlerweile bei „den Morgan Stanley Leuten“ abgekühlt.

Wahrscheinlich war der erste Anlauf zu enttäuschend verlaufen und eine Aufstockung der Beteiligung scheint/schien zu teuer. Aber derzeit suchen viele Vermögensverwalter, Versicherungen oder Fonds nachhaltige Anlagen mit „solidem Geschäftsmodell“ und berechenbaren Einkünften, wie aus dem geplanten Windparkportfolio der PNE. Und bei einer Übernahme des Morgan Stanley Pakets durch einen neuen Player wäre wohl wahrscheinlich ein Pflichtübernahmeangebot „fällig“. Wahrscheinlich zu einem kräftigen Aufschlag zum ursprünglichen Angebot Morgan Stanleys. Zumindest falls die Konzepte des „neuen Aktionärs“ eine Komplettübernahme vorsehen.

Dem amerikanischen Hauptaktionär wurden seit Monaten „Abgabegedankenspiele“ unterstellt. Natürlich alles nur Gerüchte und durch keine offiziellen Aussagen bestätigt. Hauptsache der Kurs läuft, würden investierte Anleger sagen – und das tut er derzeit. Ausstieg – oder wie auf der Hauptversammlung offenkundig geworden Aufstockungswünsche auf Seiten der Morgan Fonds – egal welche Richtung. Mit einer starken Enkraft auf der Gegenseite. Und auch AOC wird nicht kampflos zusehen, wenn „zu niedrige Preise“ für die PNE aufgerufen werden sollten. Aktionäre können sich eigentlich entspannt zurücklehnen und die weitere Entwicklung abwarten – die Kurse nach unten scheinen abgesichert. Und derzeit sind Windenergieanlagen Portfolios oder Pipelines begehrt bei vielen finanzstarken Energieversorgern wie RWE oder Orstedt, um nur zwei zu nennen!
pne aktie chartbild.
Chart: PNE AG | Powered by GOYAX.de

 

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