ThyssenKrupp Aktie. Saudi Arabien startet Bauarbeiten noch diesen Monat. 2 GW Elektrolyseurkapazität von nucera.

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ThyssenKrupp aktie mit nucera Effekt?

ThyssenKrupp Aktie, Wasserstoff, Saudi Arabien: Drei Stichworte, die für einen der grössten Elektrolyseaufträge stehen, der bis heute vergeben worden ist.  Bereits diesen Monat startet Peter Terium, der ehemalige RWE CEO, als „Head of Energy and Water“ der im Nordwesten Saudi Arabiens gelegenen

„Zukunftsregion“ Neom die Baumassnahmen für das H2-Projekt. Eher als erwartet beginnen so die Bauarbeiten für das 5 Mrd USD-Projekt, um Saudi Arabien unabhängige rvon den fossilen Exporten zu machen. Bereits 2026 soll das Joint Venture, an dem auch die amerikanische Air Products beteiligt ist, mit dem weltweiten Verkauf von „grünem Wasserstoff“ beginnen. Und Terium wird von „Hydrogen Fuel News“ folgendermassen zitiert: “There’s a potential competition between Europe, Japan, South Korea and some parts of the U.S.,” habe Terium gesagt. Und die grünen Wasserstoff Schiffsladungen würden verkauft “to those who bid the highest price.”

Saudi Arabien nutzt die internationale Aufmerksamkeit für grünen Wasserstoff, um seine Ambitionen in diesem neuen Markt klarzustellen

Die Thyssenkrupp AG (ISIN: DE0007500001) Tochter nucera konnte sich am 13.12.2021 den Megaauftrag über 2 GW Elektrolyseurleistung aus Saudi Arabien „sichern“. Wenn man von 2 GW Elektrolyse-Kapazität spricht, sollte man im Auge behalten, dass aktuell bereits Aufträge über 20 MW Elektrolyse-Anlagen, wie letztlich bei Nel, als wichtige Erfolge gefeiert werden. Die anerikanische Air Products (ISIN:US0091581068) hat tnucera mit der Lieferung einer Elektrolyseanlage mit einer Leistung von mehr als 2 GW für eines der weltweit größten Projekte zur Erzeugung von grünem Wasserstoff in NEOM, dem Lieblingsprojekt des saudischen Kronprinzen, beauftragt.

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ThyssenKrupp: Wasserstoff Elektrolyse liefert ab 2026 grünen Wasserstoff für den Export. Basis sind Module a 20 MW.

Im Rahmen dieses Vertrages soll nucera die Anlage auf Basis seines 20 Megawatt (MW) Moduls für die alkalische Wasserelektrolyse entwickeln, beschaffen und herstellen. Nach der Inbetriebnahme planen die Projektpartner – „NEOM Green Hydrogen Company“, ein Joint-Venture von NEOM, ACWA Power und Air Products – die Anlage zu betreiben. Der „grün“ – mit erneuerbaren Energien – produzierte Wasserstoff soll aus logisitschen Gründen zu klimaneutralem Ammoniak synthetisiert werden, der exklusiv von Air Products in den weltweiten Markt exportiert werden soll.

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Auftragsvolumen? Schwer einzuschätzen. Beispielsweise soll der 20 MW Elektrolyseur von Nel zur Auslieferung an Ovako rund 11 Mio EUR kosten, die mitte des Jahres eingeweihte 10 MW PEM-Elektrolyseanlage in Wesseling kostete Shell noch rund 20 Mio EUR. Die Preise je MW werden weiter fallen, dass bestätigen alle „Player“, wie Plug Power, Bloom Energy oder Nel. Welches Volumen letztendlich in Saudi Arabien aufgerufen werden wird, ist offen. Es sollte aber wohl auf jeden Fall im oberen dreistelligen Mio EUR Bereich liegen.

Lokale Produktion war wohl der Preis für den Auftrag. Klar für ThyssenKrupp: Wasserstoff bedeutet auch Wirtschaftspolitik

“Als ein Weltmarktführer in der Elektrolyse bringen wir zwei entscheidende Faktoren ein, um solche Gigawatt-Projekte zu realisieren: Mit unserer großen Standardmodulgröße und unserer jährlichen Gigawatt-Zellenproduktionskapazität sind wir gemeinsam mit unserem Joint Venture Partner De Nora in der Lage, schon heute Projekte im industriellen Maßstab zu realisieren“, sagte Denis Krude, CEO von thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers. „Mit diesem Megaprojekt streben wir gleichzeitig an, in den weiteren Ausbau unserer Produktionskapazitäten zu investieren. Darüber hinaus wollen wir uns lokal aufstellen, denn nur mit einer konsequenten Lokalisierung können wir maßgeschneiderte Servicelösungen über den gesamten Lebenszyklus der Anlage bereitstellen und unseren strategischen Partner in seiner Vision unterstützen, ein globaler Vorreiter bei der Dekarbonisierung zu werden.“

