Nel vor 1 GW Elektrolyseuraufträgen? Beteiligung Everfuel hat das Geld, um bis zu 1 GW Elektrolyseurkapazität aufzubauen. Vom alten Hoflieferanten?

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Nel

Nel ist operativ derzeit auf gutem Kurs – mit den Quartalszahlen konnte man seit langem wieder einmal die Erwartungen mehr als erfüllen, danach traf man die Entscheidung die neue Gigafactory für Elektrolyseure in Michigan – nahe beim JV-Partner General Motors zu errichten. Immerhin bis zu 4 GW Kapazität,

bis zu 400 Mio USD Investitionssumme. Dazu kam die Strategieumstellung der Norweger gut am Markt an: Zukünftig will man sich bei Elektrolyseuren nur noch auf die Lieferung der technologisch anspruchsvollen, hochmargigen Bauelemente (vornehmlich Stacks) konzentrieren. Es geht nicht mehr darum alles zu liefern, sodnern nur das „was man besser kann“ und „was entsprechend zu höheren Preisen verkauft werden kann“. Gleiches gilt für die schwächelnde Tankstellensparte – auch hier nur noch konzentriert auf Hochleistungstankanlagen, nicht mehr jede Variante soll angeboten und entwickelt werden.

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Auch die Markterwartungen scheinen für die Nel aktie psotiver,a ls für viele andere Wasserstoffaktien: Die Shortquote verharrt (meldpflichtige Postionen, Oslo) auf sehr niedrigem Niveau seit längerer Zeit: 3,45 %, 12.05.2023. Was jetzt fehlt für weitere Kurs-Impulse? Die grossen Aufträge für Nel, die aufgrund der neuen Strategie auch profitabler sind, als „die kleinteiligen, alten Komplettaufträge für Elektrolyseure“.

Nel’s Everfuel hat es geschafft: 200 Mio EUR Eigenkapital für den Ausbau von bis zu 1 GW Elektrolyseurkapazität „im Norden“ stehen bereit.

Und für Nel als zweitgrösster Aktionär mit 11.698.918 Aktien bzw. 13,56 % bei Everfuel engagiert bedeutet das potentiell entsprechende Aufträge für die Elektrolyseursparte. Warum? Bisher haben die Dänen eng mit Nel zusammengearbeitet und ihr erster – seit Dezember  im Probebetrieb – 20 MW Elektrolyseur in Frederica kam von Nel. Dass diese Anlage als erstes Investment für das 200 Mio EUR-Paket eines Everfuel/Hy24- Joint Ventures ausgewählt wurde, könnte ein Hinweis auf die zukünftigen Investionsentscheidungen sein. Der Reihe nach:

Für die norwegische Nel geht es um bis zu 1 GW Elektrolyseurkapazität – jetzt finanziert durch JV.

Denn Everfuel ist es im Februar gelungen mit Hy24, die den weltweit größten Infrastrukturfonds für sauberen Wasserstoff verwalten, die Gründung eines Joint Ventures (JV) „durchzuziehen“, um 200 Mio EUR Eigenkapital in die Entwicklung von Elektrolyseurkapazitäten in Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland zu investieren. Dies soll es dem Joint Venture ermöglichen, bis zu 1 GW an grünen Wasserstoffprojekten zu finanzieren, zu bauen, zu besitzen und zu betreiben.  Geht natürlich nur, weil zu den 200 Mio EUR diverse Subventionszahlungen aus dem REPowerEU-Plan und vergünstigte, unbesicherte Darlehen der EIB kommen werden.

Und bisher hat Everfuel alle Elektrolyseure von Nel bezogen – so auch den 20 MW Elektrolyseur in Frederica, der jetzt als erstes Asset in das Joint Venture eingebracht werden soll. Bei den betankungsanlagen, bei technischen Lösungen setzet Everfuel bisher auf den „altbekannten“ Kooperationspartner der ersten Stunde. Und diese Nel-Affinität könnte Everfuel als im Joint Venture für zukünftige Orojektentwicklungen verantwortlicher Part fortsetzen und durchsetzen, denn:

Everfuel behält das Sagen im Jount Venture – und wie gesagt setzte bisher ausschliesslich auf die Technik von Aktionär Nel

Denn Everfuel wird nach seiner vollständigen Gründung 51 % des Joint Ventures besitzen. Und der 20-MW-Elektrolyseur HySynergy Phase 1 ist der erste Vermögenswert, der vom JV gehalten werden soll. Im Rahmen der Vereinbarung wird das JV Everfuel durch Gebühren während der Projektentwicklungs-, Bau- und Betriebsphase Einnahmen und Cashflow liefern. Everfuel hat außerdem Anspruch auf definierte Entwicklungsgebühren vom JV für Projekte, die FID (Investitionsentscheidungsfähigkeit) erreichen, basierend auf dem Renditeprofil jedes einzelnen Projekts.

