Frequentis Aktie kein Sicherheitsrisiko. Eher ein Dauerläufer? Auf aktuellem Niveau einen Blick wert. Oder zwei?

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Frequentis Aktie

Frequentis Aktie – Wussten Sie, dass die Frequentis AG (ISIN: ATFREQUENT09) Weltmarktführer ist? Ein „kleinerer Wert“, der möglicherweise im grossen Konzert der börsennotierten Multimilliarden-Konzerne zu wenig Aufmerksamkeit findet. Könnte schade sein. Nicht unbedint die „ganz grossen“ Tanker machen die höchsten prozentualen Kursbewegungen am Markt, sondern häufig die im Wachstum befindlichen „kleineren“ Schnellboote, um im Bild zu bleiben.

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Unter Investoren wird die Frequentis AG allgemein als Investment mit Defensivcharakter eingestuft.

Das Geschäftsmodell des auf sicherheitskritische Kommunikationssysteme spezialisierten Unternehmens liefere stabile Wachstumsraten. Und zum Einsatz kommen die Frequentis-Produkte in den Kommunikationszentralen von Flugsicherungen, Blaulichtorganisationen wie Feuerwehr und Polizei, Eisenbahnen und Hafenbehörden. Die Auftraggeber stammen damit aus Bereichen, die konjunkturresistente Aufträge bescheren. „Jedes Land braucht eine Infrastruktur, die nicht wegrationalisiert werden kann,“ ist für Norbert Haslacher, den Vorstandschef, das Erfolgsrezept von Frequentis.

Mit seinen jüngsten Halbjahreszahlen hat das in Wien ansässige Unternehmen die Erwartungen erfüllen können: Der Umsatz stieg um 11,7 % auf 186,8 Mio EUR.  Davon kommen 64 Mio EUR von der Sparte PST, die sich gegenüber dem Vorjahr um 18,2% verbesserte. Bleiben dann noch 122,8 Mio EUR für die vom Gesamtumsatz größere Sparte ATM.

Auftragseingänge bei Frequentis steigen stärker als Umsatz – gesund.

Dieselbe Entwicklung vollzog sich bei den Auftragseingängen. Hier verzeichnete PST einen Zuwachs um 73,0% auf 75 Mio EUR. Der gesamte Auftragseingang legte um 29,1% auf 208 Mio EUR zu.  Wie gut die Orderbücher bei Frequentis gefüllt sind, verdeutlicht der aktuelle Auftragsstand. Ende Juni betrug dieser 546,7 Mio EUR. Damit ist das operative Geschäft bei Frequentis bis Ende 2024 ausgelastet.

Charakteristisch für die Ertragsentwicklung bei Frequentis ist, dass die zweite Jahreshälfte aufgrund saisonaler Schwankungen der für die Gesamtprofitabilität entscheidende Zeitraum ist. Zwar lag das EBITDA mit 8,2 Mio EUR leicht unter dem Vorjahreswert, aber auf EBIT-Ebene konnte mit einem Verlust von 0,3 Mio EUR gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung um 0,2 Mio EUR erreicht werden. Seit dem ersten Halbjahr 2018, in dem sich der EBIT-Verlust noch auf 5,5 Mio EUR belief, hat Frequentis den operativen Halbjahresverlust kontinuierlich heruntergefahren. Der guten Ordnung halber: Das positive Ergebnis von 5,4 Mio EUR im ersten Halbjahr 2021 fiel dabei aus der Reihe und war auf positive Sondereffekte aus der Corona-Pandemie wie unter anderem niedrigeren Reisekosten zurückzuführen.

Aktionariat als Stabilitätsanker – Frequentis hat nötigen Hintergrund für Wachstum.

Bilanziell befindet sich das Unternehmen, an dem der langjährige Konzernlenker Johannes Bardach 68 % der Aktienanteile hält, in kerngesunder Verfassung. Die Eigenkapitalquote liegt bei 40 5, die Nettoliquidität belief sich zuletzt auf 75,1 Mio EUR. Damit ist Frequentis dauerhaft in der Lage, die Forschungs- und Entwicklungsausgaben hoch zu halten – in 2022 beispielsweise. 26,8 Mio EUR, was rund sieben Prozent des Jahresumsatzes entsprach.

