VARTA zweiter Frühling für die Aktie? 500 Mitarbeiter auf Kurzarbeit Null – trotzdem 20% Kursplus seit 28.12.?

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VARTA AG: VARTA AG blickt auf Herausforderungen und startet Neuausrichtung
Varta Aktie mit Erholungsversuch – seit dem 28.12. ging es rund 20 % nach oben. Nur ein Aufflackern? Aussichten Wearables, Kurzarbeit Nördlingen, E-Mobility und Shortseller – Themen, die über die weitere Kursentwicklung entscheiden könnten.

Zuletzt „mit harten Zahlen“ wurden die schlechte Lage des Unternehmens deutlich bei Vorlage der Q3-Zahlen: Der Umsatz des VARTA AG-Konzerns (ISIN: DE000A0TGJ55) war in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 zum Vorjahresvergleichszeitraum um 8,3 % von 622,3 Mio EUR auf 570,7 Mio EUR gesunken. Das bereinigte EBITDA  war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 182,5 Mio EUR um 63,6 % auf 66,4 Mio EUR gesunken. Dazu gab es die Ankündigung eines „umfassenden Massnahmenpakets zur Kostensenkung und Profitabilitätssteigerung. Aber jetzt der Reihe nach:

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Nach einer wiederholten Prognosereduktion respektive. -rücknahme musste der langjährige CEO Herbert Schein bereits im September letzten Jahres seinen Rücktritt erklären. Und der „neue“ scheint seitdem immer neuen Problemen gegenüberzustehen – die Vorlage des erwartet enttäuschenden Q3-Ergebnisse im Oktober orchestrierte dann den weiteren Kursverfall der Varta-Aktie. Mitte November gab es dann zumindest wieder eine Prognose „vom Neuen“.

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Im Geschäftsjahr 2022 ging der Vorstand der VARTA AG nunmehr davon aus, einen Umsatz zwischen 805 und 820 Mio EUR (2021: 902,9 Mi. EUR) erreichen zu können. Dies entspräche einem Umsatzrückgang von rund 10 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021. Das vorläufige bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2022 soll nach Einschätzung des Vorstands 55-60 Mio EUR (2021: 282,9 Mio EUR) betragen und liegt damit deutlich unter dem Vorjahresergebnis. Und für das Geschäftsjahr 2023 erwartet der Vorstand der VARTA AG einen Umsatz zwischen 850 und 880 Mio EUR und geht von einem bereinigten EBITDA im Geschäftsjahr 2023 von 90 bis 110 Mio EUR aus.

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So kann man am Freitag beim SWR nachlesen: “ 500 Beschäftigte sind nun zu hundert Prozent in Kurzarbeit. Am Standort selbst hält Varta aber fest.“. Und weiter: „Der Batteriehersteller Varta weitet die Kurzarbeit am Standort in Nördlingen (Kreis Donau-Ries) aus – auf nun hundert Prozent. Die Produktion der Lithium-Ionen-Batterien, die beispielsweise in drahtlosen Kopfhörern verbaut werden, ruht komplett, teilte das Unternehmen dem SWR mit.“ (SWR,“Kurzarbeit bei Varta in Nördlingen: Produktion von Mikro-Batterien ruht“, Rainer Schlenz, 13.01.2023).

Hoffnung bestehe aber laut Varta Unternehmenssprecher Christian Kucznierz:„Im zweiten Halbjahr werden wir laut unseren derzeitigen Prognosen, die auf den Forecasts unserer Kunden beruhen, die Kurzarbeit beenden können.“ Und dazu kommt das – noch? – erfolgreiche Segment der „Household Batteries“ mit Energiespeicherlösungen und Haushaltsbatterien. Hier kann Varta seit Anbeginn der globalen Krise eine steigende Nachfrage verzeichnen und bleibt damit ein wichtiger Wachstumstreiber. Dazu – früher hochgelobt, beinahe gehypt – das völlig neue Geschäftsfeld der „Autobatterien“, von dem sich vor einigerZeit noch zahlreiche Experten eine zweite Erfolgsgeschichte Varta’s versprachen.

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Auch bei der E-Mobility-Karte erstmal „aussetzen“ bei Varta?

„Aussetzen“ oder zumindest erstmal „einen Gang zurückgeschaltet“ hat man bei den als hochwertig, besonders leistungsstark geplanten Premium „Superakkus“ gewählt: Der Fabrikneubau für die Rundzelle/V4Drive soll erst nach verbindlichen Kundenzusagen fortgesetzt werden. Der Betrieb der ersten Serienfertigungsanlage wird – erstmal? – planmäßig fortgesetzt und stellt zukünftig die Zellen bereit, um den OEM-Vertrag mit einem Premium-Automobilhersteller zu erfüllen.

Hohe Shortquote trotz kräftigem Kursverfall deutet auf die Erwartung weiteren Kursverfalls der Varta Aktie hin – zumindest bei den bisher überaus erfolgreichen Hedgefonds.

Insgesamt 9,17 % der Varta Aktien sind derzeit meldepflichtig leerverkauft. Meldepflichtig heisst, dass hier nur Einzelpositionen von mindestens 0,5% berücksichtigt werden. Normalerweise sind die „nicht-meldepflichtigen“ Positionen in Summe noch wesentlich höher als die gemeldeten Positionen. Sind die Hedgefonds hier zu gierig, dass sie noch weiter sinkende Kurse erwarten? Übertreibt man hier und bietet dadurch eine Flanke für sich beschleunigende Shorteindeckungen im Falle von kräftigen Kurssteigerungen?

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Ob das aktuelle Kursniveau der Varta Aktie jetzt „angemessen“ ist oder ob die Märkte hier übertrieben haben? Auf jeden Fall sollten „Entspannungen“ bei den Wearables, möglicherweise sogar die avisierten möglichen neuen Produkte „der alten Kunden“ ein gewisses Kurspotential eröffnen können. Oder Aufträge für die im Aufbau befindliche Autobatterie-Produktion. Hier könnte ein zweiter Auftrag -möglicherweise eines zweiten Premiumherstellers – ebenfalls wieder Interesse für die Aktie wecken. Auf dem aktuellen Kursniveau scheint also etwas möglich. Bei weiter schlechter Newslage auch wieder ein Test der gesehenen Tiefs bei 22,00 EUR je Aktie, wie noch Ende Dezember.
Chart: VARTA AG | Powered by GOYAX.de
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