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Nel’s Orderbacklog zeigt gesunde Zuwächse  – bereits ohne zusätzliche Everfuel Aufträge.

Zum 31.03.2023 konnte Nel einen neuen Rekordstand des Orderbuchs erreichen: 2,913 Mrd NOK, davon 88% für die Elektrolyseursparte. Gegenüber dem Vorjahresquartal ein Plus von 126%, gegenüber dem Q4 immerhin ein Plus von 12%. Erreicht durch im Quartal gewonnene Aufträge im Volumen von 580 Mio NOK (96% Elektrolyseursparte). Und das trotz rekordmässiger Umsätze/Produktion von 359 Mio NOK (plus 68% gegenüber Vorjahresquartal).

Grössere Aufträge in dne nächsten Quartalen erwartet – weiter hohe Investitionen in den Kapazitätsausbau und „Grossauftragsfähigkeiten“

Ketchuppeffekt kommt zum Tragen. Oder wie es Nel im Quartalsbericht optimistisch mitteilte: „Nel’s production capability is an important differentiating factor short- to mid-term. Based on a large and growing pipeline of opportunities and improved funding schemes in both the EU and the US, Nel expects to win several new large-scale orders in the coming periods. Higher revenues in combination with better scoping and improved pricing of individual contracts in combination with more efficient execution are expected to yield greater profitability in Electrolyser in the years to come, as revenue from projects is recognized over time from execution to completion.“

Neben dem weiteren Ausbau des amerikanischen Standorts Wilmington auf 500 MW Jahres-Kapazität für Elektrolyseure und der zweiten Ausbaustufe Heroyas auf 1 GW Kapazität (von 500 MW, maximal 2 GW möglich) steht man kurz vor der endgültigen Investitionsentscheidung über die bis zu 4 GW in Michigan:

Nel Investment von bis zu 400 Mio USD und eine geplante Elektrolyseur-Kapazität von 4 GW pro Jahr in Michigan verortet.

Für die Standortentscheidung wird bestimmt auch die räumliche „Nähe“ zum Kooperationspartner Genral Motors eine Rolle gespielt haben. Denn durch diese Kooepration will Nel Synergien und Kostenvorteile durch die in langer Zeit erworbenen Technologiekenntnisse des amerikanischen Autogiganten mit Brennstoffzellen und deren Grosserienherstellung. Am 17. November letzten Jahres verkündete Nel Hydrogen US, eine Tochtergesellschaft von Nel ASA, eine Entwicklungsvereinbarung mit General Motors (NYSE: GM) abgeschlossen zu haben. Mit der Zielsetzung die Umstellung auf die industrielle Produktion von Nels Elektrolyseuren mit Protonenaustauschmembran (PEM) zu beschleunigen. HIER EINZELHEITEN ZUR US INVESTITION – DEM GM JOINT VENTURE – HIER EINZELHEITEN ZUR KAPAZITÄTSPLANUNG NEL’S

Die Fabrik werde schrittweise gebaut, um das Angebot an die Nachfrage anzupassen. Eine endgültige Investition bedarf hierbei einer gesonderten Entscheidung. Klartext: Gebaut wird nach entsprechenden Grossaufträgen, die eine Auslastung der Kapazitäten gewährleisten – eine Aussage die auch den Aktionären gefallen sollte.

Positiver Ausblick – Nel verspricht: „Nel expects to win several new large-scale orders in the coming periods.