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ThyssenKrupp im Umbruch

Die Cashcow Elevators wurde verkauft, um Löcher zu stopfen und den Umbau des Konzerns zu finanzieren. Der andere Hoffnungsträger im Konzern, die ThyssenKrupp Wasserstoff-Sparte, nucera, soll mit einem Börsengang kapitalisiert werden,aber „bleiben“. Und der Stahlbereich steht immer noch unter Beobachtung. Immer wieder Sorgenkind war und vielleicht zukünftig wieder sein wird.  Und während momentan aufgrund der Unsicherheiten aus Energiepreiserhöhungen und potenziellen weiteren Folgen aus dem Ukraine-Krieg die Stahlsparte „erstmal“ bleiben soll, ist ThyssenKrupp’s Wasserstoff Sparte DIE ERKLÄRTE Zukunft für den Konzern.

ThyssenKrupp sieht wieder Zukunft

Und so könnte man eher den Blick auf die aktuelle Entwicklung des ThyssenKrupp-Konzerns richten, die klar auf die Wasserstoffkarte setzt. Das geplante IPO der Tochter nucera sollte den Wert der Beteiligung, die mehrheitlich bei ThyssenKrupp verbleiben soll, deutlich heben: So äusserte bereits im letzten Jahr die CEO Martina Merz die Konzentration auf Wasserstoff als Zukunftstechnologie. Mit der Mehrheitsbeteiligung (66 %) Uhde Chlorine Emngineers besitzt ThyssenKrupp einen bereits seit langem erfolgreichen Anlagenbauer für Elektrolysetechnik. Und die Expertise soll für den im exponentiellen Wachstum begriffenen Markt für grünen Wasserstoff ein Geschäft der Zukunft für den Ruhr-Konzern werden.

ThyssenKrupp: Elektrolyseur Nachfrage durch Kapazitäten gedeckt

Und mit einer Kapazität von jährlich 1 GW-Elektrolyseanlagen, die auf 5 GW ausgebaut werden soll, ist man bereits einer der grössten Anbieter. So äusserte sich bereits am 18.01.2021 Christoph Noeres, Leiter des Bereichs Green Hydrogen bei thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers (heute: nucera)Mit dem Ausbau unserer jährlichen Lieferkette auf ein Gigawatt, unseren großen Standardmodulen und der globalen Aufstellung unseres Unternehmens als EPC-Anbieter haben wir bereits jetzt eine ideale Ausgangsposition auf einem dynamischer werdenden Markt “.

Zuerst noch abgeschoben in die Resterampe „Multi tracks“ des Konzerns – „zur Veräusserung stehende Beteiligungen“

machte die CEO bereits im November 2020 auf der Hauptversammlung deutlich, dass „nucera“ in Zukunft eine wichtige Rolle für den Konzern spielen würde. Und im Bereich grüner Wasserstoff scheint man einiges zu bieten zu haben. Sowohl innerhalb des Konzerns besteht Nachfrage zur Decarbonisierung der Stahlproduktion. Und auch ausserhalb des Konzerns zog man für „grünen Stahl“ einige interessante und auch wirtschaftlich bedeutende Projekte an Land.

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thyssenKrupp Aktie sollte von nucera Börsengang profitieren

Seit die mittlerweile bestätigten Gerüchte über einen potentiellen Börsengang der Elektrolysetochter aufkamen, steht die ThyssenKrupp Aktie auch für Wasserstoff. Immer noch unbestätigt das gerüchteweise genannte Volumen von 5,5, Mrd EUR für das nucera IPO. In der Pressemitteilung zu den Bilanzzahlen 2020/2021 am 23.11.2021 wurde man eindeutig:

Bei Uhde Chlorine Engineers (UCE) sieht thyssenkrupp großes Potenzial im Bereich der Wasserelektrolyse und will von der starken Nachfrage nach grünem Wasserstoff profitieren. Das Unternehmen prüft deshalb intensiv, wie das Wasserstoffgeschäft bestmöglich weiterentwickelt werden kann. Aktuell plant thyssenkrupp einen Börsengang als Vorzugslösung. In jedem Falle würde thyssenkrupp eine Mehrheit am Geschäft behalten.

Somit ist die Richtung klar. Werthebung der Beteiligung durch Listing, notwendige Gelder für weitere Expansion, um den los-fahrenden Zug nicht zu verpassen, über den Kapitalmarkt. Stimmig. Schönheitsfehler ist vielleicht, dass ThyssenKrupp „nur“ 66 % an Uhde Chlorine Engineers hält. Und die Frage ist, ob der bis zur „Versilberung“ der Aufzugsparte unter chronischer Liquiditätsnot leidende Konzern bei einer Verschlechterung der Stahlkonjunktur wieder schwach wird, Und dann wieder einmal Zukunft – dann die Elektrolysesparte – verkauft, um neue Löcher in anderen Bereichen zu stopfen.

VERGLEICH VON NEL UND NUCERA – Wasserstoffwerte im Vergleich.

ThyssenKrupp Aktie Chartbild.
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