Encavis Aktie – Nach der Prognoseerhöhung geht’s weiter – Zukauf.

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Encavis Aktie im MDAX, der grösste börsennotierte reine Bestandshalter in Deutschland. Bereits am 03. August konnte man sich gegen die „überzeugenden Zahlen“ nicht mehr wehren – Prognose der Encavis wurde erhöht, am 15. dann überzeugende Halbjahresergbenisse – mit Gewinnturbo Wetter + Strom-Preisentwicklung.

Und das hohe Preisniveau bestärkt Encavis bestehende Anlagen zu optimieren, was zwar kurzfristig etwas Gewinn kostet, aber bereits in den Folgequartalen eine „reichere Ernte“ ermöglicht. Dazu versucht man das Refinanzierungsprofil der Bestandsanlagen laufend zu optimieren, um investierbares Kapital freizusetzen, wie zuletzt mit dem niederländischem Portfolio vorgemacht. Heute meldet Encavis eine „klassische Inevstition“:

Solarpark Portfolio Niederlande erhält Zuwachs von 48 MW – Encavis Aktie setzt auf Ausbau

Drei weitere Solarparks mit einer Gesamterzeugungskapazität von 48 Megawatt wurden erworben von der BayWa r.e., über die wir am Wochenende bereits im Rahmen eines Pilot-Kombiprojekts Solar, Speicher und Wasserstoff berichteten:

Die Solarparks in Dokkum (Erzeugungskapazität von 14 MWp), Lemsterhoek (31 MWp) und Hoogengraven (3 MWp) profitieren in den ersten 15 Jahren von der niederländischen Einspeisevergütungsregelung SDE+. Hoogengraven ist seit Juni 2020 am Netz und Dokkum seit Juli 2022. Auch für Lemsterhoek wird die Finalisierung des Netzanschlusses in Kürze erwartet. Die Erträge aus dem erzeugten Strom tragen rückwirkend zum 1. Juli 2022 positiv zu Umsatz, Ergebnis und Cash Flow der Encavis AG bei.

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„Der Erwerb dieser drei Solarparks von BayWa r.e. erweitert unsere Erzeugungskapazität in den Niederlanden auf 228 MWp,” betont Mario Schirru, Chief Investment Officer (CIO)/Chief Operating Officer (COO) der Encavis AG, und ergänzt: “Wir profitieren damit nicht nur von den langfristig garantierten Einspeisevergütungen in den Niederlanden, sondern auch von gegebenenfalls darüber liegenden Strompreisen.”

Dr. Benedikt Ortmann, Global Director of Solar Projects der BayWa r.e., kommentiert: „Wir haben bereits in der Vergangenheit erfolgreich mit der Encavis AG zusammengearbeitet und freuen uns, ihr auch bei diesem Projekt mit unserer langjährigen Erfahrung und Expertise im Bereich der Solarenergie zur Seite stehen zu können. Gemeinsam leisten BayWa r.e. und Encavis AG so einen Beitrag für die sichere und saubere Energieversorgung in Europa.“

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Wie erwartet – Sonne/Wind und hohe Preise bildeten im ersten Halbjahr ein perfektes Mix für die Encavis Aktie

Encvais konnte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022 die Stromproduktion aus Erneuerbarer Energie um 17% auf rund 1.694 Gigawattstunden (GWh/Vorjahr: 1.443 GWh) steigern, die Umsatzerlöse legten um 40% auf 226,4 Mio EUR zu (Vorjahr: 162,2 Mio). Dieser starke Zuwachs um mehr als 64 Mio EUR verteilt sich jeweils zu gut zwei Dritteln auf das Solarparkportfolio (gut +43 Mio) und zu knapp einem Drittel (rund +21 Mio) auf das Windparkportfolio des Konzerns. Wesentliche Treiber des Umsatzanstiegs in den Solarparks war die um 22% erhöhte Solarproduktion infolge der Kapazitätserweiterungen und des verbesserten Wetters. Der Anstieg der Umsatzerlöse des Windparkportfolios um rund 58% basiert dagegen auf einer um 8% höheren Produktionsmenge an Strom und ist zum überwiegenden Teil auf signifikant höhere Strompreise des ersten Halbjahres 2022 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreshalbjahr zurückzuführen.

