LPKF Aktie eine Enttäuschung zu viel? Neben 2021er Zahlen auch nur vorsichtiger Ausblick. LIDE allein…

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lpkf Aktie enttäuscht.

LPKF Aktie gilt immer noch als „Wette“ auf den Erfolg der LIDE Technologie. Aber auf dem Weg dahin müssen sich die Aktionäre nach unerwarteten Prognosereduktionen jetzt mit einem – wenn auch marginalen Verlust in 2021 abfinden.

Und  LPKF Laser & Electronics  AG (ISIN: DE0006450000) ist auch für 2022 sehr vorsichtig – trotz rekordmässigem Auftragsbestand. Ergebnis: Die Anleger drehen der Aktie enttäuscht den Rücken zu – aktuell Minus 15,1 % auf 13,72 EUR (XETRA, 10:00 Uhr). Woran liegt’s? Am 17.12.2021 lieferte die LPKF eine überraschende Prognosereduktion für 2021 und immerhin die konnte wenigstens – wenn auch am unteren Rand – erfüllt werden. Seit langem spricht das Unternehmen von den Perspektiven, die man in der sogenannten LIDE-Technologie für den Konzern und somit auch für die LPKF Aktie sehen könne. Zum Leidwesen der Anleger musste die  LPKF den eigentlich für dieses Jahr festeingeplanten ersten Grossauftrag für LIDE, der auch in 2021 ausgeliefert werden sollte, sich zumindest auf 2022 verzögern sehen.

LPKF Aktie angekommen in der Realität

Mit einem Konzernumsatz von 93,6 Mio.EUR (Vorjahr: 96,2 Mio) und einem „ausgeglichenen“ Ergebnis (EBIT: +0,1 Mio EUR, Verlust 0,1 Mio EUR) den unteren Rand der im Dezember 2021 angepasste Prognose erreicht. Wie sich zum Jahresende hin andeutete, verschoben sich durch Logistikengpässe im vierten Quartal Umsätze im Umfang von rund 8 Mio EUR in das Geschäftsjahr 2022, davon über 6 Mio EUR aus dem Bereich Solar. Das 2020er EBIT von 7,5 Mio EUR blieb somit unerreichbar für LPKF. LICHTBLICK: Die Auftragseingänge lagen mit 117,9 Mio EUR um 15,2 % über dem Vorjahresniveau. Die Book-to-Bill-Ratio erreichte damit 1,2. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende mit 62,6 Mio EUR um 64 % über dem Vorjahreswert.

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Finanzvorstand Christian Witt versucht sich in einer Erklärung: „Wir hatten uns für 2021 ambitionierte finanzielle Ziele gesetzt, die wir trotz aller Anstrengungen und Vorsichtsmaßnahmen nicht erreicht haben. Damit können wir nicht zufrieden sein. Die anhaltenden Probleme bei der Verschiffung fertiger Ware und bei der Beschaffung von Rohmaterial und Bauteilen haben uns im Wesentlichen im letzten Quartal des Jahres beeinträchtigt.

Auch unsere Kunden waren von Materialengpässen betroffen und haben Investitionen verzögert. Auf der anderen Seite konnten wir im Segment Welding ein herausragendes Umsatzwachstum und Ergebnis erzielen. Mit dem hohen Auftragsbestand in der Gruppe sind wir gut aufgestellt, um 2022 deutliches Wachstum zu erzielen. Große Fortschritte haben wir auch in der Entwicklung und Vermarktung unserer LIDE-Technologie, der Digitalisierung von Geschäftsprozessen als Basis zur Skalierung unseres Geschäfts und bei der Einführung von ESG-Standards gemacht.“

Neuer LPKF Laser CEO schaut eigentlich optimistisch voraus, aber die Prognose ist verhalten

Klaus Fiedler, seit 1. Januar 2022 CEO von LPKF, sagte: „Das Interesse der Kunden an unseren Lösungen ist groß und die steigenden Auftragszahlen stimmen uns zuversichtlich. Gleichzeitig erwarten wir, dass auch 2022 die Störungen in den globalen Lieferketten und die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf einige unserer Zielmärkte unsere volle Aufmerksamkeit erfordern werden.

