TeamViewer Aktie – starke Zahlen. Wird vielleicht doch noch was.

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Q2/H1 2022: TeamViewer mit anhaltend starker Profitabilität und 12% Wachstum in herausforderndem Marktumfeld

Teamviewer Aktie Gestern mit 13,00 EUR „in den feierabend“ gegangen. Erholungskurs nach tiefem Fall. Mittlerweile scheint der Kapitalmarkt wieder Gefallen an Teamviewer zu finden: Die Marketingexzesse mit dem ManU-Sponsoring wurden erkannt und werden beendet.Dazu zuletzt gute Q3-Zahlen. Und jetzt könnte man fragen, woher der nächste Schub kommen könnte für die aktie? Vielelicht die heute Morgen veröffentlichten vorläufigen Zahlen: Kräftiges Umsatzwachstum in 2022 und – wichtiger – die Marge liegt am oberen Ende der Prognosespanne. Das Management von Teamviewer hat „geliefert“. Möglicherweise werden jetzt die Unkenrufe, eines nicht dauerhaften Geschäftsmodells verstummen, möglicherweise besitzt Teamviewer doch ein „Angebot“, das nicht direkt austauschbar durch andere Anbieter ist. Die Beschleunigung beim Umsatz- respektive Billlingswachstum, die offensichtlich im Q4 feststellbar war, rundet das Bild ab.

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Teamviewer Aktie beflügelt? Plus 24% bei den Billings, plus 13% beim Umsatz – Marge „am oberen Ende“ von 45-47%.

Bevor am 7.Februar die vollständigen vorläufigen Zahlen veröffentlciht werden, gibt  man bei Teamviewer einen „Vorgeschmack“ über wichtige Eckdaten. Insgesamt: rund. Wobei die Umsätze (realisierte) hinter der Entwicklung der Billings (realisierte und zukünftige Forderungen aus Kundenverträgen) leicht zurückbleiben. Beide Eckwerte stiegennicht nur gegenüber dem Vorjahresquartal, sondern auch gegenüber dem Q3 erfreulich an: Q4-Billings stiegen um 24% (20% währungs­bereinigt) auf 191 Mio EUR –  635 Mio EUR Gesamtjahr. Was einer Wachstumsrate in 2022 von 16% (11% währungsbereinigt) im Vergleich zu 2021 entspricht. Damit erreicht TeamViewer die Billings-Prognose in Höhe von „ungefähr 630 Mio EUR“ für 2022.

Zahlen der Teamviewer

Für das Gesamtjahr 2022 wird ein Umsatz von 566 Mio EUR erwartet, was einem Wachstum von 13% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit wird auch die Umsatzprognose von 565-580 Mio EUR, wenn auch knapp,  erreicht. Die bereinigte EBITDA-Marge für das Gesamtjahr 2022 wird am oberen Ende der Prognose von 45-47% erwartet, trotz voller Berücksichtigung des Sportsponsorings und inflationsbedingtem Kostendruck. Wobei der zum Q3 erfolgte Personalabbau die Kostenseite definitiv entlasten konnte: Kräftiger Personalabbau von über 1.500 Mitarbeitern zum Ende des Q3/21 sind zum Ende des Q3/22 noch rund1.360 „übrig“-geblieben. Über die Bemühungen das ManU-Kostenpaket zu reduzieren soll später noch zu reden sein.

Michael Wilkens, CFO von TeamViewer, sagt: „Wir konnten unsere Billings deutlich steigern, und unsere Marge liegt am oberen Ende der prognostizierten Spanne. Wir sind stolz auf diese beeindruckende Teamleistung, wobei wir uns auch der anhaltenden makroökonomischen Unsicherheiten bewusst sind. Gleichzeitig gehen wir von einer weiterhin hohen Nachfrage nach unserem attraktiven Lösungsangebot aus und werden dieses durch zusätzliche Investitionen in Forschung und Entwicklung weiter stärken.“

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Am 16.12.2022 weckte Teamviewer Hoffnungen aus dem Vertrag mit ManU früher aussteigen zu können, als vertraglich ursprübglich vereinbart. Denn jetzt muss nur noch ein Neuer gefunden werden, um den Ausflug in die grosse Welt des Sports zu beenden: Nach vertraulichen und konstruktiven Gesprächen in den vergangenen Monaten haben Manchester United und die TeamViewer AG eine für beide Seiten vorteilhafte Vereinbarung getroffen, die Manchester United die Möglichkeit einräumt, die Rechte am Haupttrikotsponsoring des Vereins zurückzukaufen. So kann Manchester United einen zielgerichteten Verkaufsprozess für einen neuen langfristigen Haupttrikotsponsor einleiten. Damit geht die Erwartung einher, dass TeamViewer so schnell wie technisch möglich aus dieser Rolle aussteigt.

