
STRABAG glänzt mit Rekordwerten, SMT Scharf im Transformationsprozess – so lassen sich die heute veröffentlichten Halbjahreszahlen zusammenfassen. Nachdem gestern die Märkte erleichtert Nvidias erneute – von vielen bezweifelte – erneute Erwartunsgübererfüllung feierten und insbesondere am deutschen Markt SUSS Microtec, Infineon und Aixtron davon profitierten.
Während eine STRABAG Aktie um mehr als 10% anspringt – verdient, schaut man auf die Zahlen, schauen die Anleger heute in die USA, wo der neue FED-Chef gefordert ist – eine Rede, die seziert werden wird steht an. Alle erwarten Hinweise, ob im September die Zinsen steigen werden – oder eben nicht. Im Schatten dieser makrookonomischen Ereignisse haben heute zwei Unternehmen Zahlen vorgelegt – beide es wert genauer betrachtet zu werden, sollten nicht im „grossen Trubel“ untergehen. Im Schatten des Chip-Booms gaben heute zwei Bau- bzw. Industrie-Spezialisten ihre Halbjahreszahlen bekannt: Der Baukonzern STRABAG SE überzeugte mit Rekordwerten und hob die Jahresprognose an, während die SMT Scharf AG trotz schwacher Ertragslage ihren Ausblick bestätigte.
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STRABAG SE: Rekordauftragsbestand und höhere Prognose.
Der europäische Baukonzern STRABAG SE legte im ersten Halbjahr 2026 deutliche Zuwächse vor. Die Bauleistung stieg um 12 Prozent auf knapp 10 Mrd. Euro (9.982,67 Mio Euro). Nach witterungsbedingten Verzögerungen im ersten Quartal zog vor allem das Geschäft im Infrastruktur- und Verkehrswegebau an. „Während Straßenbauprojekte aufgrund der kalten Witterung im ersten Quartal später angelaufen sind, hat die Dynamik im zweiten Quartal deutlich zugenommen, sodass wir zum Halbjahr erstmals eine Leistung von € 10 Mrd. berichten können. Vor allem die starke Nachfrage im Infrastrukturbau in Deutschland und international hat den Auftragsbestand auf einen neuen Rekordwert von € 36 Mrd. steigen lassen. Gleichzeitig setzt sich unser profitables Wachstum fort und führt zu einer weiteren Erhöhung der Ergebnisse. Auf dieser Basis heben wir unsere Guidance für das Gesamtjahr 2026 an“, erklärt Stefan Kratochwill, Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE.
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Zusammengefasst sieht es für die STRABAG nicht schlecht aus:
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Auftragslage & Ertrag: Der Auftragsbestand kletterte um 27 Prozent auf die Rekordmarke von 35,99 Mrd. Euro. Treiber waren deutsche Großprojekte (darunter der Pfaffensteigtunnel, der Ersatzneubau der Schleuse Erlangen und die Korridorsanierung Hannover-Berlin) sowie internationale Aufträge in Chile (Mining, ca. 800 Mio Euro) und Australien (Bahnbau, ca. 490 Mio Euro). Das EBIT legte um 35 Prozent auf 174,43 Mio. Euro zu, das Konzernergebnis stieg um 25 Prozent auf 119,06 Mio Euro (Ergebnis je Aktie: 1,03 Euro nach 0,82 Euro im Vorjahr).
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Guidance-Anhebung: CEO Stefan Kratochwill hob die Jahresprognose an. Erwartet wird nun eine Leistung nahe 23 Mrd. Euro (zuvor ca. 22 Mrd. Euro) bei einer EBIT-Marge von 5,5 bis 6,0 Prozent (zuvor 5,0 bis 5,5 Prozent). Die Netto-Cash-Position bleibt mit 2,61 Mrd. Euro solide.
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Kursentwicklung & Analysten: Die STRABAG-Aktie notiert aktuell bei rund 95,80 Euro (+11,79%, 11:12 Uhr) und nähert sich damit dem Allzeithoch im Februar 2026 bei 97,40 Euro). und Analysten werten die Zahlen eindeutig positiv: Das Bankhaus Metzler nimmt den Titel mit „Kauf“ (Buy) und einem Kursziel von 120,00 Euro in die Coverage auf; der Konsens liegt bei rund 111,50 Euro.
SMT Scharf AG: Transformation unter neuem Mehrheitseigner – Prognose bestätigt
Der Spezialist für Untertage-Transportlösungen blickt auf ein schwieriges erstes Halbjahr 2026 zurück. Durch eine verhaltene Investitionsbereitschaft der Kohlebergbauunternehmen sank der Konzernumsatz auf 33,1 Mio. Euro (H1/2025: 50,1 Mio. Euro). Das Neuanlagengeschäft brach von 23,7 Mio Euro auf 8,3 Mio Euro ein, während das Service- und Ersatzteilgeschäft (zusammen 24,8 Mio Euro) stabil blieb.
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Reorganisation & Marge: Vor Einmaleffekten lag das operative Ergebnis (EBIT) bei 300 TEUR. Restrukturierungskosten im Rahmen der strategischen Neuausrichtung in Deutschland und China belasteten das Ergebnis zusätzlich mit 1,5 Mio. Euro, was zu einer EBIT-Marge von -3,1 Prozent führte (H1/2025: +5,4 Prozent).
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Neue Eigentümerstruktur & China-Kooperationen: Die SMT Scharf AG befindet sich seit September 2024 im Mehrheitsbesitz der chinesischen Yankuang Energy Group (52,66 % Stimmrechte). Diese Eigentümerstruktur prägt zunehmend die operative Entwicklung: In China schreitet die Partnerschaft mit CCTEG zur Entwicklung leichter Elektrofahrzeuge (LEVs) für den Bergbau voran. Auch in Afrika zeigen sich Erfolge durch ein batteriebetriebenes Bahnsystem in Südafrika (Umsatz Afrika: 5,1 Mio. Euro nach 4,0 Mio. Euro im Vorjahr).
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Auftragslage & Jahresziel: Der Auftragsbestand stieg auf 27,0 Mio. Euro (Vorjahr: 21,5 Mio. Euro). Trotz des schwachen Starts bestätigte der Vorstand die Jahresprognose 2026 (Umsatz: 95 bis 115 Mio. Euro; EBIT: 1 bis 2 Mio. Euro).
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Kursentwicklung & Analysten: Die Aktie notiert aktuell im Bereich von 5,80 bis 5,95 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf rund 18 bis 20 Prozent (deutlich unter dem Übernahmepreis von 11,10 Euro je Aktie, den Yankuang 2024 gezahlt hatte). Analysten stufen den Wert aufgrund der überschaubaren Liquidität aufgrund relativ geringen Streubesitzes und der Neuausrichtung vorsichtig ein: Das mittlere 12-Monats-Kursziel liegt im Bereich von 9,00 bis 9,50 Euro (Halte- bis verhaltene Kaufempfehlungen). Der Markt fordert vor einem Neueinstieg Belege für den operativen Turnaround im zweiten Halbjahr.
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