Nel Aktie: Dominoeffekt startet? 200 MW Auftrag – Goldman Sachs & Jeffries „BUY“s bestätigt – AEM schlägt PEM – 13,64 % plus in Oslo – und die Shortseller kommen unter Druck

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Nel aktie im Fokus

Nel Aktie fehlten nach Meinung vieler Akteure Meldungen über Aufträge, über wirklich grosse Aufträge. Und Nel Asa (ISIN: NO001008123) konnte heute Morgen endlich liefern. 200 MW Auftrag. Das ist einer von den grossen Aufträgen auf die der Kapitalmarkt seit langem gewartet hatte.

Die Zweifel an der „Grossauftrags“-Abwicklungs-Fähigkeit der Norweger sollten damit erledigt sein. Möglicherweise war das der Propfen in der Ketchuppflasche von dem der langjährige CEO Jon André Løkke immer gesprochen hat. Und Håkon Volldal, neuer CEO seit dem 01.07.2022 erhält nun den nötigen Rückenwind für die ao Hauptversammlung im August. (nwm, „Nel Asa wechselt die Pferde. Richtiges Timing. Der neue ist vielleicht genau der Richtige für Phase 2.“).

Und als ob die Machine auf einmal von Bremsklötzen befreit ist, folgen die Reaktionen…

Die Analysten,die zuletzt eher zurückhaltender zur Nel Aktie wurden, zu oft und zu lange enttäuscht über Meldungen von immer wieder nur „kleineren Aufträgen im einstelligen Mio EUR Bereich“. Zu oft von Leuchtturmaufträgen gehört, denen keine – noch keine – Grossaufträge folgten. genau jene Analysten überschlagen sich auf einmal: Goldman Sachs Analystin Zoe Clarke sieht einen „bedeutenden Schritt“ und sieht ihre BUY Empfehlung mit Kursziel 21,0 NOK bestätigt. Und beinahe zeitgleich widmet sich Jeffries‘ Analyst Will Kirkness „dem wichtigen Auftrag“. Und seine leichten Bedenken, das der Auftragswert von rund 45 Mio EUR für 200 MW Elektrolyseur-Kapazität unter den bisherigen Druchschittswerten vergleichbarer Projekte läge, bestätigt letztendlich nur die Ankündigungen Nel’s durch Heroya günstiger produzieren zu können als der Wettbewerb.

Entwicklung Richtung 1,50 USD/kg Wasserstoff durch günstigere Preise je MW Elektrolyseur-Stacks bestätigt. Und AEM schlägt PEM-Verfahren

Bemwerkenswert ist bei der heutigen Meldung, das Nel dem „amerikanischen Kunden“ AEM-Elektrolyseure verkaufen konnte. Während Plug Power sich ausschliesslich auf PEM-Elektrolyseure fokussiert, die nach Plugs Aussagen „über den Lebneszyklus günstiger als AEM-Elektrolyseure wären“, konnte Nel offensichtlich hier mit „seiner Alternativtechnologie“ überzeugen. Bestätigt Nel’s Doppekstrategie sowohl PEM- als auch AEM-Elektrolyseure anzubieten. Die BEIDE in der Produktionsstätte in Heroya produziert werden können.

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Und was passiert bei der rasanten Kursentwicklung mit den Shortsellern der Nel Aktie? Nervös auf jeden Fall…

Ein aktuelles Kursplus von 13,5 % an der Börse Oslo für die Nel Aktie bedeutet für die aktuell gemeldeten 4,9 % Short-Bestand allein der meldepflichtigen Positionen – also mindestens 0,5 % je Meldepflichtiger –  einen kräftigen Verlust. Insgesamt ein Tagesverlust von aktuell 113,4 Mio NOK auf eine Gesamt-Positionsgrösse von 1.104 Mio NOK. Von den 5 engagierten Hedgefonds hat nur einer seine Positionen oberhalb des aktuellen Kursniveaus bei 16,0 NOK aufgebaut (EnismoreFund Management 0,62 %), die anderen bei 11,75 NOK (Odey Asset Management, 0,57 %), 12,43 NOK (Helikon Investments, 2,17%), 13,90 NOK (Sandbar Asset Managemnet, 0,59%) und 14,99 NOK(Arrowstreet Capital, 0,95%) Schöne Gewinne lösen sich in Luft auf, einige sogar kräftig im Minus. Aktuell Nel bei 15,01 NOK.

Zwangseindeckungen sind noch kein Thema, aber zumindest die Compliance respektive Risikoabteilungen werden sehr sensibilisiert sein. Und neben den in Norwegen meldepflichtigen Positionen gibt es einmal Shortpositionen, die unterhalb der 0,5% Meldegrenze liegen, und auch in Amerika können die an der NASDAQ gehandelten Nel aktien geshortet werden. Erfahrungsgemäss in der Summe wahrscheinlich eine höhere Aktienzahl als die meldepflichtigen Positionen.