Im Ausblickdes Q1-Berichts lieferte Nel zusammengefasst alle Argumente, die für eine dauerhafte Kurserholung der Norweger sprechen:

  • Laufender Ausbau der Produktionskapazitäten in Heroya aktuell auf 1GW, in Wallingford auf 500 MW PEM-Kapazität und dazu die geplante Gigafactory in Michigan
  • diverse Grossprojekte werden bis 2025 auf den Weg gebracht werden und Nel ist in diversen Ausschreibungen aktiv. Mit hohen Vorleistungen, die kurzfristig nur Kosten verursachen.
  • drohende Elektrolyseurknappheit verbessert Nel’s Verhandlungsposition.
  • Konzentration auf hochmargige, nicht so leicht austauschbare, technologisch anspruchsvolle Bauelemente von Elektrolyseuren (Stacks).
  • in den nächsten Quartalen sollen weitere Grossaufträge anstehen.
Warum Nel’s Wachstum zumindest im entscheidenden Segment – Elektrolyseure – gesichert scheint.

Externe und interne Analysen unterstützen eine Markteinschätzung, dass Elektrolyseur-Projekte mehrere Gigawattvolumen erreichen werden, deren endgültige Investitionsentscheidung vor 2025 fallen sollen. Industrielle Anwendungen seien dabei kurzfristig die vielversprechendsten Gelegenheiten. Hierbei erwartet Nel, dass Projekte zuerst in reifen Märkten an Fahrt gewinnen werden, bevor große Installationen auf der grünen Wiese stattfinden werden. Zukünftig soll die Integration von neuen Erneuerbare Energien Anlagen mit entsprechenden Elektrolyse-Kapazitäten zu einem weiteren wichtigen Markt Nel’s werden. Weiterhin  sieht Nel  Angebotseinschränkungen auf der Elektrolyseur-Seite – der oft zitierte Elektrolyseurproduktionsengapss, was die Marktdynamik für Nel verbessere. Und der drohende Engpass versetze Nel nun in die Lage, Großaufträge zu günstigeren Konditionen zu verhandeln und letztendlich abzuschliessen. Grossaufträge, die über mehrere Jahre realisiert werden sollen, seien die Zukunft. Und fortwährend wachse das Auftragsbuch Nel’s.

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Basierend auf einer großen und wachsenden Pipeline potentieller Wasserstoffprojekte und verbesserter Förderprogramme sowohl in der EU als auch in den USA erwartet Nel, in Kürze mehrere neue Großaufträge zu gewinnen.

Höhere Umsätze in Kombination mit besserem Scoping und verbessertem Pricing von Einzelverträgen in Kombination mit einer effizienteren Ausführung sollen  voraussichtlich in den nächsten Jahren zu einer höheren Rentabilität von Electrolyseuren führen. Aufgrund dieses positiven Markt-Ausblicks treibt Nel seine Investitionen in Engineering, Projekte und damit verbundenes Personal weiter voran. Bewust auf Kosten des aktuellen EBITDA’s.

Grösse der Projekte schafft GAP zwischen Vorabkosten Nel’s  und Erträgen.

Dabei ist zu beachten, dass die zunehmende Größe der Projekte zu einer verlängerten Vorbereitungs- und Verhandlungsphase mit erheblichem Engineering-Aufwand führe, von dem nur ein Teil gegenüber dem Kunden abrechenbar ist. Der verbleibende Teil sei weiterhin eine Investition für die zukünftigen Erlöse von Nel. Gleichzeitig warnt Nel: Trotz der positiven Marktdynamik dürfte der Auftragseingang von Quartal zu Quartal stark schwanken. DerAuftragsbestand seidabei Risiken ausgesetzt, einschließlich Verzögerungen und Stornierungen.

Bei Fueling sieht die aktuelle Marktdynamik und -aussichten schlechter aus als bei Elektrolyseuren.

Zwar seien die langfristigen Aussichten positiv, aber die kurzfristige Nachfrage bleibe schwierig. Zwar habe Nel grosse Energie-Unternehmen auf seiner Kundenliste, die davon überzeugt seien, dass die Schwerlastfahrzeuge von morgen umweltfreundlich angetrieben werden müssen – durch Wasserstoff. Diese Kunden möchten, dass Nel weiterhin als Anbieter von Wasserstoff-Betankungsanlagen ausreichend lieferfähig bleibe und zu technologischen Entwicklungen beitrage. Die Margen im Geschäftsbereich Fueling seien jedoch derzeit gering. Nel sei unzufrieden mit der Rentabilität seiner Fueling-Sparte und arbeite an der Umsetzung operativer und strategischer Maßnahmen zur Verbesserung der Leistung und Rentabilität

Nel Plug Power ITM Power Elringklinger PNE - Chartbild Nel.
Chart: NEL Asa | Powered by GOYAX.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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