„Die signifikanten Umsatz- und Ergebnissteigerungen des ersten Halbjahres dieses Jahres basieren im Wesentlichen auf den erweiterten Erzeugungskapazitäten, der höheren Wind- und Solarperformance sowie den aktuell hohen Strommarktpreisen, die deutlich über denen des vergleichbaren Vorjahres-zeitraums liegen“, erläuterte bereits am 3.08.anlässlich der Prognoseerhöhung  Dr. Christoph Husmann, CFO der Encavis AG, die positiven Ergebnis-effekte.

Erhöhter Umsatz heisst für Encavis automatisch erhöhter Gewinn

Das operative EBITDA in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022 erhöhte sich ebenfalls um 40% auf 170,6 Mio EUR zu (Vorjahr: 122,3 Mio). Daraus resultiert eine Steigerung des operativen EBIT nach sechs Monaten um 60% auf 109,8 Mio EUR (Vorjahr: 68,7 Mio).  Angesichts des hohen Strompreisniveaus habe  der Konzern noch stärker in eine umfassende technische Optimierung zur Steigerung der Produktivität des PV-Anlagenportfolios investiert. Diese Investitionen führten jedoch in einigen Fällen zu Aufwand, der zur Folge hat, dass der preisbedingte Mehrumsatz sich nicht vollständig in den Ergebniszahlen niederschlägt. WOHLGEMERKT: DIE INVESTITIONEN/AUFWAND SIND BEREITS VERBUCHT SOLLTEN ALSO IN DEN FOLGENDEN MONATEN VOLL AUF DAS EBIT DURCHSCHLAGEN.

Insgesamt resultiert daraus ein signifikant verbessertes, operatives Ergebnis je Aktie (EPS) des ersten Halbjahres 2022 in Höhe von 0,33 EUR, eine Steigerung um 83% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von 0,18 EUR je Aktie.

Dazu eine Prognoseerhöhung, die bereits jetzt den Kern für die nächste enthält. Encavis bleibt spannnend.

Die notwendige Prognoseerhöhung war direkt verbunden mit der „Drohung“ weitere Effizienzsteigerungen und damit noch nicht eingeplante Umsatz/Ertragssteigerungen durchzuführen. Nachdem man zuletzt 33 Mio EUR Liquidität für Investitionen und Effiziensteigerungen durch eine Refinanzierung des niederländischen Solarportfolios zusätzlich aktivieren konnte, werden wohl auch die sprudelnden Gewinne direkt reinvestiert:

So kann man  zumindest folgende Worte verstehen:„Wir werden die sehr gute Ergebnislage des ersten Halbjahres und des angehobenen Ausblicks auf das Gesamtjahr für eine umfassende technische Optimierung zur Steigerung der Produktivität unseres Anlagenportfolios nutzen,“ sagte Mario Schirru, Chief Investment Officer/Chief Operating Officer (CIO/COO) der Encavis AG, zu der in Teilen direkten Mittelverwendung im laufenden Geschäftsjahr 2022 am 3.08.2022.

…und zur Prognose mit „versteckter Zusatzstufe“ – Encavis Aktie mit Charme.