Durch die gezielte Weiterentwicklung unseres Produktportfolios und die Ausrichtung auf Wachstumsmärkte ist LPKF gut aufgestellt, um im Kerngeschäft an den Megatrends Miniaturisierung, Digitalisierung und Clean Production zu partizipieren. Mit LIDE und ARRALYZE verfügen wir darüber hinaus über Innovationen mit hohem Marktpotential, für die bereits greifbare Meilensteine in der Kundengewinnung erreicht wurden. Jetzt müssen wir die Chancen dieser Technologien durch eine sauber geplante und konsequent umgesetzte Strategie für die weitere Markterschließung nutzen.“

Keine Dividende, weitere Investionen und Prognose

Um die Investitionen in LIDE und ARRALYZE weiter leisten zu können, soll für das Geschäftsjahr 2021 keine Dividende ausgeschüttet werden. Die finanziellen Mittel sollen gezielt für die Beschleunigung der Entwicklung und Kommerzialisierung von Zukunftstechnologien verwendet werden. aber in 2022 werden diese Investitionen wohl noch nicht den Zahlen Flügel verleihen: Vor dem Hintergrund des aktuellen politischen und wirtschaftlichen Umfelds sei die Planbarkeit und Vorhersehbarkeit der Geschäftsentwicklung von LPKF in den meisten Geschäftsbereichen deutlich eingeschränkt. In dem derzeit unsicheren Umfeld erwartet LPKF für das Geschäftsjahr 2022 einen Konzernumsatz von 110 – 130 Mio EUR und eine EBIT-Marge zwischen 2 – 7 %. Für das erste Quartal 2022 erwartet LPKF einen Umsatz zwischen 22 – 26 Mio. EUR und einem EBIT im Bereich von -2 bis 1 Mio. EUR.

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LPKF Laser setzt weiter auf Innovationen – LIDE und ARRALYZE

LPKF hat auch in 2021 in die Entwicklung und Kommerzialisierung von Schlüsseltechnologien investiert. So soll in den Segmenten Electronics und Solar mit Hilfe zweier neuer Technologien die Möglichkeit geschaffen worden sein, den Produktionsdurchsatz der Kunden signifikant zu erhöhen. Im Bereich Development wurde mit dem ProtoLaser H4 eine vollintegrierte Desktoplösung für Rapid Prototyping entwickelt. Das Segment Welding soll seine Position in der Medizintechnik durch Prozessinnovationen gestärkt haben.

LIDE – soll in 2022 auch bilanzwirksam losgehen

Weiterhin hat das Unternehmen gezielt Kapazitäten für die Vermarktung der LIDE-Technologie (Laser Induced Deep Etching) aufgebaut. Auf Basis des im Juni erhaltenen Auftrags eines Kunden aus der Halbleiterindustrie soll im laufenden Geschäftsjahr die Serienproduktion von Halbleiterkomponenten in großen Stückzahlen beginnen. Eine Entwicklungsvereinbarung zur Glasbearbeitung mit einem der weltweit größten Displayunternehmen wurde im Dezember 2021 unterschrieben und war ein weiterer wichtiger Meilenstein für das geplante Wachstum in diesem Bereich. Im März 2022 hat LPKF zudem eine Rahmenvereinbarung mit einem führenden Kunden aus der Halbleiterindustrie abgeschlossen.

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ARRALYZE – erst ab 2023 bilanzwirksam, frühestens

Zu den vielversprechenden Neuentwicklungen gehöre zudem die ARRALYZE-Technologie, die den schnell wachsenden Life-Science-Markt adressiere. 2021 entwickelte LPKF mit dem CellShepherd eine Komplettlösung. Diese ermögliche es erstmals, den hohen Bedarf nach skalierbarem Einzelzellscreening für wachstumsstarke Anwendungen wie z.B. Krebstherapie und personalisierte Medizin zu adressieren. Im Februar 2022 stellte man den CellShepherd in Boston auf einer Leitmesse für Laborautomatisierung vor und ist dort auf großes Interesse gestoßen. In der zweiten Jahreshälfte 2022 werden die ersten Systeme für ausgewählte Kunden und Partner erhältlich sein. Mit relevanten Umsätzen aus diesem Bereich rechnet LPKF ab 2023.

LPKF Laser setzt auf LIDE. LIDE?

Mit dem von LPKF Laser entwickelten LIDE-Verfahren (Laser Induced Deep Etching) ist es möglich, dünnes Glas schnell, präzise und ohne Beschädigungen wie Mikrorisse zu bearbeiten. Damit ist das LIDE-Verfahren eine Grundlagentechnologie für viele Bereiche der Mikrosystemtechnik,. Wie zum Beispiel für die Fertigung von Mikrochips, Displays, Sensoren oder MEMS. Und hier will man auch mit der Auftragsfertigung Geld verdienen. Für Kleinserien, Einmalprojekte oder einfach Kunden, die keine größeren Investitionen in eigene Maschinen tätigen und keine eigenen Prozess-Fähigkeiten aufbauen wollen.

Am Hauptsitz des Unternehmens in Garbsen betreibt LPKF eine eigene LIDE-Fertigung „LIDE Fab“ von Glaskomponenten unter Reinraumbedingungen. Von hier aus beliefert das Unternehmen Kunden aus aller Welt mit hochpräzisen Bauteilen aus Glas für eine Vielzahl von Anwendungen.

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