Konservative Prognosepolitik lässt Platz für Phantasie.

Die Jahresprognosen des Managements sind tendenziell konservativ. Auch für 2023 hält sich Frequentis noch bedeckt und verweist dabei auf die anhaltend hohe Inflation und die anhaltende Lieferkettenproblematik. Ein höherer Umsatz und Auftragseingang als im Vorjahr, das Ganze bei einer operativen Marge von sechs bis acht Prozent und damit im besten Fall leicht besser als 2022 – mehr lässt sich Firmenchef Haslacher nicht entlocken.

Umso detaillierter erläutert er die Märkte, in denen Frequentis durchstarten soll. Eine wichtige Rolle spiele die Software-Entwicklung. „Gerade im Segment Flugsicherung wird sich der Anteil der Software an unseren Umsätzen weiter erhöhen. Wir setzen dabei verstärkt auf unser Sprachkommunikationssystem X10 für die Flugsicherungen. Anders als die bisherigen Systeme ist X10 rein softwarebasiert“, erläutert Haslacher. Hier gewann Frequentis Ende Juli einen Auftrag für die Installation des ersten X10 in Amerika am Flughafen im kanadischen Montréal.

Frequentis – stiller Champion.

Im schnell wachsenden Geschäft mit der Daten- und Sprachintegration von Drohnen in den Luftverkehr ist Frequentis einer der führenden Player in Europa. Frequentis adressiert hier laut Haslacher unterschiedlichste Märkte: „Wir sind hier einerseits Partner der Flugsicherungen, die für die sichere und geordnete Integration von Drohnen in den Luftraum zuständig sind. Der Markt sind hier kommerzielle Drohnenflüge, zum Beispiel die Kontrolle von Eisenbahn- und Autobahnstrecken oder die Inspektion von Hochspannungsleitungen. Darüber hinaus unterstützt Frequentis hoheitliche Behörden wie Polizei und Feuerwehren in der automatisierten Drohnennutzung bei ihren Einsätzen.“

Akquisitionen spielen bei der Marktdurchdringung mit neuen Produkten eine wichtige Rolle. So hat Frequentis im Juli sein Recorder-Geschäft, also die integrierte Auswertung von Sprach- und Flugdaten, durch die Übernahme der norwegischen Firma GuardREC ausgebaut. Und der Zukauf der deutschen Firma Frafos im April dient dem Ziel, das Angebot an Cyber-Sicherheitslösungen in allen sicherheitskritischen Bereichen zu vergrößern.

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Analysten sind positiv gestimmt…

Für die nächsten zwei Jahre erwarten die Analystenschätzungen einen Gewinnanstieg im oberen einstelligen Bereich. Das sind keine großen Sprünge. Umgekehrt sind überraschende Rückschläge angesichts der langfristig angelegten Kundenaufträge wenig wahrscheinlich. Darüber hinaus ist damit zu rechnen, dass auch die Dividende gegenüber dem Vorjahr weiter steigen wird. Die aktuelle Seitwärtsbewegung könnte deshalb als eine gute Gelegenheit zum Einstieg in den MidCap gesehen werden.

Die Aktie der Frequentis AG (ISIN: ATFREQUENT09) zeigte sich immer wieder als krisenresistent, um nicht zu sagen als Fels in der Brandung. Warum das so ist, wird vielleicht klar, wenn man unser Interview aus August letzten Jahres mit dem Vorstandsvorsitzenden der Frequentis AG, Herrn Norbert Hasslacher, jetzt nach einem Jahr liest. Spannend zu erfahren, warum Inflation und Lieferkettenprobleme keine so starke Belastung für die Österreicher waren. Und nach einem Jahr kann man feststellen, dass der CEO relativ treffsicher in die Zukunft gesehen hatte — UND HIER DAS INTERVIEW MIT CEO N. Hasslacher vom 6.08.2022 – „…gute Nachfrage und auch einen Aufwärtstrend in allen Märkten in den nächsten Jahren“

 

 

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