Zuerst die offizielle Prognsoeerhöhung und dann, warum die nächste Prognsoeerhöhung fast sicher scheint:

„Unter Berücksichtigung der erhöhten Umsatz- und Ergebnisgrößen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres, hat der Vorstand der Encavis AG entschieden den Ausblick 2022 auf die operativen Key-Performance-Indikatoren für das Gesamtjahr 2022 anzupassen. Dabei werden aufgrund der sehr hohen Volatilität der Strompreise weiterhin die bisherigen Planannahmen aus der Ursprungsplanung für die verbleibenden fünf Monate des Geschäftsjahres 2022 angesetzt:

Erwartet wird eine Steigerung des Umsatzes auf > 420 Mio. EUR (zuvor > 380 Mio. EUR),

eine Steigerung des operativen EBITDA auf > 310 Mio. EUR (zuvor > 285 Mio. EUR),

eine Steigerung des operativen EBIT auf > 185 Mio. EUR (zuvor > 166 Mio. EUR),

eine Steigerung des operativen Ergebnisses je Aktie (EPS) von 0,51 EUR auf 0,55 EUR sowie

eine Steigerung des operativen Cashflows auf > 280 Mio. EUR (zuvor > 260 Mio. EUR).“ (Unternehemnsmeldung 3.08.2022)

Bemerkt? „… die bisherigen Planannahmen aus der Ursprungsplanung für die verbleibenden fünf Monate … angesetzt“

Also werden die im Vorjahr angenommenen – wesentlich geringeren – Spotmarktpreise für Strom für die nächsten Monate zugrundegelegt. Vorsichtsmassnahmen. Und jeder Anleger kann für sich selber entscheiden, wie realistisch sinkende Spotmarktpreise am Strommarkt in den nächsten Monaten sein werden. Frankreichs Atommeiler haben neben fehlendem Kühlwasser auch noch in zahlreichen Anlagen „Reparaturbedarf“. Was Frankreich in den letzten Monaten zum grössten Käufer deutschen Solar- und Windstroms machte – und die Preise hochhielt. Wie wahrscheinlcih sind jetzt und ab wann „Wassermassen“,die die Kühlung der AKW’s und damit Vollast wieder herstellen?

Wie wahrscheinlich die schnelle Reparatur der AKW’s? Und der drohende Gasengpass in Deutschland, wahrscheinlich erhöhte Stromnachfrage durch vieltausendfach eingesetzte Elektro-öfen, Verteuerung der „letzten KW“ am Spotmarkt durch Gaskraftwerke, die Spitzenlast liefern. Erhöhte Preise für Kohle zur Stromerzeugung? Wasserkraftwerke aufgrund von Trockenheit mit Kapazitätsreduktion. Gäbe viele Gründe, die auf Dauer ein sehr hohes Preisniveau am Stromspotmarkt vermuten lassen könnten, was dann wohl früher oder später die Encavis Prognsoe wieder „nach oben schieben würde“. Und dazu die Effizienzgewinne aus beriets durchgeführten Massnahmen im ersten Halbjahr, deren Aufwand bereits verbucht wurde, deren Zusatzerträge also jetzt voll in die Gewinne „einfliessen“ sollten.

Und ist die SMASolar Aktie – „letzter“ deutscher Solarwert auf dem Weg zum Wasserstoffwert? Aber die Halbjahresergebnisse leiden unter Lieferkettenproblemen.
EXCLUSIVINTERVIEW: Plug Power – Wasserstoff-Schwergewicht. Im Exclusivinterview CEO Andy Marsh über Plug Powers Gegenwart und seine Ziele für die Zukunft und Plug Power CEO Andy Marsh talks about „green hydrogen“ and the role Plug can play… – ENGLISH VERSION
Und Aurelius und Mutares haben ihre Halbjahresergebnisse vorgelegt. Deshalb Gelegenheit für eine Gegenüberstellung der Carve-out-Spezialisten.
CHART – Windenergie Encavis Aktie

Chart - Windenergie Aktien Encavis PNE Energiekontor BayWa oder ABO Wind
Chart: Encavis Aktie | Powered by GOYAX.de

 

Adler Group – SdK will’s wissen. Sonderprüfung bei Adler Real Estate gefordert.
paragon Aktie – man scheint die zweite Chance zu nutzen. Prognose hoch, Kostensteigerungen kompensiert.

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