Und der 200 MW Auftrag kommt von keinem der „Verdächtigen“ – die sind also immer noch im Rennen

Vielleicht löst sich der Knoten in der Pipeline durch den Auftrag an Nel Hydrogen Electrolyser AS, eine Tochtergesellschaft von Nel ASA. Man hat von einem nicht genannten US-Kunden den bisher größten Auftrag über 200 MW für AEM-Elektrolyseure für industrielle Anwendungen erhalten. Und ist damit genau die bisher fehlende Referenz für Grossaufträge. An der Fähigkeit Nel’s diese zu bewältigen waren ja seit längerem Zweifel aufgekommen.

„Wir freuen uns sehr, Nels bisher größten Kaufauftrag bekannt zu geben. Dieses Projekt wird die umfangreichen Liefer- und Ausführungsfähigkeiten von Nel demonstrieren und zu einer wertvollen Referenz für zukünftige Großaufträge werden. Es wird sich erheblich positiv auf die Finanzen von Nel, die Produkt- und Produktionskosten für Elektrolyseure, die Technologieentwicklung und die Pläne zur Aufstockung auswirken“, sagt Håkon Volldal, CEO von Nel.

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45 Mio EUR – Heroya’s Auslastung steigt. Und es könnte noch mehr werden.

„Dieses Projekt stellt eine hervorragende Gelegenheit für Nel dar, seine Wasserstofftechnologie und Skalierungsfähigkeiten zu demonstrieren, die entscheidend sind, um die schnell wachsende Nachfrage nach grünem Wasserstoff zu befriedigen“, sagt Tom Skoczylas, Regional Sales Manager für Nel Hydrogen US. „Wir freuen uns sehr, für dieses bahnbrechende Projekt ausgewählt worden zu sein, bei dem Nel aufgrund der ausgereiften Technologie und der nachgewiesenen Erfahrung mit Elektrolyseanlagen ausgewählt wurde“, sagt er.

Der Auftrag für die Elektrolyseur-Stacks ist ein Festauftrag mit einem Wert von über 45 Mio EUR. Die Produktion und Auslieferung der Stacks ist von Februar 2023 bis Mitte 2024 in Nels vollautomatischer Produktionsstätte für Elektrolyseure in Herøya geplant. In Erwartung einer laufenden technischen Studie könnte Nel auch die Gelegenheit erhalten, zusätzliche Balance-of-Plant-Ausrüstung für das Projekt bereitzustellen.

Projekt

Der Kunde, der das Projekt über mehrere Jahre entwickelt habe, soll das Projekt vollständig durch private Investoren finanzieren und habe angesichts der Umweltvorteile des vorgeschlagenen Projekts auch erhebliche staatliche/lokale Regierungsanreize erhalten. Die Entwicklungsbemühungen des Kunden hätten auch zu einer 20-jährigen Abnahmeverpflichtung von lokalen Partnern sowie zu einem 20-jährigen Stromabnahmevertrag (PPA) geführt. Davor gab es letzte Woche noch die „normalen“ Aufträge – die aber das aktuelle Bild abrunden:

Grösster PEM Electrolyseur für Australien – Nel räubert im „Reich Fortescue’s und Plug Powers“

Nel Hydrogen US, eine Tochtergesellschaft von Nel ASA (Nel, OSE:NEL), hat letzte Woche von Viva Energy Australia Pty. Ltd. (Viva Energy) einen Kaufauftrag für einen MC500-Container-PEM-Wasserelektrolyseur erhalten. Nach der Installation soll nach en Worten von nel’s Presseabteilung der Elektrolyseur der größte in Australien sein. Er soll eine Flotte schwerer Brennstoffzellenfahrzeuge mit grünem Wasserstoff versorgen.

Viva Energy ist ein an der ASX notiertes Unternehmen, das die Geelong-Raffinerie besitzt und ein Tankstellennetz von rund 1.350 Shell- und Liberty-Tankstellen in ganz Australien beliefert. Viva Energy liefert auch Brennstoffe und andere Produkte an eine Reihe von gewerblichen Kunden. Als Teil seines Geelong Energy Hub baut Viva Energy eine neue „Energie“-Tankstelle in der Nähe seiner Geelong-Raffinerie, die Batterieladung und Wasserstoffbetankung ermöglichen wird. Das von Nel gelieferte System ist eine Containerlösung mit einer Produktionskapazität von bis zu 1.063 kg/Tag die Wasserstoff in Brennstoffzellenqualität direkt vor Ort an die Tankstelle liefern soll. Das Projekt erhielt einen Zuschuss von der Australian Renewable Energy Agency (ARENA) als Teil des Advancing Renewables Program von ARENA, und die Regierung von Victoria trug über den Renewable Hydrogen Commercialization Pathways Fund ebenfalls zu dem Projekt bei.

„Es ist eine große Freude, mit Viva Energy und unserem lokalen Partner ENGV zusammenzuarbeiten, um dieses einzigartige Vorzeigeprojekt in Australien zu entwickeln. Dieses Projekt ist ein wichtiger Meilenstein für Australiens gezielte Bemühungen zur Dekarbonisierung des Mobilitätssektors und zur Schaffung einer lokalen Wasserstoffwirtschaft“, sagt Raymond Schmid, VP Sales and Marketing EMEA and Oceania.

