
Pyrum und Vulcan Energy mit Tenbaggerpotential? Unsinn? Die PYRUM Innovations AG (ISIN: DE000A2G8ZX8) mit einer Börsenbewertung von knapp 135 Mio EUR und in 2025 Umsatzerlöse vonsage und schreibe 4 Mio EUR, dazu Verluste von 10 Mio EUR vor einer Vervielfachung? Kein Grund jetzt wegzuklicken. Gehtnoch“schlimmer“:
Vulcan Energy Ressources Ltd. (ISIN: AU0000066086) erzielte gerade mal 7,35 Mio EUR Umsatz in 2025 – Erlöse aus Geothermiestrom und -wärme – und mit einem Nachsteuerverlust von 69 Mio EUR bringt man es auf eine MarketCap von 850 Mio EUR. Beide Gesellschaften können auch auf Aktionäre aus dem DAX zählen. Warum? Börse handelt die Zukunft. Je näher, desto höher… Die Berichterstattung der letzten Jahre über Pyrum und auch Vulcan Energy lässt ahnen, dass da durchaus „was Spannendes“ im Entstehen sein könnte. Aktuelle Meldungen bringen beide Exoten in den Depots deutscher Kleinanleger in den Fokus:
Pyrum und Vulcan Energy: Fortschritte bei Altreifenrecycling und Lithiumgewinnung.
Abseits der großen DAX-Konzerne ziehen zwei spezialisierte Technologieunternehmen das Interesse deutscher Anleger auf sich: die Pyrum Innovations AG, ein Entwickler industrieller Thermolyseverfahren zum Altreifenrecycling, und Vulcan Energy Resources, das im Oberrheingraben die kombinierte Gewinnung von Geothermie-Energie und Lithium plant. Beide Unternehmen haben mit operativen Entscheidungen und Finanzierungsabschlüssen wichtige Etappen erreicht. Während Pyrum den ersten externen Anlagenkaufvertrag unterzeichnet hat, meldet Vulcan den Financial Close für sein Großprojekt „Lionheart“.
Pyrum: Erster externer Anlagenkaufvertrag für Standort in Tschechien.
Die Pyrum Innovations AG (Dillingen/Saar) gab am 14. August 2026 den Abschluss eines Anlagenkaufvertrags mit dem Joint Venture SUAS reTire s.r.o. bekannt. Der Vertrag umfasst die Lieferung einer Pyrum-Thermolyseanlage für ein geplantes Recyclingwerk im tschechischen Sokolov. Für Pyrum ist es der erste Verkauf einer Gesamtanlage an einen externen Standort und ein zentraler Schritt zur Skalierung der proprietären Recyclingtechnologie.
An dem Joint Venture hält Pyrum 49 Prozent, der tschechische Partner SUAS Ecology 51 Prozent. Mit der parallelen Unterzeichnung der Kreditverträge durch die beteiligten Banken gilt die Projektfinanzierung als gesichert. Pyrum liefert drei Thermolyse-Reaktoren inklusive Prozesstechnik und bindet diese an den zentralen Leitstand an. Die Inbetriebnahme des Werks mit einer geplanten Recyclingkapazität von über 22.000 Tonnen Altreifen pro Jahr ist für Frühjahr 2028 angesetzt. Ein betrieblicher Vorteil vor Ort: Das von der SUAS Group betriebene Nahkraftwerk kann das im Prozess entstehende Pyrolysegas direkt zur Stromerzeugung nutzen.
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Für das Management hat dieser Schritt eine strategische Bedeutung, wie Pascal Klein, CEO der Pyrum Innovations AG, betont: „Mit der Unterzeichnung unseres ersten externen Anlagenkaufvertrags erreichen wir einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung von Pyrum. Hinter diesem Erfolg liegt ein langer und intensiver Weg, auf dem wir gemeinsam mit unseren Partnern wichtige technische, finanzielle und organisatorische Voraussetzungen geschaffen haben. Die gesicherte Finanzierung unterstreicht das Vertrauen unserer Partner in unsere Technologie und schafft eine hervorragende Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts in Tschechien. Mit SUAS haben wir zudem einen Partner gefunden, der nicht nur über die nötige regionale Verankerung verfügt, sondern auch die energetische Integration vor Ort perfekt nutzen kann. Die Unterzeichnung beweist, dass unser Geschäftsmodell über das eigene Werk in Dillingen hinaus skaliert.“
Am Markt wird der Schritt als operativer Übergang vom reinen Anlagenentwickler zum kommerziellen Ausrüster gewertet. Die gesicherte Finanzierung verringert das Ausfallrisiko des Projekts. Dennoch verweisen Marktbeobachter auf die verbleibenden Zeithorizonte: Umsätze und Cashflows aus dem externen Anlagenbau werden im größeren Umfang erst ab 2028 wirksam, während zeitgleich die Auslastung der eigenen Kapazitäten in Dillingen weiter gesteigert werden muss.
Vulcan Energy: Finanzierung gesichert und Baustart im Oberrheingraben.
Vulcan Energy Resources (Erstlisting an der australischen ASX, operatives Zentrum in Deutschland) meldete im Sommer 2026 den Financial Close für die erste Phase des integrierten Lithium- und Geothermieprojekts „Lionheart“. Das Finanzierungsrahmenwerk umfasst rund 2,2 Milliarden Euro (3,9 Milliarden AUD), zusammengesetzt aus Fremd- und Eigenkapitaltranchen.