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Sobald ein neuer Haupttrikotsponsor ausgewählt worden ist und diese Rolle aktiv übernimmt, will die TeamViewer AG bis zum Ende der ursprünglichen Vertragslaufzeit (2026) mit angepasstem Umfang Teil des Partnernetzwerks von Manchester United bleiben. Dies würde das Volumen der Partnerschaft substanziell auf einen einstelligen US-Dollar-Millionenbetrag pro Jahr verkleinern – mit einem deutlich positiven Effekt auf die Profitabilität von TeamViewer. Mit dem angepassten Umfang der Partnerschaft wäre es TeamViewer weiterhin möglich, seine Markenbekanntheit mithilfe der herausragenden Reichweite von Manchester United auszubauen und dabei gleichzeitig einem veränderten makroökonomischen Umfeld Rechnung zu tragen.

Dazu sollte folgende Strategie fortgesetzt worden sein: Upselling, Cross-selling – Teamviewer hebt den „Billing“- Wert seiner bestehenden Kundenbeziehungen – günstiger als Neukundengewinnung mit direkter EBITDA-Wirkung

Durch neue und ausgebaute Partnerschaften (SAP, Hyundai, Google-Cloud, Realware) und Konzentration auf bestehende Kundenbeziehungen konnte der Konzern bereits im Q3 ein beschleunigtes Wachstum erreichen: Im dritten Quartal habe sich TeamViewer verstärkt auf seine Kernprodukte für Remote Connectivity (Fernstuerung von Rechnern) konzentriert, mit denen Kunden Effizienz- und Produktivitätssteigerungen erzielen könnten. Unter der Leitung des neuen CCO Peter Turner habe TeamViewer eine Reihe von globalen Up- und Cross-Selling-Kampagnen erfolgreich umgesetzt. Dabei seien, insbesondere vor dem Hintergrund des herausfordernden makroökonomischen Umfelds, die starke Kundenbindung und die hohe Kundenzufriedenheit klare Belege für die Qualität des Produktportfolios von TeamViewer.

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Dass Geschäft mit den Firmenkunden trug wesentlich zu der starken Gesamtperformance Teamviewers bei: Das Wachstum im Enterprise-Geschäft beschleunigte sich in Q3 2022 auf 47% (37% währungsbereinigt) im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dies sei vor allem auf die Region EMEA und eine verbesserte Pipeline-Konvertierung zurückzuführen. Gleichzeitig nahmen die Kunden trotz des unsicheren makroökonomischen Umfelds höhere Lizenzvolumina in Anspruch. Die fokussierte Upselling-Kampagne, bei der bestehenden SMB-Kunden Angebote zur Migration auf die Tensor-Lizenz für Enterprise-Konnektivität gemacht werden, hat zu zusätzlichen Vertragsabschlüssen mit jährlichen Vertragswerten über 10k EUR geführt. Die Zahl der Enterprise-Kunden stieg im Jahresvergleich um 877 auf 3.296 zum Ende des dritten Quartals 2022. Die Enterprise-NRR (wiederkehrende Umsätze bestehender Kunden) stieg gegenüber dem Vorjahr auf 113% für Q3 2022 LTM.

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In Zeiten steigender Zinsen und schwieriger werdenden Refinanzierungen sendet Teamviewer eine positive Botschaft an die Finanzmärkte. Die im Zusammenhang mit der Permira-Eigentümerschaft dem Unternehmen auferlegten Finanzverbindlichkeiten konnte man weiter abbauen: Schuldentilgung von netto 286,1 Mio. EUR im dritten Quartal 2022 führte zu einem verbleibenden Schuldenvolumen von 600 Mio EUR am Ende des dritten Quartals 2022, davon 300 Mio EUR Schuldscheindarlehen und 300 Mio EUR Bankkredite. Der Anteil der variabel verzinsten Schulden konnte man so reduzieren.

Teamviewer Aktie – ausgerichtet auf Steigerung respektive Aufrechterhaltung der hohen Profitabilität. Klare Absage an zukünftige Abenteuer wie das Manchester United Sponsoring, das nun möglicherweise kurzfristig auf Normalmass zurückgefahren werden kann, Konzentration auf die Pflege und Aufwertung des Kundenstamms, Neuausrichtung für den  zuletzt schwächelnden asiatischen Markt und starke Technologie-Partnerschaften könnten die Teamviewer Aktie wieder interessanter machen. Vielleicht ist Teamviewer ja doch mehr als ein „technisch leicht austauschbarer“ Anbieter von Fernsteuerungssoftware für Rechner.
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