Der Vertrag hat einen ungefähren Wert von etwa 4 Mio. EUR, und das System wird voraussichtlich im dritten Quartal 2023 geliefert. Nicht der Durchbruch für Nel, aber ein schöner Erfolg, der Volldahl Rückenwind geben wird. Für seine „bewährte Technologie von hoher Qualität“, wie es beim Dänemark-Auftrag hiess.

Nel Aktie mit Rückenwind.

Direkt zu Beginn seiner Amtszeit sah und sieht sich Volldahl grosssen Herausforderungen gegenüber: Die Analysten der SEB hatten just zu Beginn von Volldahls Amtszeit eine negative  Einschätzung zur Nel Aktie herausgegeben: SELL mit einem Kursziel von 10,00 NOK (rund 1,00 EUR). Gerade eine skandinavische Bank so kritisch gegenüber dem selbsterklärten Technologieführer für Elektrolyseure mit der ersten vollautomatischen Elektrolyseurproduktion in Heroya. Hier hat  Volldahl durch den heutigen Auftrag ein klares Statement dagegen gesetzt.

Rückenwind auch für die ao HV am 2.08.2022 um 15:00 Uhr. Hier muss Volldahl die Scharte des Vorgängers auf der letzten HV wettmachen – geht um die Kasse!

Auf der letzten ordentlichen Hauptversammlung verfehlte das Board mit seinem Vorschlag zur Schaffung eines genehmigten Kapitals zur Erfüllung des Aktienbedarfs der bestehenden Aktienoptionsprogrammen die notwendige Zweidrittel-Mehrheit. Eigentlcih ein Schlag ins Gesicht des Managements, das neben einigen Mitarbeitern Begünstigter der Aktienoptionen ist. Wahrscheinlich hatten die Insiderverkäufe von einen Boardmember (Jebsen) und insbesondere der grössere Verkauf von Jon Andre Lokke negative Gefühle bei den Aktionären geweckt. Eine Ohrfeige. Aber eine Ohrfeige, die aber das Unternehmen dringend notwendige Liquidittät kosten könnte.

Während wenigstens der Antrag eines genehmigten Kapitals auf derselben HV durchgewunken wurde, kostet die Ablehnung des genehmigten Kapitals für die Aktienoptionsprogramme möglciherweise Liquidität, die besser für Investitionen oder zur Verlustdeckung eingestezt werden würde. Ohne genehmigtes Kapital müsste Nel „am Markt“ Aktien aufkaufen, um die Optionen der Mitarbeiter/Führungskräfte zu erfüllen. Das will man vermeiden, deshalb der zweite anlauf auf einer ausserordentlichen Hauptversammlung denselben antrag nochmals zu stellen. Teures Vergnügen und zugleich Nagelprobe, ob es dem neuen CEO gelingt „seine Aktionäre“ zu überzeugen.

Scheitern auf der ao HV könnte Volldahl zur „lame duck“ machen bevor er überhaupt richtig angefangen hat. Nel Aktie könnte dadurch in Turbulenzen geraten

Aber Volldahl könnte den Auftritt natürlcih auch zu einem Erfolg drehen, gerade mit dem heutigen Proofmof Concept – spannender Tag für die Nel Aktie. Denn man ist überzeugt: „The generic authorization received the required support, but the proposed authorization for incentive programs did not. The Board considers it in the shareholders‘ interests that granted options under existing option programs may be settled in shares rather than in cash, and has therefore decided to present the matter again for renewed consideration by the shareholder meeting.“ Ob das Risiko es wert war eine ao HV einzuberufen? Oder ist das ein vergifteter Apfel des Ex-CEO?

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Grossauftrag im Elektrolyseur-Bereich ist die erste klare Bestätigung für Nel Asa, dass die Norweger viel mehr als nur ein Hoffnungsträger sind. Vielmehr Gestalter der Wasserstoffzukunft. Oder vielleicht kommt demnächst noch Neues aus Nova Scotia? Wo Nel einen „dicken Fisch“ an Land gezogen zu haben scheint. Erstmal ist man mit der Planung befasst. Und danach . Wahrscheinlich? Lieferung der entsprechenden Elektrolyseure! Volldahl hat keine Schonfrist, er muss jetzt liefern. Und er hat!
Charttechnik Nel Plug Power Siemens Energy ThyssenKrupp nucera - zeigt die Dynamik, die mittlerweile langsam wieder die Wasserstoffwerte erfasst
Chart: Nel Aktie | Powered by GOYAX.de

 

Uniper Aktie – es wird enger. KfW Fazilität jetzt vollständig ausgeschöpft. 2 Mrd Liquidität mehr bedeuten jedoch wenig.
Nel Plug Power Johnson Matthey – 200 MW Auftrag, mehr Shortseller, Manchin bewegt sich, PEM vs. AEM, Gigafactory in Royston (GB)

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