Parallel laufen die Vorarbeiten an den Standorten: Die sechste Bohrung (LSC-2) wurde erfolgreich abgeschlossen. Die dabei gemessenen Werte – Wassertemperaturen von 169 °C und Lithiumkonzentrationen von 190 bis 200 mg/l – liegen im Rahmen der Machbarkeitsstudien. Am Standort Landau haben die Erdarbeiten für die Geothermie- und Extraktionsanlage begonnen, während im Industriepark Höchst (Frankfurt) die Bauvorbereitung für die spätere Lithiumchemieanlage läuft. Für die Automatisierung, Gebäudetechnik und Elektrik schloss Vulcan zudem Verträge mit Siemens ab.
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Mit dem Abschluss der Verhandlungen richtet das Management den Fokus nun vollständig auf die operative Umsetzung, wie Cris Moreno, Managing Director & CEO von Vulcan Energy, einordnet: „Das Projekt Lionheart ist der operative Wendepunkt für Vulcan. Wir bewegen uns von der Entwicklungs- in die Bau- und Umsetzungsphase. Der Financial Close bestätigt das Vertrauen unserer Banken- und Eigenkapitalpartner in unser emissionsfreies Lithiummodell. Damit ist das größte Finanzierungsrisiko aus dem Weg geräumt. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit: die termingerechte und budgetgerechte Umsetzung des Lionheart-Projekts.“
Aufgrund des gesicherten Finanzierungspakets und der strategischen Partnerschaften mit Akteuren wie Hochtief und Siemens stufen Analysten das Projekt als fortgeschrittenes Lithiumvorhaben innerhalb Europas ein. Als operative Belastung gilt jedoch der zeitweise Stillstand der Geothermieanlage in Insheim, deren Wiederanlauf für Ende September 2026 vorgesehen ist. Zudem bleiben Großprojekte dieser Größenordnung anfällig für mögliche Bauverzögerungen oder Kostensteigerungen.
Pyrum Vulcan Energy – riskante Wetten auf Innovationskraft, Umwelt und…
Beide Unternehmen besetzen Wachstumsfelder im Bereich der Rohstoff- und Materialsicherheit: Pyrum zielt auf die Schließung von Wertstoffkreisläufen bei Elastomeren ab, Vulcan auf die lokale Förderung von Batterierohstoffen sowie die Erzeugung von Geothermie-Wärme. Aber die Risikostrukturen unterscheiden sich jedoch deutlich:
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Pyrum befindet sich in der ersten Phase der externen Vermarktung. Die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells hängt davon ab, ob nach dem Projekt in Sokolov weitere Anlagenverkäufe folgen. Daneben muss die eigene Kapazität weiter ausgebaut werden und die bestehenden Anlagen müssen ihre Wirtschaftlichkeit beweisen.
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Vulcan Energy hat die Finanzierungshürde für ein Milliardenprojekt genommen, tritt nun aber in die komplexe Bau- und Hochlaufphase ein, in der Geothermie, Extraktionschemie und Veredelung parallel synchronisiert werden müssen. Und die Sicherung der Finanzierung eines derart „ungewöhnlichen“ Projekts für Deutschland – Ressourcenförderung in einer alten Industrielandschaft – ist wohl der wichtigste Schritt. Neben öffentlichen Geldern gab’s Bankzusagen und Eigenkapital von DAX-Konzernen und Anlegern. Jetzt muss die Technik so funktionieren und so ausgebaut werden, das man innerhalb der Kosten- und Zeitschätzungen bleibt. Stuttgart 21 ist hier neben dem Willy Brandt Flughafen nur eine weitere Bestätigung für Zweifel am Standort Deutschland für Grossprojekte.
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Pyrum Vulcan Energy – Tenbagger? Vorstellbar, wenn…
Für langfristig orientierte Anleger stellen die aktuellen Kursniveaus beider Unternehmen eine spürbare Diskrepanz zwischen operativer Realität und möglicher Zukunftsbewertung dar. In beiden Aktien sind derzeit erhebliche Risikoabschläge eingepreist, die primär aus der komplexen technischen Umsetzung und den mehrjährigen Vorlaufzeiten resultieren. Sollten die jeweiligen Pläne jedoch wie vorgesehen umgesetzt werden, ergibt sich bei beiden Werten ein beträchtliches Vervielfachungspotenzial.
Bei Pyrum Innovations liegt der Schlüssel zur Neubewertung im Übergang von einem reinen Eigenbetrieb hin zu einem margenstarken Lizenz- und Anlagenbauer. Während der Betrieb eigener Recyclingwerke kapitalsintensiv bleibt, verlangt der Verkauf schlüsselfertiger Einheiten an externe Partner wie SUAS kaum eigenes Bilanzkapital. Gelingt die planmäßige Inbetriebnahme in Sokolov bis 2028 und folgen darauf weitere internationale Anlagenverkäufe, verändert sich das Ertragsprofil von Pyrum schlagartig. Die Aussicht auf wiederkehrende Lizenzgebühren und hochmargige Equipment-Erlöse dürfte zu einem Abbau des Bewertungsabschlags führen.
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LAIQON kann durch KI AuM kräftig steigern – kräftig. Und das könnte erst der Anfang sein.
Bei Vulcan Energy Resources hat der erreichte Financial Close das primäre Insolvenz- und Abbruchrisiko ausgeräumt. Aktuell wird das Unternehmen am Markt weitgehend wie eine Entwicklungsgesellschaft mit erheblichem Abschlag auf den theoretischen Substanzwert (Net Asset Value) gehandelt. Wenn Vulcan den Nachweis erbringt, dass die kombinierte Lithiumextraktion und Geothermie im Oberrheingraben im industriellen Maßstab funktioniert, steht eine fundamentale Re-Evaluation bevor. Die Bewertung würde sich dann nicht mehr an vagen Zukunftserwartungen, sondern an den verlässlichen Cashflows eines integrierten Rohstoff- und Energieproduzenten orientieren, der direkt in die Lieferketten europäischer Automobilkonzerne eingebunden ist.















