Klöckner Aktie – Dividende trotz Verlust. Aufräumen kostet Geld, wenn auch kein Cash.

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Klöckner & Co SE Klöckner & Co SE mit starkem Ergebnis und Cashflow im Geschäftsjahr 2022 trotz herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds
Klöckner & Co will sich zukünftig auf höhermargiges Geschäft konzentrieren – dazu gehört die Trennung von Teilen des Distributionsgeschäfts in Europa (Landesgesellschaften in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Belgien), dazu gehört Digitalisierung/Onlinehandelsplatz und CO2-arme Produkte – sprich „grüner Stahl“. Diese bieten einerseits ein Differenzierungsmerkmal vom Wettbewerb, ein höheres Preisniveau als Standardprodukte mit entsprechend höheren Erträgen für den Händler und eine dokumentierte und glaubwürdige CO2-Bilanz des „grünen Stahls“ bietet dem Kunden einen Mehrwert. Dazu kommt die Hoffnung mit grünem Stahl sich von der Zyklik des „normalen“  Stahlhandels etwas abkoppeln zu können. Die notwendigen Abschreibungen bei Abgabe des bestenfalls geringmargigen Distributionsgeschäfts wurden hohe nicht-liquiditätswirksame Abschreibungen fällig, die grösstenteils dafür verantwortlich waren, dass Klöckner in 2023 einen Konzern-Verlust von 190 Mio EUR verbuchen musste. Positiv: Distributionsgeschäft ist nicht mehr konsolidiert.

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Klöckner 2023 mit Aufräumen beschäftigt – und Ausbau US-Geschäft.

Trotz des „anhaltend herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds“ erreichte man ein EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten in Höhe von 190 Mio EUR (2022: 355 Mio). Auf Konzernebene sank der Umsatz bedingt durch ein niedrigeres Stahlpreisniveau im Vergleich zum Vorjahr wie prognostiziert deutlich und betrug 7,0 Mrd EUR (2022: 8,3 Mrd). Das Konzernergebnis der fortgeführten Aktivitäten war mit -0,3 Mio EUR nahezu ausgeglichen.

Vor dem Hintergrund eines starken Cash-Flows und unter Berücksichtigung der nur teilweisen Ausschüttung der sehr starken Vorjahresergebnisse soll der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,20 EUR je Aktie vorgeschlagen werden. Damit zahlt Klöckner & Co voraussichtlich das dritte Jahr in Folge eine Dividende aus. Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei 45 % (31. Dezember 2022: 51 %).

Klöckner Prognose 2024 – Hemmschuhe sind verkauft, Akquisitionen sollten sich auszahlen und Rahmenbedingungen hellen sich auf.

Für das Jahr 2024 erwartet Klöckner & Co aufgrund der sich zunehmend normalisierenden Rahmenbedingungen – insbesondere der nachlassenden Inflationsdynamik – eine deutlich höhere Nachfrage in den wesentlichen Absatzmärkten in Europa und Nordamerika. Entsprechend prognostiziert das Unternehmen einen deutlich steigenden Absatz und Umsatz. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der weiter erheblich verbesserten operativen Aufstellung erwartet Klöckner & Co auch einen deutlichen Anstieg des EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten im Vergleich zum Vorjahr. Bereits im ersten Quartal 2024 wird ein sehr deutlicher Anstieg des EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten von 30 bis 70 Mio EUR gegenüber dem Vorquartal erwartet.

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Klöckner will weg vom austauschbaren Massenmarkt Stahl, will immer mehr Dienstleistungen „rund um den Stahlhandel“ an sich ziehen, setzt auf Rationalisierung der Prozesse durch Digitalisierung und versucht, die Handelsströme immer mehr auf eigene Onlineplattformen zu lenken. Dazu der Ansatz aus dem zyklischen Stahlgeschäft etwas an Schwankungsbreite herauszunehmen – durch „Schaffung“ einer Marke für „grünen Stahl“, um sich eine dauerhafte Grundnachfrage zu sichern. In einer Zeit, wo alle, gerade auch die in der CO2-intensiven stahlverarbeitenden Branche tätigen Klöcknerkunden, ihre CO2-Bilanz in Richtung Null bringen müsse, keine schlechte Idee. Hinschauen könnte nicht schaden bei der Klöckner Aktie. Diese wird bisher mit einem hohen Abschlag als Zykliker gehandelt. Und der bisherige Konzenrumbau zeigt die klare Profitabilitätsorientierung.
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